Staatshilfen vom schwedischen Amt?

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Gabriel

Re: Staatshilfen vom schwedischen Amt?

Beitragvon Gabriel » 18. September 2006 18:25

Hallo zusammen,

Ihr wisst gar nicht, wie man sich fuehlt, wenn man nach Jahren des Studiums aus bestimmten, sehr individuellen Gruenden das Studium abbricht. Man fragt sich dann, wie man wo leben soll, erst recht, wenn man keine Familie hat. Dann schwirren einem Auswanderungsideen durch den Kopf, Einsiedlerleben, einfach nur weg aus dieser Gegend, wo man schlechte Erfahrungen gemacht hat und wo man sich nicht mehr wohl fuehlen kann. Da Ihr nicht in einer solchen Situation wart, habt Ihr mein Posting faelschlicherweise als Fake betrachtet.

Ich bin kuerzlich fuer eine Woche in Stockholm gewesen. Die Stadt und das kuehle Wetter haben mir gut getan. Die Menschen sind anders als hierzulande und sie haben mir sehr gefallen. Leider ist es ziemlich teuer, in Schweden zu leben.

Ich bin einem Studenten begegnet, der seit einem Jahr dort studiert und arbeitet. Er spricht immer noch kein Wort schwedisch, sondern nur Englisch und er kommt gut zurecht mit dem Einkommen und den Lebenshaltungskosten.

Als deutscher Staatsbuerger konnte ich von Deutschland aus ohne Kontrolle am schwedischen Flughafen das Land betreten und ohne Kontrolle oder Fragen das Land wieder verlassen. D.h. also, ich kann durchaus mehr als drei Monate in Schweden leben, ohne mich irgendwo zu registrieren, wenn ich dort nicht arbeiten oder Sozialhilfe kassieren will. Oder irre ich mich?

Ich fuehre von Deutschland aus telefonische Befragungen durch. Diese Arbeit koennte ich selbststaendig auch von Schweden durchfuehren. Dann muesste ich in Schweden die Steuern zahlen. Gibt es dort eine Ich-AG?

Vielen Dank im voraus fuer Eure Antworten.

Gabriel

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Dietmar
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Re: Staatshilfen vom schwedischen Amt?

Beitragvon Dietmar » 18. September 2006 19:43

Hallo Gabriel,

erst mal sorry für die falschen Verdächtigungen. Und danke für Deine offene Antwort!

Klar, wenn ohnehin alle Brücken hinter einem zusammengebrochen sind, kommt der verständliche Wunsch nach Luftveränderung und Abenteuer auf.

Die große Frage im ersten Beitrag war ja die nach den Sozialleistungen. Und das ist halt schwierig. Wenn Du jedoch einen Job (Telefonberatung oder was auch immer) hast, mit dem Du Dich selbst versorgen kannst, sieht die Situation wieder anders aus!

D.h. also, ich kann durchaus mehr als drei Monate in Schweden leben, ohne mich irgendwo zu registrieren, wenn ich dort nicht arbeiten oder Sozialhilfe kassieren will.

Ja, das sollte ohne Schwierigkeiten möglich sein. Auch wenn es "offiziell" die Dreimonatsgrenze gibt.

Mit den Ich-AGs weiß ich nicht Bescheid. Weiß dazu jemand etwas?
Aber wenn Du als Selbständiger genügend Einkommen hast, dürfte es auch keine Probleme mit der Personnummer und einer offiziellen Einwohnerregistrierung geben.

Also dasselbe Grundproblem wie so oft: Das liebe Geld :?

Gruß,
Dietmar

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Skogstroll
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Re: Staatshilfen vom schwedischen Amt?

Beitragvon Skogstroll » 19. September 2006 10:00

Hallo Gabriel,

zunächst mal richtig: Die Menschen hier sind anders als in Deutschland. Die Mentalität ist einfach anders, das ist - nach meinem persönlichen Empfinden - in den meisten Fällen angenehm, aber eben nicht immer. Aber ich wohne auch in Norrbotten, das ist nochmal etwas speziell. Das Gras ist jedenfalls auf der anderen Seite nicht unbedingt grüner.
Ich verstehe absolut, dass Du in einer eher bescheidenen Situation bist. Nur: Wird die automatisch dadurch besser, dass Du in ein anderes Land gehst, dessen Sprache Du nicht verstehst und dessen Spielregeln Du nicht kennst? Sicher, solange Du Dich selbst versorgen kannst, geht (fast) alles, aber das kann ich nicht beurteilen. Aber ich kenne Leute, die auch genau das glaubten und die nun vor erheblichen Problemen stehen.
Nur noch eine Bitte: Orientiere Dich nicht an solchen, die meinen, sie kämen auch mit Englisch gut durch. Nach meiner Erfahrung bekommt man als Einwanderer erstmal eine Gnadenfrist, innerhalb derer das akzeptiert wird. Irgenwann wird das aber als Arroganz ausgelegt werden, und ich kenne persönlich Beispiele, in denen das vielleicht nichtmal ungerechtfertigt ist. Wirkliche soziale Kontakte werden nur schwedisch ablaufen. Es mag in den grossen Städten vielleicht einfacher sein, aber wenn Du dort leben willst, solltest Du Dich wirklich gut selbst versorgen können.

Viel Glück mit Deiner Entscheidung!
Skogstroll

Gabriel

Re: Staatshilfen vom schwedischen Amt?

Beitragvon Gabriel » 20. September 2006 11:59

Hej Dietmar,

Stockholm und die Freundlichkeit der Menschen, vor allem aber, wie kinderlieb die Stockholmer sind und wie freundlich die Politik dort ist, haben mir sehr imponiert, als ich dort war. Natuerlich hat auch die Umgebung (Seen, Inseln, Architektur, Museen etc.) eine Rolle gespielt.

Bei mir sind alle Bruecken zu Deutschland abgebrochen: Freundin, Freunde, Studium, Arbeit - alles weg. Deshalb will ich einen Neuanfang mit neuen Freunden, neuem Job in einer neuen Umgebung, in einem neuen Land.

Der Job am Telefon, Marktbefragungen telefonisch durchzufuehren, finanziert meinen Lebensunterhalt hier in Deutschland. Den Job koennte ich auch von Schweden aus durchfuehren, weil es fuer meinen Arbeitgeber egal ist, wo ich bin, hauptsache, ich fuehre den Job gut aus.

Bekomme ich in Schweden mit dem deutschen Arbeitsvertrag auf Anhieb die so genannte Personnennummer und zugleich die dauerhafte Aufenthalts- und Arbeitsgenehmigung?

Ich bin ja - auch wenn ich in Schweden dann wohne - weiterhin Angestellter der in BRD ansaessigen deutschen Firma. Muss ich mich trotzdem als Selbststaendiger in Schweden anmelden? Wie mache ich das mit den Steuern? Wo erhalte ich diesbezueglich Infos?

Ich moechte mich in Schweden mittelfristig gesehen selbststaendig machen mit eigener Firma. Das gute an Schweden ist, dass, sollte ich mit meiner eigenen Firma scheitern, ich nicht wie in Deutschland oder anderswo auf die Strasse gesetzt werde, sondern Sozialhilfe bekommen kann. So brauche ich bei meiner Selbststaendigkeit nicht die staendige Angst zu haben, obdachlos zu werden.

Deshalb stoeren mich die hohen Steuern in Schweden nicht. Die Steuern dort sind ja die hoechsten auf der Welt.

Ich lerne seit meiner Rueckkehr aus meinen einwoechigen Schweden-Trip eifrig schwedisch. So schwer ist schwedisch ja gar nicht :-) ... eher eine Mischung aus englisch und deutsch. Nur die langen Woerter machen mir noch Probleme mit der Aussprache...:-( Aber ich hoffe, das bekomme ich mit Uebung in den Griff, und zwar hoffentlich bald...

Die Schweden sprechen allesamt fliessend englisch. Ich habe gehoert, sie lernen englisch seit der ersten Klasse.

Ich habe versucht, in der einen Woche in Stockholm Menschen, die dort leben, kennen zu lernen. Das war schwerer als anderswo, weil es kein Nachtleben wie hierzulande gibt. Die Stockholmer gehen anscheinend nur mit eigenen Freunden ins Restaurant und plaudern nur mit ihren eigenen Freunden in Bars. Ich war alleine dort, im Restaurant oder in einer Bar konnte ich kaum mit jemandem ins Gespraech kommen. Kann mir jemand sagen, wie es in Stockholm ablaeuft, um Menschen dort richtig kennen zu lernen und mit ihnen Freundschaft zu schliessen?

Freundlich und hilfsbereit sind die Schweden aber allemal, das konnte ich am ersten Tag feststellen.

Vielen Dank fuer Eure Antworten.

Gabriel

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Re: Staatshilfen vom schwedischen Amt?

Beitragvon Lejon » 20. September 2006 19:29

Hallo Gabriel,

ich habe neulich einen sehr interesannten Bericht im Fernsehen gesehen. Dort war die Rede vom sogenannten "Raphaelswerk - Berlin". Dort gibt es ganz speziel Beratungen für den Bereich "Auswandern". Ich habe mich vorhin einfach auf der Homepeage durchgeklickt und ein wenig gelesen. Es macht meiner Meinung nach, einen gar nicht so schlechten Eindruck. Vielleicht meldest du dich dort einfach mal. Vielleicht können sie dir dort auch schon ein Stück weiter helfen.
Hier der Link dazu:

http://www.eu-netz-bb.de/beratung_a_z/2 ... 94&First=R


Gruß vom Lejon ;)

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Re: Staatshilfen vom schwedischen Amt?

Beitragvon Skogstroll » 21. September 2006 13:14

Hallo Gabriel,

ganz ehrlich, solche wilde Entschlossenheit, alle Brücken abgebrochen, die Schiffe verbrannt - das beängstigt mich etwas. Aber egal, das geht mich schlichtweg nichts an, das musst Du allein mit Dir ausmachen. Ich wünsche Dir wirklich, dass Du damit keinen Schiffbruch erleidest.
Die Fragestellung nach dem deutschen Arbeitsvertrag in Schweden ist interessant. Ich musste ein vom Arbeitgeber gestempeltes Papier (anställningsbevis) einreichen. Das war kein Problem, es ist eine schwedische Firma mit schwedischer Organisationsnummer (so etwas wie die Personennummer für juristische Personen). Mit einem deutschen Arbeitsvertrag wird die Sache interessant. Generell sind schwedisceh Behörden etwas flexibler als deutsche, aber rechne nicht zu fest mit einem Erfolg.
Das meiste, was Du über das Land weist, scheint mit - wenn ich Dich richtig verstehe - vom Hörensagen zu kommen. Die Steuern sind z.B. nicht so furchtbar hoch, als Arbeitnehmer zahle ich 32%, enthalten darin ist alles, also auch Kranken- und Rentenversicherung. Apropos: Das Gesundheitssystem ist gewöhnungsbedürftig! Gute Zähne solltest Du z.B. haben, den der Zahnarzt muss voll selbst bezahlt werden, sowie Du über 19 bist! Und woher nimmst Du die Sicherheit, Sozialhilfe zu bekomen, wenn Deine Firma scheitert? Davon weiss ich nix, aber ich weiss auch nicht alles. Ach ja, Englisch ist erst ab der zweiten Klasse dran.
Wenn Du viel telefonieren willst, solltest vielleicht noch Du wissen, dass das - zumindest ins Ausland - deutlich teuerer ist als von Deutschland aus, bei einem günstigen Anbieter so um den Faktor 3, bei Telia etwa Faktor 9.
Aber wie ich die Sache sehe, könnte man Dich auch dann nicht von Deinem Vorhaben abbringen, wenn jeder zweite Einwanderer sofort in die Nahrungskette aufgenommen würde (keine Angst, das ist trotz Bären im Land nicht so). Dann viel Glück!

Skogstroll

Gabriel

Re: Staatshilfen vom schwedischen Amt?

Beitragvon Gabriel » 21. September 2006 19:45

Hej Skogstroll,

um Dir meine Situation hier in Deutschland mit wenigen Saetzen zu erklaeren: Ich habe (gottlob!) keine Schulden. Freundin und Freunde sind alle entfremdet. Studium ist abgebrochen. Mit 30 Jahren ist die Lust in Deutschland etwas anderes zu studieren, gaenzlich weg. Vielleicht setze ich mein Studium nach einem Jahr Arbeit in Schweden fort. Dort ist das Studieren im gegensatz zu Deutschland ja gaenzlich kostenlos (keine Langzeitstudiengebuehren oder dergleichen). Meine Umgebung hat auf mich aufgrund der schlechten Erfahrungen eine negative Wirkung auf meine Seele. Deshalb will ich aus Deutschland weg und woanders komplett neu anfangen. Schweden hat mir sehr gefallen. Ich kann mir gut vorstellen, mich dort niederzulassen und dort auch eine Schwedin zu heiraten.

HierKann man in Schweden eine private Versicherung fuer den Zahnarztbesuch abschliessen? Ist sie gaengig in Schweden?

Ich telefoniere ueber das Internet. Du kannst Dir ganz leicht eine deutsche Telefonnummer zulegen, ueber die Du via Internet telefonieren kannst. Ist sehr billig, z.B. bei sipgate.de kannst Du fuer 9 Euro im Monat ganz lange innerhalb Deutschlands telefonieren, egal, wo Du Dich befindest, weil man ja ueber das Internet telefoniert.

Es waere unlogisch, wenn das schwedische Arbeitsamt oder welches Amt auch immer einem die dauerhafte Arbeitsgenehmigung und die Personennummer nicht gibt, nur weil der Arbeitgeber im Ausland sitzt und nicht schwedisch ist. Denn auch in Schweden gibt es sicherlich viele Freiberufler, die Auftraege aus dem Ausland bearbeiten und von im Ausland ansaessigen Firmen bezahlt werden.

Seitdem ich aus Stockholm zurueck bin, sehe ich die Zukunft klarer und gelassener... :-) Was ein Auslandsaufenthalt bei einem bewirken kann... ;-)

Schoene Gruesse

Gabriel

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Re: Staatshilfen vom schwedischen Amt?

Beitragvon Dietmar » 21. September 2006 20:23

@skogstroll:
solche wilde Entschlossenheit, alle Brücken abgebrochen, die Schiffe verbrannt - das beängstigt mich etwas
Naja, ich kann Gabriel schon verstehen. Es gibt genug Lebenssituationen und -umstände, die jemand zu einem solchen Schritt treiben können. Ist natürlich auch eine Typfrage!

@Gabriel: Die Sache mit IP-Telefon sehe ich genauso; solange man einen breiten Internetanschluß hat, ist es in Sachen Kommunikation heute wirklich egal WO auf der Welt man sich befindet. Und Zeitunterschied gibt es ja auch nicht bis Schweden ;-)

Ich bin ja - auch wenn ich in Schweden dann wohne - weiterhin Angestellter der in BRD ansaessigen deutschen Firma. Muss ich mich trotzdem als Selbststaendiger in Schweden anmelden? Wie mache ich das mit den Steuern? Wo erhalte ich diesbezueglich Infos?

Bei dieser Frage muß ich leider passen, da könnte ich auch nur herumraten. An Deiner Stelle würde ich mir dazu qualifizierte Auskunft beim Steuerberater einholen -- ist ja doch eine wichtige Angelegenheit, bei der man sichergehen sollte.

Deine übrigen Eindrücke habe ich ähnlich empfunden: Ja, Schwedisch ist relativ leicht zu lernen für Deutsche; und auch ich fand es eher schwierig, in Schweden Kontakt zu neuen Freunden zu bekommen. Jetzt mal verglichen mit Brasilien oder so .... :-)
Konkrete Tipps? Tja, irgendwelche gemeinsamen Veranstaltungen sind gut. Wenn Du wirklich nochmal an die Uni zurück gehst, wäre das natürlich perfekt, vom gesellschaftlichem Standpunkt aus betrachtet! Ansonsten hängt es halt von Deinen Hobbys/Interessen ab, welchen Kreisen Du Dich anschließen willst.
Und dann natürlich: Mitfeiern, wenn eines der traditionellen Feste ansteht (Mittsommer, Krebse, Lucia usw).

Gruß,
Dietmar

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Re: Staatshilfen vom schwedischen Amt?

Beitragvon Skogstroll » 22. September 2006 09:20

Hej Gabriel,

Gabriel hat geschrieben:HierKann man in Schweden eine private Versicherung fuer den Zahnarztbesuch abschliessen? Ist sie gaengig in Schweden?


Gabriel


solche Versicherungen gibt es sicher (man kann sich prinzipiell gegen alles versichern), aber sie sind sehr teuer und ich kenne niemanden, der eine hat. Generell kostet es nicht ganz wenig, zum Arzt zu gehen, aber der Zahnarzt ist besonders teuer, da er wie gesagt zu 100% privat bezahlt werden muss. Freie Arztwahl ist übrigens auch nur sehr eingeschränkt oder gar nicht möglich. Das Gesundheitssystem ist dem der DDR nicht unähnlich, d.h. es gibt so etwas wie Polikliniken ("vårdcentral"), und Du musst zu der gehen, die für Deinen Wohnort zuständig ist. Das ganze ist sehr gut organisiert, aber auf nicht akute Sachen (dazu zählt z.B. auch ein Leistenbruch) muss man u.U. wochen- und monatelang warten. Und es gibt regelmässig Zeitungsberichte über Leute, die halbtot nach Hause geschickt wurden.
Das mit dem Studium stimmt übrigens nur bedingt. Du bekommst studiebidrag auch dann noch, wenn Du mit 50 noch studieren willst, aber nur, wenn Du einen nachgefragten Beruf erlernen möchtest. Das System ist dem deutschen Bafög nicht unähnlich. Studiengebühren gibt es noch nicht, aber wir hatten auch gerade einen Regierungswechsel, mal sehen, was die neue Mitte-Rechts-Koalition zu anstellt.
Als Einwanderer sollte man u.U. auch beachten, wohin man geht. Generell wird man als Deutscher (Integrationswillen vorausgesetzt) recht freundlich behandelt, aber die Wahlergebnisse der Sverigedemokraten (die schwedische NPD) im Skåne sind schon sehr erschreckend. Schwer abzuschätzen, wie sich das entwickeln wird.
Lycka till!

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Re: Staatshilfen vom schwedischen Amt?

Beitragvon Lisaflisa » 28. September 2006 10:40

Vergiß nicht, dass Du den TISUS-Test bestehen mußt, wenn Du als Ausländer in Schweden studieren willst... es sei denn Du besuchst einen englischsprachigen Kurs.

Der TISUS-Test ist nicht ohne, aber manche Universitäten (z.B. Uppsala)bieten Schwedischkurse für Ausländer an, die den TISUS-Test beinhalten. Da bekommt man dann auch schon mal einen Start in das Unileben. Soweit ich weiß gehen diese Kurse ein halbes Jahr.

Alle Informationen über TISUS findest Du bei dem Thema TISUS in diesem Forum!


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