Soziale Absicherung bei Einwandern in Schweden?

Von Auswanderern für Auswanderungswillige! Alle Fragen zu Planung und Durchführung, zu Umzug, Integration und Umgang mit den Behörden. Interessante Erlebnisse und Tipps der Expats.
Link zum Portal: http://www.schwedentor.de/auswandern-leben
Fhre Schweden: Mit Stena Line nach Skandinavien: Sassnitz-Trelleborg

Benutzeravatar
Rüdiger
Schwedenfreund
Schwedenfreund
Beiträge: 615
Registriert: 16. April 2007 22:03
Schwedisch-Kenntnisse: Grundkenntnisse
Lebensmittelpunkt: Deutschland

Re: Soziale Absicherung bei Einwandern in Schweden?

Beitragvon Rüdiger » 2. April 2008 15:42

Hallo Heike!

Ja, ich glaube, daß Du durchaus recht hast, besonders nach den ausführlichen Ergänzungen der Helden. Meine Interpretation ihrer Fragen war aber auch legitim und es mußte nicht unbedingt sein, daß sie von vornherein falsch war.

Deshalb habe ich ja auch bei den Helden nachgefragt und ich freue mich, daß sie so ausführlich geantwortet haben. Denn nun weiß die Forumsgemeinde etwas mehr über sie und kann besser auf die Fragen eingehen; außerdem ist jetzt klar, daß sich meine Interpretation ihres Postings erledigt hat.

Allerdings kann ich, der ich relativ neu im Schwedentor bin, wohl die Tatsache, daß ich jahrelang auf Swedengate war, nicht leugnen... die Herkunft scheint zu prägen.

Wer ich bin?
Nicht nur mein Nick heißt "Rüdiger", ich bins auch selbst. Arbeite als Bildtechniker bei einem großen norddeutschen öffentlich-rechtlichen Fernsehsender und das seit gut 26 Jahren (auch das prägt...), insofern ist diese Anstalt auch mein Geldgeber.
Über eigene Erfahrungen, was das Leben in Schweden betrifft, verfüge ich nicht, da ich bisher nur als Urlauber in Schweden weilte. Ich kenne aber einige Deutsche, die in Schweden leben, auch einige Schweden, und habe auch berufliche Kontakte dorthin. Das, was ich erlebt und erfahren habe, zwischen Fjäll und Großstadt, zwischen Urlaub und Beruf, hat dazu geführt, daß ich vom Nord-Bazillus infiziert bin und mir vorstellen kann, eines Tages nach Schweden zu ziehen - auch wenns erst nach dem Ende der Berufstätigkeit sein wird. Insofern habe ich großes Interesse am Land, verfolge mit ebensolchem die Forendiskussionen und lerne immer dazu.

Wenn meine Erfahrungen gefragt sind und ich im Forum Hilfestellung geben kann, bin ich selbstverständlich gern bereit dazu und habe das auch schon häufig getan. Meine Erfahrungen sind allerdings subjektiv - wie die Erfahrungen eines jeden.

Eins ist mir allerdings auch eigen: Ich stelle innerhalb einer laufenden Diskussion gern (Nach-)Fragen oder gebe Anregungen, wenn ich meine, daß sie dazu beitragen können, die Diskussion zu bereichern. Das muß nicht immer bedeuten, daß solche Fragen bequem sein müssen und es kann auch vorkommen, daß ich nachfrage, obwohl ich in der Sache mangels eigener Erfahrungen nicht viel beitragen kann.

Ich hoffe aber sehr, daß ich durch meine Nachfrage weder den Helden noch Anderen (z.B. Dir?) auf die Füße getreten habe...


Liebe Grüße,
Rüdiger

Benutzeravatar
HeikeBlekinge
Alter Schwede
Alter Schwede
Beiträge: 2069
Registriert: 4. Januar 2008 20:20
Schwedisch-Kenntnisse: fließend
Lebensmittelpunkt: Schweden

Re: Soziale Absicherung bei Einwandern in Schweden?

Beitragvon HeikeBlekinge » 2. April 2008 16:49

Na dann ist ja alles geklärt, Rüdiger.
Und kennen tun wir beide uns dann wohl schon länger :lol:

Weißt Du.... mich hat etwas in einem weiteren Forum geprägt: Das Neuen gleich werweißwas unterstellt wird, sie blöde "angelabert" werden erst einmal die Suchfunktion zu benutzen ehe sie fragen etc. etc.
Darauf reagiere ich eeetwas allergisch :mrgreen: , weil ich das absolut ätzend finde.
Und was meinst Du wie schnell dann Neue total sauer und frustriert wieder verschwinden können!!?

Herzliche Grüße
Heike
www.lilla-koksgarden.se


>Wer wenig weiß redet viel, wer Wissen hat wird neugierig, wer viel Wissen hat schweigt<

helden

Re: Soziale Absicherung bei Einwandern in Schweden?

Beitragvon helden » 2. April 2008 17:19

Hallo Heike,

danke für die "Verteidigung"!

:danke:

Ja, es kann schnell gehen, dass ein Neuer vergrault wird,

aber da unser Interesse an Schweden stark ist und wir weiter auf Informationsfang sind, bleiben wir hartnäckig hier. :smt066

Und noch sind die Nachfragen vom Stil her im Rahmen :P

Wir wollen halt nicht blauäugig auswandern und dann vor dem Nichts stehen und geprügelt wieder zurück. Auch fänden wir unschön dort unglücklich zu sein.

Ich bin da halt etwas anders. :smt032

Meine Eltern mussten 1969 nach Deutschland aus der CSSR flüchten mit zwei Koffern und hatten keine Wahl, was wirtschaftlich für Sie ein deutlicher Abstieg war. Alle ihre Träume sind im Sande verlaufen, naja zumindest kamen mit dem Leben davon und ich wurde nicht zwangsaadoptiert.

Ich möchte die Entscheidung wieder auszuwandern bewußt treffen und auch das Sozialsystem, nebst Rentensystem vorher kennen.

Vielen Dank für weitere Infos zum Thema Sozialsystem oder Rentensystem

Hejdå Zdenek

karlskronit
Aktives Mitglied
Aktives Mitglied
Beiträge: 150
Registriert: 21. Februar 2008 20:42

Re: Soziale Absicherung bei Einwandern in Schweden?

Beitragvon karlskronit » 2. April 2008 18:07

hallo heike, das mit der arbeitserlaubnis habe ich nur so mit reininterpretiert, weil es so auf der seite stand. was meinst du aber passiert wenn ich erst zum skatteverket gehe, eine personnummer beantrage, arbeit und wohnung natuerlich vorrausgesetzt und nicht zum migrationsverket? es passiert garnichts!!! und wo habe ich dann ein aufenthaltsrecht? schweden ist, was die eu-länder angeht sehr locker geworden...habe ich eine arbeit und eine wohnung, habe ich automatisch das recht mich hier aufzuhalten. :wink:

Benutzeravatar
HeikeBlekinge
Alter Schwede
Alter Schwede
Beiträge: 2069
Registriert: 4. Januar 2008 20:20
Schwedisch-Kenntnisse: fließend
Lebensmittelpunkt: Schweden

Re: Soziale Absicherung bei Einwandern in Schweden?

Beitragvon HeikeBlekinge » 2. April 2008 18:43

Hej Thorsten,

naja ;-) ... ich habe momentan keine Anstellung in Schweden. Aber ein Haus hatten wir schon.
Als wir im Juli, bzw. September 2006 (Kinder später gemeldet) hierher kamen, machte und das migrationsverket ganz schön Schwierigkeiten. (Oder vielleicht auch nur der "nette" Mitarbeiter dort)
Im Mai letzten Jahres war es bei meinem Mann dann total anders. Er ging auch erst zum Skatteverket. Dort wies man ihn aber ausdrücklich darauf hin, das er sich noch beim Migrationsverket melden müsse!
Ging problemlos via Internet.
Also ich denk schaden kann es jedenfalls nicht. Die brauchen das doch auch für ihre Statistiken :lol: :lol: :lol:
www.lilla-koksgarden.se


>Wer wenig weiß redet viel, wer Wissen hat wird neugierig, wer viel Wissen hat schweigt<

Benutzeravatar
Hanjo
Schwedenfreund
Schwedenfreund
Beiträge: 515
Registriert: 13. August 2005 09:17
Lebensmittelpunkt: Schweden
Kontaktdaten:

Re: Soziale Absicherung bei Einwandern in Schweden?

Beitragvon Hanjo » 2. April 2008 20:55

karlskronit hat geschrieben:. . . schweden ist, was die eu-länder angeht sehr locker geworden...habe ich eine arbeit und eine wohnung, habe ich automatisch das recht mich hier aufzuhalten. :wink:

Sorry, Torsten,
aber das stimmt so nicht.
Ohne das im EU-Recht verankerte "Aufenthaltsrecht" hältst Du Dich in jedem EU-Land - außer natürlich in Deinem Geburtsland - illegal auf, auch in Schweden . Und das kann sich später rächen (kenne Beispiele). Klar, so lange es nicht auffällt passiert nichts. Aber spätestens - um auf die Eingangsfrage zurückzukommen - wenn man hier Rente oder andere staatliche Leistungen beantragt wird´s auffallen.

Im übrigen: Wenn man eine Arbeitsstelle - sprich Einkommen - und einen festen Wohnort in Schweden hat, was spricht dann dagegen, dieser gesetzlichen Vorgabe nachzukommen?

Ich denke, es ist sinnvoll, die Gesetze des Gastlandes zu achten. Muss aber letztlich jeder für sich selber entscheiden.

Hejdå
Hanjo
der grad dabei ist, die schwedische StA anzunehmen
Wer seine Träume erfüllen will, muss erst einmal aufwachen
http://www.hanjo-sverige.se

karlskronit
Aktives Mitglied
Aktives Mitglied
Beiträge: 150
Registriert: 21. Februar 2008 20:42

Re: Soziale Absicherung bei Einwandern in Schweden?

Beitragvon karlskronit » 2. April 2008 21:44

hej heike und hanjo, ich habe mich da vielleicht etwas falsch ausgedrueckt. natuerlich ist es richtig sich anzumelden, hab ich auch alles gemacht. was ich meinte war, das es automatisch geht, das heisst das skatteverk meldet dich doch weiter. du kannst dir einen gang sparen. ich kenne jedenfalls ein paar leute, denen ist es so ergangen. natuerlich achte auch ich die gesetze schwedens, självklart.
@hanjo, viel glueck fuer die aufnahmepruefung fuer die StA. besonders der sprachtest soll um einiges schwerer geworden sein, aber du schaffst das. :smt023

mvh torsten

Benutzeravatar
Hanjo
Schwedenfreund
Schwedenfreund
Beiträge: 515
Registriert: 13. August 2005 09:17
Lebensmittelpunkt: Schweden
Kontaktdaten:

Re: Soziale Absicherung bei Einwandern in Schweden?

Beitragvon Hanjo » 3. April 2008 00:55

karlskronit hat geschrieben:hej heike und hanjo, ich habe mich da vielleicht etwas falsch ausgedrueckt. natuerlich ist es richtig sich anzumelden, hab ich auch alles gemacht. was ich meinte war, das es automatisch geht, das heisst das skatteverk meldet dich doch weiter. du kannst dir einen gang sparen. ich kenne jedenfalls ein paar leute, denen ist es so ergangen. natuerlich achte auch ich die gesetze schwedens, självklart.
@hanjo, viel glueck fuer die aufnahmepruefung fuer die StA. besonders der sprachtest soll um einiges schwerer geworden sein, aber du schaffst das. :smt023
mvh torsten

Noch einmal sorry, Torsten,
auch das ist zumindest bis vor drei Wochen ebenfalls nicht richtig gewesen. Die Anmeldung beim Skatteverket wie auch beim Migrationsverket sind 2 getrennte Vorgänge, weil 2 getrennte Behörden mit unterschiedlichen Aufgaben. Man kann sicher aber heute alles/vieles per Internet erledigen, klar. Aber eine Weiterleitung vom Skatteverket zum Migrationsverket oder umgekehrt erfolgt sicherlich nicht.

Noch eine Fehlformation Deinerseits: Eine "Aufnahmeprüfung" für die StA ist derzeit noch nicht in Kraft, auch kein "Sprachtest" - darüber wird derzeit in den zuständigen schwedischen Ministerien diskutiert und wird sicher im Herbst auch kommen. Warum denkst Du beeile ich mich? :lol:

Hejdå
Hanjo
Wer seine Träume erfüllen will, muss erst einmal aufwachen
http://www.hanjo-sverige.se

snickare
Aktives Mitglied
Aktives Mitglied
Beiträge: 183
Registriert: 17. März 2007 12:15

Re: Soziale Absicherung bei Einwandern in Schweden?

Beitragvon snickare » 3. April 2008 10:00

Hallo Zdenek,
Wenn ihr noch an weitere Kinder denkt:
Aufpassen, man muss schon eine bestimmte Zeit lang in Schweden gearbeitet haben, um das föräldrarpenning zu bekommen. Wie lang genau, weiß ich jetzt gerade nicht, aber ich glaub es waren 10 Monate oder so.

Über den Rest weiß ich auch nicht viel.

Wie in D und Ö empfiehlt es sich sicher, noch eine private Unfallversicherung abzuschließen.
Was man vom Staat bei Invalidität oder Arbeitsunfähigkeit bekommt, ist ja nicht sonderlich viel.

LG Anna (wir kennen uns noch aus einem anderen Forum :)) )

Benutzeravatar
HeikeBlekinge
Alter Schwede
Alter Schwede
Beiträge: 2069
Registriert: 4. Januar 2008 20:20
Schwedisch-Kenntnisse: fließend
Lebensmittelpunkt: Schweden

Re: Soziale Absicherung bei Einwandern in Schweden?

Beitragvon HeikeBlekinge » 3. April 2008 10:15

Aufpassen, man muss schon eine bestimmte Zeit lang in Schweden gearbeitet haben, um das föräldrarpenning zu bekommen. Wie lang genau, weiß ich jetzt gerade nicht, aber ich glaub es waren 10 Monate oder so.


Das ist nicht korrekt!
Das föräldrarpenning wird auch dann gezahlt, wenn man nicht in Schweden arbeitet. Wenn man nicht in Schweden gearbeitet hat steht einem "nur" das Grundniveau von 180 Sek/Tag zu, also nicht lohnbezogen.
Es gilt für Kinder bis zum 8 Lj.! Nicht nur für in Schweden neu geborene.
8 Monate dauert es aber wohl, bis sich nach der Einwanderung die F-Kassa meldet bezgl. dieses Anspruchs.
Von selbst - vorausgesetzt, man hat sich nach mv-, sv-Anmeldung auch dort vorgestellt oder das per Post erhaltene Formular zur Meldung bei der F-Kassa ausgefüllt zurückgeschickt.
www.lilla-koksgarden.se


>Wer wenig weiß redet viel, wer Wissen hat wird neugierig, wer viel Wissen hat schweigt<


  • Vergleichbare Themen
    Antworten
    Zugriffe
    Letzter Beitrag

Zurück zu „Auswandern“

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 0 Gäste