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Was Heinz schreibt, passiert auch, wenn nicht ausreichend getrocknetes Holz verbrannt wird. Die Energie des Holzes wird dann auch für das Verkochen des im Holz gespeicherten Wassers verbraucht, aber nicht für das Aufheizen der Wohnung. Das Holz sollte mindestens ein Jahr gelagert sein, zwei Jahre sind noch besser. Frisch geschlagenes Holz besteht bis zu 50 % aus Wasser. Im freien getrocknetes Holz, das in Scheiten gelagert wird, hat nach über einem Jahr etwa 20 % Wasseranteil und fühlt sich auch viel leichter an. Deshalb sollte man Holz für zwei bis drei Heizperioden lagern können.
In einem gut isolierten Niedrigenergiehaus sind die Fenster so dicht, dass die Frischluftzufuhr des Ofens mit einem Schlauch ins Freie verlegt werden muss. Sonst zieht der Ofen auch nicht richtig.
Selbst bei -25 °C Außentemperatur hatten wir mit unserem schwedischen Ofen mit 9 kW Leistung keine Probleme 110 qm auf 22 °C Innentemperatur zu halten. Um bei so einer Kälte das Haus von 18 °C auf 22 °C aufzuheizen, dauert natürlich ein paar Stunden. Aber in Wohnzimmer, wo der Ofen steht, ist es mit der Unterstützung der Strahlungswärme des Ofens nach einer halben Stunde mollig warm. Gemauerte Häuser, die meist eine Außenisolierung besitzen, brauchen natürlich länger für das Aufheizen, da das Mauerwerk aufgeheizt werden muss. Dafür speichert das Mauerwerk besser die Wärme. Ein Holzhaus heizt sich schneller auf, da es innen isoliert ist und weniger Wärmekapazität besitzt.
Wir haben jetzt vier Winter mit unserem Ofen geheizt. Die Abgase sind nach der Aufwärmphase vollkommen rauchfrei. Am Schornstein sind dann nur die Schlieren der heißen Abgase zu erkennen.
Es ist wirtschaftlicher einen Ofen gedrosselt zu fahren. Wenn der Ofen zu viel Luft bekommt, sinkt der Wirkungsgrad. Ein Extrembeispiel ist ja der offene Kamin, der nur einen Wirkungsgrad von 25% besitzt im Vergleich zu einem Kaminofen, der etwa 75% besitzt.
Unser Haus hat noch einen Heizwiderstand von 13 kW (elpatron). Das reicht für 220 qm Fläche und die Warmwasseraufbereitung an sehr kalten Wintertagen völlig aus. An einem sehr kalten Wintertag verbraucht ein typisches schwedisches Haus, das nur mit Strom beheizt wird, etwa 100 kWh, davon können etwa 30 kWh für den Haushaltsstrom und für das Duschwasser abgezogen werden. Ersatzweise müsste der Ofen 70 kWh pro Tag liefern. An solchen Tagen brennt der Ofen natürlich von morgens bis abends, also etwa 15 Stunden. Dann muss er im Schnitt unter 5 kW an Leistung liefern. Das ist nur eine grobe Rechnung zur Abschätzung der Größenverhältnisse.
An ganz wenigen Tagen zieht der Ofen beim Anheizen überhaupt nicht, weil sich durch die Sonneneinstrahlung der obere Teil des Schornsteins aufgeheizt hat. Dadurch bildet sich im Schornstein eine "Inversionswetterlage", die ein Abziehen des Rauchs verhindert. Dann muss man mit dem Verbrennen von Zeitungspapier den Schornstein "freiblasen".
So, jetzt habe ich so ziemlich alle Tricks verraten, die mir bekannt sind.
_________________ viele Grüße Volker
"Om något kan gå sönder kommer det att göra det, vid sämst tänkbara tidpunkt." (Murphy´s lag)
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