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Schweden
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Schweden und Norwegen - Fähre, Urlaub, Reisen & Meer

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 Betreff des Beitrags: Sozialpädagoge in Schweden
BeitragVerfasst: 4. August 2008 18:55 
Neuling
Neuling

Registriert: 4. August 2008 18:32
Beiträge: 3
Hej!
Wir fahren seit 1997 regelmäßig nach Schweden und überlegen, für längere Zeit (oder immer?) dorthin überzusiedeln. Ich bin Diplom-Sozialpädagoge von Beruf und betreibe nebengewerblich eine kleine Polsterei, da ich zudem gelernter Raumausstatter / Polsterer bin. Meine Frau ist selbständige Klavierlehrerin. Hat jemand Erfahrungen damit, wie die Chancen stehen, mit diesen Berufen (oder einer Kombination daraus) in Schweden Fuss zu fassen? Wird das deutsche Diplom und die staatliche Anerkennung als Sozialpädagoge in Schweden anerkannt? Muss man einen Sprachtest o. ä. machen? Wie sieht`s andererseits in meinem handwerklichen Bereich aus? Weiß jemand darüber Bescheid oder kann mir Info-Tipps geben? Wäre kul!
Hej då.
Macha


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 Betreff des Beitrags: Re: Sozialpädagoge in Schweden
BeitragVerfasst: 4. August 2008 21:39 
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Registriert: 17. März 2007 13:15
Beiträge: 183
Wohnort: Österreich
In Schweden werden zur Zeit Kuratoren ganz stark gesucht.
Schau mal unter

http://platsbanken.arbetsformedlingen.s ... yo=16&yg=0

da steht alles, was so an sozialen Berufen gerade so offen ist.

Das staatliche Diplom lässt du dir beim Högskolverket anrechnen, siehe http://www.högskolverket.se
Dafür musst du dein Diplom in einer schwedischen Arbetsförmedling kopieren und "beglaubigen" lassen, das ist kostenlos bzw. ganz günstig.
Dann schickst du die Unterlagen ein... ist nicht sehr kompliziert.

Wenn du dich auf schwedisch verständigen kannst, denen sympatisch bist (unglaublich wie stark die Schweden ihre Angestellten auf die Sympathie hin testen...) und Ahnung hast in deiner Branche, stehen deine Chancen sicher nicht schlecht.

Von der Polsterei habe ich leider keine Ahnung.

Klavierlehrerin ist super.... ich würde meine Kinder gleich zu deiner Frau schicken!!! :D

Liebe Grüße!


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 Betreff des Beitrags: Re: Sozialpädagoge in Schweden
BeitragVerfasst: 4. August 2008 23:25 
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Registriert: 25. Juli 2008 15:50
Beiträge: 78
Wohnort: Berlin
Bin in der Branche als RA-Meister hier in D tätig, es werden in S vereinzelt Tapezierer gesucht, ist aber wie bei uns recht selten(gesehen im Arbeitsamt in Varberg). Eine Anstellung in diesem Beruf, wird man warscheinlich nur in einer größeren Stadt bekommen. Ist wie bei uns, eher selten, ansonsten bleibt nur noch die Selbstständigkeit.
Bei dem anderen Thema kann ich Dir leider nicht weiter helfen.

_________________
Fette Grüße von Sascha

Ein Mensch, dem nicht jeden Tag wenigstens eine Stunde gehört, ist kein Mensch.
Martin Buber


http://www.schweden-fuer-jeden.de


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 Betreff des Beitrags: Re: Sozialpädagoge in Schweden
BeitragVerfasst: 5. August 2008 12:33 
Schwedenfreund
Schwedenfreund
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Registriert: 25. Januar 2007 20:42
Beiträge: 409
Wohnort: meistens Neuendettelsau
Sehr wichtig bei pädagogischer Arbeit ist natürlich (noch mehr als vielleicht beim Handwerk o.ä.), dass man sich in der Landessprache mit den Leuten verständigen kann. Wenn das klappt, sind die Chancen wohl nicht so schlecht.

_________________
"Die Schweden sind keine Holländer - das hat man ganz genau gesehen." Franz Beckenbauer


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 Betreff des Beitrags: Re: Sozialpädagoge in Schweden
BeitragVerfasst: 5. August 2008 13:37 
Alter Schwede
Alter Schwede
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Registriert: 6. Dezember 2006 11:31
Beiträge: 3154
Wohnort: Västerås
Findus hat geschrieben:
Sehr wichtig bei pädagogischer Arbeit ist natürlich (noch mehr als vielleicht beim Handwerk o.ä.), dass man sich in der Landessprache mit den Leuten verständigen kann. Wenn das klappt, sind die Chancen wohl nicht so schlecht.


Dazu kann ich sagen, dass ich mich seit etwa 9 Monaten im Västmanland in diesem Bereich umschaue. Meine Schwedischkenntnisse werden immer besser, ich kann mich im normalen Alltag gut und halbwegs flüssig unterhalten (sicherlich mit Fehlern). Dafür reichts und alle meinen, dass ich große Fortschritte mache. Vorstellungsgespräche hatte ich auch und die liefen gar nicht mal schlecht... Für die sozialpädagogische Arbeit fühle ich mich noch nicht fitt genug. Beratungsgespräche scheitern noch an der Sprache, da muss man ja auch zwischen den Zeilen lesen und intimere Sachen besprechen, das sollte Fehlerfrei und vor allem ganz sicher laufen um missverständnisse zu vermeiden. AUsserdem fehlt mir einfach das Wissen über das schwedische System. Was soll ich da beraten, wenn ich nicht weiss wie das hier gehändelt wird?
Jugendarbeit ginge sicher. Da gibt es massenweise Stellen als fritidspedagog. Meine Lehrerin meinte, dass ich dafür fitt wäre...
Aber meine Horrorvorstellung ist dann der slang der Jugendlichen...
Naja, das ginge vermutlich schon, ist aber nicht mein Bereich. Wenn man das mag, hat man bessere Chancen, denke ich. Zumindest gibt es da genug Stellen, im Sommer oft als Aushilfe.

Grüße
Wiebke


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 Betreff des Beitrags: Re: Sozialpädagoge in Schweden
BeitragVerfasst: 5. August 2008 20:02 
Neuling
Neuling

Registriert: 4. August 2008 18:32
Beiträge: 3
Hej!
Vielen Dank für die Antworten!
Ich denke, dass bei unseren derzeitigen Sprachkenntnissen ein längerfristiger Aufenthalt in Schweden erst in 2 Jahren realistisch ist. Als Sozialpädagoge (arbeite seit 12 Jahren als Suchttherapeut) reichen halt die üblichen Grundkenntnisse nicht aus, da es in Gesprächen ja häufig um das geht, was zwischen den Worten gesagt wird. Zudem hat man es mit Umgangssprache und Slang zu tun. Ob das ganze Unterfangen eine realistische Aussicht auf Erfolg hat, bleibt abzuwarten. Sicherlich nicht, wenn man sich die Sprache anhand von PC-Sprachkursen aneignet. Weiterführende Kurse an der Volkshochschule sind wohl notwendig. Aber ich will mich nicht entmutigen lassen und habe ja zudem noch mein zweites handwerkliches Standbein. Ggf. ist eine Selbständigkeit eine Alternative oder eine Verbindung aus Sozialpädagogik und Handwerk (bspw. mit Jugendlichen). Wir möchten eigentlich nicht nach Schweden gehen, um dort in einer Großstadt zu leben, zumal wir 1992 aus Hamburg aufs Land nach Schleswig-Holstein gezogen sind, eben weil wir keine Lust mehr auf Großstadt hatten. Nun ja, wir werden also unsere Sprachkenntnisse intensivieren und weiterhin dort Urlaub machen. Durch die Sprache ist es sicherlich einfacher Kontakt mit Schweden herzustellen, und wer weiß, wen man dort noch so trifft. Man trifft ja eh immer die Menschen, die einen im Leben weiterbringen.
Im übrigen finde ich dieses Forum sehr schön und informativ.
Hej då.
Macha


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 Betreff des Beitrags: Re: Sozialpädagoge in Schweden
BeitragVerfasst: 6. August 2008 01:21 
Schweden Guru
Schweden Guru

Registriert: 14. Oktober 2006 15:48
Beiträge: 1544
Wohnort: Orsa
Genauso ist es!
Ihr habt eine sehr gesunde Einstellung.
Viel Erfolg weiterhin!!!
Jörg :smt006


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 Betreff des Beitrags: Re: Sozialpädagoge in Schweden
BeitragVerfasst: 6. August 2008 17:37 
Alter Schwede
Alter Schwede
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Registriert: 6. Dezember 2006 11:31
Beiträge: 3154
Wohnort: Västerås
Hej,
ja, das klingt recht realistisch. Ich wollte Euch auch nicht entmutigen, wollte nur meine ehrliche Meinung und meine Erfahrung schildern. Vermutlich ist die handwerkliche Schiene für den Anfang tatsächlich erfolgversprechender. Auf die Art lernt Ihr dann auch die Sprache so wie man sie hier wirklich spricht. Das unterscheidet sich nämlich auch noch mal ganz schön, je nachdem wo man so lebt. Ausserdem kann man notfalls noch Zusatzausbildungen machen oder sich überhaupt erst mal im sozialen Sektor umschauen. Es ist nicht so, dass es keine Sozialpädagogen hier gibt, es ist aber auch nicht so, dass sie nur auf uns warten :)
Ich mache es ja auch gerade so, dass ich mir ein anderes Standbein aufbaue und mich nebenher orientiere und unter Umständen weiterbilde... Oder ganz umschule... mal sehen.

Grüße Wiebke


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