Selbsständig mit Ferienhausbetreuung?!

Von Auswanderern für Auswanderungswillige! Alle Fragen zu Planung und Durchführung, zu Umzug, Integration und Umgang mit den Behörden. Interessante Erlebnisse und Tipps der Expats.
Link zum Portal: http://www.schwedentor.de/auswandern-leben
Fhre Schweden: Mit Stena Line nach Skandinavien: Sassnitz-Trelleborg

vibackup
Schweden Guru
Schweden Guru
Beiträge: 1210
Registriert: 26. Januar 2013 19:02
Schwedisch-Kenntnisse: fließend
Lebensmittelpunkt: Schweden

Re: Selbsständig mit Ferienhausbetreuung?!

Beitragvon vibackup » 25. Oktober 2015 11:16

Volker hat geschrieben:Braucht man für Schwarzarbeit eine Arbeitserlaubnis?

Schwarzarbeit ist eine andere frage als Arbeitserlaubnis für EU-Bürger, was Staatsbürger der baltischen Staaten sind.
Schwarzarbeit gibt es auch unter Schweden und ist unabhängig von der Herkunft immer illegal.

//M

unbekannt

Re: Selbsständig mit Ferienhausbetreuung?!

Beitragvon unbekannt » 26. Oktober 2015 10:31

Ich denke, dass Schwarzarbeit per Definition immer illegal ist, weiß wahrscheinlich jeder der geschätzten Leserschaft. Meine abstrusen Fragestellungen waren doch eine Glosse von mir, und ich dachte spätestens mit meiner letzten Frage müsste das jedem auffallen. Hätte ich doch besser nur die entsprechenden Warnhinweise hingeschrieben.

Mir ging es darum darauf hinzuweisen wie hilflos sich die EU mit ihrer manchmal kleinlichen Regelungswut eigene Fallstricke legt und andererseits unfähig ist große Krisen gemeinsam zu bewältigen, wie dies ja derzeit der Fall ist. All das geschieht ohne die Bürger zu fragen. Im Prinzip kommt dies einer Verwässerung der Demokratie gleich.

Hier ein Beispiel, wie es einem EU-Bürger ergehen kann: Nachdem ich nach EU-Recht alle Voraussetzungen für das permanente Aufenthaltsrecht in Schweden erfüllt hatte und dies als reine Formsache registrieren lassen wollte, kam 14 Tage später eine Ablehnung zurück, ich hätte hier in Schweden das erste halbe Jahr illegal verbracht. Dabei hatte ich in dieser Zeit als Selbständiger jede Menge Steuern gezahlt. Die Details wären jetzt hier zu langatmig. Der Brief endete mit der Bemerkung, dass der Klageweg ausgeschlossen sei. Da fragt man sich in solchen Momenten wer besser gestellt ist: Der Schwede mit seiner Schwarzarbeit oder der Ausländer, der Steuern zahlt und hinterher als Illegaler gilt, also hier in Schweden eigentlich nichts zu suchen hat?

Die Sache ging dann doch gut aus. Allerdings habe ich es mir abgewöhnt bei schwedischen Behörden irgendwas zu erwarten. Schweden ist so wie es ist und immer für eine Überraschung gut. Ich warte einfach mal ab, was hier noch so alles passiert und eventuell suche ich mir ein anderes Land, wobei die Wahl jetzt schon enger wird. Schweden ist für mich nach wie vor immer noch ein liebenswürdiges Land.

Meine durch Schweden geprägte Lebenshaltung lautet wie folgt: Es wird alles heißer gekocht als gegessen und es kommt sowieso immer anders als man denkt.

EuraGerhard
Schwedenfreund
Schwedenfreund
Beiträge: 932
Registriert: 28. Juli 2010 11:51
Schwedisch-Kenntnisse: gut
Lebensmittelpunkt: Schweden

Re: Selbsständig mit Ferienhausbetreuung?!

Beitragvon EuraGerhard » 26. Oktober 2015 10:56

vibackup hat geschrieben:Schwarzarbeit gibt es auch unter Schweden und ist unabhängig von der Herkunft immer illegal.

Richtig. Und zwar nicht nur für den Schwarzarbeiter, sondern auch für den Auftraggeber.

Volker hat geschrieben:Mir ging es darum darauf hinzuweisen wie hilflos sich die EU mit ihrer manchmal kleinlichen Regelungswut eigene Fallstricke legt und andererseits unfähig ist große Krisen gemeinsam zu bewältigen, wie dies ja derzeit der Fall ist. All das geschieht ohne die Bürger zu fragen. Im Prinzip kommt dies einer Verwässerung der Demokratie gleich.

In aller Regel, bestes Beispiel die derzeitige Flüchtlingskrise, ist es aber gerade nicht die EU als Institution, die hier versagt, sondern es handelt sich vielmehr um ein kollektives Versagen der einzelnen nationalen Regierungen. Solange es den nationalen Regierungen, insbesondere denen der bevölkerungsreichen EU-Staaten, also der Exekutive, immer noch möglich ist, ihre egoistischen Vorstellungen in Form von EU-Verordnungen (wie hier die Dublin-Verordnung) als unmittelbar geltendes Recht an sowohl dem EU-Parlament als auch den nationalen Parlamenten, also der Legislative, vorbei durchzudrücken, wird so etwas auch weiterhin passieren.

Volker hat geschrieben:Hier ein Beispiel, wie es einem EU-Bürger ergehen kann: Nachdem ich nach EU-Recht alle Voraussetzungen für das permanente Aufenthaltsrecht in Schweden erfüllt hatte und dies als reine Formsache registrieren lassen wollte, kam 14 Tage später eine Ablehnung zurück, ich hätte hier in Schweden das erste halbe Jahr illegal verbracht.

Auch das ein klassisches Beispiel für das Versagen der nationalen, hier schwedischen, Institutionen.

MfG
Gerhard


  • Vergleichbare Themen
    Antworten
    Zugriffe
    Letzter Beitrag

Zurück zu „Auswandern“

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 2 Gäste