Schwedische Vereine - anders konstruiert als in D?

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Kling
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Re: Schwedische Vereine - anders konstruiert als in D?

Beitragvon Kling » 13. November 2012 20:02

Ich wuerde diejenige auch direkt ansprechen was fuer ein Problem sie denn hat. Vielleicht klärt sich ja dann alles auf und sie diskriminiert dich nicht mehr. Aber so geht es ja nicht erst einen lange Bequatschen und dann so behandeln. Habe das jetzt mal einer Bekannten von uns erzählt und sie meinte auch nur das man die bei der nächsten wahl mal abwählen sollte. Denn so etwas gehe in einem Verein gar nicht. Unsere Bekannte ist auch Vorsitzende in der Samhällsförening bei uns im Ort. Ansonsten solltest du mal direkt bei der 2 Vorsitzenden anrufen und das Problem schildern.
Aber in Deutschland gibt es so was auch. habe das selber miterlebt. Nachdem ich mein Amt als Jugendwartin abgegeben habe und meine Nachfolgerin an die Macht kam (leider :( ) so hat sie ihre Macht auch ausgespielt. Jeder der sich gegen sie aufgebracht hat wurde mit fiesen Blicken gestraft und sie war total beleidigt. Mit ihr konnte man ueberhaupt nicht reden. Aber die wurde jetzt endlich mal abgewählt. :D

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Re: Schwedische Vereine - anders konstruiert als in D?

Beitragvon stavre » 13. November 2012 20:17

fast solche erlebnisse habe ich auch erlebt. bin aber hartnäckig im verein geblieben.

bin im "ångbåtsförning alma",das heißt auch ,dass man aktiv auf dem dampfboot mitarbeitet.

normalerweise sind im service 2 personen abgestellt,da meine "kollegin" nach dem ersten mal absprang,gab es keinen ersatz. also habe ich alleine gearbeitet,was mir sehr leicht fiel.
nach 2 jahren fragte ich mal nach,ob ich hilfe bekommen könnte. ich bekam sie. nur leider war diese person ,so von sich überzeugt,dass sie mir die ganze zeit vorschriften machte. sie hatte aber noch nie im service und auch nicht auf der "alma" gearbeitet. es wurde mir zu doof mich als kleines kind durch die gegend schubsen zu lassen.
ich bin dann zum 1.vorsitzenden gegangen und habe mein anliegen vorgetragen. er stimmte mir voll zu,nur wußte er keinen rat.
ich sagte ihm,wenn ich weiter mit dieser person weiter arbeiten müsse,würde ich austreten. er machte den vorschlag mich auf die ersatzliste zu setzen ....und plötzlich war eine neue kraft gefunden,die sehr naiv ist und wohl alles macht,was ihr aufgetragen wird.
bei den vereinssitzungen wird die person,mit der ich zusammen arbeiten sollte ,nur belächelt,wenn sie was von sich gibt. ist auch meistens "bull...."
ich werde hier nach langem und zähem durchhalten voll akzeptiert.

werde auch weiterhin mit zähigkeit mich weiter durchkämpfen......bin noch nicht am ende.... 8)

heike halte durch!!!!!

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Re: Schwedische Vereine - anders konstruiert als in D?

Beitragvon HeikeBlekinge » 13. November 2012 21:37

Kling, ich habe sie ja deutlich gefragt was das soll, aber sie weist alles von sich und behauptet das Gegenteil. Naja, sie ist nicht nur gymnasiumlärare, sondern auch eine ehemalige Politikerin .... brrr

Danke Elke!!!

Es wäre ja auch wie aufgeben, jetzt auszutreten!
Andererseits denke ich war es in deinem Fall angemessen das du mit Austritt gedroht hast. Diese Drohung kann ich nicht anwenden, denn da ist ja das Gefuehl, das die von Anfang an darauf aus war!

Du scheinst Glueck gehabt zu haben, das der Vorstand dich sofort verstand.
Macht bestimmt viel Spass auf diesem Dampfboot zu arbeiten!
Ich werde mich in Zukunft wohl lieber mehr meinem Gartenverein widmen, da sind
viele nette Leute drin die einen immer herzhaft begruessen und die Nase ueberhaupt nicht hoch tragen! Das ist zugegeben eine viel ältere Generation, aber die scheint irgendwie ausgeglichener zu sein ;-)

lg
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Re: Schwedische Vereine - anders konstruiert als in D?

Beitragvon Speedy » 14. November 2012 10:10

Hi Heike,

ja das sind die schlimmsten, Leherin und Politikerin. Vor allem die letzteren sind ja so etwas von Verlogen, das geht auf keine Kuhhaut. Wie sagte mein Vater immer so schön, Politik ist ein schmutziges Geschäft und das färbt oft ab.

Schade das wir Dir nicht wirklich weiterhelfen können. Aber Kopf hoch und weiterkämpfen. Ich hätte hier auch gerne so etwas wie einen Trägardsförening, gibt es aber leider nicht.

Liebe Gruesse Erika

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Re: Schwedische Vereine - anders konstruiert als in D?

Beitragvon HeikeBlekinge » 14. November 2012 10:31

Liebe Erika, allein schon deine netten Worte helfen!

Hör dich doch einmal um! Vielleicht sind da ein paar mehr die interessiert sind an einer trädgårdsförening. Dann gruendet ihr einfach eine ;-)
Oder vielleicht findest du hier eine in deiner Umgebung?
http://www.trillium.se/tradgardsforeningar-lankar.asp

lg
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Re: Schwedische Vereine - anders konstruiert als in D?

Beitragvon Malmö2012 » 19. November 2012 20:34

Hej Heike!
Es tut mir leid, dass du so negative Erfahrungen gemacht hast. Ich lebe seit 50 Jahren in Schweden und war und bin Mitglied in vielen Vereinen. In Schweden gibt es ca. 200.000 ideelle Vereine (lt. Information im Internet). Da darf man nicht ein paar Beispiele verallgemeinern und sagen, so ist es immer in Schweden. Vereine sind sehr unterschiedlich.

Über Deine Situation möchte ich mich nicht aussprechen, da ich nicht weiß, wie die Frau mit der Du in Konflikt geraten bist, denkt, ich kann aber meine Erfahrungen von schwedischen Vereinen beschreiben. Vielleicht nützen Dir die Informationen.

Meine Erfahrung ist, dass es in Schweden viele Vereine gibt die eine gute Arbeit leisten und die zufriedene Mitglieder haben. Das heißt aber nicht, dass es keine Probleme gibt. Situationen die in Vereinen vorkommen und Probleme geben können sind z.B.:
1. In manchen Vereinen sitzen die Vorsitzenden jahrelang bez. jahrzehntelang. Der Verein ist ihr Freizeitinteresse und sie verbringen auch dort ihre Freizeit. Die meisten Mitglieder sind auch zufrieden damit, weil sie sowieso keine Zeit investieren wollen ehrenamtlich für den Verein tätig zu werden. Wenn in so einem Verein ein, vielleicht neuer, Mitglied plötzlich Vorschläge hat, fühlen sich die Vorstandsmitglieder bedroht und in Frage gestellt. Sie haben ja soooo viel Zeit dem Verein gewidmet. Warum sind die Leute dann trotz dem nicht zufrieden?
2. Manche Leute treten in einen Verein ein und wollen alles sofort völlig neu machen. Sie sind voller Ideen, die sie sofort mitteilen und auch sofort umgesetzt haben möchten. Manchmal ist es außerdem so, dass wenn es dann an die Arbeit geht, haben sie keine Zeit mitzuhelfen. Das ist ja Sache des Vorstands, oder? Dafür sind die ja da! Was denn, ehrenamtlich? Ja eben, das ist eine Ehre. Meine Freizeit ist mir zu wertvoll als dass ich sie für sowas opfern will. :)

Wenn diese beiden aufeinander treffen wird der Zusammenstoß besonders hart. Aber pauschal zu sagen, so geht es immer in schwedischen Vereinen, ist völlig falsch. Ich habe auch erlebt wie Vorstände unendlich viel Arbeit leisten und ständig versuchen allen Ansprüchen der Mitglieder gerecht zu werden.

Mein Rat an neue Mitglieder in einem Verein ist: erst mal sich ein bisschen passiv verhalten. Die erste Zeit geht’s ums Kennenlernen – Verein und Mitglieder – und Beziehungen aufbauen. Das macht man indem man an Aktivitäten teil nimmt und sich anbietet, wenn nach Mithilfe gefragt wird, aber dann auch machen was einem auferlegt wird. Mit den neuen Vorschlägen wartet man besser erst mal ab. Später, wenn man die Arbeit im Verein und die Geschichte kennt (Was hat man z. B. schon ausprobiert und verworfen?), bewiesen hat dass man bereit ist zum Wohl der Mitglieder zu arbeiten und Beziehungen aufgebaut hat, dann werden auch Vorschläge und konstruktive Kritik positiv aufgenommen. Nur, man muss sich im Klaren sein, dass nicht jeder Vorschlag auch umgesetzt wird. Dass ist völlig normal, da andere auch ihre Meinung haben und man immer Kompromisse finden muss.

Wenn Du wissen möchtest welche Regeln in dem Verein gelten, gucke Dir die Statuten des Vereins an. Da es in Schweden kein Gesetz über ideelle Vereine gibt, sind /fast/ nur die Statuten maßgeblich.

Ich wünsche Dir viel Glück und hoffe, dass Du eine Lösung für Dein Problem findest.

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Re: Schwedische Vereine - anders konstruiert als in D?

Beitragvon meckpommbi » 20. November 2012 17:32

bis jetzt war ich nur in einem verein und in dem lief es ähnlich ab
mir wurde erklährt das die sachen vorher abgeklärt werden und die versammlung nur noch zum abstimmen benutzt wird und zum genuetlichen beisammensein
hilfe die ich anbot wurde nicht gebraucht
neues ausprobieren oweia das geht ja gar nicht
das habe ich mir 3 jahre angeschaut und dann wars das fuer mich
sie waren allerdings immer hoeflich
bei zwei vereinen habe ich mal gefragt mitglied werden zu wollen sie hatten keinen bedarf der eine und der andere hat mich angeblich nicht verstanden :cry:
du kannst es sicher versuchen mit dem diskriminierungsobmann aber ich fuerchte du leufst gegen die wand
warscheinlich wäre es klueger einen kleinen putsch hintenherum zu organiesieren
gruss birgit

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Re: Schwedische Vereine - anders konstruiert als in D?

Beitragvon HeikeBlekinge » 21. November 2012 00:15

du kannst es sicher versuchen mit dem diskriminierungsobmann aber ich fuerchte du leufst gegen die wand
warscheinlich wäre es klueger einen kleinen putsch hintenherum zu organiesieren



jo! Wie war das noch mal mit den revoluzzern? ;-)

... aber ich fuerchte der Feind liest mit 8) ... deswegen demnächst alle Instruktionen nur noch via Telefon :D :D :D

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Re: Schwedische Vereine - anders konstruiert als in D?

Beitragvon meckpommbi » 21. November 2012 01:02

jo! Wie war das noch mal mit den revoluzzern? ;-)

... aber ich fuerchte der Feind liest mit 8) ... deswegen demnächst alle Instruktionen nur noch via Telefon :D :D :D

lg
Heike[/quote]

die schwedischen schlapphuete meinste die haben nicht genug extremisten die sie bewachen duerfen :idea: oder meinst du die lachnummern aus d ?
deine schwedische vereinstrusnelda ist doch sicher ueber solche sachen erhaben als goettin ihrer vereinigung :goodman:
gruss birgit

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Re: Schwedische Vereine - anders konstruiert als in D?

Beitragvon Imrhien » 22. November 2012 16:29

Hej Heike,
das tut mir leid was Du da an Ärger hast. Ich würde es auch mit einem persönlichen Gespräch versuchen. Wenn sich sowas ergibt. Im Zweifelsfall, wenn es gar nicht geht, dann auch mit dem 2. Vorsitz oder noch jemand anderem, als Zeuge auch dafür, dass Du sehr wohl schwedisch kannst. Wenn Du alle anderen verstehst, dann ist es ja merkwürdig, dass es hier plötzlich nicht klappen soll. Schreib immer schön mit und halte die Protokolle als Beweis fest. Ich vermute aber auch, dass diese Person erst klein bei gibt, wenn sie grösseren Gegendruck erwarten kann. Also, auch von anderen. Wenn Dir alles egal ist, kannst Du tatsächlich bei der nächsten Mitgliederversammlung das Thema ansprechen. Allerdings musst Du es irgendwie auf die Tagesordnung bringen. Oder Du erwähnst es einfach, wenn wieder über diese Broschüre gesprochen wird. Wenn sie nicht mit Dir reden will, dann bleibt eben nur erst der Putsch hintenrum oder notfalls offene Konfrontation vor versammelter Manschaft. Dummerweise wird sie auch da alles abstreiten und es wäre gut, wenn Du Beweise und vor allem Leute hast, die hinter Dir stehen. Ich vermute aber, dass man Dir das trotzdem nicht dankt. Das ist so unschwedisch... Höchstens, wenn alle schon seit Jahren genervt sind von der Tante. Frag doch mal nach und red mit anderen? Vielleicht bist DU nicht allein? Vielleicht ist sie gar keine Deutschhasserin. Entweder andere Ausländer oder zugezogene Schweden oder eben auch Einheimische. Vielleicht hat sie noch mehr die sie nicht leiden mag und entsprechend behandelt?
Kopf hoch! Lass Dich nicht unterkriegen. Ich drück die Daumen. Erzähl gern mal wie das weiter geht. Wäre sehr interessiert zu hören was passiert und vor allem ob Du noch eine gute Lösung findest.

Liebe Grüsse
Imrhien


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