Sprache lernen in Schweden

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jörgT
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Re: Sprache lernen in Schweden

Beitragvon jörgT » 30. Dezember 2007 12:29

Absolut richtig, Skogstroll!
Besonders die Fehler, die man sich gegenseitig beibringt ...
Zum Erlernen einer Sprache gehören nun mal bestimmte Grundlagen, die man einfach büffeln muss!
Nur learning by doing reicht bei weitem nicht aus, wenn man in Schweden arbeiten will und muss!
Jörg

glada

Re: Sprache lernen in Schweden

Beitragvon glada » 30. Dezember 2007 12:32

Wenn ihr auch zu Hause schwedisch sprecht, geht euren Kindern die Muttersprache verloren und die ganze schöne Zweisprachigkeit ist futsch, ganz zu schweigen davon, dass ihr euch gegenseitig eure Fehler beibringt.


Richtig! Zum einen fühlt es sich für mich immer noch unnatürlich an, zuhause mit den Kindern schwedisch zu sprechen, da doch alle deutsch können. Außerdem sprechen Kinder sowieso innerhalb kürzester Zeit sehr viel besser als ihre Eltern. Ich trage mit meiner Aussprache gerne zur allgemeinen Aufheiterung meiner "Lieben" bei... :D

Oliver

Storstadstjej

Re: Sprache lernen in Schweden

Beitragvon Storstadstjej » 30. Dezember 2007 13:30

Hejsan.
Grammatische Grundlagen muss man lernen, die sind notwendig um ein gewisses Gefühl für die Sprache zu entwickeln. Vor dem konkreten Umzug ist es, denke ich, in Form eines Intensivkurses am besten - da kann man nämlich gleich nach dem Umzug die ersten sprachlichen "Erlebnisse" einsortieren. Den SFI halte ich für weniger geeignet.
Was Kinder angeht, so habe ich persönlich das Gefühl, dass sich die Eltern zu viel Gedanken um die Sprachentwicklung ihrer Kinder machen, an den Stellen, an den sie sich lieber intensiver mit ihrer eigenen beschäftigen sollten. Kinder bis zu einem gewissen Alter lernen die neue Sprache, die ständig um sie herum ist, genauso, wie sie ihre Muttersprache gelernt haben. Ein weiterer Vorteil, den Kinder haben ist das Ungezwungene - sie haben keine Ängste, die Sprache anzuwenden. Vorteil Nummer 3: in der Regel kommt ein Kind sofort in ein Kollektiv, sei es der Kindergarten, die Schule oder eben ein Spielplatz, als Eltern kann man sich dagegen gut "einschotten". Und .. Vorteil nummer 4: Kindern reicht am Anfang auch eine sehr begrenzte Kenntniss.
Was die Sprache zuhause angeht: Muttersprache! Und zwar die korrekte Version der Muttersprache!

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Re: Sprache lernen in Schweden

Beitragvon floh » 31. Dezember 2007 00:06

[quote="Imrhien"]
... Aber vielleicht hängt es auch vom Alter der Kinder ab? Meine sind klein, da hab ich mich auf das Alter konzentriert. Wie alt sind sie denn?...[/quote]

Hallo Imrhien,

Die Kinder sind im Moment 11 und 14. Aber wir kommen nicht komplett ohne Vorbildung. Wir haben vor einiger Zeit schon einmal alle gemeinsam ein paar Semester Schwedisch bei der VHS gemacht und machen jetzt noch einen Crash-Kurs, bevor es endgültig nach Schweden geht. Zumindest die 11-jährige möchte gerne auf die Deutsche Schule, obwohl sie besser Schwedisch kann als der Große...
Unser Aufenthalt in Schweden ist (hoffentlich) nicht zeitlich begrenzt
:wink:

Wir fahren nun schon seit 13 Jahren 2-3 Mal im Jahr nach Schweden (wieviel Urlaubstage man so als Arbeitnehmer hat ...) und besuchen dort unsere Verwandtschaft. Die Kinder haben von klein an mit den schwedischen Nachbarskindern gespielt und haben so auch schon ein wenig Umgangssprache aufgeschnappt.

Trotzdem - oder vielleicht gerade deswegen, weil sie wissen, was sie noch nicht wissen - haben sie Bedenken wegen der Sprache.

Wir haben vor, vor Ort direkt noch Sprachkurse zu belegen, uns war aber nicht klar, ob dies auch für die Kinder gilt.

Viele Grüße
Floh

Storstadstjej

Re: Sprache lernen in Schweden

Beitragvon Storstadstjej » 31. Dezember 2007 13:18

Hejsan, die deutsche Schule in GBG ist nicht ganz das, was deine Kinder glauben - es ist eine stinknormale schwedische Schule mit deutschem Profil, d.h. mit verstärktem Deutschunterricht. Das ist zwar eine feine Art, "seinen Notenschnitt zu verbessern", in der heutigen Zeit aber weiniger sinnvoll - da kann es doch durchaus besser sein noch eine Sprache zusätzlich zu lernen, oder nicht?
Was den SFI angeht - dieser Kurs ist nur für "Erwachsene" also ab 16 Jahren zu besuchen.
Schau Dich übrigens mal hier um: http://www.skolverket.se/sb/d/375

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Re: Sprache lernen in Schweden

Beitragvon floh » 1. Januar 2008 18:57

[quote="Storstadstjej"]Hejsan, die deutsche Schule in GBG ist nicht ganz das, was deine Kinder glauben [/quote]

Hej Storstadstjej,

wir hatten schon vorher auf den Seiten der Deutschen Schule in GBG geguckt. Ich denke, daß ist meinen Kinder schon klar - aber meiner Tochter geht es primär darum, daß dort viele Kinder mit Deutschem Hintergrund zur Schule gehen - sie hat Befürchtungen auf einer anderen Schule direkt ins kalte Wasser geworfen zu werden. Wobei das m.E. nach unbegründet ist, zumal sie besser Schwedisch spricht als mein Mann und mein Sohn und auch die jüngste in der Familie ist und somit die Sprache am schnellsten lernen wird.

Vielen Dank auch für den Link, den kannte ich noch nicht.

Ich habe vorhin den Beitrag von Belanna entdeckt und mache mir jetzt eher Sorgen wegen des Großen. Der wird im Herbst 15 und käme nach den Ferien hier in Deutschland in die 9. Klasse. Nachdem ich jetzt bei Belanna und auch bei Deinem Link gesehen habe, daß die Grundschule maximal bis 16 geht, heisst das in meinen Aubgen, daß mein Sohn in Schweden gar nicht niedriger eingestuft werden darf (wiederholen darf), da er sonst die Grundschule nicht beenden könnte und ihm somit das Gymnasium versagt bliebe?!
Würde man ihn nach den Ferien mit fast 15 noch einmal in die 8. Klasse stecken, könnte er die 9. Klasse nicht mehr machen, da er da ja dann schon 16 wird...
Oder habe ich das falsch verstanden?

viele Grüße
Floh

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Re: Sprache lernen in Schweden

Beitragvon Imrhien » 1. Januar 2008 20:45

Hej Floh,
wie das mit Deinem Sohn ist, weiss ich leider nicht.
Aber zu Deiner Tochter: Ich glaube nicht, dass es nötig ist und ich weiss auch nicht ob es gut oder schlecht ist, aber wenn sie wirklich Bedenken hat auf eine schwedische Schule zu gehen (eine normale), dann solltet Ihr ihr, so möglich, die Entscheidung überlassen.
Versucht sie zu überzeugen, wenn Ihr anderer Meinung seid, schaut mit ihr vielleicht andere Schulen an und redet dort mit denen. Aber wenn sie wirklich ein ungutes Gefühl hat und es möglich ist, dann lasst sie. Sie kann sicherlich auch später noch wechseln, wenn sie es sich anders überlegt. Ich habe hier mit verschiedenen Schweden gesprochen und deren Kinder haben aus unterschiedlichsten Gründen die Schule gewechselt. Warum also nicht auch Eure Tochter? Aber vielleicht mag sie es dann ja auch? Wie gesagt, schaut mit ihr einfach mal rum. Es wäre ja möglich, dass sie es sich noch überlegt, wenn ihr eine normale Schule im Ort zusagt.
Was Deinen Sohn angeht, ich weiss es nicht, aber ich vermute mal, dass man da eine Beratung bekommen könnte?
Vielleicht beim Schulwerk? Keine Ahnung aber ich würde es versuchen. Ihr seid ja nicht die Einzigen mit dem Problem. Da müsste man mal genauere Infos einholen und bei den entsprechenden Stellen fragen wie das zu handhaben ist, wenn man seinem Kind trotzdem das Gymnasium ermöglichen will auch wenn es noch nicht gut schwedisch kann. Es muss
da doch einen anderen Weg geben...

Liebe Grüße und viel Erfolg

Wiebke

Storstadstjej

Re: Sprache lernen in Schweden

Beitragvon Storstadstjej » 2. Januar 2008 12:45

floh hat geschrieben:Würde man ihn nach den Ferien mit fast 15 noch einmal in die 8. Klasse stecken, könnte er die 9. Klasse nicht mehr machen, da er da ja dann schon 16 wird...
Oder habe ich das falsch verstanden?


Ich glaube nicht, dass das Alter Deines Sohnes ein Problem ist, das was ich da lese bedeutet lediglich, dass die Schulpflicht mit 16 Jahren endet. ABER: Man sagt ja schnell, man kann das Kind eine Klasse zurückstufen, das ist aber wirklich kein Allheilmittel gegen alles. Ehe ihr in der Richtung etwas konkretes plant: Schliesst Euch mit der Schule zusammen (wenn die Schule sich nicht entgegenkommend zeigt, so ist es vielleicht die falsche Schule!) - manchmal ist es besser einfach in dem Jahrgang weiterzumachen, in dem man auch in der Haimat gewesen wäre. Vergleicht die Lehrpläne mit dem Lehrer, schaut, wieviel Schwedisch Dein Sohn schon kann und entscheidet Euch erst danach.

Manty

Re: Sprache lernen in Schweden

Beitragvon Manty » 2. Januar 2008 15:41

Also wie Wiebke schon gesagt hat, ich würde auch mal beim http://www.skolverket.se nachfragen, die können euch sicherlich konkrete Antworten geben.

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Re: Sprache lernen in Schweden

Beitragvon floh » 3. Januar 2008 16:24

[quote="Manty"]Also wie Wiebke schon gesagt hat, ich würde auch mal beim http://www.skolverket.se nachfragen, die können euch sicherlich konkrete Antworten geben.[/quote]

Hej,

danke für Eure Tips. Ein wenig schlauer bin ich schon - ich habe das skolverket angeschrieben und auch schon eine Antwort. Die für uns interessante Stelle der Mail besagt:

... En elev som är mottagen i grundskolan kan beviljas att gå om ett eller två år efter det att skolplikten upphört. Det är kommunen som beslutar om detta.

Soweit so gut, grundsätzlich ist das also möglich. Also werde ich auch noch bei der Kommune einmal anfragen, wie das dort geregelt ist.

viele Grüße
Floh


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