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Schweden
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 Betreff des Beitrags: Re: Tips für die Auswanderung nach Schweden!
BeitragVerfasst: 1. März 2010 19:02 
Neuling
Neuling

Registriert: 27. Februar 2010 13:07
Beiträge: 6
Wir wissen auch das man in Schweden auch nicht so einfach an Arbeit kommt.
Deswegen wird mein Mann ja auch erst mal alleine nach Schweden fliegen um sich vor Ort um Arbeit zu bemühen!
Wir wollen es versuchen und wenn es nicht klappt müssen wir das so hin nehmen.
Aber man muss es erst ein mal versuchen!


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 Betreff des Beitrags: Re: Tips für die Auswanderung nach Schweden!
BeitragVerfasst: 1. März 2010 19:15 
Das siehst Du völlig richtig, liebe Jennifer. Ich wünsche Dir/Euch auch viel Glück! Trotzdem, bedenke bitte: Bei der Lohnstruktur in Schweden (im KLartext: die Löhne/gehälter sind im allgemeinen niedriger als in D.) musst Du davon ausgehen, dass auch Du arbeiten musst, sonst haut es ökonomisch nicht hin.


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 Betreff des Beitrags: Re: Tips für die Auswanderung nach Schweden!
BeitragVerfasst: 1. März 2010 19:57 
Zitat:
Bei der Lohnstruktur in Schweden (im KLartext: die Löhne/gehälter sind im allgemeinen niedriger als in D.) musst Du davon ausgehen, dass auch Du arbeiten musst, sonst haut es ökonomisch nicht hin.

Ein weiterer Unterschied zwischen D und S ist auch, dass es für die Steuer keine Rolle spielt, d. h. es gibt kein Familiensplitting - die Steuern sind immer gleich hoch, egal wie viele Kinder man/frau hat und ob nur ein Partner Hauptverdiener ist.
Ein Lkw-Fahrer verdient in Schweden vielleicht 2.200 Euro/Monat vor Steuern, das wären netto ca. 1.700 Euro.

Persönlich denke ich auch, dass es für eine Familie mit 4 Kindern unter den gegebenen Voraussetzungen schon ein großer Schritt ist, nach Schweden auszuwandern. Das setzt gute Planung und Überlegung voraus.

Viel Glück!


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 Betreff des Beitrags: Re: Tips für die Auswanderung nach Schweden!
BeitragVerfasst: 2. März 2010 10:20 
S-nina hat geschrieben:
Persönlich denke ich auch, dass es für eine Familie mit 4 Kindern unter den gegebenen Voraussetzungen schon ein großer Schritt ist, nach Schweden auszuwandern. Das setzt gute Planung und Überlegung voraus.

Auch wenn das jetzt ketzerisch klingt: Mit guter Planung und Überlegung wären die beiden nicht unausgebildet (einer sogar ohne Schulabschluss) an 4 Kinder gekommen plus den Wunschtraum "Auswandern" nach wohin auch immer.


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 Betreff des Beitrags: Re: Tips für die Auswanderung nach Schweden!
BeitragVerfasst: 2. März 2010 15:15 
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Registriert: 15. April 2009 08:25
Beiträge: 147
Hej!

Man darf Träume haben und versuchen, sie zu verwirklichen. Man muss nur bereit sein, die Konsequenzen dafür selber zu tragen.
Die Sprache zu lernen ist doch schon ein guter Anfang. Allerdings würde ich auch zu einer soliden Ausbildung in der Muttersprache raten, da ein Deutscher hier nicht wie ein "Einwanderer" (sprich Flüchtling) behandelt wird. Von ihm wird einfach mehr Selbständigkeit für sein Überleben erwartet. Die Toleranzgrenze ist deutlich niedriger als bei anderen Einwanderern. Jedoch wird hier mehr auf praktische Fähigkeiten als auf Schulzeugnisse geachtet. Wie weit das jeden Einzelnen bringt, kann man wohl pauschal nicht beantworten.

hälsningar
Ida

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 Betreff des Beitrags: Re: Tips für die Auswanderung nach Schweden!
BeitragVerfasst: 2. März 2010 22:00 
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Beiträge: 92
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Beitrag von "Franzissi"

Der ist ja sowas von daneben!!! :smt064

Sorry Jennifer, aber der Beitrag war nicht mal eingeloggt. Das sagt wohl alles. Nimm es nicht krumm, Idioten rennen åberall rum (wer ändert eigentlich ständig meine Tastatureinstellungen???!)

Sei herzlich willkommen und viel Erfolg für Euren mutigen Schritt vorweg!

:schwedentor2:

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 Betreff des Beitrags: Re: Tips für die Auswanderung nach Schweden!
BeitragVerfasst: 3. März 2010 08:31 
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Registriert: 11. Januar 2009 21:32
Beiträge: 92
Wohnort: Norr om stan
Nachdem ich nun den kompletten thread gelesen habe, muss ich ja nun mal feststellen, dass noch nicht wirklich hilfreiche Beiträge dabei sind. An Dich Jennifer: Es wäre natürlich sinnvoller, erst einmal in den gängigen Schwedenforen zu suchen und zu lesen, bevor Du Dich selbst in die Schussbahn begibst. Es gibt, und das hast Du ja nun schon gemerkt, auch leider immer eine Menge Rabauken, die sich mit Freude auf solche Themen stürzen und erst mal die Leute runter putzen. Aber, und das muss leider auch so gesagt werden, ist in diesen Aussagen auch ein wahrer Kern enthalten.

Nun konkret von mir, so wie ich die Situation einschätze.
Es wurde bereits mehrfach angesprochen: Der Hauptknackpunkt bei Euch beiden ist die nicht vorhandene Ausbildung. Auch Schweden ist ein Industriestaat in fortgeschrittener Entwicklung, in dem immer mehr Arbeitsplätze, die keine qualifizierte Ausbildung erfordern, in Billiglohnländer verlagert werden. Klar, werden auch hier die LKW weiter benötigt, aber die Anzahl der Transporte ist doch erheblich zurück gegangen. Vielleicht mal eine Zahl, die das ganz gut illustriert: SCANIA hat im letzten Jahr etwa 90% (!) weniger LKW verkaufen können. Einfach weil Speditionen weltweit die Bestellungen gestrichen haben, da der Bedarf nicht mehr da ist. Gleiches gilt auch für Schweden.

Die Wohnungssituation:
Für eine Familie mit 4 Kindern eine Unterkunft zu finden, die man nicht käuflich erwirbt, grenzt schon an ein Wunder. Schweden ist in seinem Wohnungsmarkt überhaupt nicht mit D. zu vergleichen und selbst einzelne Menschen mit geringen Ansprüchen haben es schwer, eine größere Nasszelle mit Kochplatte anzumieten.
Sicherlich kann Dein Mann allein rüber gehen und findet (unter der Hand für recht viel Geld) erstmal eine Bleibe. Aber ihr müsst ja auch über den nächsten Schritt nachdenken. Und der bedeutet, nochmal 5 Leute in einer Mietwohnung unterzubringen, die dazu noch nicht mehr als 500 - 600,- € kosten darf.
Im Grossraum Stockholm ist diese Annahme leider absolut unrealistisch. und soweit ich dies mitbekommen habe, gilt das auch für den rest Schwedens.
Als Alternative bliebe also nur, auf einem völlig überhitzten Immobilienmarkt ein Dauerwohnrecht zu erwerben. Das kostet richtig Geld, ist aber natürlich von der Lage im Land abhängig. Auf dem Land kann man vielleicht ein Reihenhaus schon für 50 - 80.000,-€ erwerben. In der Großstadt dürfte sich diese Summe schnell mit 3 oder 4 multiplizieren.

Die Kita/Dagis/Förskol-Situation:
Diese ist in Schweden natürlich um Klassen besser als in D., gar keine Frage. Nichts desto trotz kann es passieren, dass man sich eine Weile gedulden muss, bis denn alle Kinder einen Platz haben. Unter Umständen sind diese auf mehrere in der Kommune verteilt, so dass das Bringen und Abholen seinen Teil Zeit in Anspruch nimmt. Dazu kommen in ländlichen Gebieten auch schnell Fahrwege von 50-60 Kilometern in einer Richtung, die auch Ihren Teil des Tages beanspruchen. Und die Kita ist auch hier nicht kostenlos, wenn auch bei weitem nicht so teuer, wie in D., kommen aber doch noch mal an die 280,-€ für alle 4 Kinder dazu, die im Haushaltsbudget vorhanden sein müssen.

Ökonomie:
Um einer Auswanderung eine realistische Chance einzuräumen (soll sie nicht schon am fehlenden Geld scheitern), sollte man schon etwas auf der hohen Kante haben, das man im ersten Jahr ins Haushaltsgeld zuschießen kann, um das fehlende 2. Einkommen etwas auszugleichen.
Die langen Wege auf dem Land machen auch ein 2. Auto erforderlich. Auch dies kostet Geld im Unterhalt (rechne mal mit 250,-€ pro Auto an Benzin, Steuern und Versicherung).
Ich denke, 50.000,-€ als Reserve sind nicht zuviel Geld eher konservativ geschätzt.
Man darf dabei auch nicht vergessen: Bis Ihr alle hier registriert seid und ein Aufenthaltsrecht habt, dauert das seine Zeit. Bis das erste Mal Kindergeld kommt (welches mit 105,-€ deutlich unter dem in D. liegt) kann durchaus ein Jahr ins Land gehen, wie auch mehrere Forumbeiträge zu berichten wissen und ich aus eigener Erfahrung bestätigen kann).

Fazit aus meiner Sicht:
Verbessert mit Hilfe des Arbeitsamtes Eure Ausbildungssituation, bleibt unter der Zeit am Ball und schreibt immer mal wieder Bewerbungen in S. auf geeignete Stellen, nutzt ggf. stattfindende Bewerbungsgespräche als Übung, fahrt oft nach S. in den Urlaub, um in Kontakt mit der Sprache zu kommen (das Hörverständnis bekommt Ihr nur vor Ort), entscheidet Euch für eine Region, wo ihr in Kontakt mit der Sprache und den Leuten kommen könnt (Dialekte gibt es nicht zu knapp in Schweden, gerade Südschweden und Skåne sind für Ihren Dialekt berüchtigt) und auch evtl. in Frage kommende Arbeitgeber im Urlaub ansprechen könnt.
Und plant vom jetzigen Zeitpunkt aus mindestens noch 3 eher 4 Jahre ein, bis Ihr den Schritt machen könnt, dann habt Ihr deutlich bessere Chancen, als dies jetzt kurzfristig anzugehen.

Ich wünsche Euch auf jeden Fall die nötige Ruhe, alles zu durchdenken und egal, wie ihr Euch entscheidet, viel Erfolg bei dem Weg, den Ihr wählt!

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 Betreff des Beitrags: Re: Tips für die Auswanderung nach Schweden!
BeitragVerfasst: 3. März 2010 08:54 
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Registriert: 30. August 2006 11:42
Beiträge: 1379
Wohnort: Gällivare / Lappland
sverige_aelg hat geschrieben:
Fazit aus meiner Sicht:
Verbessert mit Hilfe des Arbeitsamtes Eure Ausbildungssituation,

Das kann man nur unterstreichen (und nicht nur dieses herausgegriffene Zitat). Weshalb ich gerades dieses Stück zitiere, liegt an meiner alten Schwedischlehrerin, besser gesagt an deren Lieblingsspruch:
"Man kann euch alles nehmen: Euer Auto, euer Geld, euer Haus, sogar eure Familie. Nur eins kann man euch nicht nehmen: Eure Ausbildung!"
Egal in welchem Land - eine solide Ausbildung gehört zum Wichtigsten, was man sich im Leben anschaffen kann. Legt den Schwerpunkt darauf und nehmt mit, was ihr könnt, nur das verbessert eure Chancen. Egal, in welchem Land.

Skogstroll


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 Betreff des Beitrags: Re: Tips für die Auswanderung nach Schweden!
BeitragVerfasst: 3. März 2010 09:09 
Zitat:
Verbessert mit Hilfe des Arbeitsamtes Eure Ausbildungssituation,


... hier würde ich, was Jennifer betrifft, in Richtung Pflege tendieren.
Als Pflegekraft, denke ich, dass der Einstieg in Schweden am einfachsten ist, weil diese Kräfte doch noch häufig gesucht werden - vor allem auf dem Land, wo das Wohnen ebenfalls günstiger ist.
Wenn man in Schweden dann erst Mal Fuß gefasst hat und die Sprache sicher beherrscht, ist es möglicherweise leichter, sich auch vor Ort noch weiterzubilden. Kurse für Erwachsene werden von fast allen Kommunen angeboten und die Förderung durch Studienbeiträge ist ebenfalls recht großzügig finde ich (bis 54 Jahre kann man noch Studiebidrag erhalten).


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 Betreff des Beitrags: Re: Tips für die Auswanderung nach Schweden!
BeitragVerfasst: 3. März 2010 13:39 
Skogstroll hat geschrieben:
Egal in welchem Land - eine solide Ausbildung gehört zum Wichtigsten, was man sich im Leben anschaffen kann. Legt den Schwerpunkt darauf und nehmt mit, was ihr könnt, nur das verbessert eure Chancen. Egal, in welchem Land.

100% Zustimmung. Übrigens auch ohne "Aus-".

Und bitte diese Einsicht von Anfang an den Kindern vermitteln, damit wenigstens die gleich einen Schulabschluss bekommen und ohne groß rumzueiern eine Ausbildung beginnen. Gerade ein Studium ist eine gute Investition, und der Zugang zu diesem in Schweden nicht übermäßig schwer. (Hinsichtlich Qualifikation und auch finanziell, da CSN, also BaFöG, unabhängig der elterlichen Situation.)


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