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Schweden
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Schweden und Norwegen - Fähre, Urlaub, Reisen & Meer

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 Betreff des Beitrags: Schwere Frage...
BeitragVerfasst: 13. Oktober 2010 12:29 
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Registriert: 3. Januar 2010 22:47
Beiträge: 51
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Hallo,

ich habe mein Maschinenbaustudium erfolgreich hinter mich gebracht und nun das Angebot für einige Monate in Dalarna auf einer Huskyfarm zu arbeiten. Es wäre sehr weit abseits, so dass SFI-Kurse nicht erreichbar sind.

Sollte ich die Stelle annehmen und wie macht es sich auf meinem Lebenslauf? Der Job wäre super für mich, die Einsamkeit wär mir egal - nur ist es gut für meine Karriere in Schweden? Kann man es gut beim Interview verkaufen?

Fragen über Fragen.
Antworten sind willkommen.
Biber

Ich würde anschließend in Schweden bleiben wollen.


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 Betreff des Beitrags: Re: Schwere Frage...
BeitragVerfasst: 13. Oktober 2010 13:19 
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Ich glaube nicht, dass dir das beruflich irgendwas bringt. Wenn du Machinenbauingenieur bist, dann mach nen Schwedischkurs in Deutschland und bewerb dich. Falls dein englisch gut ist, kannst du es auch damit versuchen.

Falls die Firmen zögerlich sind, kannst du versuchen erstmal nur ein Praktikum in deinem Beruf zu machen. Ich bin Vermessungsingenieur und habe damals 6 Wochen unbezahlt gearbeitet, mehr zur Einarbeitung um zu sehen ob sie mich mit meinem norwegisch (bin erst nach Norwegen und dann nach Schweden gegangen) alleine auf die Baustellen schicken können. Ich hatte den Arbeitsvertrag aber vorher schon sicher gehabt.

Sowas wie Huskifarmquatsch hatte ich auch mal gemacht. In meinem Fall Verkäufer im Angelladen und Angelguide in Deutschland. Da gabs nur soviel Geld, dass man überlebt, dafür aber keine Freizeit. Das war ne geile Zeit, hab ich nie bereut, grosse Fische gefangen und viele Leute kennengelernt mit denen ich heute noch regelmässig Angelurlaub mache.

Mach es, wenn du Bock drauf hast aber sehe es nicht als Karriereschritt. Der einzige Voteil ist vielleicht, dass du dich von Schweden aus vielleicht besser bewerben kannst als von Deutschland. Auf der anderen Seite geht es aber auch gut mit einem guten Übersetzer in Deutschland, der dir hilft, ne perfekte Bewerbung zu schreiben und auch Tipps geben kann.

Ich weiss nicht, ob sie das immer noch macht aber hatte damals als ich von Norwegen nach Schweden gegangen bin, hatte mir Frau Ruth Stöbling mit der Bewerbung geholfen.


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 Betreff des Beitrags: Re: Schwere Frage...
BeitragVerfasst: 13. Oktober 2010 16:15 
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Wohnort: Västerås
Hej,
vom Bewerbungen übersetzen lassen halte ich persönlich nicht viel. Ein potentieller Arbeitgeber sieht doch sofort beim Vorstellungsgespräch, dass das eine fette Lüge ist. Und das kommt doch schlechter als wenn man ehrlich ist.
Beruflich bringen tut es Dir ja natürlich nichts, von wegen Maschinenbau. Aber das kannst Du dir ja eh denken.
ABer es dürfte vermutlich auch nicht schaden. In Schweden ist es durchaus üblich, dass man verschiedene Dinge macht, auch mal was ganz anderes. Keine Sorge dahingehend.
Schwedisch kannst Du vermutlich vor Ort schon etwas lernen und das würde vermutlich mehr helfen.

Viel Spass dabei :)

Grüße
Wiebke


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 Betreff des Beitrags: Re: Schwere Frage...
BeitragVerfasst: 13. Oktober 2010 18:30 
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Registriert: 2. Oktober 2007 20:39
Beiträge: 98
Wohnort: Stockholm
Man muss in der Bewerbung natürlich ganz ehrlich schreiben, wie die Sprachkentnisse sind. Es ist schon besser, wenn die Bewerbung fehlerfrei bis perfekt ist, auch wenn man sie nicht selbst formuliert hat.

Bewerbungen werden in der Regel per Mail verschickt. Nach 2 Wochen ohne Antwort nochmal ne Erinnerungsmail schreiben und danach am besten nochmal anrufen.


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 Betreff des Beitrags: Re: Schwere Frage...
BeitragVerfasst: 13. Oktober 2010 19:16 
Teilnehmer
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Registriert: 13. August 2010 13:35
Beiträge: 43
Wohnort: Melle
Mit Maschbau kriegste doch überall 'ne Arbeit. Warum dann so einen "Bruch" dazwischen?

Wenns unbedingt Schweden sein muss, dann überstürze es nicht. Hol dir paar Jahre Erfahrung in Deutschland - knüpf' Kontakte und mach es dann, wenn du meinst, dass sein muss.

Jeder Rekruiter wird das im Lebenslauf neagtiv sehen.

Alles Gute!


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 Betreff des Beitrags: Re: Schwere Frage...
BeitragVerfasst: 14. Oktober 2010 14:49 
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Registriert: 6. Dezember 2006 11:31
Beiträge: 3154
Wohnort: Västerås
der-streeck hat geschrieben:
...Es ist schon besser, wenn die Bewerbung fehlerfrei bis perfekt ist, auch wenn man sie nicht selbst formuliert hat...


Das ist schon richtig so. Trotzdem bin ich erstaunt zu welchen Gesprächen ich eingeladen wurde, tzotz Fehler in der Bewerbung.
Gestern habe ich eine neue Bewerbung abgeschickt und dabei den Lebenslauf von vor zwei Jahren aktualisiert. Der war sooo voller Fehler... oje, mich hat es gegraust. Damals konnte ich deutlich weniger schwedisch und hatte mich im Netz orientiert. Trotz Rechtschreibeprogramm waren da echt viele Fehler drin und vor allem so Fehler die echt nicht sein müssen. Und trotzdem wurde ich damals mehrmals mit diesem Lebenslauf eingeladen. Ist natürlich nicht überall was draus geworden aber andererseits, wenn die einen erst mal einladen, hängt die Ablehnung sicher nicht mehr daran.
Ich vermute, dass grundsätzlich eine fehlerfreie Bewerbung besser ist. Wenn man aber schreibt, dass man noch nicht so lange im Lande lebt und gerade am Lernen der Sprache ist, dann denke ich mal, dass die über den einen oder anderen Fehler durchaus wegschauen, wenn der Rest passt. Sie haben dann ja auch das Gespräch um zu schauen was der Bewerber wirklich kann.


Das mit dem späteren anrufen hat bei mir übrigens noch nie was gebracht... hab es schon oft gehört aber bei mir brachte es leider nichts. Die Einzige Stelle wo andauerndes nerven gut war, war die Stelle die ich immer noch habe. Aber da kannte ich die Leute schon und ging regelmässig mit meinem jetztigen Chef zum lunch. Da konnte ich ihn auch immer wieder mal drauf ansprechen ob er nicht was für mich hätte... :)
Ich finde, man muss hier auch echt Glück haben und die Aussage (oder der Gedanke) man muss nur gut sein und es wirklich wollen, hilft leider nicht viel.

Grüsse
WIebke


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 Betreff des Beitrags: Re: Schwere Frage...
BeitragVerfasst: 14. Oktober 2010 21:08 
Schweden Guru
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Registriert: 14. Oktober 2006 15:48
Beiträge: 1544
Wohnort: Orsa
Manchmal braucht man so einen Job einfach für die Seele - mach es, auch wenn es in CV nichts bringt! Negativ wird es sicher nicht sein!!!
Jörg


PS: Wo liegt denn die Farm - kenne ich sie vielleicht? :wink:


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 Betreff des Beitrags: Re: Schwere Frage...
BeitragVerfasst: 15. Oktober 2010 03:28 
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Beiträge: 249
Wohnort: Jämtland
Imrhien hat geschrieben:
Das ist schon richtig so. Trotzdem bin ich erstaunt zu welchen Gesprächen ich eingeladen wurde, tzotz Fehler in der Bewerbung.
Gestern habe ich eine neue Bewerbung abgeschickt und dabei den Lebenslauf von vor zwei Jahren aktualisiert. Der war sooo voller Fehler... oje, mich hat es gegraust.


Ehem .... liest jemand von euch regelmässig schwedische Zeitungen? Vor allem die Online-Versionen?
Ich drucke Zeitungen. Ich kann euch sagen, in good old Germany wären gewisse Redakteure schon längst gefeuert worden. Die Messlatte hängt hier deutlich tiefer. Und sie wird in absehbarer Zeit noch weiter sinken, weil durch den ganzen Handy-SMS-Quatsch die Rechtschreibung noch weiter vergewaltigt wird, und sogar gebildete Leute mit Unarten wie grottenfalscher Getrenntschreibung aufwarten.

Eine SFI-Lehrerin sagte mir einmal, dass sie deutsche Einwanderer so schätzt, weil sie meistens ein sehr gepflegtes Schwedisch erlernen.

/Paul


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 Betreff des Beitrags: Re: Schwere Frage...
BeitragVerfasst: 15. Oktober 2010 10:45 
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Registriert: 21. April 2010 10:28
Beiträge: 66
Pink_Panther hat geschrieben:
Ehem .... liest jemand von euch regelmässig schwedische Zeitungen? Vor allem die Online-Versionen?
Ich drucke Zeitungen. Ich kann euch sagen, in good old Germany wären gewisse Redakteure schon längst gefeuert worden. Die Messlatte hängt hier deutlich tiefer.

Also da mag ich mal dran zweifeln. Es gibt kaum einen Artikel auf tagesschau.de der nicht mindestens einen oder zwei ganz offensichtliche Fehler hat. Viele davon währen jedem Rechtschreibe-Programm aufgefallen. Und das bei einem von Deutschlands zentralen News-Portalen.

Und ich glaube nicht dass da irgendwem irgendwie der Stuhl auch nur leicht kippelt.


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 Betreff des Beitrags: Re: Schwere Frage...
BeitragVerfasst: 15. Oktober 2010 10:47 
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Registriert: 21. April 2010 10:28
Beiträge: 66
der-streeck hat geschrieben:
Mach es, wenn du Bock drauf hast aber sehe es nicht als Karriereschritt. Der einzige Voteil ist vielleicht, dass du dich von Schweden aus vielleicht besser bewerben kannst als von Deutschland.

Worauf noch keiner hingewiesen hat: Du lernst mit sowas Schweden etwas mehr "von innen" kennen. Das Alltags-Schweden unterscheidet sich doch ein wenig vom Urlaubs-Schweden oder gar vom Broschüren-Schweden. Ein paar Monate auf einer Husky-Farm sind zwar immer noch was anderes als ein paar Jahre im "richtigen" Job/Alltag, aber schonmal ein guter Anfang.

Das hilft dir dann zu sehen ob du wirklich auswandern magst, oder doch nicht lieber in Deutschland einen Job suchst. Da ist es fast egal ob das nun Husky-Farm oder Angelbude oder Bootticket-Verkauf in Stockholm ist was du machst während der paar Monate. Nicht-Sommer-Monate währen sogar besser.


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