Soziale Absicherung bei Einwandern in Schweden?

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Re: Soziale Absicherung bei Einwandern in Schweden?

Beitragvon snickare » 3. April 2008 10:23

Das ist aber interessant, ich hab mal erfahren, dass wenn man eben zum Beispiel schon schwanger nach Schweden umzieht und das Kind in Schweden geboren wird wo noch keiner der Familie gearbeitet hat, man eben dieses Geld nicht bekommt, nur barnbidrag....

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Re: Soziale Absicherung bei Einwandern in Schweden?

Beitragvon HeikeBlekinge » 3. April 2008 10:25

Na da sollten diejenigen, denen das passiert (ist) aber ganz schnell werden... wie gesagt: Bis zum 8ten Lebensjahr ;-)
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Re: Soziale Absicherung bei Einwandern in Schweden?

Beitragvon vinbär » 3. April 2008 12:39

Sollte man tatsächlich aktiv Familienplanung betreiben, so ist zu empfehlen, glaube ich 240 Tage vor der Geburt des Kindes schon in S eine Anstellung gehabt zu haben, damit man dann Elterngeld anteilig am Einkommen bekommt. Sonst bleibt es beim Grundniveau von 60/180 Kronen, nachdem die Ansprueche aus D mit denen in S und was man schon in D erhielt verrechnet wurden. Einkommen und Arbeitszeit aus D wurden zumindestens in einem mir bekannten Fall nicht auf die Berechnung des schwedischen Elterngeldes anerkannt.
Die Seiten der Försäkringskassan geben leider nur erschöpfende, aber unbefriedigende Auskunft. Wie so oft, ist es auch in S letztendlich vom Sachbearbeiter und dessen Kompetenz abhängig.

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Re: Soziale Absicherung bei Einwandern in Schweden?

Beitragvon karlskronit » 3. April 2008 21:05

hallo hanjo, bei einem weitläufigem nachbar von mir ist es genau so gewesen. er war nur beim skatteverk der rest kam automatisch. ich selber habe es auch nicht so gemacht, du kannst mir aber glauben ich wuerde es nicht ins forum schreiben wenn ich es nicht genau wuesste. mit der staatsbuergerschaft ist es genauso. meine unterlagen die ich bekam, waren genau darauf zugeschnitten, sprachkurs und allgemeiner wissenstest. du wirst jetzt sicher denken "stimmt nicht, man muss 5 jahre hier leben" wird aber auch mit zweierlei mass gemessen. vielleicht ist es als rentner anders, da man ja nicht mehr so im arbeitsalltag steht, ich weiss es nicht. nichts fuer ungut, im endeffekt ist es mir auch egal, ich bin ueberall gemeldet und brauche mir da keine sorgen machen. trotzdem alles gute und viele gruesse :smt006

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Re: Soziale Absicherung bei Einwandern in Schweden?

Beitragvon Manty » 4. April 2008 06:27

Hanjo hat geschrieben:Die Anmeldung beim Skatteverket wie auch beim Migrationsverket sind 2 getrennte Vorgänge, weil 2 getrennte Behörden mit unterschiedlichen Aufgaben. Man kann sicher aber heute alles/vieles per Internet erledigen, klar. Aber eine Weiterleitung vom Skatteverket zum Migrationsverket oder umgekehrt erfolgt sicherlich nicht.


Genau so war es bei uns auch. Die vom Skatteverk hat auch extra noch darauf hingewiesen, daß wir uns selbständig um die Anmeldung bei Migrationsverk kümmern müssen.
Das einzig, was das Skatteverk automatisch gemacht hat, war die Meldung bei der Försäkringskassa.

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Re: Soziale Absicherung bei Einwandern in Schweden?

Beitragvon HeikeBlekinge » 4. April 2008 10:16

Das einzig, was das Skatteverk automatisch gemacht hat, war die Meldung bei der Försäkringskassa.


Genau! Und von denen bekommt man dann Post.
Normalerweise.
Habe auch schon von jemandem gehört das er da gar nichts von weiß (bzgl. Kindergeldfrage) - deswegen empfehle ich immer, dort persönlich vorbei zu gehen.
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Re: Soziale Absicherung bei Einwandern in Schweden?

Beitragvon Hanjo » 4. April 2008 12:18

HeikeBlekinge hat geschrieben:Genau! Und von denen bekommt man dann Post.
Normalerweise.
Habe auch schon von jemandem gehört das er da gar nichts von weiß (bzgl. Kindergeldfrage) - deswegen empfehle ich immer, dort persönlich vorbei zu gehen.

Hej.
@Torsten
Du kannst natürlich Recht haben - derzeit stelle ich fest, dass sich hier vieles beinahe von einem Tag auf den anderen ändert. Aber auch: Dass einiges von Amt zu Amt unterschiedlich gehandhabt wird - größtenteils liegt es - so scheint es mir - am jeweiligen Sachbearbeiter/-in.

Bzgl. "Kurse" für die schwedische StA werde ich berichten - Dienstag geht´s mit den Unterlagen zum Migrationsverket nach Växjö.

StA kann allerdings erst nach mindestens 5 Jahren legalem Aufenthalt in Schweden funktionieren - so jedenfalls meine letzten Informationen, die möglicherweise aber nur noch für Einwanderer nach altem Recht (wie uns) gelten könnten - also noch mit Aufenthaltsgenehmigung für 5 Jahre usw..

@Heike bzw. Alle
Auch meine Empfehlung ist: Persönlich bei den Ämtern auftauchen, alle Originale mitnehmen, die benötigt/gefordert werden - man erspart sich damit nicht nur spätere Nachfragen, sondern auch die Kopien und deren Beglaubigungen, das machen dann die Ämter.
Hejdå
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Re: Soziale Absicherung bei Einwandern in Schweden?

Beitragvon karlskronit » 4. April 2008 16:22

hej hanjo, du hast natuerlich vollig recht, ich bin ganz deiner meinung, dass man auf jeden fall zu allen behörden gehen sollte. ich wollte ja nur mal einbringen, dass es auch anders vorkommt. es ist auch bestimmt nicht die regel. und du hast auch damit recht, es kommen im moment ständig neue dinge zu tage. aber wie du schon geschrieben hast, im herbst soll diese "pruefung" wohl ein muss werden. dann fuer alle. trotzdem viel glueck und erfolg... :smt023 :smt006

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Re: Soziale Absicherung bei Einwandern in Schweden?

Beitragvon Volker » 16. April 2008 16:08

Hallo,

interessante Frage nach der sozialen Absicherung. Das Aufenthaltsrecht hat man nur dann, wenn man für seinen Unterhalt sorgen kann oder man wird vom Ehepartner unterstützt. Erst nach 5 Jahren ist man den Schweden sozial gleichgestellt. Was dazwischen passieren kann, weiß ich nicht so genau. Selbstverständlich existiert in dieser Zeit das Risiko bei Geldmangel ausgewiesen zu werden. Das ist für mich auch völlig verständlich, denn sonst würden hierher scharenweise Bürger aus anderen EU-Ländern kommen, um auf Kosten des schwedischen Staates Langzeiturlaub zu machen.

In Schweden kann man sich sicherlich gegen alles versichern lassen, ist nur die Frage, was es kostet. Die Schweden bezeichnen sich selbst als "trygghetsnarkomaner", also Sicherheitsfanatiker. Siehe auch z.B. hier http://www.hell-man.se/?p=373 oder hier unter http://www.svd.se/nyheter/idagsidan/sam ... 202895.svd

Das Risiko in einem Elchunfall verwickelt zu werden besteht zwar, aber statistisch gesehen passieren in Deutschland pro gefahrenen km doppelt so viele Unfälle wie in Schweden, was man auch an den Autoversicherungsbeiträgen merkt.

Drei Straßen weiter wurde mal eingebrochen, aber nichts entwendet, wahrscheinlich eine Beziehungstat. Darauf konnte unsere Nachbarin nicht mehr nachts einschlafen und es musste eine Alarmanlage her. Ich sage: "Das Leben ist lebensgefährlich". Von wem der Spruch ist, weiß ich nicht mehr.

helden

Re: Soziale Absicherung bei Einwandern in Schweden?

Beitragvon helden » 16. April 2008 16:35

Hallo,

weiß jemand wie es in den ersten 5 Jahren so aussieht, wenn man doch mal arbeitslos wird?

Mit Kind kann eben nicht so einfach umziehen oder mit kaum Geld leben *Angst*

Schöne Grüße

Rita


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