Hallo zusammen,
so wenig möchte ich auch bezahlen dürfen. Irgendwas muss da vergessen worden sein. Ich komme auf etwa insgeamt 55% Steuern und Abgaben laut meines Steuerberaters. Selbständige gehören nach der Ideologie einiger immer noch zur Ausbeuterklasse und müssen entsprechend bestraft werden.
Ich würde erst einmal als Angestellter anfangen. Später kann man sich jederzeit immer noch selbständig machen. Du bist dann als Handwerker auch schon bekannt und hast es leichter einen Kundenkreis aufzubauen. Hier geht alles mit Mund-zu-Mund-Propaganda. Ein Freund von mir ist selbständiger Handwerker. Kundkontakte gehen alle übers Mobiltelefon. Du musst also schon ganz gut Schwedisch können, um damit klarzukommen. Mache am Anfang aber keine AB. Du haftest zwar nur mit deiner Einlage, zahlst aber genau so viele Steuern und Abgaben und wenn du die AB aufgeben willst, brauchst du das, was einem Wirtschaftsprüfer vergleichbar ist und das wird teuer. Einen F-Skatte-Sedel kann man hingegen ruhen lassen.
Eine Firma mit F-Skatte gründen ist denkbar einfach. Du gehst auf eine Seite des Skatteverkes, druckst ein Formular aus, füllst es aus und schickst es mit der Post ab. Kann sein, dass du noch eine Bestätigung deiner deutschen Steuerbehörde nachreichen musst, dass du keine Steuerschulden hast.
Noch etwas: Wenn dann dadurch deine Telefonnummer als Firmennummer bekannt ist, wirst du regelmäßig von Telefonverkäufern angerufen und vollgelabert. Mach denen klar, dass dir das nur auf den Wecker geht und dann streichen sie dich von der Liste. Und seitdem ist tatsächlich Ruhe bei mir. In Deutschland hat das nicht funktioniert.
Hat man keine Firma und gilt der Telefonanschluss als Privatnummer, kann man sich auf
http://www.nix.nu/ Ruhe von den Telefonverkäufern verschaffen. Allerdings dürfen sie immer noch anrufen und fragen, ob man Milch mag und so weiter. Jedenfalls bekomme ich keine Werbeanrufe mehr.
Du siehst, ohne Schwedisch-Kenntnisse ist eine Selbständigkeit mit Problemen behaftet, an die man erst einmal garnicht denkt.