SFI-Kurs in Stockholm

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Baum4437
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SFI-Kurs in Stockholm

Beitragvon Baum4437 » 17. Januar 2010 09:38

Hallöchen.

Hat von euch jemand Erfahrungen mit SFI-Kursen gemacht oder kennt jemanden, der hier einen besucht hat?
Meine Freundin will nachkommen nach Schweden und wir wollen schon gerne so einen SFI-Kurs nutzen um die Sprachkenntnisse auf ein gutes Level zu kriegen aber es gibt wohl sehr starke Unterschiede bei der Qualität der angebotenen Kurse und ich hoffe mir kann hier jemand eine gute Schule/Einrichtung sagen :D

Danke schonmal

tilmann

Re: SFI-Kurs in Stockholm

Beitragvon tilmann » 17. Januar 2010 09:44

Hej!
Ich weiss nicht, ob Du die Schulen frei wählen kannst und ich habe auch nur die sas- und nicht die sfi-Kurse besucht, aber das Åsö-Vuxengymnasium auf Söder fand ich super. Hängt natürlich immer davon ab, welche LehrerInnen man erwischt, aber meine waren Klasse.
Vielleicht könntet Ihr auch darüber nachdenken, einen Intensivkurs an der folkuniversitetet zu machen und dann bei komvux einsteigen, so habe ich das, aus Zufall, gemacht. Deutsch und Schwedisch sind ja nah miteinander verwandt, da macht man zumindest zu Beginn des Schwedischlernens schnell Fortschritte und es könnte sein, dass das Tempo in den sfi-Kursen zu langsam ist.

/Tilmann

susan_EiS

Re: SFI-Kurs in Stockholm

Beitragvon susan_EiS » 17. Januar 2010 09:58

Ich habe SFI im Globen besucht. War einfach nur super!!! Tolle Lehrer und gute Vermittlung des Stoffes. Unter mir waren einige europäische Ausländer und die fanden es genauso gut.

Ich konnte innerhalb Stockholms frei wählen, welche Schule ich besuchen möchte, obwohl ich Nacka Kommun gewohnt habe.

Sams83
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Re: SFI-Kurs in Stockholm

Beitragvon Sams83 » 17. Januar 2010 10:26

Hallo,

bei mir waren es die SFI-Kurse, die ich besucht habe. Bei der Anmeldung und nach dem Einstufungstest (der für mich recht seltsam ausgefallen ist, weil ich vom Lese- und Hörverständnis auf Kurs D-Niveau war (volle Punktzahl beim Verständnis - Ankreuztest).
Im Gespräch mit ihnen war ich allerdings nicht sooo toll (war da erst einen Monat in Schweden und habe mich auf der Arbeit quasi nur auf englisch unterhalten, insofern war's im Prinzip totales Anfängerschwedisch (Anfang Kurs B wäre da wohl laut denen mein Könnensstand gewesen). Dann musste man noch einen Text selber schreiben. Das ging so mittelprächtig, war nicht so viel, was ich geschrieben hatte. Das, was ich geschrieben hatte, war aber überwiegend korrekt, wenn auch in sehr einfachen Sätzen. Da hätten sie mich in Ende Kurs B/ Anfang Kurs C eingestuft.
Im Endeffekt habe ich dann mit Kurs C angefangen, ich durfte die Schule im Prinzip frei wählen, sie haben mich gefragt, welche Schule mir am besten passen würde (vom Wohn- oder Arbeitsplatz her).
Ich habe mich dann für Alvik entschieden, da es von meinem Wohnrt aus am schnellsten zu erreichen war.
Dort war es so, dass immer zwei Lehrer sich bei einer Klasse abgewechselt haben (war ein Abendkurs 2x die Woche, also, hatten wir einmal in der Woche die eine Lehrerin und das andere Mal die andere Lehrerin). Außerdem war es so, dass in unserem Kurs sowohl Leute aus dem C-Kurs als auch aus dem D-Kurs saßen.
Nachdem ich mich auch zum Reden mehr überwunden hatte (und auch auf der Arbeit mehr schwedisch geredet habe), ging es dann recht schnell mit den Fortschritten (mein Lese- und Hörverständnis war ja vorher schon super ;-)), und gegenüber den Anderen war ich oft einen Schritt voraus.

Ich hatte nicht so wirklich Ahnung, wie das läuft mit den Anmeldungen zur Prüfung, sie hatten uns halt nur gesagt, dass im Prinzip die Lehrer entscheiden, wann sie es für richtig halten, einen zur Prüfung zuzulassen (alle 1-2 Monate gibt's dort Prüftermine). Insofern hab ich relativ lange abgewartet, obwohl ich mich eigentlich schon auf dem Wissensstand für die C-Prüfung fühlte.
Meine Lehrerinnen waren jedoch ein bisschen unkoordiniert. Irgendwann wollten sie mich zur D - Abschlussprüfung anmelden und stellten dann fest "Ach, Du musst ja die C-Prüfung auch noch machen!"
Also hätte ich die schon längst machen können. . .

Na, im Endeffekt habe ich beide Prüfungen dann gut hinter mich gebracht.

Die Schule hat mir Spaß gemacht, hauptsächlich aber wohl deshalb, weil ich dort recht nette andere Klassenmitglieder (aus aller Welt, überwiegend Südamerika und Osteuropa (Polen/Estland)) hatte und ich sehr viel reden (hauptsächlich) dadurch gelernt habe, dass ich den anderen an meinem Tisch dann erklärt habe, wenn sie was nicht verstanden haben. Auch in den Pausen haben wir uns nett unterhalten... insofern bin ich gern hingegangen.

Von der Schule her würde ich Alvik nicht unbedingt empfehlen, mir kam das wie gesagt schon mal etwas chaotisch vor, auch was Vertretungsregelungen betraf. Da kam es schonmal vor, dass wir mit einem Blatt (zur "google"-Suche) in den Computerraum gesetzt wurden oder aber ein Lehrer zwei Klassen gleichzeitig unterrichtete,was natürlich äußerst uneffektiv war.

Die Lehrer waren nett und hilfsbereit, einige super toll (leider waren das meist die Vertretungslehrer), meine normalen Lehrer waren in Ordnung, nicht überragend gut, wüde ich sagen, aber ok.

Die Idee mit dem Intensivkurs ist vielleicht nicht schlecht, wenn man genügend Zeit hat. Wie es bei mir als Abendkurs 2x die Woche war, fand ich recht angenehm (und auch das einzig Machbare neben der Arbeit).
Es stimmt aber, dass Deutsche grundsätzlich recht schnell im SFI vorankommen, was ich so mitbekommen habe und es vielleicht dadurch schonmal langweilig werden kann. Eventuell muss dann also selber drauf achten, dass man sein Leistungsniveau richtig einschätzt und den Lehrer darauf aufmerksam macht, dass man schon "so weit" ist.

:smt006 Viele Grüße


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