Die Steuerbehörden der skandinavischen Länder verhandeln mit mehreren so genannten Steuerparadiesen über die Lockerung der bisher dort geltenden Verschwiegenheitsregeln. Bis zum Ende des Jahres sollen Verträge unterschrieben werden, die den Steuerbehörden Zugang zu vertraulichen Informationen über Firmen, Konten und Banktransaktionen verschaffen sollen. Verhandlungen laufen unter anderem mit den britischen Kanalinseln Jersey und Guernsey, den Bermudas und den Cayman Islands. Der Projektleiter der schwedischen Steuerbehörde, Torsten Fensby, verspricht sich vor allem langfristig Erfolg in der Bekämpfung von Steuerverbrechen. Im schwedischen Rundfunk sagte er:
„Wahrscheinlich wird Kapital in andere Länder verschoben, die noch ein Verschwiegenheitsgesetz haben. Aber es wird unvermeidbar sein, dass sich mit der Unterzeichnung von jedem neuen Vertrag das Spielfeld für internationale Steuerflucht verkleinert.“
Nach Schätzungen der schwedischen Steuerbehörde werden jährlich umgerechnet rund 4,9 Milliarden Euro am schwedischen Staat vorbei in Steuerparadiese gebracht.
(Mit freundlicher Genehmigung von Radio Schweden)