Studium in Schweden

Von Auswanderern für Auswanderungswillige! Alle Fragen zu Planung und Durchführung, zu Umzug, Integration und Umgang mit den Behörden. Interessante Erlebnisse und Tipps der Expats.
Link zum Portal: http://www.schwedentor.de/auswandern-leben
Fhre Schweden: Mit Stena Line nach Skandinavien: Sassnitz-Trelleborg

Nica
Teilnehmer
Teilnehmer
Beiträge: 12
Registriert: 16. Juni 2009 13:41
Schwedisch-Kenntnisse: Grundkenntnisse
Lebensmittelpunkt: Deutschland

Re: Studium in Schweden

Beitragvon Nica » 16. Juni 2009 21:20

Gut, dass du nachhakst, aber ich würde mir da keine allzu großen Sorgen machen. 10 Monate sind genügend Zeit, um bei Bedarf was anderes zu suchen. Ich musste die ersten 4 Monate in einem Container hausen. Da war ich ganz froh, dass ich überhaupt wechseln konnte.


Stimmt wohl, ich werd's einfach erstmal so belassen. Niemand den ich in Schweden kenne (und ihr bestätigtet diese Ansicht ja) hat während der Semesterferien nicht im Wohnheimäquivalent wohnen bleiben können - im Gegenteil, i. d. R. scheint es sogar üblich zu sein, während der Sommermonate keine Miete zu zahlen (also nur 10 Monate im Jahr).
Falls das in JKG nicht möglich sein sollte bleibt ja, wie du schon sagtest, noch genug Zeit (und hoffentlich auch Geld).

Die für diese Ausbildung notwendigen Sprachkenntnisse hast du zweifellos, und wenn ein Bürokrat meint, dass das vielleicht nicht so wäre, machst du einfach den TOEFL mit fliegenden Fahnen und die Sache ist erledigt.


Den TOEFL müsste ich so oder so machen, weil ich keine formale Bescheinigung meiner Bilingualität habe, von daher spielt's keine große Rolle. Ich versuch' mich morgen drum zu kümmern, jetzt so bald wie möglich den Test zu machen und dann sollte das ja auch laufen. Ich weiß nicht, in wiefern die aber nicht trotzdem einen Nachweis meiner grundlegenden Schwedischkenntnisse haben wollen könnten? Werd' das aber konkret morgen mit dem BAföG-Menschen besprechen.

[Zuständig für Bafög in Schweden ist das Studentenwerk Rostock. Mir kamen die da sehr kompetent vor (zumindest im Vergleich zu den Bafög-Menschen hier); vielleicht rufst du da einfach mal an und fragst, ab wann du das Bafög beantragen kannst, wie die sich das Problem mit dem Wohnsitz vorstellen, und was du sonst noch für Fragen hast. (Prinzipiell ist aber zu bedenken, dass man bei Bafög mit einer sehr langen Bearbeitungszeit (bis zu einem halben Jahr) rechnen muss, was es gerade für Leute, die tendenziell den Höchstsatz erwarten, schwer macht, diese Zeit ohne Geld von z.B. den Eltern zu überbrücken. Diese Wartezeit würde dir aber bei einem Studium in Deutschland genauso bevorstehen. Bedenken muss man das aber.)]


Ja, mit denen hatte ich vor, mich morgen in Verbindung zu setzen, fragen ab wann ich das beantragen kann und sollte. Ist ein bisschen unvorteilhaft, dass die nur an zwei Tagen in der Woche jeweils zwei Stunden verfügbar sind... darum werd' ich's wahrscheinlich erstmal per E-Mail machen müssen, aber egal.

Mit den Leuten von meiner Krankenkasse (BKK) konnt' ich noch nicht reden, da war, als ich um 15:30 anrief, schon niemand mehr zu erreichen... Soweit ich das deren Internetpräsenz entnehmen konnte, bin ich aber, so lange ich kein eigenes Einkommen habe und keine 25 bin, weiter über meine Eltern (sog. Familienversicherung) weiter versichert - das scheint wohl auch für's europäische Ausland zu gelten. Hab' denen zusätzlich noch 'ne Mail geschrieben, um das zu bestätigen. Morgen dann.

Deine schwedischen Bekannte: Die kannst Du schon für eines fragen. Und zwar benötigt man bei vielen Banken, wenn man ein Konto eröffnen will, einen Schweden, der bezeugt, dass man auch die Peron ist, die da im Perso steht. Kein Witz. Es mag Banken geben wo das nicht nötig ist, ich habe es aber selbst erlebt und oft gehört, dass es verlangt wird. Da kann ein Bekannter vielleicht mit zur Bank gehen?


Schwierig, weil sie wohnt rund 800km von Jönköping entfernt. Die am nächsten wohnende Person in Schweden die ich kenne wäre in Göteborg (130km)... wieso ist die Aussage von einem beliebigen Dritten mächtiger als mein Personalausweis? Ok, kann ich aber erstmal nichts dran ändern, muss ich dann regeln wenn ich vor Ort bin.

Personennummer: Wie lange studierst Du? Wenn Du länger als ein Jahr in Schweden bleiben willst, wirst Du vemutlihc ganz normal eine PN bekommen und damit klären sich viele Dinge ganz von selbst... Bei Studenten die weniger als ein Jahr hier waren, habe ich schon erlebt, dass sie so eine Ersatznummer hatten, die extra für Austauschstudenten gedacht war. Hierbei kann die Kontaktperson der UNi im Zweifelsfall helfen.


Ich studiere erstmal drei Jahre, also das gesamte Bachelorstudium, in Schweden. Danach halte ich mir noch offen, aber mehr als ein Jahr ist es auf jeden Fall.

ch würde nicht zu sehr auf die Abi-Note schielen. Wie das Studium auch ist das schwedische Schulsystem nach Kursen strukturiert. Welche Note dann nachher im schwedischen System herauskommt, ist sehr schwer vorherzusagen. Übrigens: du musst im Abi mindestens Englisch Grundkurs belegt haben, denn der Studiengang verlangt einen äquivalenten Kurs zu Engelska B.

Wie dein Zeugnis nachher bewertet wird, kann ich dir freilich nicht sagen. So zeugnisverliebt wie in Deutschland ist man übrigens sonst kaum irgendwo.


Wieso, ich schiele doch gar nicht auf die Abiturnote? Letztlich scheint die ja auch nicht so ausschlaggebend zu sein, um da angenommen zu werden. Und nach'm Bachelor interessiert das Abiturzeugnis ohnehin niemanden mehr.
Mit "im Abi belegt haben" meinst du in den vier Prüfungsfächern? Hab' ich auf jeden Fall, wenn auch nur als viertes (also mündlich), sollte aber reichen?

Falls ich wegen der unzureichenden Noten nicht angenommen werden sollte, gibt es sowas wie Wartesemester?
Ich war eigentlich bisher davon ausgegangen, dass die Noten für die Aufnahme das kleinste Problem werden würden (nicht, weil meine so gut sind, sondern eher weil keine besonders guten gefragt sind).

Ich habe nie BAföG gehabt - keine Ahnung. Du kannst aber bestimmt einmal zu einem Beratungsgespräch einfach so hin. Die gesetzliche Situation wird sich bis nächstes Jahr sicher nicht mehr ändern, so dass alles, was der jetzt sagt, auch noch nächstes Jahr gelten wird.


Morgen. Naja, 350km sind mir ein bisschen zu viel für ein erstes Beratungsgespräch... (Rostock). Ich werd' heute abend oder morgen früh erstmal 'ne Mail schreiben, dann evtl. telefonisch mit denen in Kontakt treten. Aber so grundlegend anders als persönlicher Kontakt ist das ja nun auch wieder nicht.

Nein, EU-Überweisungen sind gebührenfrei - es fallen ggf. ein paar Kronen Gebühr an für die Umwandlung in Kronen. Es gibt hier in Schweden ein sehr praktisches Bezahlsystem, bei dem man im Onlinebanking einen Code angibt, der auf der Rechnung steht. Nur kannst du dieses System mit einem deutschen Konto nicht benutzen, und wenn man in Schweden zum Bankschalter geht, um das Geld einzuzahlen, kostet das eben mal so um die 5 € Gebühren. Hinzu kommt, dass die Krone nicht an den Euro gekoppelt ist, d.h. der Kurs schwankt ständig. EU-Überweisungen laufen aber immer in Euro, und so könntest du Rechnungen also nur als grobe Schätzung überweisen, weil man vorher nicht weiß, was nachher rauskommt.
Daher ist es am einfachsten, ein schwedisches Konto mit Onlinebanking zu haben. Du überweist dir das Geld dann aus Deutschland hierher und kannst damit dann deine Rechnungen hier bezahlen. Zudem ist in Schweden Plastikgeld sehr üblich (weit mehr als in D), weswegen eine Bankkarte fast schon Pflicht ist.


D.h. du meinst ich kriege BAföG und Kindergeld auf mein deutsches Konto, öffne in Schweden ein schwedisches Konto, richte einen Dauerauftrag (jeden Monat das komplette BAföG + Kindergeld des Monats auf das schwedische Konto) ein und bezahle vom schwedischen Konto alles mit der zum schwedischen Konto zugehörigen Kreditkarte?

Bewerbungsfristen und konkreten Ablauf schau' ich mir dann später nochmal an. Erstmal kläre ich jetzt (heißt: morgen im Laufe des Tages), ob ich BAföG für JKG kriegen kann (trotz mangelnder Schwedischkenntnisse).


Da fällt mir gerade noch was ein: Brauch' ich so eine personnummer und/oder eine schwedische Adresse, um ein Konto eröffnen zu können? Ich bin höchstwahrscheinlich (hoffentlich) nächsten Monat in Umeå, wo ich dann jemanden hätte, der meine Identität bezeugen könnte, nur hab' ich bis dahin noch nichtmal die Bewerbung für die Uni abgeschickt, geschweige denn eine Aufnahmebestätigung und dementsprechend auch keine schwedische Unterkunft.
Ein bisschen semi-OT: Ich hab' noch keine Flüge gebucht für nächsten Monat. Gibt's irgendwelche Tipps, wie man günstig von hier (Paderborn) nach Umeå kommt? Soweit ich das im Auge hatte würde ich von hier via Zug nach Berlin fahren (50/Weg), von dort aus nach Stockholm fliegen (150/Weg) und dann von da nach Umeå fliegen (nochmal 75+/Weg), ergo insgesamt 550 Euro - grob aus dem Kopf. Die Fährverbindungen scheinen aber insgesamt auch nicht günstiger zu sein, von direkten Flügen (ohne Zug nach BER) mal ganz abgesehen.

Danke nochmal an alle, und ich weiß, dass ich Probleme habe, mich kurz zu fassen. :p

Benutzeravatar
Rüdiger
Schwedenfreund
Schwedenfreund
Beiträge: 617
Registriert: 16. April 2007 22:03
Schwedisch-Kenntnisse: Grundkenntnisse
Lebensmittelpunkt: Deutschland

Re: Studium in Schweden

Beitragvon Rüdiger » 16. Juni 2009 22:00

Nica hat geschrieben:...ich weiß, dass ich Probleme habe, mich kurz zu fassen. :p

Völlig off-topic, aber trotzdem: Ich möchte Dir sagen, daß es eine wahre Freude ist, Deine Postings zu lesen. Du kannst Dich sehr gut ausdrücken und weißt gar, wie man den Konjunktiv anwendet. Das ist selten für jemanden, der ein Jahr vor dem Abi steht!

Gruß,
Rüdiger

Samweis
Schwedenfreund
Schwedenfreund
Beiträge: 358
Registriert: 8. April 2009 12:51
Schwedisch-Kenntnisse: fließend
Lebensmittelpunkt: Schweden

Re: Studium in Schweden

Beitragvon Samweis » 17. Juni 2009 06:49

Hallo Nica,
Nica hat geschrieben:Da fällt mir gerade noch was ein: Brauch' ich so eine personnummer und/oder eine schwedische Adresse, um ein Konto eröffnen zu können?
Wie ich oben schon schrieb ist das nicht der Fall. Du hast ein amtliches Dokument aus dem Deine Identität und Deine Adresse hervorgeht. Lass Dich nicht ins Bockshorn jagen.
Ich habe damals so ein Konto bei der Handelsbanken eröffnet. Falls der Mensch am Schalter keine Ahnung hat, hilft freundliche Persistenz.

Die von Dir gewählten Flüge hören sich plausibel an (Ich nehme an, Du fliegst BER-ARN mit GermanWings). Je nachdem zu welcher Jahreszeit und wie lange Du im voraus buchst, kannst Du auf der Strecke nach Umeå eventuell die 500 Euro knapp unterschreiten. Das ist m.E. alles, was Du herausholen kannst.

Viele Grüße

Samweis

Benutzeravatar
Imrhien
Alter Schwede
Alter Schwede
Beiträge: 3310
Registriert: 6. Dezember 2006 10:31
Schwedisch-Kenntnisse: fließend
Lebensmittelpunkt: Schweden

Re: Studium in Schweden

Beitragvon Imrhien » 17. Juni 2009 09:11

Das mit der schwedischen Person, die Deine Identität bestätigen muss, ist wirklich eine merkwürdige Sache und ich weiss auch nicht ob es wirklich rechtsgultig wäre im Zweifelsfall. Glaube eigentlich nicht. Aber es ist durchaus Praxis und auch ich habe es erlebt. Das war für den Bankbeamten ganz selbstverständlich und wir haben uns nicht gestritten, weil es für uns auch einfach war. In Deinem Falle könntest Du natürlich drauf bestehen, dass der Personalausweis oder besser der Pass ausreicht. Aber wenn dem nicht so wäre und Du nicht streiten willst, könntest Du natürlich an der Uni jemanden fragen.
Für die Bank brauchst Du keinen Wohnsitz in Schweden, denn auch Deutsche mit Ferienwohnung dürfen ein Konto eröffnen. Aber für die Personennummer brauchst Du unbedingt einen Wohnsitz, da Du den sonst hinterher ändern lassen musst. Du musst einen Wohnsitz angeben und wenn es auch ein flascher wäre... (der eines Bekannten). Aber Du müsstest Dich dann eben hinterher ummelden. Das kann man umgehen, wenn man schon vorher den Wohnsitz hat. Manchmal ist es schwer einen zu bekommen, ohne PN. Da beisst sich der Hund selbst in den Schwanz. Bei der Uni würde ich aber mal davon ausgehen, dass die da im Wohnheim Erfahrung mit genau diesem Problem haben und es daher erst gar keines mehr wird.

Ich finde übrigens auch, dass Deine Ideen und Deine Beiträge toll durchdacht sind und das sieht sehr nach gutem Gelingen aus, wenn das Bafög kommt.

Grüsse
Wiebke

Nica
Teilnehmer
Teilnehmer
Beiträge: 12
Registriert: 16. Juni 2009 13:41
Schwedisch-Kenntnisse: Grundkenntnisse
Lebensmittelpunkt: Deutschland

Re: Studium in Schweden

Beitragvon Nica » 17. Juni 2009 12:10

Samweis hat geschrieben:Wie ich oben schon schrieb ist das nicht der Fall. Du hast ein amtliches Dokument aus dem Deine Identität und Deine Adresse hervorgeht. Lass Dich nicht ins Bockshorn jagen.
Ich habe damals so ein Konto bei der Handelsbanken eröffnet. Falls der Mensch am Schalter keine Ahnung hat, hilft freundliche Persistenz.


Ok, dann werd' ich einfach nächsten Monat schon das Konto eröffnen, das wäre ja super, wenn das auch schon aus dem Weg wäre.

Die von Dir gewählten Flüge hören sich plausibel an (Ich nehme an, Du fliegst BER-ARN mit GermanWings). Je nachdem zu welcher Jahreszeit und wie lange Du im voraus buchst, kannst Du auf der Strecke nach Umeå eventuell die 500 Euro knapp unterschreiten. Das ist m.E. alles, was Du herausholen kannst.


Das hingegen ist weniger super, aber nicht ganz unerwartet.
Hat evtl. jemand Erfahrung mit den Bahnverbindungen? Auf der Startseite hier wird empfohlen, mit dem Dänemark-Spezial der DB nach Dänemark zu fahren, von da aus dann mit SJ.se den Rest Buchen - das soll wohl (wenn man frühzeitig bucht) für 50 Euro von Hamburg bis Stockholm gehen. Aber irgendwie find' ich auf SJ.se das passende TIcket nicht.
Und diese InterRail-Tickets sind auch keine Alternative, oder? Weil die Länder etwas eigenartig gruppiert sind, ich bräuchte eine Karte für die Gruppe in der Deutschland und Schweden sind und eine Karte für die Gruppe Dänemarks.

Das mit der schwedischen Person, die Deine Identität bestätigen muss, ist wirklich eine merkwürdige Sache und ich weiss auch nicht ob es wirklich rechtsgultig wäre im Zweifelsfall. Glaube eigentlich nicht. Aber es ist durchaus Praxis und auch ich habe es erlebt. Das war für den Bankbeamten ganz selbstverständlich und wir haben uns nicht gestritten, weil es für uns auch einfach war. In Deinem Falle könntest Du natürlich drauf bestehen, dass der Personalausweis oder besser der Pass ausreicht. Aber wenn dem nicht so wäre und Du nicht streiten willst, könntest Du natürlich an der Uni jemanden fragen.


Wenn ich's finanziell schaffe, nächsten Monat noch nach Umeå zu kommen, dann kann ich ja offenbar da problemlos das Konto eröffnen. Wenn nicht, dann kann ich zur Not auch meinen Kontakt in Göteborg treffen und mit dem zusammen dann erst nächstes Jahr das Konto eröffnen, und wenn alle Stricke reißen bleibt immer noch die Uni, ja.

Aber für die Personennummer brauchst Du unbedingt einen Wohnsitz, da Du den sonst hinterher ändern lassen musst. Du musst einen Wohnsitz angeben und wenn es auch ein flascher wäre... (der eines Bekannten). Aber Du müsstest Dich dann eben hinterher ummelden. Das kann man umgehen, wenn man schon vorher den Wohnsitz hat. Manchmal ist es schwer einen zu bekommen, ohne PN. Da beisst sich der Hund selbst in den Schwanz. Bei der Uni würde ich aber mal davon ausgehen, dass die da im Wohnheim Erfahrung mit genau diesem Problem haben und es daher erst gar keines mehr wird.


Ich hoffe nicht, dass das ein Problem wird, aus genau dem Grund, den du ja auch schon nanntest (Uni hat Erfahrung mit diesem Umstand). Kann ich aber jetzt sowieso noch nicht viel dran machen, oder? Halt nächstes Jahr rüber, evtl. geben die mir dann direkt den Platz im Wohnheim - und dann könnte ich mich erst für so eine Personennummer bewerben.


Die Versicherungsleute haben immer noch nicht zurückgeschrieben (wen wundert's)... mit den BAföG-Menschen rede ich jetzt gleich.
Weiß zufällig jemand, wie das mit dem TOEFL aussieht - ich bin nicht sicher, ob ich den überhaupt im Voraus ablegen kann, weil die mir da nicht irgendwie ein allgemeingültiges Zertifikat ausfüllen, sondern das nur einmal an die Leute schicken, an die ich das geschickt haben will, wenn ich das richtig verstanden habe. Und da die Uni mich ja noch gar nicht kennt, würde mir das wenig bringen, wenn ich das nicht noch irgendwie verzögert schicken lassen könnte.
Also BAföG-Menschen jetzt gleich, TOEFL-Sache klären im Laufe des Tages.

Grüße.

Benutzeravatar
Imrhien
Alter Schwede
Alter Schwede
Beiträge: 3310
Registriert: 6. Dezember 2006 10:31
Schwedisch-Kenntnisse: fließend
Lebensmittelpunkt: Schweden

Re: Studium in Schweden

Beitragvon Imrhien » 17. Juni 2009 12:51

Beim Toefl kann mal wohl auch, gegen Gebühr extra scores schicken lassen. Was das genau kostet weiss ich nicht, war aber glaub ich nicht sooo teuer.

Grüsse
Wiebke

hansbaer

Re: Studium in Schweden

Beitragvon hansbaer » 17. Juni 2009 13:38

Den TOEFL müsste ich so oder so machen, weil ich keine formale Bescheinigung meiner Bilingualität habe, von daher spielt's keine große Rolle. Ich versuch' mich morgen drum zu kümmern, jetzt so bald wie möglich den Test zu machen und dann sollte das ja auch laufen. Ich weiß nicht, in wiefern die aber nicht trotzdem einen Nachweis meiner grundlegenden Schwedischkenntnisse haben wollen könnten? Werd' das aber konkret morgen mit dem BAföG-Menschen besprechen.


Nein, den brauchst du prinzipiell nicht.
Ich versuche, mal einigermaßen kurz das schwedische Schulsystem erklären. Jede Gymnasiumsvariante hat eine Auswahl von standardisierten Pflicht- und Wahlkursen. Auf die erhält man die Noten "bestanden" (G), "gut bestanden" (VG) oder "sehr gut bestanden" (MVG). Das schwedische Abi bescheinigt nur, dass man eine erforderliche Mindestanzahl an Kursen sowie die Pflichtfächer gemacht hat. Es gibt aber auch eine Note, die sich aus den Kursen berechnet, wobei
G = 10
VG = 15
MVG = 20

Hat man also alle Kurse mit MVG bestanden, hat man im schwedischen System eine Note von 20,0. Besteht man alles nur mit G, ist man bei 10,0.
Da in diesem System aber viele Kurse gar nicht gemacht werden müssen (z.B. höhere Mathe ist nur in manchen Programmen erforderlich), werden bei Bedarf bei Studienzulassung bestimmte Anforderungen gestellt - d.h. man muss gewisse Kurse im Abi gehabt haben, wenn man ein bestimmtes Fach studieren will.

Zu deinem Wunschstudiengang heißt es

BEHÖRIGHET

En B, Ma C, Sh A.*


Übersetzt heißt das, du brauchst:
- Engelska B
- Mathematik C
- Samhällskunskap A

Du kannst von studera.nu dein Abitur anerkennen lassen. Das Verfahren sieht dann so aus, dass dein Abi in seine Einzelteile zerlegt wird und geschaut wird, welchen Kursen das entspricht. Daher auch mein Hinweis, nicht auf die Abiturnote zu schauen. Da die Kurse ganz anders bewertet werden, muss eine 1,0 in Deutschland nicht unbedingt eine 20,0 in Schweden sein. Wichtiger ist, dass du alle Kurse hast, du brauchst.

Für die Anerkennung der Kurse gibt es auch eine einigermaßen standardisierte Methode: http://www.vhs.se/upload/antagning/Utland/Landblad%20Tyskland%20080930.pdf

- Engelska B: Grundkurs Englisch
- Mathematik C: mindestens ein Jahr Grundkurs Mathematik
- Samhällskunskap A: Grundkurs in Gemeinschaftskunde/Politik, Sozialkunde oder Erdkunde

Und da es auf der englischen Seite der Hochschule heißt
Applicants from the EU/EEA countries may be exempted from the English test requirement. Applicants with previous studies at a High school with English as the only language of instruction do not have to take TOEFL/IELTS
They can also prove that their high school education is equivalent to the requested TOEFL/IELTS test scores.


ist der TOEFL für dich eigentlich Makulatur. Du erreichst auch nach schwedischen Standards mit einem Grundkurs in Englisch die Qualifikation für den Studiengang.

Eine Sache ist mir aufgefallen: in dem Link oben heißt es, dass man für die grundlegende Studienberechtigung auch schwedisch haben muss. Das musst du vielleicht noch abklären - aber ich denke, daran wird es bestimmt nicht scheitern.

Noch ein Wort zu der Rolle der Noten in der Studienbewerbung. Es ist so, dass einfach alle Bewerber nach ihren Noten sortiert und dann "von oben her" angenommen werden. Du kannst dich ja mal erkundigen, wie die Bewerberlage im Allgemeinen ist. Nach den Daten, die ich gesehen habe, ist das Bewerberfeld nicht so groß, dass du nicht unterkommen könntest.

Schwierig, weil sie wohnt rund 800km von Jönköping entfernt. Die am nächsten wohnende Person in Schweden die ich kenne wäre in Göteborg (130km)... wieso ist die Aussage von einem beliebigen Dritten mächtiger als mein Personalausweis? Ok, kann ich aber erstmal nichts dran ändern, muss ich dann regeln wenn ich vor Ort bin.


Wenn du z.B. zur SEB gehst, ist das egal, weil die Bank überall Filialen in Schweden hat. Wo du dein Konto eröffnest, ist also prinzipiell egal.
Das mit dem "Referenzschweden" hat etwas mit der schwedischen Eigenart zu tun, dass das Wort eines Dritten hat in einigen Bereichen viel wert ist.

Falls ich wegen der unzureichenden Noten nicht angenommen werden sollte, gibt es sowas wie Wartesemester?


Nein, in Schweden bewirbt man sich jedesmal aufs neue. Wenn du aber passable Noten hast, wird es daran nicht scheitern. Wie gesagt würde ich aber empfehlen, noch einen oder mehrere andere Studiengänge herauszusuchen, damit du eine Backup-Lösung für den Fall hast, dass es doch nicht klappt.

D.h. du meinst ich kriege BAföG und Kindergeld auf mein deutsches Konto, öffne in Schweden ein schwedisches Konto, richte einen Dauerauftrag (jeden Monat das komplette BAföG + Kindergeld des Monats auf das schwedische Konto) ein und bezahle vom schwedischen Konto alles mit der zum schwedischen Konto zugehörigen Kreditkarte?


So in der Art, ja - du schickst das Geld rüber und dann kannst du den Rest mit dem Onlinebanking machen.

Da fällt mir gerade noch was ein: Brauch' ich so eine personnummer und/oder eine schwedische Adresse, um ein Konto eröffnen zu können?


Wie es hier schon anderweitig hieß: eigentlich nicht.

Wenn es in Umeå mit dem Konto nicht klappt, würde ich das aber nicht so tragisch sehen. Das Konto kannst du auch noch nächstes Jahr nach Ankunft noch einrichten. Das ist eines der vielen kleinen Dinge, die man in der ersten Woche erledigen muss.
Eine Personnummer darfst du erst beantragen, wenn du schon in Schweden wohnst. Auch da würde ich dazu raten, einfach in der ersten Woche nach Ankunft zu einer Skatteverket-Filiale.

Ein bisschen semi-OT: Ich hab' noch keine Flüge gebucht für nächsten Monat. Gibt's irgendwelche Tipps, wie man günstig von hier (Paderborn) nach Umeå kommt? Soweit ich das im Auge hatte würde ich von hier via Zug nach Berlin fahren (50/Weg), von dort aus nach Stockholm fliegen (150/Weg) und dann von da nach Umeå fliegen (nochmal 75+/Weg), ergo insgesamt 550 Euro - grob aus dem Kopf. Die Fährverbindungen scheinen aber insgesamt auch nicht günstiger zu sein, von direkten Flügen (ohne Zug nach BER) mal ganz abgesehen.


Das erscheint mir sehr teuer. Schau mal in einschlägigen Portalen (expedia.de oder momondo.de) nach Flügen ab Düsseldorf nach Umeå. Das sind dann natürlich Umsteigeflüge (teilw. sogar mit Übernachtung), aber auch nicht schlimmer als die Ochsentour über Berlin und Stockholm.
Ich habe mal eine Testsuche bei Momondo gemacht (mein Favorit derzeit) und bewusst den eher teuren Freitag genommen.
Für 10.7. bis 17.7. kam ich da bei Düsseldorf -> Umeå ca. 315 € hin und zurück. Hannover lag bei 480 €. Köln/Bonn weit jenseits der 1000 €.
Jedenfalls solltest du für weniger als 550 € nach Umeå kommen können und zurück.

Nica
Teilnehmer
Teilnehmer
Beiträge: 12
Registriert: 16. Juni 2009 13:41
Schwedisch-Kenntnisse: Grundkenntnisse
Lebensmittelpunkt: Deutschland

Re: Studium in Schweden

Beitragvon Nica » 17. Juni 2009 16:09

- Engelska B: Grundkurs Englisch
- Mathematik C: mindestens ein Jahr Grundkurs Mathematik
- Samhällskunskap A: Grundkurs in Gemeinschaftskunde/Politik, Sozialkunde oder Erdkunde


Hatte ich vorher schonmal gefragt, aber nochmal, weil mir das noch nicht ganz klar ist: Heißt das, dass ich die Kurse irgendwann mal belegt haben muss, oder dass ich die als Prüfungsfächer haben muss?
Ich hab' Mathe und Informatik als Leistungskurse, Erdkunde als schriftliches Prüfungsfach, Englisch als mündliches Prüfungsfach. Damit sollten die Anforderungen dann ja abgedeckt sein?
(Das Dokument, was du verlinkt hast, ist ein bisschen schwierig zu lesen, wenn man nur wenig Schwedisch kann - und du scheinst da mehr Erfahrung zu haben, als der normale Schwede, der sich mit den Umrechnungen und deutschen Kursen ja eher nicht auseinandersetzen muss, darum muss ich weiterhin dich fragen, wenn das nicht zu sehr stört)

[...] ist der TOEFL für dich eigentlich Makulatur. Du erreichst auch nach schwedischen Standards mit einem Grundkurs in Englisch die Qualifikation für den Studiengang.

Eine Sache ist mir aufgefallen: in dem Link oben heißt es, dass man für die grundlegende Studienberechtigung auch schwedisch haben muss. Das musst du vielleicht noch abklären - aber ich denke, daran wird es bestimmt nicht scheitern.

Ich werd' den TOEFL einfach mal machen, schaden kann es mir nicht (bis auf das bisschen Geld, aber ok, die Investition wird es wohl wert sein). In den Leitlinien der Uni stand eigentlich recht ausdrücklich, dass ich eine bestimmte Anzahl Punkte erreichen müsste.
http://www.ihh.hj.se/doc/2316#5 hat geschrieben:International students with diplomas from schools other than Swedish schools will need to produce a certificate of a passed TOEFL (Academic), IELTS or Cambridge/Oxford (Advanced or Proficiency) test if their native language is not English.

Ich werd's also einfach mal machen.

Noch ein Wort zu der Rolle der Noten in der Studienbewerbung. Es ist so, dass einfach alle Bewerber nach ihren Noten sortiert und dann "von oben her" angenommen werden. Du kannst dich ja mal erkundigen, wie die Bewerberlage im Allgemeinen ist. Nach den Daten, die ich gesehen habe, ist das Bewerberfeld nicht so groß, dass du nicht unterkommen könntest.

Wo kann ich denn sehen, wie viele Leute sich auf wie viele mögliche Studienplätze beworben haben? Zumindest auf der offiziellen Seite hab' ich dazu nichts gefunden.

Das erscheint mir sehr teuer. Schau mal in einschlägigen Portalen (expedia.de oder momondo.de) nach Flügen ab Düsseldorf nach Umeå. Das sind dann natürlich Umsteigeflüge (teilw. sogar mit Übernachtung), aber auch nicht schlimmer als die Ochsentour über Berlin und Stockholm.
Ich habe mal eine Testsuche bei Momondo gemacht (mein Favorit derzeit) und bewusst den eher teuren Freitag genommen.
Für 10.7. bis 17.7. kam ich da bei Düsseldorf -> Umeå ca. 315 € hin und zurück. Hannover lag bei 480 €. Köln/Bonn weit jenseits der 1000 €.
Jedenfalls solltest du für weniger als 550 € nach Umeå kommen können und zurück.

Ui, ich hab' gerade mal bei momondo.de (kannte ich noch gar nicht, danke!) geschaut, und der günstigste Flug von DD nach UME kostet tatsächlich nur 359 Euro an meinem Wunschdatum. (Warum das teurer ist, als dein "bewusst eher teurer Freitag" ist mir ein bisschen schleierhaft, weil es liegt weder in den deutschen Schulferien, noch ist es ein Freitag (sondern ein Donnerstag), aber egal:)
Das ist ein wahnsinnig gutes Angebot. Ich weiß gar nicht, warum ich das nicht selbst gefunden habe, weil letztes mal als ich versucht hab', einen Flug zu finden, lag ich auch deutlich über 1000 Euro. Nach DD komm' ich praktisch umsonst, und einmal umzusteigen ist relativ egal für mich.

Damit regelt sich dann auch das Bankproblem, bin somit fast sicher nächsten Monat in Umeå. =)


Kurze Übersicht:
Bankproblem erledigt (s.o.).
Personnummer hat sich auch vorerst von selbst geregelt, weil ich ja ohnehin warten muss, bis ich drüben eine Wohnung hab'.
Uni-Voraussetzungen scheinen dann auch soweit geklärt - den konkreten Ablauf der Bewerbung (Fristen, benötigte Dokumente) guck ich mir an, sobald ich die TOEFL-Ergebnisse habe.
TOEFL kann man wohl, so wie ich das verstanden habe, jetzt ablegen und dann für 2 Jahre lang denen sagen, wo sie das hinschicken sollen. Also meld' ich mich morgen für den nächsten Termin an (gerade nicht im Kopf, wann das war - aber hier in PB gab's so ungefähr jeden Monat einen).
Die Versicherungsmenschen haben sich immer noch nicht gemeldet... werd' dann morgen mal anrufen, statt auf die Mail zu warten.
BAföG hab' ich leider bisher nicht geschaft, war tagsüber kaum daheim, werd' aber gleich noch 'ne Mail aufsetzen.

hansbaer

Re: Studium in Schweden

Beitragvon hansbaer » 18. Juni 2009 09:24

Nica hat geschrieben:Hatte ich vorher schonmal gefragt, aber nochmal, weil mir das noch nicht ganz klar ist: Heißt das, dass ich die Kurse irgendwann mal belegt haben muss, oder dass ich die als Prüfungsfächer haben muss?
Ich hab' Mathe und Informatik als Leistungskurse, Erdkunde als schriftliches Prüfungsfach, Englisch als mündliches Prüfungsfach. Damit sollten die Anforderungen dann ja abgedeckt sein?


Das schwedische System kennt keine großen Abschlussprüfungen. Daher geht es eigentlich nur um die Kurse. Der Zettel, den ich da geschickt habe, gibt aber nicht viel her, was die exakte Beurteilung angeht. Ich denke, da liegt viel im Ermessen des Bearbeiters.

Ich kann aber als Beispiel mal mein Abi nennen, das ich vor längerem mal habe umrechnen lassen. Ich hatte als Prüfungsfächer Mathe, Physik, Englisch und Gemeinschaftskunde/Erdkunde (letzteres mündlich).

Mir wurden anerkannt:
Samhällskunskap B
Fysik B
Matematik E
Engelska B
Tyska Steg 7

Das entspricht eigentlich auch relativ gut meinem Profil, denn andere Fächer, die relevant für die Studienqualifikation sein könnten, wie Chemie oder Bio habe ich nicht zu bieten.
Meine 1,6 wurde mir als 18 Punkte konvertiert, wobei aus den Daten nicht zu ersehen ist, wie das zustande kommt.

Soweit ich das sehe, müsstest du also auf alle Fälle Mathe E, Samhällskunskap A und Engelska B anerkannt bekommen. Du wirst mir hoffentlich nachsehen, dass ich für solche Prognosen keinerlei Gewähr übernehmen kann. Da du jetzt noch massig Zeit ist, aber nach deinem Abitur jeder Tag zählt, wäre es sicherlich gut, eine Auskunft von studera.nu bzw. der Uni einzuholen.

In den Leitlinien der Uni stand eigentlich recht ausdrücklich, dass ich eine bestimmte Anzahl Punkte erreichen müsste.


Auf der gleichen Seite steht zwei Absätze später, dass EU/EEA-Bürger von der Regelung ausgenommen werden können, wenn sie entsprechende nationale Qualifikationen haben. Das träfe auf dich definitiv zu.
Der Grund dafür ist, dass es in der EU Abkommen über die Anerkennung von Bildungsabschlüssen gibt und EU-Bürger nicht diskriminiert werden dürfen. Wenn sie also einen Schweden mit entsprechender gymnasialer Vorbildung ohne TOEFL zulassen, dann müssen sie das bei einem EU-Bürger auch tun.

Den TOEFL zu machen ist aber sicherlich nicht verkehrt - schon aus sportlichem Ehrgeiz kann das sehr reizvoll sein. Ich habe hier in Schweden auch schon die Högskoleprovet (alternativer Studienzulassungsweg über einen Multiple-Choice-Test) gemacht, um mal zu testen, wie ich so abschneide.

Wo kann ich denn sehen, wie viele Leute sich auf wie viele mögliche Studienplätze beworben haben? Zumindest auf der offiziellen Seite hab' ich dazu nichts gefunden.


Hier ist die offizielle Statistik:
http://www.vhs.se/templates/Page.aspx?id=1444

Hier ist die für das Wintersemester 2008:
[url]http://www.vhs.se/upload/antagning/statistik/NY/HT2008_sökande_lärosäte.pdf[/url]

Da steht, dass es 209 Bewerbungen gab, aber davon nur 37 diesen Studiengang als erste Priorität gesetzt haben.

Es gibt in dem Verfahren zwei Auswahlrunden. Plätze, die beim ersten Mal von den Ausgewählten nicht bestätigt wurden, werden in einer zweiten Runde an die Verbliebenen vergeben.
Es werden verschiedene Auswahlgruppen angewandt. So sagt die Homepage, das 65% der Plätze nach Gymnasiumsnote vergeben werden und 35% nach Högskoleprovet.

Hier findet man die Statistik vom WS 2008:
http://www.vhs.se/upload/antagning/statistik/NY/HT2008_antagna_urval1_l%C3%A4ros%C3%A4te.pdf

Die dort genannten Auswahlgruppen kenne ich allerdings nicht - die weichen vom üblichen ab und ich kann nicht erklären, wie das zustandekommt. "SA" steht aber für verspätete Anmeldung, und dort wurden von 12 Bewerbern (davon nur 2 auf erste Priorität) noch 4 angenommen. Insgesamt wurden anscheinend nur 41 Leute überhaupt angenommen. Bei der zweiten Runde waren es auch nur 23.

Versprechen kann man freilich nichts, aber wenn man bedenkt, dass es 60 Plätze gab und dann trotz Hereinnahme später Anmeldungen nur 57 Plätze besetzt werden konnten (wenn die letzten 23 überhaupt alle zugesagt haben), dann deutet das darauf hin, dass der Studiengang nicht sonderlich gefragt ist. Das kann sich krisenbedingt freilich noch ändern, aber dazu müssen wir die Zahlen für diesen Herbst abwarten.

Ob man das nun als Argument gegen Jönköping sehen soll, weiß ich nicht. Beim Durchschauen der Dokumente habe ich durchaus auch wirtschaftswissenschaftliche Studiengänge in Jönköping gesehen, bei denen eine Gymnasiumsnote von 17 und mehr gebraucht wurde. Es kann sich auch einfach um eine Marktlücke handeln - die meisten machen ihren Bachelor in ihrem Heimatland, und so werden die Schweden ihren Bachelor auf schwedisch (oder noch lieber ihren Civilingenjör) machen wollen, und die Ausländer bleiben bislang aus.

Ui, ich hab' gerade mal bei momondo.de (kannte ich noch gar nicht, danke!) geschaut, und der günstigste Flug von DD nach UME kostet tatsächlich nur 359 Euro an meinem Wunschdatum. (Warum das teurer ist, als dein "bewusst eher teurer Freitag" ist mir ein bisschen schleierhaft, weil es liegt weder in den deutschen Schulferien, noch ist es ein Freitag (sondern ein Donnerstag), aber egal:)


Ich bin da vielleicht auch zu sehr auf Ryanair getrimmt - die sind dienstags und mittwochs immer am billigsten, während das Wochenende relativ teuer ist. Daher ist für mich der Freitag meist das Maß, wie teuer es werden kann.

Nica
Teilnehmer
Teilnehmer
Beiträge: 12
Registriert: 16. Juni 2009 13:41
Schwedisch-Kenntnisse: Grundkenntnisse
Lebensmittelpunkt: Deutschland

Re: Studium in Schweden

Beitragvon Nica » 19. Juni 2009 08:51

Kleines Update:

1. Ich hab' nochmal wegen der Wohnung nachgefragt, diesmal eine sehr viel deutlichere Antwort bekommen:
The tenancy contract that you will be presented with, should you come to Jönköping, is a continuing one, meaning that it is ongoing until you cancel it. The cancellation time on the contract is three months, so three months before you want to move out you need to notify your landlord in writing. This means that you can keep your student accommodation during semster breaks as well.

Also ist das definitiv aus dem Weg.

2. Mit den BAföG-Beratern gesprochen, das sieht weniger gut aus - hier der Auszug:
Da Sie voraussichtlich nicht über ein Autauschprogramm wie SOKRATES/ERAMUS nach Schweden gehen werden, müssen Sie einen Sprachnachweis schwedisch über 18 Unterrichtsstunden vorlegen den Sie auch an jeder Volkshochschule belegen können.

Sollten Sie einen schwedisch Sprachkurs erst in Schweden belegen, wird Ausbildungsförderung erst ab dem Monat der Vorlage der Abschlussbestätigung bewilligt.

Hab' mich noch nicht erkundet, was das kosten wird und ob/wann das hier überhaupt angeboten wird, das werd' ich heute im Laufe des Tages machen. Aber ich kann halt auch nicht warten bis ich drüben bin, weil ich ohne deren Geld wohl so gerade rüberfliegen könnte, nicht aber Monate da leben.

Aber immerhin
Der Antrag kann selbstverständlich jederzeit gestellt werden, Sie müssen dann jedoch mit einer längeren Bearbeitungszeit rechnen.

Wir können Ihnen eine unverbindliche Probeberechnung anbieten [...].

Ich werde denen also erstmal meine Daten geben, und schauen, ob/wie viel BAföG mir zustünde. Und dann eben sobald wie möglich den richtigen Antrag stellen, wenn die sowieso sagen, dass ich den auch schon im Voraus (ohne Zusage über Studienplatz) stellen kann.

Soweit ich das sehe, müsstest du also auf alle Fälle Mathe E, Samhällskunskap A und Engelska B anerkannt bekommen. Du wirst mir hoffentlich nachsehen, dass ich für solche Prognosen keinerlei Gewähr übernehmen kann. Da du jetzt noch massig Zeit ist, aber nach deinem Abitur jeder Tag zählt, wäre es sicherlich gut, eine Auskunft von studera.nu bzw. der Uni einzuholen.

Ja, aber ohne Abizeugnis kann ich da noch nicht so viel machen. Ich werd' gleich mal schauen, ob man sich da wohl so eine Art Einschätzung geben lassen kann, basierend auf den Kursen und Noten, die man wahrscheinlich nächstes Jahr haben wird, wenn ich das finde/wenn die das anbieten.

So weit erstmal. Werd' mich heut' nachmittag um den Sprachkurs an der VHS kümmern.


  • Vergleichbare Themen
    Antworten
    Zugriffe
    Letzter Beitrag

Zurück zu „Auswandern“

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 4 Gäste