„Selbst schuld“: Schweden zu Vergewaltigungen befragt

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Re: „Selbst schuld“: Schweden zu Vergewaltigungen befragt

Beitragvon Sápmi » 29. April 2008 16:41

Uwe_Stgt hat geschrieben:Du hast Vorurteile.
Abgesehen davon war nirgends von Erniedrigung die Rede.


Vorurteile gegenüber Vergewaltigern?
Und welche Vergewaltigung ist, bitte schön, keine Erniedrigung? Geht's noch?
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Re: „Selbst schuld“: Schweden zu Vergewaltigungen befragt

Beitragvon Uwe_Stgt » 29. April 2008 16:43

Sápmi hat geschrieben:Allerdings ist das auf die Ferne auch schwer zu beurteilen. Wenn das Opfer gar keine Möglichkeit hat, sich zu wehren, bzw. Angst hat umgebracht zu werden, z. B., weil der Täter 'ne Waffe oder so hat, sieht die Sache auch wieder anders aus.


Auch das ist eine Form von Gewalt!

Sápmi hat geschrieben:Prinzipiell hat kein Mensch den anderen gegen dessen Willen zum Sex zu zwingen, sonst handelt es sich um Vergewaltigung und somit um eine Straftat.


"Prinzipiell hat kein Mensch den anderen gegen dessen Willen zu töten, sonst handelt es sich um Mord und somit um eine Straftat."

Würdest Du dieser Aussage auch zustimmen? Denk mal darüber nach...

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Re: „Selbst schuld“: Schweden zu Vergewaltigungen befragt

Beitragvon Uwe_Stgt » 29. April 2008 16:46

Sápmi hat geschrieben:Vorurteile gegenüber Vergewaltigern?


Lies doch den Text. Du bezogst Dich auf Menschen, die "am Erniedrigen anderer Menschen Gefallen finden". Die hast Du pauschal als "gestört" bezeichnet.

Sápmi hat geschrieben:Und welche Vergewaltigung ist, bitte schön, keine Erniedrigung? Geht's noch?


Ja, es geht noch. Über dieses Thema diskutieren wir hier nämlich gerade.

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Re: „Selbst schuld“: Schweden zu Vergewaltigungen befragt

Beitragvon Sápmi » 29. April 2008 16:47

Uwe_Stgt hat geschrieben:"Prinzipiell hat kein Mensch den anderen gegen dessen Willen zu töten, sonst handelt es sich um Mord und somit um eine Straftat."

Würdest Du dieser Aussage auch zustimmen?


Du etwa nicht? Naja, wundert mich mittlerweile auch nicht mehr.
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Re: „Selbst schuld“: Schweden zu Vergewaltigungen befragt

Beitragvon Sápmi » 29. April 2008 16:48

Uwe_Stgt hat geschrieben: Du bezogst Dich auf Menschen, die "am Erniedrigen anderer Menschen Gefallen finden". Die hast Du pauschal als "gestört" bezeichnet.


Man könnte auch pervers sagen, ja.
Als was würdest Du sie denn bezeichnen?
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Re: „Selbst schuld“: Schweden zu Vergewaltigungen befragt

Beitragvon Uwe_Stgt » 29. April 2008 16:49

Sápmi hat geschrieben:Du etwa nicht? Naja, wundert mich mittlerweile auch nicht mehr.


Nein, definitiv nicht. Ich finde, man muß ein Recht auf Notwehr haben, wenn man selbst in Gefahr ist.

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Re: „Selbst schuld“: Schweden zu Vergewaltigungen befragt

Beitragvon Uwe_Stgt » 29. April 2008 16:50

Sápmi hat geschrieben:Man könnte auch pervers sagen, ja.
Als was würdest Du sie denn bezeichnen?


Ich habe keine solchen Vorurteile, daher auch keine passende Schublade.

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Re: „Selbst schuld“: Schweden zu Vergewaltigungen befragt

Beitragvon Sápmi » 29. April 2008 16:51

Uwe_Stgt hat geschrieben:Nein, definitiv nicht. Ich finde, man muß ein Recht auf Notwehr haben, wenn man selbst in Gefahr ist.


Ok, stimmt. In diesem Falle dürfte das Opfer also den Vergewaltiger umbringen? Im Zweifelsfall schon, richtig.
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Re: „Selbst schuld“: Schweden zu Vergewaltigungen befragt

Beitragvon Sápmi » 29. April 2008 16:54

amarok hat geschrieben:(Alkoholkonsum mit potentiellen Tätern, Lebensstil, Aufenthalt an gefährlichen Plätzen ...).


Ja, das könnte man dann als leichtsinnig bezeichnen. Schuld hat man dann zwar immer noch keine, aber was nützt einem das schon hinterher.
Ansonsten auch ganz Deiner Meinung, danke für den Beitrag.
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Re: „Selbst schuld“: Schweden zu Vergewaltigungen befragt

Beitragvon Uwe_Stgt » 29. April 2008 16:54

Sápmi hat geschrieben:Ok, stimmt. In diesem Falle dürfte das Opfer also den Vergewaltiger umbringen? Im Zweifelsfall schon, richtig.


Was für ein populistischer Quatsch... es sollte schon verhältnismäßig sein.

Ich wollte Dir lediglich verdeutlichen: Pauschale Urteile sind meistens falsch. Das hast Du selbst zugegeben. Und bisher lese ich hier überwiegend pauschale Verurteilungen der "Täter", bei denen die Umstände keinerlei Berücksichtigung finden. Es scheint geradezu ein Tabu zu sein, sich Gedanken um den Auslöser der Tat zu machen.

Warum darf man bei Mord die Umstände in Betracht ziehen und bei potentiell nichteinvernehmlichem Sex nicht?


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