Sozialer Status beeinflusst Behandlung

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Sozialer Status beeinflusst Behandlung

Beitragvon svenska-nyheter » 14. Mai 2009 11:22

Das schwedische Gesundheitswesen behandelt privilegierte und unterpriveligierte Bevölkerungsschichten auf inakzeptable Weise unterschiedlich. Das hat das Sozialamt für Gesundheits- und Sozialwesen in einem Bericht an die Regierung betont. Der Generaldirektor des Amtes, Lars-Erik Holm, sprach im Schwedischen Rundfunk von einem ”Versagen des Gesundheitswesens”.


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(Mit freundlicher Genehmigung von Radio Schweden)

vitlök
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Re: Sozialer Status beeinflusst Behandlung

Beitragvon vitlök » 14. Mai 2009 13:12

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nysn

Re: Sozialer Status beeinflusst Behandlung

Beitragvon nysn » 14. Mai 2009 16:47

als wäre diese Nachricht was Neues ...

”Ungleichheit herrscht überall in Bezug auf Geschlecht, Bildungsstand und Geburtsland.”

In Schweden wird alles nach dem sozialen Status bewertet, eingekastelt und taxiert. Als Ausländer landet man automatisch in der untersten Kaste.

Diese Ungleichbehandlung wird auch in nächster Zeit eher noch zunehmen, wenn sich die Lage am Arbeitsmarkt noch weiter verschärft.

Am besten ist es in Schweden sowieso GESUND zu bleiben - siehe auch Diskussion auf dem Thread über das Gesundheitssystem.

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Mark
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Re: Sozialer Status beeinflusst Behandlung

Beitragvon Mark » 15. Mai 2009 15:10

S-nina hat geschrieben:In Schweden wird alles nach dem sozialen Status bewertet, eingekastelt und taxiert. Als Ausländer landet man automatisch in der untersten Kaste.


Übrigens nicht nur in Schweden, mir kommt es vor dass das dieses Kastendenken in Schweden nicht so ausgeprägt ist wie in Deutschland. In Schweden ist man immerhin "Einwanderer" in Deutschland jedoch "Ausländer" (als gehöre man gar nicht dazu) und das selbst wenn man dort aufgewachsen ist.

/M

nysn

Re: Sozialer Status beeinflusst Behandlung

Beitragvon nysn » 16. Mai 2009 09:59

Übrigens nicht nur in Schweden, mir kommt es vor dass das dieses Kastendenken in Schweden nicht so ausgeprägt ist wie in Deutschland. In Schweden ist man immerhin "Einwanderer" in Deutschland jedoch "Ausländer" (als gehöre man gar nicht dazu) und das selbst wenn man dort aufgewachsen ist.

Leider kann ich dir da nicht zustimmen - meine Familie besteht eigentlich nur aus "Ausländern" - wir sind irgendwie in ganz Europa verstreut und ich muss sagen, dass ich in Süddeutschland nie irgendwelche Diskriminierung in der Form wie es hier in Schweden gang und gäbe ist, bemerkt hätte.

Habe nie von jemandem gehört, dass er/sie seinen Nachnamen ändern sollte, um Chancen auf eine Arbeitsstelle zu bekommen - oder um beim Arzt behandelt werden zu können. Versuch mal mit einem ausländischen Akzent und einem für Schweden merkwürdig klingenden Namen die Warteschlange für die Vårdcentral zu meistern - du wirst merken, es ist noch ein Stück schwieriger als für "Svensson".

In Deutschland wird m. E. im Unterschied zu Schweden immer noch zuerst der Einzelne gesehen - in Schweden landest du zuerst in einer "Schublade", aus der du dich dann mühsam rausarbeiten darfst (das nennt sich hier "Integration" - gemeint ist, dass du nach und nach immer verschwedischter sein sollst).

Schweden ist meinem Empfinden nach viel ausgeprägter Gruppen-/Gesellschaftsklassen orientiert als Deutschland - man könnte auch sagen Schweden ist in vieler Hinsicht provinzieller und kleinkarierter.

Hier wird alles nach "sozialem Status" eingeteilt und dahingehend untersucht - jede Woche taucht irgendeine Studie in der Zeitung auf, wo mal wieder festgestellt wird, dass z. B. Kinder aus Einwandererfamilien oder Leute mit geringer Ausbildung nur Zugang zu schlechteren Schulen haben, in Krankenhäusern nicht oder schlecht behandelt werden, dass "högutbildade" eben die und die Produkte kaufen oder in bestimmten Wohngebieten wohnen usw.

Die Liste ist unendlich lang und manchmal sogar ziemlich groteskt - so wird anhand deiner Wohnungseinrichtung Rückschluss auf deine Persönlichkeit gezogen usw.

Schweden lieben geradezu diese Listen. Im nächsten Monat tauchen ja dann auch wieder in schöner Regelmäßigkeit die Listen von Leuten mit den höchsten Einkommen auf den Titelseiten schwedischer "Folks"-Blättchen auf.

glada

Re: Sozialer Status beeinflusst Behandlung

Beitragvon glada » 16. Mai 2009 12:20

Laut gestrigem GP Artikel liegt das Problem nicht an der unterschiedlichen Behandlung sondern eher daran, dass ärmere Familien einen ungesünderen Lebenswandel hätten und dass sie seltener zu Arzt gingen.


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