Tollwut Antikörper reichen nicht aus,Bitte um Rat

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Re: Tollwut Antikörper reichen nicht aus,Bitte um Rat

Beitragvon stavre » 23. April 2008 17:04

wenn ich weiß,daß ein mensch mit seinem hund,der keinen ausreichenden impfschutz hat,der braucht gar nicht bei uns vorbeikommen!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

Sabine

Re: Tollwut Antikörper reichen nicht aus,Bitte um Rat

Beitragvon Sabine » 23. April 2008 18:02

Ich kann (oder auch will) mir nicht vorstellen,das so etwas ernsthaft in Erwägung gezogen wird!!
Wenn es bei meinem Hund nicht mit dem Titer klappen sollte,muß ich eben in den sauren Apfel beißen und dafür sorgen,das der Hund gut untergebracht ist,bis es hinhaut.Dann kann er immernoch nachkommen.

blue

Re: Tollwut Antikörper reichen nicht aus,Bitte um Rat

Beitragvon blue » 23. April 2008 18:26

ja ja !! ihr habt ja vollkommen recht. umgangen werden darf es nicht.
aber was ist wenn der titter wirklich nicht ausreicht und man will nicht nur urlaub machen, sondern hierher umziehen.

ist nur ein gedankengerüst, aber überlegt doch mal. der titter wird bei manchen hunden aus irgendwelchen biologischen gründen trotz regelmäßiger impfung nicht erreicht. der hund hat keine tollwut. das würde man wohl spätestens 60 tage später leidvoll selber bemerken.
trotzdem müßte man sich von rechtswegen von dem tier trennen. ziemlich dramatische geschichte.

wäre der gleiche hund in schweden geboren und auch regelmäßig geimpft und entwurmt wäre auch alles gut oder nicht? Der Titter wird bei hunden die in schweden geboren werden auch nicht überprüft, oder doch? und wenn ja werden diese tiere dann getötet?

klar, man muß als einreisebestimmung irgendwo eine grenze ziehen, aber in problematischen fällen finde ich diese art der begrenzung schon ziemlich doof. da könnte man doch viellecht überlegen, ob man in solchen fällen doch auf die gute alte Quarantäne zurückgreift, also das tier während der der inkubationszeit 3 monate "verwahrt". so muß man nicht an gruselige familientrennungen denken.

wie ist das denn eigentlich?Ist ein hund der geimpft wird, aber ein zu niedrigen titter hat, gefährdet sich an tollwut anzustecken? ich habe keine ahnung?!

so jetzt schlagt bitte nicht auf mich ein. unser hund hat alle papiere incl. impfungen/titter/entwurmung und geht brav zur nachimpfung. und unsere tierarzt wäre zu keinem "deal" bereit gewesen, der ist unglaublich nervös geworden, als er hörte, er muß den hund für schweden vorbereiten und hat sich 5x die bestimmungen durchgelesen.

ich wollte diese bestimmung nur mal kritisch hinterfragen.

lg
heike

Sabine

Re: Tollwut Antikörper reichen nicht aus,Bitte um Rat

Beitragvon Sabine » 23. April 2008 18:36

blue hat geschrieben:




wie ist das denn eigentlich?Ist ein hund der geimpft wird, aber ein zu niedrigen titter hat, gefährdet sich an tollwut anzustecken? ich habe keine ahnung?!

lg
heike


Gehauen wird hier nicht!! :D
Das ist wie beim Menschen:Ist der Titer zu niedrig,sind nicht genug Antikörper gebildet worden.D.h. es ist kein kompletter Impfschutz vorhanden.
Was zur Foge haben kann,das man (Tier) sich eben doch anstecken kann.
Grüße
Sabine

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Re: Tollwut Antikörper reichen nicht aus,Bitte um Rat

Beitragvon geli & uwe » 23. April 2008 19:35

Hallo
wir haben auch 3 fellnasen und mir wird schon ganz schlecht, wenn ich daran denke das bei einem der titer nicht hoch genug wäre.
wir wollen nicht nur in den urlaub sondern auswandern und ich würde nie einen zurücklassen.
dann würden wir lieber das ganze projekt verschieben.
ich kann nur zu gut nachvollziehen wie man sich fühlt .
das soll nicht heißen das wir nicht alles korrekt handhaben.
so viel ich weiß braucht man in finnland nur einen internationalen impfpass mit chip.
ist denn ganz skandinavien tollwut und fuchsbandwurm frei?.
schönen tag noch
uwe und geli
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Re: Tollwut Antikörper reichen nicht aus,Bitte um Rat

Beitragvon stavre » 23. April 2008 20:32

ja

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Re: Tollwut Antikörper reichen nicht aus,Bitte um Rat

Beitragvon geli & uwe » 23. April 2008 20:39

Wir sinds nochmals :smt006

Für Gummibärchenvernichter:
Ich hab etwas gegoogelt und scheinbar gibt es in Schweden seit 2004 DOCH den Fuchsbandwurm.
Quelle: Smittskyddsinstitutet.se.
Zwar sehr wenig, aber doch vorhanden.

Für Blue:
Mit dem Titer wird festgestellt, ob ein Tier (Mensch) eine Immunität nach einer Impfung hat. Wenn der Titer nicht ausreichend ist, ist Tier (Mensch) gefährdet.

Liebe Grüße auch von unseren Hundis (geimpft und entwurmt)

Geli & Uwe :nacht:
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Re: Tollwut Antikörper reichen nicht aus,Bitte um Rat

Beitragvon Gummibärchenvernichter » 24. April 2008 08:52

Hallo Geli und Uwe,

geli & uwe hat geschrieben:Wir sinds nochmals :smt006

Für Gummibärchenvernichter:
Ich hab etwas gegoogelt und scheinbar gibt es in Schweden seit 2004 DOCH den Fuchsbandwurm.
Quelle: Smittskyddsinstitutet.se.
Zwar sehr wenig, aber doch vorhanden.

:nacht:


Na klasse ...

Ich muß mir nachher, wenn ich Zeit habe, diese Internetseite mal anschauen. Wo steht das denn ungefähr?

Muß man wohl in Zukunft ´nen Gaskocher zum Beerenpflücken mitnehmen. :evil:

Und für alle, die meinen ihre Hunde nicht entwurmen lassen zu müssen, hier ein kurzer Auszug über die Auswirkung des Fuchsbandwurmes beim Menschen:

Fuchsbandwürmer sind selbst bei hohem Aufkommen im Endwirt für diesen kaum schädlich, für den Menschen hat aber eine Infektion meist verheerende Folgen. Zwar stellt im Entwicklungszyklus des Fuchsbandwurmes der Mensch einen Fehlzwischenwirt dar, da die Infektion nicht an den Endwirt weitergegeben wird, jedoch findet in den Organen eines infizierten Menschen, vornehmlich in Leber, Lunge und Gehirn, eine Finnenentwicklung statt, die das Krankheitsbild der alveolären Echinokokkose hervorruft. Dabei entsteht ein Netzwerk von Röhren in den befallenen Organen. Sie enthalten die Finnen von Echinococcus multilocularis in Form von Anhäufungen mikroskopisch kleiner, von Bindegewebe umschlossener Bläschen (Alveolen). Man spricht daher von einer alveolären Echinokokkose im Gegensatz zur zystischen Echinokokkose bei Infektion durch den Hundebandwurm. Das Finnengewebe breitet sich wie Metastasen aus, wodurch die betroffenen Organe schleichend, aber weitgehend zerstört werden. Die Erkrankung wird meist erst zehn bis zwanzig Jahre nach der Infektion bemerkt, unter anderem, da die Symptome bei Befall der Leber Ähnlichkeit mit einem Leberkarzinom oder einer Leberzirrhose besitzen. Eine Abgrenzung gegen die vorgenannten Erkrankungen ist mittels Antikörpernachweis im Blut möglich. Durch die starke Durchwachsung der betroffenen Organe und die unscharfe Abgrenzung der befallenen Areale zu gesunden Organbereichen ist eine Operation bei fortgeschrittener Erkrankung kaum durchführbar. Ohne eine Operation oder die jahrelange Einnahme von Anti-Wurm-Medikamenten sterben die meisten Patienten an Leberversagen.

Traurige Grüße,
Anke

P.S. Geli und Uwe, Euch wünsche ich alles Gute für Ihre Auswanderungspläne mit den Fellnasen! :D
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Re: Tollwut Antikörper reichen nicht aus,Bitte um Rat

Beitragvon geli & uwe » 24. April 2008 14:53

Hej, Gummibärchenvernichter.

Also: auf der Startseite "Statistik" anklicken, dann Buchstabe "E" auf der linken Seite, dann auf "Echinokockinfektion".
Schon bist Du dort.
In welchem bayrischen Eck bist Du denn eigendlich? Wir sind aus der Gegend von LA.

Und noch ne Statistik: 2003, 2004, 2005 gabs je einen einzigen Tollwutfall in D und seitdem keinen mehr.
Ab wann gilt denn ein Land als Tollwutfrei?

Vi ses

Geli & Uwe
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Re: Tollwut Antikörper reichen nicht aus,Bitte um Rat

Beitragvon trollebjär » 24. April 2008 15:33

geli & uwe hat geschrieben:
Für Gummibärchenvernichter:
Ich hab etwas gegoogelt und scheinbar gibt es in Schweden seit 2004 DOCH den Fuchsbandwurm.
Quelle: Smittskyddsinstitutet.se.
Zwar sehr wenig, aber doch vorhanden.

Geli & Uwe :nacht:


In der Statistik von Smittskyddsinstitutet sind auch Fälle aufgeführt, bei denen die Anstecjkung im Ausland erfolgte. Das sind sogar alle Fälle. Es ist kein Fall dokumentiert, wo die Ansteckung in Schweden erfolgte. Also immer noch wichtig, den Hund entwurmen zu lassen!
Martina


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