spielen mit den gedanken auszuwandern??!!

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Jenny
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spielen mit den gedanken auszuwandern??!!

Beitragvon Jenny » 22. Februar 2009 21:05

Hallo Ihr Lieben,

Also mein Freund und ich spielen so mit den Gedanken nach schweden auszuwandern!!
Allerdings habe ich ein paar fragen und hoffe ihr könnrt mir behilflich sein ??!!

1. brauch man für scheden einwanderungsgeld???
2. wie siehts aus mit startkapital ( wieviel brauchte man oder kann man was beantragen) ?
3. ich muss euch dazu sagen ich bin 20 und ungelernt und mein freund 25 nd gelernter maler

was bestehen für chancen ?? wie fängt man am besten an ??

ich freue mich schon auf eure tips nd Ratschläge im voraus vielen dank

Jenny :D

Sachsbaer
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Re: spielen mit den gedanken auszuwandern??!!

Beitragvon Sachsbaer » 22. Februar 2009 21:48

Hallo Jenny,

als EU-Bürger muss man kein "Mindestvermögen" haben, aber man sollte schon mind. 3 Monate aus eigenen Mitteln "überleben" können, wenn man neu anfängt (das ist aber auch so, wenn man innerhalb von D umzieht und noch nichts neues hat, also bestimmt 4.500,-€ = ca. 45.000,-SEK). Je mehr man darüber hinaus hat um so besser. Wenn man sieht, das mit dem letzten € die Überfahrt bezahlt wurde, dann ist die Chance für einen guten Start schon gleich Null. Man steht dann so unter Druck, dass kann dann nichts werden.
Wenn man Arbeitslos in D ist, kann es sein, dass man eine Art "Umzugshilfe" vom Arbeitsamt bekommt, damit man sich in der EU wo anders um Arbeit bemüht. Die beraten auch. Aber das werden eher "Pfennige" sein, auf die man kein Auswandern aufbauen kann, es sei denn man kommt auch "auf der Strasse" zurecht. Maler ist schon mal nicht schlecht, aber Ungelernt ist schon schwieriger (wie überall). Am besten man bewirbt sich schon von D aus um eine Stelle. Auf einigen Arbeitsämtern oder Messen werden Jobbörsen veranstaltet, wo potenzielle Arbeitgeber sich deutsche Fachkräfte aussuchen und dann auch bei den ganzen "Formalitäten" und Wohnungssuche helfen. Für einige Berufe gibt es auch sogenannte "Kopfgeldjäger", die die Spezialisten (Ärzte, Ingeneure ...) mit allem versorgen, was für einen problemlosen Neustart in S notwendig ist. Ich weis aber nicht, ob Maler derzeit so gefragt ist. Irgendwo stand hier mal eine Liste der "gesuchtesten Berufe".
Was aber vorallem wichtig ist, ist die Sprache. Ohne die und mit Euren anderen Vorraussetzungen habt ihr von vornherein kaum eine Chance. Es gibt zwar immer wieder mal Zufälle, das man jemanden kennenlernt, der gerade Mitarbeiter sucht, gut zahlt und der einem gleich bei allem hilft, aber dass sind so seltene Ausnahmen, das man mit sowas nicht planen kann. Ich will Euch Euren Traum nicht ausreden, aber etwas Realismus ist schon angebracht, wenn Ihr nicht von vornherin scheitern wollt. Am besten dort mal Urlaub machen, sich eine Gegend aussuchen und mal "umhören" ob sich was ergibt, dann steht man auch nicht so unter Druck ganz schnell, unbedingt was finden zu müssen.
Viel Glück!
Jörg, der alte "Sachsbaer"

Stig Vox
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Re: spielen mit den gedanken auszuwandern??!!

Beitragvon Stig Vox » 22. Februar 2009 22:09

Google mal unter "Zentrale Auslands und Fachvermittlung"...
ist von der d. Bundesanstalt für Arbeit...
Ich war im Feb 2008 auf dieser Veranstaltung um Kontakte zu schwedischen Firmen zu bekommen. Dort wurden tatsächlich Fachkräfte angeworben (Pflege, Ärzte, Elektrik, Maler...), besonders für Öland. Teilw. mit Hilfestellungen für Selbständigkeit.
Nur war das ganze von den "Behörden" total verplant...Es waren dort viele Arbeitslose geladen, die Gespräche konnten größtenteils nur auf Schwedisch oder Englisch geführt werden(welches von den geladenen Gästen nicht beherrscht wurde) und so führte dies nur zu einem einzigartigen Chaos...
Wer allerdings "freiwillig" da war und sich bemühte konnte dort gute Infos bekommen...

hansbaer

Re: spielen mit den gedanken auszuwandern??!!

Beitragvon hansbaer » 22. Februar 2009 22:23

Hallo Jenny,

Jenny hat geschrieben:1. brauch man für scheden einwanderungsgeld???


Was soll denn Einwanderungsgeld sein? Zum Startkapital kommen wir ja gleich. Meintest du etwa, dass man etwas für die Einwanderung zahlen muss? Also es kann ja sein, dass das in Australien so ist. Aber Schweden ist die EU, und da ist das eher ein Umzug als eine Auswanderung. Die einzige Anforderung für EU-Bürger ist grob gesagt, dass man sich selbst versorgen kann.
Was die Bürokratie angeht, fallen natürlich schon ab und zu Gebühren an - aber meist erst bei weitergehenden Dingen wie der Ummeldung eines Autos oder der Beantragung eines Passes. Die Anmeldung beim Finanzamt und die Anmeldung bei der Einwanderungsbehörde sind jedenfalls kostenlos.

Jenny hat geschrieben:2. wie siehts aus mit startkapital ( wieviel brauchte man oder kann man was beantragen) ?


In bestimmten Fällen zahlt die Arbeitsagentur einen Teil des Umzugs. Da musst du dich aber dort erkundigen. Trotzdem braucht man natürlich ein Startpolster. Sich irgendwo einzurichten und den Alltag in Gang zu bringen kostet sein Geld.

Jenny hat geschrieben:3. ich muss euch dazu sagen ich bin 20 und ungelernt und mein freund 25 nd gelernter maler

was bestehen für chancen ?? wie fängt man am besten an ??


Da muss man natürlich realistisch bleiben.
Um ungelernte Arbeiter reißt sich niemand, und wenn man als Deutscher mit einem gleich gut qualifizierten Schweden konkurriert, wird meistens der Schwede den Job kriegen. Bei manchen Arbeitgebern kann man als Deutscher vielleicht landen, wenn dieser deutsch sprechende Leute sucht. Man muss also seine Nische finde - und wie Sachsbaer schreibt, ist das Erlernen der Sprache enorm wichtig.

Erschwerend kommt derzeit hinzu, dass Schweden von der größten Entlassungswelle seit über 10 Jahren heimgesucht wird. Die Zeiten, in denen in bestimmten Landesteilen praktisch Vollbeschäftigung und dementsprechend Arbeitskräftemangel herrschte, sind fürs erste also vorbei.

Was ich mich frage: wart ihr schonmal in Schweden? Was wisst ihr über dieses Land? Damit solltet ihr euch definitiv auseinandersetzen. Also erst einmal hier mitlesen und sich weiter informieren. Vielleicht hilft euch da mein Auswandererguide ein bisschen weiter: http://delengkal.de/auswandererguide/

kukurz
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Re: spielen mit den gedanken auszuwandern??!!

Beitragvon kukurz » 23. Februar 2009 14:04

Liebe Jenny,

sei mir nicht böse, aber ich denke, Ihr solltet die Sache erst einmal auf Eis legen. Kann ja sein, dass ich mich irre, aber für mich klingt es so, als hättet Ihr Schweden auf Grund von Kinderbüchern und Fernsehprogramm ausgewählt - also nicht viele realistische Erkenntnisse.

Wie wäre es mit vorarbeiten, bis sich die Wirtschaft wieder stabilisiert hat? Also eine gute Ausbildung machen und parallel dazu Sprache lernen? Denn selbst wenn Du einen Job findest, so ist der vermutlich nicht von langer Dauer und der Verdienst ist sowieso schlecht. Nicht zu vergessen, dass Auswandern an sich oft sowieso sehr an den psychischen Kräften zehrt, da braucht es nicht noch Existenssorgen.

bjoerkebo

Re: spielen mit den gedanken auszuwandern??!!

Beitragvon bjoerkebo » 23. Februar 2009 14:39

Hej!

Staatliche Hilfe von deutscher Sicht kannst schon mal mehr oder minder vergessen.
Der Umzug wird meinst,wenn nur bezahlt, wenn du eine Stelle vorweisen kannst und dann vorher arbeitslos warst. Es ist eine "Kannleistung" vom A-amt.
Wenn du ALG-1 bekommt kannst du dein Arbeitslosengeld unter best.Voraussetzungen fuer 3.Monate mitnehmen. E-303
Ansonsten musst du selbst sehen das du klarkommst.

Momentan ist es schon fuer Schweden nicht leicht hier,dann wird es fuer dich als Neubuerger ohne Sprachkenntnisse noch schwerer.Und saatliche Hilfe von schwedischer Seite bekommst du auch nicht,solange du z.b. nicht in die Arbeitslosenkasse eingezahlt hast........

Ueberlegt es euch gut und wenn,dann nicht ohne Vorbereitung.

Gruss aus Schweden


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