Situation des Wolf's in Schweden

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amarok
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Situation des Wolf's in Schweden

Beitragvon amarok » 5. Februar 2009 20:29

Hej,

da ich mich sehr für den Wolf interessiere und für seinen Schutz einsetze, lese ich als Schwedenfan natürlich auch viel über die Situation des Wolfes dort. Obwohl der Wolfsbestand gegenwärtig in Schweden etwa nur 130 Tiere beträgt, lese ich in verschiedenen Publikationen immer wieder von Forderungen nach sog. Wolfs-Schutzjagden, über Anträge zur Freigabe der Jagd auf Wölfe, Reduzierung des Wolfsbestandes und und ... . Selbst der König hat sich unlängst öffentlich dazu geäußert. Die aktuellste Meldung ist diese hier: http://webnews.textalk.com/se/article.php?id=364329 (Weil ein Elchkalb 400 m von den nächsten bewohnten Häusern in einem Dorf in Dalarna von Wölfen gerissen wurde, fordert eine Lokalpolitikerin die Jagd auf Wölfe.)
Natürlich gibt es auch in Deutschland Wolfs-Gegner, aber so mein Eindruck, in Schweden ist deren Zahl noch größer. Die Argumente gegen den Wolf sind sicherlich hier und dort nicht so gewaltig unterschiedlich, obwohl es in Schweden auf Grund der vorhandenen Gegebenheiten (Fläche, Freiräume, Siedlungsdichte ...) ein viel geringeres Konfliktpotential geben dürfte.
Meine Frage an die Insider und Ausgewanderten: Wie ist die wirkliche Stimmung zum Thema "Wolf" in Schweden und wo liegen die tatsächlichen Ursachen für die Stimmungsmache gegen den Wolf?

Gruß

Peter
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Fanny
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Re: Situation des Wolf's in Schweden

Beitragvon Fanny » 5. Februar 2009 22:55

Gerade heute frisch in den Nachrichten:

Gräsmarksbor vill skjuta fem vargar

Sunne (Uppdaterad)
Sex viltvårdsområden och hembygdsföreningen i Gräsmark har tröttnat på vargarna i området. Tillsammans söker de skyddsjakt på totalt fem vargar ur tre vargflockar som finns i området.

Rapporterna om varg i Gräsmark har duggat tätt under vintern. Med hjälp av spårsnön har jägarna i de berörda viltvårdsområdena kommit fram till att det förmodligen finns tre olika revir etablerade i ett område från Arvika i söder till Nyskoga i norr.
Enligt Freddy Kjellström, ordförande i norra Gräsmarks VVO, har hans jaktmarker i Gräsmark blivit en gemensam punkt för alla tre familjegrupperna.
– Det har varit väldigt mycket varg i Brandsbol den här vintern, säger Freddy Kjellström.
För några veckor sedan fick djurägaren Mats Eriksson på Brandsbols gård nordväst om Gräsmark flera får dödade av varg. Ett av fåren hittades rivet inne i lagården, och Mats Eriksson är själv övertygad om att vargen tagit sig in i byggnaden när fåren sökt skydd.
– Under de senaste månaderna har flera vargar uppträtt oskyggt och rört sig bara något hundratal meter från bebyggelsen. Vi har vid ett och samma tillfälle spårat flera olika grupperingar av varg, och inom en halv mils radie har vi konstaterat tio olika vargar i tre grupper, säger Freddy Kjellström.
Jägarna i området har slutat släppa sina jakthundar, och många ortsbor känner oro och obehag över vargarnas närgångna beteende. Barn och äldre vågar inte vara ute i skog och natur som tidigare.
Vargarna har blivit ett problem, inte bara för jägare.
– Det är obehagligt, det går inte att låta barnen vara ute, vi måste ha ständig uppsikt. Det är rimligt att halvera den lokala vargpopulationen och skjuta fem vargar, annars blir det bara ännu värre, säger Freddy Kjellström.
Jägareförbundet ger sitt stöd till Gräsmarksbornas ansökan.
– Personligen tycker jag det är bra att lokalbefolkningen reagerar. Vi lever i Skandinaviens, ja egentligen hela Nordeuropas vargtätaste område, och det får givetvis konsekvenser, säger Lennart Johannesson, ordförande i Jägareförbundet Värmland.

Die wollen einfach keine Wölfe in ihrer Umgebung haben, die haben richtig Angst davor.
Das Glück ist das einzige, das sich verdoppelt, wenn man es teilt. (Albert Schweizer)

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Re: Situation des Wolf's in Schweden

Beitragvon Distriktläkare » 5. Februar 2009 23:17

Als wir neulich in Schweden waren hat unsere schwedische Bekannte auch richtig drastisch geschildert, wie schlimm es wäre, im Wald einem Wolf zu begegnen. Die würden sofort angreifen, am häufigsten auch noch von hinten, so dass man kaum eine Chance der Abwehr hätte. Da ich selber auch schon ein paar Bücher zu dem Thema gelesen habe (u.a. gerade neulich Ein Sommer mit Wölfen von Farley Mowat, übrigens sehr empfehlenswert), kam mir das irgendwie sehr unwahrscheinlich vor. Sie war aber davon nicht abzubringen, und obwohl sie die Natur sonst sehr schätzt inklusive der meisten Viecher würde sie glaube ich auch am liebsten alle Wölfe ausgerottet sehen. Irgendwie scheint da von Kindheit an eine irrationale Angst geschürt zu werden, und sobald man alt genug ist, eine Flinte zu tragen, macht man sich dann daran, die Kindheitsmonster zu eliminieren (oder so ähnlich). Schade eigentlich, aber irgendwie eine Kollektivphobie. Ich habe sie dann noch gefragt, warum sie vor Bären praktisch keine Angst hat, darauf meinte sie, die machten ja eh WInterschlaf und seien nur gefährlich, wenn man sie plötzlich weckt und schon zu nah an ihnen dran ist. Man müsse halt immer eine Bärenglocke dabei haben, dann würde nichts passieren. Naja. Wer so ne Glocke braucht: Gibt's in den meisten schwedischen Outdoorläden und natürlich im Internet: http://www.veloplus.ch/AllesFuerKinder/ ... agnet.aspx

Lg Thomas

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Re: Situation des Wolf's in Schweden

Beitragvon blueII » 6. Februar 2009 10:09

Also ich muß zugeben, was die Zeitungen schreiben habe ich nicht verfolgt, doch kenne ich einige persönliche schwedische Meinungen und die sind durchweg positiv.

Kann aber an der örtlichen Situation liegen.
Die Gegend bei uns auf dem Festland bis Ljungskile gilt als ein Wolfsrevier, aber Ljungskile ist nur der aller südlichste Zipfel.
Nun "warten" die Einheimischen regelrecht, dass dieses Revier durch aktuelle Sichtungen von Wölfen mal wieder bestätigt wird. Das ist wohl im Spätherbst letzten Jahres passiert und die Ankunft/Sichtung des Wolfes wurde regelrecht bejubelt - jedenfalls von den Schweden die ich kenne und da ist auch ein sehr pragmatischer Landwirt mit Tierbestand darunter.

Also für "unseren" Teil Schwedens würde ich behaupten, man ist ein wenig stolz noch soweit im Süden zum "Wolfsgebiet" zu gehören. Aber die BEsuche der schönen Tiere sind natürlich hier sehr sehr selten.

LG
Heike

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Re: Situation des Wolf's in Schweden

Beitragvon Snögubbe » 6. Februar 2009 10:45

Hej Amarok !

Das was ich hier von Bekannten/Freunden immer wieder als Abschussgrund zu hören bekomme, ist die Angst der Jäger um ihre Hunde - die Jagd mit Hunden ist "Tradition" und
Wölfe greifen gerne Hunde an.

Andere haben Angst, wenn ein Wolf zu nahe an menschl. Behausungen herankommt.
Vor ca 2 Jahren kam ein Wolf jede Nacht in ein Dorf hier in der Nähe - obwohl bald klar war, dass er eine läufige Hündin besuchen wollte, wurde er erschossen (mit behördlicher Genehmigung).
Drei andere aus dem gleichen Rudel waren irgendwann "verschwunden".

Die dritte Gruppe sind die Viehhalter, die Angst um ihre Schafe u.a. haben - und natürlich vor allem die Sami wegen ihrer Rentiere.

Tritt derselbe Wolf irgendwo häufiger in Erscheinung, wird die sogenannte "skyddsjakt" (Schutzjagd) auf den Wolf beantragt.

Oft erscheinen mir dir "Ängste" überzogen, aber manchmal kann sogar ich als Wolfs- und Tierfreund sie verstehen - wenn Leute Angst um ihre Kinder haben, obwohl noch nie ein Kind angegriffen worden ist.

Was ich immer wieder mit Entsetzen sehe ist, dass bei vielen Menschen nicht nur Angst (was ja irgendwie noch verständlich wäre) im Spiel ist sondern ein ausgesprochener Hass, vor allem bei Jägern und Sami.
Und dieser Hass hat schon einige male zu schlimmen Quälereien von Wölfen und Vielfrassen geführt.
Ich lese oft die Zeitungsberichte und vor allem die Leserbriefe dazu - mich graust es.

Aber trotzdem habe ich den Eindruck, dass immer mehr Menschen Wolf & Co wohlwollend gegenüberstehen, so dass man hoffen kann.

Gruss aus Lappland,
Wolfgang

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amarok
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Re: Situation des Wolf's in Schweden

Beitragvon amarok » 6. Februar 2009 17:27

Hej Snögubbe,

schön wiedereinmal was von Dir zu hören.

Snögubbe hat geschrieben:Das was ich hier von Bekannten/Freunden immer wieder als Abschussgrund zu hören bekomme, ist die Angst der Jäger um ihre Hunde - die Jagd mit Hunden ist "Tradition" und
Wölfe greifen gerne Hunde an.

Sicherlich liegt darin ein wichtiger Grund, weil eben diese Jagdart mit Suchhunden in Schweden traditionell weit verbreitet ist und angewandt wird. Ich habe gelesen, dass im letzten Jahr auf Jagden 29 Hunde von Wölfen getötet wurden.http://dagbladet.se/djurnatur/1.486317
Im Bewusstsein des Vorhandenseins von Wölfen in einigen Gebieten, könnte man sich allerdings in der Methodik seiner Jagdausübung darauf einstellen und diese Wolf-Hund-Begegnungen dadurch vermeiden.

Snögubbe hat geschrieben:Aber trotzdem habe ich den Eindruck, dass immer mehr Menschen Wolf & Co wohlwollend gegenüberstehen, so dass man hoffen kann.

Ja, ich hoffe das auch.

Viele Grüße nach Lappland
Peter
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Re: Situation des Wolf's in Schweden

Beitragvon amarok » 6. Februar 2009 17:38

Distriktläkare hat geschrieben:Da ich selber auch schon ein paar Bücher zu dem Thema gelesen habe (u.a. gerade neulich Ein Sommer mit Wölfen von Farley Mowat, übrigens sehr empfehlenswert), ...

Dieses Buch kann ich auch sehr empfehlen:

Ein Sommer mit Wölfen

"Es ist doch komisch welch zwiespältiges Verhältnis Menschen zu Wölfen haben können. Obwohl der Hund des Menschen bester Freund ist und dieser, wenn auch bei einigen Rassen kaum noch nachvollziehbar, vom Wolf abstammt. Das Thema „Wolf“ ist wieder mehr ins aktuelle Blickfeld gerückt, nicht wegen einer Renaissance von „Rotkäppchen“ und den „Sieben Geißlein“, sondern wegen der Rückkehr der Wölfe nach Deutschland. In der Lausitz in Sachsen gibt es mittlerweile 5 Wolfsrudel bei denen sich schon mehrfach Nachwuchs eingestellt hat.
Sind Wölfe nicht faszinierende Tiere? Ihr ausgeprägtes Sozialverhalten schafft Strukturen und Ordnung im Rudel. Beutetiere können weitaus größer sein als sie selbst und das funktioniert nur durch ein kooperatives und koordiniertes Vorgehen bei der Jagd.
In den 50-iger Jahren wird der Biologe Farley Mowat im Auftrag der Regierung in den Norden Kanadas ausgesandt. Dort soll er Untersuchungen zum Einfluss des Wolfes auf die Karibubestände durchführen. Aber eigentlich ist bei den „homo bürokratis“ das Untersuchungsergebnis schon vorgefasst: ‚Die Wölfe sind am zahlenmäßigen Rückgang der Karibus schuld’.
Auf abenteuerliche Weise gelangt Mowat in eine abgeschiedene Region im Norden. Ihm gelingt die Nähe zu einem kleinen Wolfsrudel und er kann deren Sozialverhalten und Ernährungsweisen studieren. Dabei verschaffen ihm die Wölfe ungeahnte Einblicke in das Rudelleben, so manche Überraschung und inspirieren ihn zu einem Selbstversuch. In der Wildnis lernt Farley Mowat die Inuit’s Mike und Ootek kennen. Vor allem Ootek führt ihn in die „Geheimnisse“ des Nordens und der Wölfe ein. Die Inuit’s bewerten das für sie eigentümliche Verhalten von Mowat aber auch kopfschüttelnd sowie mit Argwohn.
Farley Mowat hat seine Begegnungen in amüsanter, bildhafter Sprache verfasst, die beim Lesen zu zahlreichen Schmunzeleinlagen führt.

„Ein Sommer mit Wölfen“ von Farley Mowat, Rowohlt Taschenbuchverlag,


Unbedingt möchte ich den Film zum Buch empfehlen. „Wenn die Wölfe heulen“ (Originaltitel: Never Cry Wolf) ist eine Walt Disney Produktion. Die Landschafts- und Tieraufnahmen sowie die teilweise selbstanalytischen und selbstironischen Monologe machen ihn zu einen meiner Lieblingsfilme. Der Hauptdarsteller erfährt im Film eine Metamorphose vom kontaktscheuen und in Sachen Outdoor und Survival unerfahrenen Zivilisationsmenschen zum selbstbewussten „Northtrailer“.

Viele Wolfsbegegnungen wünscht

Peter (amarok)"
Zuletzt geändert von Dietmar am 16. März 2009 00:00, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: ISBN korrekt formatiert
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Re: Situation des Wolf's in Schweden

Beitragvon amarok » 7. Februar 2009 11:23

Zwei positive aktuelle Meldungen zum Thema:

1. Das staatliche Naturschutzamt lehnt den Antrag schwedischer Landesjagdverbände zur Schutzjagd auf 18 Wölfe in 5 Ländern ab. http://svt.se/svt/jsp/Crosslink.jsp?d=33557&a=1434329
Die Jagdverbände begründeten ihre Anträge unter anderem mit dem Schutz von Nutz-/Haustieren vor Wolfsangriffen.

2. Wolfsforscher Håkan Sand von der Forschungsstation Grimsö bekommt gut 2,2 Millionen Kronen vom staatlichen Naturschutzamt (Naturvårdsverket) für Untersuchungen
zur Bedeutung des Wolfes für das Ökosystem. Er erhält damit einen bedeutenden Anteil der 14 Mill. Kronen, die die Behörde 2009 für Wildforschung ausgeben kann. http://svt.se/svt/jsp/Crosslink.jsp?d=33831&a=1434240
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Re: Situation des Wolf's in Schweden

Beitragvon Sápmi » 17. März 2009 11:53

Hier ein neuer Artikel zur möglichen (legalen) Wolfsjagd (leider verstehe ich nicht alles :wink: )

http://www.sr.se/sameradion/nyheter/art ... el=2704239
"Keiner, der nur einen Sommer Lapplands Sonne trank, kann anderswo glücklich sein."
(aus A.O. Schwede: Lars Levi Laestadius - Der Lappenprophet)

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Re: Situation des Wolf's in Schweden

Beitragvon bergslagsgarden » 25. April 2009 16:58

Jaa, die Wölfe ...

... sind auch hier bei uns ein recht großes Thema, das auch mich "spaltet".

Ich wohne in Bergslagen, traumhafte Gegend und bis vor ein paar Jahren gab's hier keine Wölfe (mehr). Dann wurde ein sündahft teures Auswilderungsprogramm gestartet. Die erste Wölfe, von Menschen aufgezogen sind dann mit orangenem Halsband und GPS-Peilsender durch die Wälder gejoggt und eigentlich hätte jeder damit leben können (die meisten zumindest). In der letzten Zeit haben sich die Wölfe allerdings hier so wohl gefühlt, daß es auch mir ein bisschen viele werden - und gleichzeitig mit dem Anstieg der Wolfpopulation sank die Zahl der Jungelche rapide...

Einige "für und wieders" sind ja hier schon angesprochen worden, mir ist noch ein Punkt aufgefallen (für den die Wölfe gar nichts können):

Der Aufwand, der zum Schutz der Wölfe getrieben wird ist "etwas" übertrieben:

1. Die nächste Polizeistation ist von uns etwa 90km entfernt, d.h. braucht man Hilfe dauerts, auch wenn's dringend ist. Wir sind schon zweimal bei Notfällen (echte Notfälle, einer sogar mit Schusswaffen) am Telefon gefragt worden, ob wir das denn nicht selber lösen könnten!
2. Wenn ich meinen Nachbarn erschiesse (was ich nicht vorhabe, er ist eigentlich ganz nett ;-) ) kann ich vor Gericht eine rührselige Geschichte von einer verdorbenen Kindheit erzählen und bin in einem Jahr wieder frei.

3. Bewegt sich einer der "verkabelten" Wölfe nicht mehr kommen direkt 2 (!) Hubschrauber und unmengen an Fahrzeugen die das arme Tier suchen und Ermittlungen aufnehmen.
4. Erschiesse ich einen Wolf (was ich auch nicht vorhabe ... ) weil meine Kinder nicht mehr raus können/wollen gibt's kein Pardon, keine Gnade, Knast unds weg ...

diese Umstände haben wie gesagt mit den Tieren eigentlich nichts zu tun, aber sie tragen natürlich auch zur Stimmung bei ...

Liebe Grüße,

Robin


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