Stena-Line - gehts denen zu gut?

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Re: Stena-Line - gehts denen zu gut?

Beitragvon tjejen » 15. Oktober 2015 13:49

Stena Line war bei "Undercover Boss" dabei und es machte den Eindruck als hätten sie einige Schwierigkeiten...

Gnäll suger, handling duger.

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Re: Stena-Line - gehts denen zu gut?

Beitragvon Dietmar » 16. Oktober 2015 11:49

Danke für das Video, interessante Sendung!

Natürlich weiß man auch nicht, was außerhalb des Kamerabereichs noch so alles passiert ist, und die vielen Stunden die vermutlich rausgeschnitten wurden ;-)
Aber so schlecht kommt die Firma im Film gar nicht weg, finde ich.

Jedenfalls denke ich nicht, dass jemand aufgrund dieses Films sein Fährticket stornieren wird -- eher noch ist die Sendung doch eine gute Werbemaßnahme für Stena, oder?

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Re: Stena-Line - gehts denen zu gut?

Beitragvon tjejen » 16. Oktober 2015 16:02

Hmm, naja, von den Sendungen die ich gesehen habe, kommt Stena Line mit am schlechtesten weg... Meiner Meinung nach haben sie strukturelle Schwierigkeiten in der Personalpolitik, und die beeinflusst immer das Geschäft....

Klar am Ende meinen die Firmen immere, dass sie nun endlich wissen sie was falschgelaufen ist, aber so richtig nehmen Stena Line die Probleme meiner Meinung nach nicht mal in der Sendung ernst.
Gnäll suger, handling duger.

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Re: Stena-Line - gehts denen zu gut?

Beitragvon Dietmar » 17. Oktober 2015 22:20

Ja, das kann sein. Ich kenne sowieso nur diese eine Sendung.

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Re: Stena-Line - gehts denen zu gut?

Beitragvon vibackup » 18. Oktober 2015 09:53

tjejen hat geschrieben:Hmm, naja, von den Sendungen die ich gesehen habe, kommt Stena Line mit am schlechtesten weg... Meiner Meinung nach haben sie strukturelle Schwierigkeiten in der Personalpolitik, und die beeinflusst immer das Geschäft...


Habe die Sendung nicht zu Ende gesehen, aber interessant: aus Sicht der meisten Leute schließt man von der Menge der einem selbst bekannten Probleme auf die Menge der einem selbst unbekannten Probleme und setzt voraus, dass das Verhältnis dieser Mengen für alle Beteiligten gleich ist.
Und dann kommt man zu dem von dir gezogenen Schluss.
Das kann, muss aber nicht stimmen. Wenn eine Firma (oder was auch immer da untersucht wird) eine andere Politik hat, was den Umgang mit Problemen betrifft (konkret: wie offen man ist, die Probleme bekannt werden zu lassen), dann werden die Probleme dort mehr oder weniger grob unter- oder überschätzt.

Zu Stena habe ich keine Ansicht, aber im Softwarebereich haben wir da ja ein schönes Beispiel: die meisten Menschen haben eine grobe Fehleinschätzung zum Qualitätsverhältnis von Open Source software (OSS) zu kommerzieller, closed source software (bspw Microsofts Programme), eben weil bei OSS im Prinzip alle Probleme recht schnell bekannt sind... während bei (um mal bei dem großen Monopolisten zu bleiben) MS die Probleme ja im Prinzip nur dann bekannt werden, wenn das Unternehmen es nicht verhindern kann, frühestens jedoch mit dem Fix des Problems (und auch da ja nur teilweise).

Ein anderes Beispiel war lange Wikipedia, die ja auch in objektiven Messungen zuverlässiger ist als die meisten kommerziellen Vergleichsprodukte, die aber in der Auffassung vieler Menschen als unsicherer gilt... hier scheint sich aber im Gegensatz zu derselben Frage im Softwarebereich etwas getan zu haben.

Ich sage nicht, dass das hier auch stimmt, aber diesen Denkfehler gibt es, er ist häufig, und es kann sein, dass du ihm hier unterliegst. Ich für meinen Teil habe einfach nicht genug Daten, um zu dieser Frage eine belastbare Auffassung zu haben.

Dazu kommt etwas, was wir in meinem Bereich den "SPUR-effekt" nennen: SPUR ist eine externe Inspektion der Facharztausbildung in einer Klinik hier in Schweden. Das Ergebnis wird in Zukunft wieder (und wurde bis vor ein paar Jahren) publiziert. Eine solche Inspektion ist die schärfste Waffe, die wir Ausbildungsverantwortliche (studierektoren) in der Hand haben, wenn die Ausbildungsqualität nicht stimmt. Denn nach einer solchen Inspektion (und zum Teil schon vorher, weil wir ja wissen, das eine solche Inspektion kommt), vor allem wenn die Klinik scharfe Kritik bekommt, verändern sich oft Dinge radikal zum Besseren, während gleichzeitig der Ruf des so kritisierten Krankenhauses sich gleichermaßen verschlechtert...

Vermutlich wird das auch bei der betroffenen Linie passieren (die aber ja wohl nicht nach Schweden geht, wenn ich das kurze Stück, das ich geschaut habe, richtig verstanden habe).
Denn es ist mit Sicherheit kein Zufall und keine Gutherzigkeit, die die Leitung bewogen hat, gerade dieses Schiff öffentlich auszuhängen; dahinter steht mit Sicherheit eine Geschichte mit erfolglosen Versuchen, die Dinge in den Griff zu kriegen. Denn der Chef (oder die Chefs, selten fassen einzelne Menschen solche Beschlüsse) wissen ja, wie die Denkmuster gehen und sind sich mit aller Wahrscheinlichkeit voll im Klaren darüber, dass die meisten Leute auf der Straße genau solche Schlüsse ziehen, wie du sie formulierst. Und das schadet ihrem Geschäft ja erst mal.
Dass man sich dennoch entschließt, diesen Schritt zu gehen, heißt vermutlich, dass man sich auf lange Sicht einen Gewinn verspricht (denn das ist es, was für ein Unternehmen zählt), was auch immer das in diesem Fall heißt.
Meine fem öre

//M


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