Steuerbelastung in Schweden

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Uwe

Steuerbelastung in Schweden

Beitragvon Uwe » 26. Januar 2007 12:19

Hej,

betreffend der Steuerbelastung in Schweden habe ich eine ganze Menge im Forum gelesen. Dennoch weiß ich immer noch nicht was den unterm Strich übrig bleibt.

Hab ihr vielleicht einen Link, wo man einige Daten eingeben kann um sein Netto zu ermitteln? Im Internet kann man sein Gehalt über einen Gehaltsrechner kontrollieren bzw. ermitteln.

Gibt´s sowas ?

Gruß
Uwe

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Re: Steuerbelastung in Schweden

Beitragvon Auswanderer » 26. Januar 2007 12:29

Uwe hat geschrieben:betreffend der Steuerbelastung in Schweden habe ich eine ganze Menge im Forum gelesen. Dennoch weiß ich immer noch nicht was den unterm Strich übrig bleibt.

Hab ihr vielleicht einen Link, wo man einige Daten eingeben kann um sein Netto zu ermitteln? Im Internet kann man sein Gehalt über einen Gehaltsrechner kontrollieren bzw. ermitteln.


Brutto ---> Netto

http://www.ekonomifakta.se/sv/Fakta/Ska ... din_skatt/

Bitte beachten: Die Prozentzahlen oben, z.B.

61% går till skatt

39% blir kvar till dig

beinhalten AUCH den Arbeitgeberanteil.

Ganz grob: von deinem Bruttogehalt zahlst du 30%, da ist alles
darin. Wenn du mehr als ca. kr 300000 im Jahr verdienst, zahlst
du zusätzlich ca. 20% der Differenz. Die 30% gehen an die Kommune,
und die Sätze sind etwas unterschiedlich. Die 20% gehen an Schweden
als ganzes.

Bruttolohn?

http://www.dinapengar.se/Avdelningar/Ar ... &Refresh=1[img
Alla dessa dagar som kom och gick, inte visste jag att det var livet.

---Stig Johansson

Uwe

Re: Steuerbelastung in Schweden

Beitragvon Uwe » 26. Januar 2007 12:42

Danke für die Links. :lol:

Gruß
Uwe

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Re: Steuerbelastung in Schweden

Beitragvon Uwe Ernst » 26. Januar 2007 13:08

Hej Uwe,
interessant, ein weiterer Uwe, der auch noch Golf spielt. das tue ich auch, bin aber noch bei Handicap 54.
Gruß aus Berlin-Spandau
Uwe (Ernst)

Uwe

Re: Steuerbelastung in Schweden

Beitragvon Uwe » 26. Januar 2007 13:21

Hej,

wenn ich es richtig als Anfänger verstehe, wird das Einkommen wie folgt berechnet:

Innan du får din lön (..................... du verdienst folgenden Lohn ?)

Arbetsgivaren betalar för dig 21.452 kr (Arbeitgeber bezahlt für dich)
Arbetsgivaravgifter 5.252 kr (Arbeitsgebanteil Sozialabgaben)
Din bruttolön 16.200 kr (Dein Bruttolohn)

Inkomstskatter (Einkommenssteuer)
Kommunalskatt 4.559 kr (Kommunensteuer)
Statlig inkomstskatt 0 kr (Staatliche Steuer)
Pensionsavgift 1.133 kr (Pensionsabgaben)
Skattereduktion 1.750 kr (Steuerermäßigung)
På lönebeskedet 12.258 kr (.................................... ?)

Andra skatter och avgifter (andere Steuern und Sozialabgaben)
Konsumtionsskatt (moms m m) 2.403 kr (Konsumsteuer)
Summa skatter 11.596 kr (Summe Steuern)
Kvar till dig 9.856 kr (.............................. bleibt für mich)

Wenn ich also richtig liege und ein Bruttolohn von 16.200 kr (bei einen Kurs von 1:9 = 1.800 Euro) zu Grunde legen, bleiben 9.856 kr übrig.

So korrekt, kein Freibetrag für Kinder usw. wie in Deutschland ?

Gruß Uwe

Uwe

Re: Steuerbelastung in Schweden

Beitragvon Uwe » 26. Januar 2007 13:28

Hej Uwe (Ernst),

zum spielen bin ich aus zeitlichen Gründen bisher noch nicht gekommen, daher habe ich auch noch kein Handicap. Habe aber starkes Interesse es zu spielen. Bücher gelesen, Schläger liegen bereit und warten.

Gruß
Uwe

Volli

Re: Steuerbelastung in Schweden

Beitragvon Volli » 26. Januar 2007 14:26

An die beiden Golf-spielenden UWE´s:

Wenn ihr das Golfspielen gleich richtig (und weniger kompliziert) lernen wollt, dann solltet Ihr unbedingt mal auf diese Seite schauen: http://www.mikeaustin.de/

Schaut Euch hier mal um (auch im BLOG - dort gibt es ein Video von einem Anfänger, wie er nach 2 Stunden Unterricht die Bälle weg"schwingt"). Es gibt dort viel zu entdecken.

Viel Spaß :wink:
Volli

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Re: Steuerbelastung in Schweden

Beitragvon Auswanderer » 26. Januar 2007 14:53

Uwe hat geschrieben:wenn ich es richtig als Anfänger verstehe, wird das Einkommen wie folgt berechnet:

Wenn ich also richtig liege und ein Bruttolohn von 16.200 kr (bei einen Kurs von 1:9 = 1.800 Euro) zu Grunde legen, bleiben 9.856 kr übrig.


Nein, denn da ist die Mehrwertsteuer noch abgezogen.

Die Seite stellt nichts falsch dar, betont aber, wieviel dem Staat
zukommt. In Deutschland ist es z.B. nicht übrig, den Arbeitgeberanteil
zu berücksichtigen noch die MWSt. Muss man aber natürlich, wenn
man die GESAMTkosten und die GESAMTabzüge betrachtet.

Bei 16.200 Bruttolohn (also ohne Arbeitgeberanteil; man verhandelt
in Schweden, wie in Deutschland, über den Bruttolohn ohne
Arbeitgeberanteil) bleiben netto ca. 11.500. Der niedrigere Betrag
von 9800 oder so kommt, wenn man die MWSt abzieht. Erstens ist
dies weder in Deutschland noch in Schweden übrig, und zweitens
dies geht davon aus, dass alles, was du kaufst, MWSt-pflichtig ist.

Die Pensionsabgabe und die dafür gewährte Steuerreduzierung gleichen
sich also aus. Wenn man weniger als EURO 3000 im Monat oder
so verdient, dann es ist nicht ganz falsch zu sagen, dass ca. 30%
abgezogen werden.

Uwe hat geschrieben:So korrekt, kein Freibetrag für Kinder usw. wie in Deutschland ?


Nein. Warum? Ein Kinderfreibetrag führt dazu, dass das Kind mehr
Wert ist, je höher der Steuersatz ist. Übrigens ist der Kinderfreibetrag
in Deutschland zum Glück fast abgeschafft. (Bei dieser Abschaffung
wurde das Kindergeld kräftig erhöht.) Er wird NUR DANN benutzt,
wenn die Ersparnis größer ist als das Kindergeld. (Dies ist nur dann
der Fall, wenn man so viel verdient, dass der Unterschied einem
eigentlich egal sein kann und, wie könnte es anders sein, ist auf
Union und FDP zurückzuführen.) Er kommt vielleicht auch noch bei
der Berechnung des Solidaritätszuschlags zur Geltung.

Da die Zahl der Kinder noch auf der Lohnsteuerkarte steht, glauben
viele, dass der Kinderfreibetrag so wichtig ist wie früher. Dies ist
nicht der Fall.

Richtiger ist, Kinder direkt zu fördern. Hierzu gibt es Kindergeld,
in Deutschland und in Schweden. Man muss auch berechnen, dass
Kinder in Deutschland mehr kosten, weil man mehr für sie ausgeben
muss, denn viele Sachen gibt es kostenlos in Schweden, z.B. Essen
in der Schule, Studium usw.

Werbungskosten kann man in Schweden wie in Deutschland von der
Steuer absetzen (z.B. Werkzeug, Berufskleidung usw.)
Alla dessa dagar som kom och gick, inte visste jag att det var livet.



---Stig Johansson

Volli

Re: Steuerbelastung in Schweden

Beitragvon Volli » 26. Januar 2007 15:05

@ Auswanderer

Verständnisfrage: Wie kommst Du bei Gehaltsabzügen auf die MWSt. ?

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Re: Steuerbelastung in Schweden

Beitragvon Auswanderer » 26. Januar 2007 15:22

Volli hat geschrieben:@ Auswanderer
Verständnisfrage: Wie kommst Du bei Gehaltsabzügen auf die MWSt. ?


Ich nicht, aber auf dieser Seite steht:

Din bruttolön 16.200 kr

På lönebeskedet 12.190 kr (dies ist also das Nettogehalt)

Andra skatter och avgifter

De pengar du spenderar beskattas med moms, 25 procent på de flesta varor. Vi har räknat med den skatt som en medelkonsument betalar på sin konsumtion.

För dig innebär det att den totala skatt du betalar är 54 procent av vad arbetsgivaren betalade för ditt arbete.


Konsumtionsskatt (moms m m) 2.389 kr
Summa skatter 11.651 kr
Kvar till dig 9.801 kr (dies ist also NICHT Nettogehalt, sondern
Nettogehalt abzüglich MWSt. MWSt wird
natürlich nicht vom Gehalt abgezogen. Wie
gesagt, die Seite betont, wieviel insgesamt
and den Staat geht.)

Den vollständigen Text oben sieht man, wenn man auf "i" geht.


Übrigens, Elterngeld (in Deutschland 67% bis EUR 1800, 12 bzw.
14 Monate, seit 2007; in Schweden 80% bis EUR 2500 16 Monate
seit Jahrzehnten) sieht auf dem ersten Blick so aus, dass "ein Kind
mehr Wert ist, je mehr man verdient". Es handelt sich aber um
eine Lohnersatzleistung wie Krankengeld, nicht um Geld für das
Kind. Wenn man mehr verdient, dann bekommt man auch mehr
Krankengeld, obwohl man in der Situation dem Arbeitgeber nicht
mehr Wert ist, als jemand, der weniger verdient. Der Ansatz ist
"Lohnfortzahlung". Genau so, wie es zum Leben gehört, dass man
krank wird, gehört es dazu, dass man Kinder bekommt, daher ist
es richtig, für die Bezahlung der Eltern den Ansatz "Lohnfortzahlung"
statt "Festbetrag" zu wählen. Für Kindergeld selbst ist es umgekehrt,
weil alle Kinder dem Staat gleich viel Wert sein sollten, also "Festbetrag"
statt etwas, was vom Lohn abhängt (wie Kinderfreibetrag).
Alla dessa dagar som kom och gick, inte visste jag att det var livet.



---Stig Johansson


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