soll ich jubeln oder weinen ...Zweifel beim Entspurt

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janaquinn
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Re: soll ich jubeln oder weinen ...Zweifel beim Entspurt

Beitragvon janaquinn » 13. Februar 2007 18:14

Hej Belanna, ist ja witzig, meine Cousine lebt in Erkner und der Rest der Familie ist in und um Bernau versammelt. Vielleicht kennst du meine Cousinchen sogar, die heisst Heike.
Meine Grossmutter hat in Bad Freienwalde gelebt, hatte viele schöne Sommer dort.
LG JANA
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orsatjej
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Re: soll ich jubeln oder weinen ...Zweifel beim Entspurt

Beitragvon orsatjej » 13. Februar 2007 21:15

bernau, cool! wir sind aus staaken/dallgow, etwas andere seite von berlin, aber trotzdem nicht so weit, v.a. fuer schwedische verhaeltnisse :)
aber wieder zum thema:
das mit den zurueckhaltenden schweden halte ich wirklich fuer in geruecht, moechte wirklich mal wissen, wer dieses irgendwann mal in die luft gesetzt hat :) jedenfalls, wie einfach ist es denn in dtld, generell auf der welt, echte freunde zu finden? das entwickelt sich doch immer langsam, oder? ich kann mich gut an neuzugezogene in dallgow erinnern, die hatten so gut wie keine chance in die gemeinde reinzukommen... das ist eben so, auf dem dorf, da es eingeschweisste gemeinschaften sind, in der stadt weil es einfach so viele leute sind und daher rechtunpersoenlich.
am besten geht man selber mal zu den neuen nachbarn und stellt sich vor - das kommt in schweden total gut an und man bekommt jeweils einen ersten eindruck voneinander! ausserdem kommen oft die nachbarn selber und begruessen einen, dann machen sie oft ein paar annaeherungsversuche bzw laden ein, bringen kuchen... wenn man natuerlich immer nur ablehnt, dann wirds nix, aber das bestimmt man hier voellig selbst, will man, dann geht das, dann findet man kontakt - inwieweit dieser kontakt dann noch ausbaufaehig ist bzw was draus wird ist ja eine andere frage... man kann auch jederzeit sich selbst wieder einbringen, dann sind die meisten schweden auch total offen und nehmen einen total lieb auf! aber das bisschen eigeninitiative ist in schweden total wichtig und kommt immer gut an!
ich hab zwar noch keine eigenen kinder, aber meine mama hat mir auch nochmal versichert (sie ist kindergaertnerin und hat erfahrung mit auslaendischen kindern) dass kinder in dem altern wirklich keine probleme haben! sicher kann es vorkommen, dass sie weinen am anfang, aber wie schon von jemanden erwaehnt, ist das doch auch so wenn man innerhalb dtlds umzieht, oder? das geht schon alles gut und sie hat eine erfahrung um die sie spaeter einige beneiden werden :) !

auch nochmal von mir, herzlich willkommen im forum und viel glueck und auch ganz viel spass beim eurem schweden-abenteuer!

Poschi

Re: soll ich jubeln oder weinen ...Zweifel beim Entspurt

Beitragvon Poschi » 17. Februar 2007 15:44

Hallo Heike,

mein Mann arbeitet seit August letzten Jahres hier in Schweden und ich bin Ende August hinterher gezogen.
Ich muß sagen, wir haben bis jetzt noch nicht einen Tag bereut.
Ganz wichtig ist, daß du dich so schnell wie möglich beim Sprachkurs anmeldest. Ich gehe seit Ende November bei "Komvux" (Erwachsenenausbildung) jeden Tag für 3 Stunden zum Sprachkurs. Man lernt dort sehr viele andere sehr nette Leute kennen und man kommt ziemlich schnell in die schwedische Sprache rein. Mir wurde jetzt erst gerade wieder bestätigt, daß ich für die kurze Zeit schon sehr gut schwedisch spreche. Die Grammatik ist nicht kanz so kompliziert wie im deutschen.
Es sprechen hier auch sehr viele Schweden englisch und die deutsch verstehen auch viele. Ich hatte zum Anfang auch Bedenken gehabt, "Hast du nette Nachbarn, findest du Kontakt zu anderen?" Diese Sorgen und Bedenken sind sehr schnell verflogen. Es liegt viel an einem selber, was man aus der Situation macht und gehe auf die Leute zu. Stelle dich bei Deinen Nachbarn vor (mit deutschen Bier oder Schnaps - kommt immer sehr gut an) und seid offen. Sage ruhig, daß du noch kein schwedisch sprichst und du wirst sehen, sie nehmen dich trotzdem alle sehr freundlich auf.
Wegen deiner Tochter mache dir keinen Sorgen. Sie ist im richtigen Alter. Wichtig ist, daß ihr eurer Tochter gegenüber keine Ängste zeigt, offen seid. Nach wenigen Monaten lächelt ihr über Eure Sorgen.
Wenn Dein Mann schon ein Angebot bekommen hat von einem schwedischen Arbeitgeber, dann die Chance ergreifen; die hat man nicht oft im Leben. !
Ihr werdet Euren Schritt nie ! bereuen. Wichtig ist, daß ihr es wollt zu 100 % ! und dann wird es auch was.
Seid mutig und nehmt Eure Chance in die Hand, Eure Tochter dankt es Euch später!

blue

Re: soll ich jubeln oder weinen ...Zweifel beim Entspurt

Beitragvon blue » 19. Februar 2007 11:59

Für Eure aufmunternden Worte ein herzliches :danke:

Im Augenblick bin ich auch sehr euphorisch und freue mich auf Samstag, wenn wir endlich unsere "neue Heimat" live und in Farbe sehen. :camping:

Dem Grundtenor Eurer Antworten unterstreiche ich 100%:
"wenn wir hinter dieser Auswanderung stehen, wird es dem Kind gutgehen...."
Ich verspreche die schwachen Momente oder Zweifel die mich manchmal einholen nicht zu sehr zeigen...

LG
Heike

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Re: soll ich jubeln oder weinen ...Zweifel beim Entspurt

Beitragvon Imrhien » 19. Februar 2007 13:14

Keine Angst, die gehören ja auch dazu. Wenn es nicht in völlige Hyterie ausartet :) denke ich kann ein Kind auch mal verstehen, dass Eltern traurig sind oder sorgen haben. Das kennen sie ja auch. Sie verstehen das ganz gut wenn es eben nicht zu oft oder zuviel wird. Immerhin lernen sie so auch wie man mit solchen Gefühlen umgeht. Lernen am Modell. Und ausserdem ist es total süß wenn so ein kleines Kind einen dann tröstet. Das tun jedenfalls die Meisten. Sie fühlen sich dann auch ganz stark. Das stärkt Kompetenzen.
Aber wie es aussieht, habt ihr Euch an den Gedanken gewöhnt. Das freut mich sehr für Euch.
Viel Spaß beim Besichtigen.

Liebe Grüße
Imrhien


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