Studieren: Deutschland/Schweden

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FriedaBerlin
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Studieren: Deutschland/Schweden

Beitragvon FriedaBerlin » 10. Juli 2009 15:39

Hej ihr Lieben,

ich hätte da mal so eine Frage...

Ich bin 17, bald 18, werde im Sommer 2011 mein Abi in Berlin machen.
Ich bin mir ziemlich sicher, dass ich meine Zukunft in Schweden verbringen möchte.

Ich habe mir überlegt, dass ich nach dem Abi vielleicht erstmal ein Au-pair Jahr machen sollte, um die Sprache zu verinnerlichen und jetzt kommt das eigentliche Problem:

Ich möchte gerne auf Grundschullehramt studieren. In Deutschland wäre dann das Problem, dass ich eine Prüfung machen müsste für Schwedisch und wenn ich in Schweden studieren würde, wär das Problem, dass ich in Deutschland (falls ich wg. meiner Eltern vielleicht doch mal zurück müsste für eine bestimmte Zeit) vielleicht nicht unterrichten dürfte, weil es in Schweden ja kein Referendariat gibt, oder?

Also, was würdet ihr mir raten?

Noch eine Frage für Leute, die in Schweden wohnen: Ich heiße Friederike
Ist dieser Name ein Problem für die Schweden in Sachen Aussprache?

Herzlichste Grüße aus Berlin und schonmal :danke:

Friederike

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Re: Studieren: Deutschland/Schweden

Beitragvon strangeways » 12. Juli 2009 00:34

FriedaBerlin hat geschrieben:Hej ihr Lieben,

ich hätte da mal so eine Frage...

Ich bin 17, bald 18, werde im Sommer 2011 mein Abi in Berlin machen.
Ich bin mir ziemlich sicher, dass ich meine Zukunft in Schweden verbringen möchte.

Ich habe mir überlegt, dass ich nach dem Abi vielleicht erstmal ein Au-pair Jahr machen sollte, um die Sprache zu verinnerlichen und jetzt kommt das eigentliche Problem:

Ich möchte gerne auf Grundschullehramt studieren. In Deutschland wäre dann das Problem, dass ich eine Prüfung machen müsste für Schwedisch und wenn ich in Schweden studieren würde, wär das Problem, dass ich in Deutschland (falls ich wg. meiner Eltern vielleicht doch mal zurück müsste für eine bestimmte Zeit) vielleicht nicht unterrichten dürfte, weil es in Schweden ja kein Referendariat gibt, oder?

Also, was würdet ihr mir raten?

Noch eine Frage für Leute, die in Schweden wohnen: Ich heiße Friederike
Ist dieser Name ein Problem für die Schweden in Sachen Aussprache?

Herzlichste Grüße aus Berlin und schonmal :danke:

Friederike



Hej Friederike,

also, zuerst einmal die 'einfache' Antwort. ich denke nicht, dass die Schweden ein Problem mit deinem Namen haben werden. Es gibt ja auch den Namen Frederika auf schwedisch. Und ob du jetzt -rike oder -rika heißt ist glaube ich kein Thema.

Also, es ist natürlich schwer einen Rat zu geben, wenn es um solche ich sag mal gravierenden Entscheidungen geht. Ich kann dir zu sagen wie ICH es sehe und wie ich darüber denke:

Erstmal steht für mich die Frage im Raum, ob deine Eltern es sich irgendwann mal (Rente) sich vorstellen könnten auch in Schweden zu wohnen?
Ich komme wie du aus Berlin (bin seit ein paar Jahren wieder hier) und bin nach meinem Abi nach Österreich ausgewandert. Einige Zeit davor ist mein Vater an Krebs erkrankt...das ist natürlich hart. Aber am Ende bin ich doch gegangen. Aber das ist eine sehr persönliche Entscheidung. Ich sag mal so, es ist lobenswert, wenn du darauf Acht gibst was mit deinen Eltern später mal sein wird, aber ich denke sie würden auch wollen, dass du das im Leben machst was dich glücklich macht. Und da kommen wir dann zum nächsten Punkt:

Das Studium, in dem Land zu machen, in dem du auch arbeiten möchtest, halte ich auf Anhieb für die bessere Entscheidung. Das alleine ist jetzt nicht das Glück, von dem ich oben geredet habe, aber ich könnte mir vorstellen, dass es dich einfach mehr 'erfüllen' würde als dein Studium hier zu machen und nur darauf zu warten nach Schweden zu gehen. Besonders das Studium ist eine Zeit, wo du neue Bekanntschaften schließt, neue Freunde haben wirst, dann eventuelle zukünftige Kollegen. Ich sage nicht, dass du keine Freunde finden wirst, wenn du nach dem Studium nach Schweden gehst, aber ich denke (und ich spreche auch aus eigener Erfahrung) gestaltet sich das Sozialleben während der Studienzeit um einiges leichter. Ein weiterer Punkt ist die Sprache. Je mehr Zeit du in dem Land verbringst umso besser werden deine Schwedischkenntnisse. Und gerade als Lehrerin denke ich ist es am besten, wenn du wirklich sicher im Umgang mit der Sprache bist. Man hat ja auch eine Vorbildsfunktion dazu. Außerdem wirst du so viel eher die Gewohnheiten der Schweden kennenlernen, die Menschen, das Land, die Politik, das Leben...und vor allem bist du viel schneller integriert, das ist im Studium nochmal anders denke ich, vielleicht leichter, denn du wirst vielleicht einen Nebenjob haben in Schweden, du wirst dann schon die 'arbeitswelt' während deines Studium kennenlernen...ach, ich finde es gibt so unzählige Dinge, die dafür sprechen würden. Außerdem denke ich, dass du an sich auch bessere Jobmöglichkeiten hast, wenn du dort auch studieren würdest.

Ein Au Pair Jahr denke ich ist auf jeden Fall eine gute Sache...überhaupt ein Jahr in dem du nochmal Zeit hast deine Wünsche und Ziele zu reflektieren. Vielleicht spricht dich das LEben in Schweden dann ja auch nicht mehr an. Das soll jetzt nicht mies klingen. Ich meine damit nur, dass Urlaub und Leben ja was anderes ist. Und wenn du ein Au Pair JAhr machst, dann kannst du schon mal einen Vorgeschmack vom Leben dort in Schweden bekommen. Und ich denke das ist besser (wenn du die Möglichkeit hast) als einfach so in kalte Wasser zu springen.

Go for it!

FriedaBerlin
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Re: Studieren: Deutschland/Schweden

Beitragvon FriedaBerlin » 12. Juli 2009 18:21

hej,

das ist erstmal ein rat, der mich ein wenig weiterbringt. ich glaube, meine eltern werden nicht unbedingt nach schweden ziehen wollen würden, aber es ist definitiv so, dass sie wollen, dass ich das im leben mache, was mich glücklich macht.

vielen dank für den tip! :danke:

lg friederike


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