Schwedische Staatsbürgerschaft annehmen oder nicht?

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Imrhien
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Re: Schwedische Staatsbürgerschaft annehmen oder nicht?

Beitragvon Imrhien » 17. April 2008 10:03

Man kann auch eine völlig neue Identität annehmen... :shock:

Sorry ich bin grade etwas verwundert. Machen kann man viel, allein der Sinn bleibt mir verborgen (berechtigte Ausnahmen mag es immer geben)

Grüße
Wiebke

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Re: Schwedische Staatsbürgerschaft annehmen oder nicht?

Beitragvon janaquinn » 17. April 2008 10:06

In Schweden geht alles, du hast doch deine PN!! Habe ich auch schon gehört davon. Vielleicht sollten wir das auch machen, hängen einfach ein "son" an....das wird aus Quinn einfach Quinnson :lol: :lol: :lol:
Klingt das dann schwedisch genug??

Grinsende Grüsse
JANA
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nysn

Re: Schwedische Staatsbürgerschaft annehmen oder nicht?

Beitragvon nysn » 17. April 2008 10:08

Man kann auch eine völlig neue Identität annehmen...


Es kommt immer auf die Sichtweise an - Identität - was ist das?

"Staatangehörigkeit" bist du das?

Tomate = Tomate oder welche Identität hat eine Tomate?

Schwedische Tomate, spanische Tomate, italienische Tomate, holländische Tomate, isländische Tomate, grönländische Tomate ...

:wink:

helden

Re: Schwedische Staatsbürgerschaft annehmen oder nicht?

Beitragvon helden » 17. April 2008 10:16

Hallo Vinbäre,

wie meinst du das mit dem Namen?

Könnte mein Mann einen zweiten Vornamen annehmen?

Und diesen Namen dann nutzen? Er hat ja eigentlich zwei Vornamen, aber die deutschen Behörden trugen nur einen ein, aber seine Eltern 1969 aus der CSSR flohen.

Er fände den zweiten Namen einfacher "Martin" statt "Zdenek"

Wäre ja cool, wenn das einfacher geht.

@S-nina, es sind nur max. 3 Jahre :P

LG Rita

nysn

Re: Schwedische Staatsbürgerschaft annehmen oder nicht?

Beitragvon nysn » 17. April 2008 11:26

Könnte mein Mann einen zweiten Vornamen annehmen?


Es ist relativ einfach in Schweden seinen Namen zu ändern - Vorname wie Nachname.
Viele Schweden möchten gar nicht ihren -son Namen haben, weil man da direkt erkennen kann, dass die Familie "bäuerlichen" Ursprung hat - das "son" bedeutet ja, man ist/war irgendwann mal der Sohn/Tochter von Gösta, Bengt, Anders usw.

Eine Voraussetzung ist allerdings, dass der Name nicht schon "besetzt" ist, also dass es den schon einmal gibt. Der Phantasie sind aber "fast" keine Grenzen gesetzt. Adelszusätze wie das deutsche "von" dürfen auch nicht so einfach hinzugesetzt werden.

In den 60er-Jahren gab es wohl mal direkt so eine Namensänderungswelle - und viele der schwedischen Namen, wie Tengrot, Tengsund, Vikstrand, Demserius, Fabricius, Hellenius, Silveräpple wurden in dieser Zeit "erfunden".

Vornamen können beliebig gewählt/geändert werden, die sollten halt nicht in irgendeiner Weise anstößig sein oder so ungewöhnlich, dass man nicht mehr erkennt, dass es ein Name ist.

Hier gibts Infos dazu:

http://www.skatteverket.se/folkbokforin ... 04083.html

Will man seinen Namen ändern, dass ist es allerdings gut, die schwedische Staatangehörigkeit zu haben, denn dann ist es nach schwedischem Gesetz erlaubt und auch gültig.
Ein Ausländer, der in Schweden wohnhaft ist, kann zwar auch seinen Namen hier ändern, es ist jedoch fraglich, ob die Namensänderung dann auch in seinem "Heimatland" anerkannt wird.

Würde mal tippen, die Jana könnte sich ja jetzt schon in Schweden in "Quinnsson" umbenennen und das würde hier wohl schon gelten, nur hätte sie dann wohl ein Problem mit ihrem noch deutschen Pass, denn dafür gelten ja noch die deutschen Regeln.

So passt der Beitrag auch wieder zum Thema: Schwedische Staatsangehörigkeit.

Gruß
S-nina

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Re: Schwedische Staatsbürgerschaft annehmen oder nicht?

Beitragvon janaquinn » 17. April 2008 11:32

Hihi, ich denke wir behalten unseren normalen Nachnamen, den finde ich nämlich auch nicht sooo schlecht!

LG JANA
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helden

Re: Schwedische Staatsbürgerschaft annehmen oder nicht?

Beitragvon helden » 17. April 2008 12:09

Hallo,

vielen Dank für die vielen Info, echt nett, muss ich mal daneben sagen! :danke:

Ach, am liebsten würde ich gleich die Koffer / Kisten packen und Schwede werden 8)

Dann heiße nicht mehr Rita Held sonder Pippi Held und mein Mann Martin Langstrumpf

:huepf:

LG (noch) Rita

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Re: Schwedische Staatsbürgerschaft annehmen oder nicht?

Beitragvon tjejen » 17. April 2008 12:09

helden hat geschrieben:Könnte mein Mann einen zweiten Vornamen annehmen?

Und diesen Namen dann nutzen? Er hat ja eigentlich zwei Vornamen, aber die deutschen Behörden trugen nur einen ein, aber seine Eltern 1969 aus der CSSR flohen.

Er fände den zweiten Namen einfacher "Martin" statt "Zdenek"


Auch in D ist es nicht soo schwierig seinen Namen zu ändern. Ein Freund von mir hat seinen Vornamen eindeutschen lassen und als ersten Vornamen eintragen lassen. Sein bisheriger Vorname steht nun noch an 2. Stelle. Da er damals Schüler war und es nach dem Einkommen berechnet wurde, war es auch richtig günstig. Was es heutzutage kostet weiss ich nicht. Das Bürgeramt sollte Auskunft geben können.

http://www.beliebte-vornamen.de/namensaenderung.htm
http://www.berlin.de/ba-marzahn-hellers ... tml#wieder
Gnäll suger, handling duger.

Volker
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Re: Schwedische Staatsbürgerschaft annehmen oder nicht?

Beitragvon Volker » 17. April 2008 12:11

S-nina hat geschrieben:Zitat:"Ein Schwein das in einem Kuhstall geboren ist, bleibt ein Schwein oder?"

Das könnte man etwas "eleganter" verpacken, sozusagen mit den Worten des Herzogs von Wellington (um das Jahr 1800) - der Kern der Aussage bleibt derselbe:

„Nur weil ein Mensch in einem Stall geboren ist, ist er daher immer noch kein Pferd“

:D


Hallo S-nina,
das hast du sehr treffend geschrieben. Um bei den Tieren zu bleiben. Zu der deutschen Staatsbürgerschaft, die ich ja von Geburt wegen quasi geschenkt bekommen habe, fällt mir ein: "Einem geschenkten Gaul schaut man nicht ins Maul". Vielleicht nicht so ganz passend und ich möchte auch damit niemanden auf die Hufe treten, aber wenn ich hier gerade als "Wirtschaftsflüchtling" über meine Steuererklärung sitze (5. Mai Abgabetermin) werde ich schon ganz blass, was da noch unterm Strich übrig bleibt. Wenn ich das mal so hochrechne, dann wird der schwedische Sozial-Staat eine ganze Menge Geld von mir bekommen haben, bis ich meine schwedische Staatsbürgerschaft eventuell erhalten könnte. So gesehen ist das nicht ganz billig Schwede zu werden. Aber Geld ist bekanntlich nicht alles im Leben und Humor ist, wenn man trotzdem lacht.

Übrigens bin ich in Frankreich, Dänemark und Deutschland aufgewachsen. Jetzt lebe ich halt in Schweden. Letzteres ganz aus freien Stücken und hier will ich auch bleiben, auch wenn meine Wurzeln in ganz Europa verteilt sind. Hauptsache man fühlt sich wohl, wo man wohnt, egal aus welchem Stall man kommt.

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Namensänderung

Beitragvon vinbär » 17. April 2008 14:54

War meinerseits Ironie, dass zum völligen Eingliedern eine Namensänderung zu erfolgen hat. Käme auch fuer mich nie in Frage. Jedoch werden ausländische Angestellte hier öfter mal gefragt, ob sie nicht an diese Möglichkeit denken und das wiederum stimmt mich bedenklich. Mich haben sie auch gefragt. Habe meine ehemaligen turkischen Nachbarn und Kollegen in D nie gefragt, wann sie endlich Schulz bzw. Meier heissen werden. Schwedischer werden dadurch, das wuerde fuer mich nicht klappen und muss es in meinen Augen auch nicht, um hier klarzukommen. Wenn wir in ein paar Jahren woanders leben sollten, so werde ich dort auch nicht meine Identität ablegen.
In der Wochenendausgabe der Lokalzeitung lese ich jeden Samstag mit Verzuecken welche Nachnamen sich die Jungvermählten nun geschnitzt haben. Och nu heter vi alla Maria och Ole :wink: Svensson....


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