Die Höchstgeschwindigkeit auf schwedischen Landstraßen mit wechselnder Fahrstreifenzahl beträgt von diesem Herbst an 100 Stundenkilometer. Das gab die Verkehrsbehörde in Stockholm bekannt. Die vor zehn Jahren aus Sparsamkeitsgründen eingeführte Variante besteht aus insgesamt drei Fahrstreifen. Die mittlere Fahrspur wird abwechselnd für beide Richtungen geöffnet. Damit soll gefahrloses Überholen ermöglicht werden. Beide Fahrtrichtungen sind durch eine Drahtseilbarriere getrennt, die Frontalzusammenstöße wirksam verhindert. Das haben Untersuchungen belegt. Auf diesen Strecken liegt das Tempolimit zurzeit bei 110 Stundenkilometern. Trotzdem gibt es auf den teilweise schmalen Straßenabschnitten Unfälle. Torsten Bergh von der Verkehrsbehörde:
„Beim gewöhnlichsten Unfall verliert der Fahrer die Kontrolle und fährt gegen die innere Begrenzung. Außerdem passiert es, dass man rechts von der Straße abkommt und ins Gelände rast.“
Das Verkehrsamt hofft, durch die Senkung des Tempolimits um zehn Stundenkilometer die Zahl auch solcher Unfälle künftig verringern zu können.
(Mit freundlicher Genehmigung von Radio Schweden)