Schwedische Staatsangehörigkeit behalten

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dlange
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Schwedische Staatsangehörigkeit behalten

Beitragvon dlange » 15. Mai 2008 09:42

Hej,

ich werde dieses Jahr 21 und habe erfahren, dass man seine schwedische Staatsangehörigkeit verlieren kann wenn man 22 wird. Ich bin halb Deutscher halb Schwede habe also die doppelte Staatsbürgerschaft. Seit knapp einem Jahr wohne ich in Värnamo (Småland) und werde sofern alles glatt läuft wohl nach dem Sommer nachc Stockholm ziehen.

Beim TISUS-Test den ich vorgestern gemacht habe war in einer der Aufgaben ein Text über die Richtlinien zur Staatsbürgerschaft und ich bin darauf aufmerksam geworden, dass ich evtl. meine schwed. Staatsbürgerschaft verlieren könnte. Hier ein Auszug aus dem Gesetz:
Förlust av svenskt medborgarskap

14 § En svensk medborgare förlorar sitt svenska medborgarskap när han eller hon fyller tjugotvå år, om han eller hon
1. är född utomlands,
2. aldrig haft hemvist i Sverige, och
3. inte heller varit här under förhållanden som tyder på samhörighet med landet.
På ansökan som görs innan den svenske medborgaren fyller tjugotvå år får dock medges att medborgarskapet behålls.
När någon förlorar svenskt medborgarskap enligt första stycket, förlorar även hans eller hennes barn sitt svenska medborgarskap, om barnet förvärvat detta på grund av att föräldern varit svensk medborgare. Barnet förlorar dock inte sitt medborgarskap om den andra föräldern har kvar sitt svenska medborgarskap och barnet härleder sitt svenska medborgarskap även från honom eller henne.
Förlust av svenskt medborgarskap sker inte om detta skulle leda till att personen blir statslös.


Reicht es bereits aus, dass ich in Värnamo "folkbokförd" bin oder muss ich noch etwas anderes beachten. Ausserdem habe ich dieses Formular gefunden http://www.migrationsverket.se/blankett ... 021_sv.pdf
Muss ich dieses ebenfalls einschicken oder hat sich die ganze Geschichte für mich bereits erledigt? Sollte ich um sicher zu sein in den nächsten Wochen oder so zur Polizeistation gehen und meinen Pass frühzeitig verlängern (unter Angabe, dass ich ihn verloren habe oder ähnliches, denn meiner ist noch gültig bis nächstes Jahr (bis ich 22 werde))?

Ich möchte halt auf jeden Fall verhindern, dass ich meine Staatsbürgerschaft verliere. Vielleicht hat ja bereits einer von euch Erfahrung hiermit gemacht und kann mir weiterhelfen?

Danke & Viele Grüsse,
Daniel

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Re: Schwedische Staatsangehörigkeit behalten

Beitragvon Hanjo » 15. Mai 2008 12:05

Hej Daniel,
ich kann mir nicht vorstellen, dass man innerhalb der EU eine StA ab einem bestimmten Alter verlieren kann.
Aber nichts ist unmöglich, darum würde ich direkt beim Migrationsverket oder auch bei der nächstliegenden Polizeistation die Frage stellen, ob das so ist und - wenn es tatsächlich so sein sollte - was Du tun musst, um die schwedische StA zu behalten.
Lycka till.
Hanjo

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Re: Schwedische Staatsangehörigkeit behalten

Beitragvon stavre » 15. Mai 2008 13:08

hej dlange

ich glaube du meinst was anderes.du hast eine doppelangehörigkeit
und nach vollendung des 21.lebensjahres mußt du dich für eine entscheiden.
kenne einige schweden,die das auch hatten und sich dann entschließen mußten,ob deutsch oder schwedisch.

elke

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Re: Schwedische Staatsangehörigkeit behalten

Beitragvon tjejen » 15. Mai 2008 13:29

stavre hat geschrieben:hej dlange

ich glaube du meinst was anderes.du hast eine doppelangehörigkeit
und nach vollendung des 21.lebensjahres mußt du dich für eine entscheiden.
kenne einige schweden,die das auch hatten und sich dann entschließen mußten,ob deutsch oder schwedisch.

elke


So steht es aber in dem oben genannten Auszug nicht. Da wird ja eindeutig von Verlust gesprochen.

Und wie neulich in einem anderen Thread ausführlich besprochen wurde, kann man sowohl die Deutsche als auch die Schwedische Staatsbürgerschaft bis ins hohe Alter haben.

Der von Elke angesprochene Fall gilt für Kinder mit einer EU-europäischen und einer nicht-EU-europäischen Staatsbürgerschaft.

Daniel, erfüllst du nicht momentan die 2. Forderung?
Gnäll suger, handling duger.

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Re: Schwedische Staatsangehörigkeit behalten

Beitragvon stavre » 15. Mai 2008 14:16

Der von Elke angesprochene Fall gilt für Kinder mit einer EU-europäischen und einer nicht-EU-europäischen Staatsbürgerschaft.


ABSOLUT NICHT!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!1

das war eine schwedisch/deutsche familie.die kinder wurden nach ihrem 21 lebensjahr gefragt.
zufällig gehört diese familie in unsere weitesgehende verwandtschaft.

wenn du s genau wissen willst:
der onkel meiner schwiegertochter hat eine schwedische frau und deren kinder hatten doppelte staatsbürgerschaft.das ist vor ca. 5 jahren abgeschaft worden.


kannst mir ruhig glauben,wenn ich was schreibe.

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Re: Schwedische Staatsangehörigkeit behalten

Beitragvon dlange » 15. Mai 2008 14:32

Hmm ok jetzt bin ich verwirrt. Ich war der Meinung, dass die doppelte Staatsbürgerschaft sowohl in Deutschland als auch in Schweden akzeptiert ist.

@tjejen Ja ich denke schon, dass ich diese Vorraussetzung erfülle allerdings ist die Frage ob ich eine bestimmte Zeit in Schweden gewohnt haben muss oder ob es darauf nicht ankommt?

@elke Wie wurden die denn gefragt für welche Staatsangehörigkeit sie sich entscheiden möchten? Haben die einen Brief aus Deutschland und einen aus Schweden bekommen? Denn wenn ich meinen deutschen Pass jetzt im Sommer verlänger ist der ja für die nächsten 4 oder 5 Jahre gültig (ich sollte meine Staatsangehörigkeit also in Deutschland gesichert haben) und wenn ich dann nächstes Jahr meinen schwedischen Pass verlängere würde ich weiterhein beide Staatsangehörigkeiten haben? Ich kann mir nicht vorstellen, dass man da einen plumpen Brief bekommt "Hallo, möchten sie gerne Deutscher oder Schwede sein?"

Hier ein Auszug von der schwedischen Seite des Migrationsverket:
Dubbelt eller flerfaldigt medborgarskap
En svensk medborgare som förvärvar medborgarskap i ett annat land får behålla sitt svenska medborgarskap om det andra landet inte kräver att han eller hon befriar sig från medborgarskapet. Likaså får den som blir svensk medborgare behålla sitt utländska medborgarskap om lagen i det andra landet tillåter detta.


Und hier ein Auszug vom Bundesministerium
Ist es erlaubt und möglich, neben der deutschen noch eine weitere Staatsangehörigkeit zu besitzen?

In bestimmten Situationen erlaubt das deutsche Staatsangehörigkeitrecht, dass jemand neben der deutschen noch eine weitere Staatsangehörigkeit erwirbt bzw. besitzt. Mehrfachstaatsangehörigkeiten können sich unter anderem aus folgenden Gründen ergeben:
Kinder mit einem deutschen und einem ausländischen Elternteil oder einem oder beiden Elternteilen mit doppelter Staatsangehörigkeit erhalten in der Regel bereits mit der Geburt nach dem Abstammungsprinzip die Staatsangehörigkeiten beider Eltern.
Spätaussiedler und ihre mit ihnen aufgenommenen Familienangehörige erwerben die deutsche Staatsangehörigkeit nach § 7 StAG kraft Gesetzes mit Ausstellung der Spätaussiedlerbescheinigung, ohne dass sie die bisherige Staatsangehörigkeit aufgeben müssen. Soweit das Staatsangehörigkeitsrecht ihrer Herkunftsstaaten dies vorsieht, erwerben ihre in Deutschland geborenen Kinder dann bereits mit der Geburt neben der deutschen auch deren Staatsangehörigkeit.
Deutsche Staatsangehörige verlieren nicht mehr automatisch ihre deutsche Staatsangehörigkeit, wenn sie die Staatsangehörigkeit eines anderen Mitgliedstaates der EU, der Schweiz oder eines Staates erwerben, mit dem die Bundesrepublik Deutschland einen entsprechenden völkerrechtlichen Vertrag nach § 12 Abs. 3 StAG abgeschlossen hat.*

*Änderung des § 25 Abs. 1 StAG ab 28.08.2007 infolge des „Gesetzes zur Umsetzung aufenthalts- und asylrechtlicher Richtlinien der Europäischen Union“ vom 19.08.2007.
Wie bisher kann deutschen Staatsangehörigen, welche die Staatsangehörigkeit sonstiger Staaten erwerben wollen, auf Antrag von der zuständigen deutschen Staatsangehörigkeitsbehörde als behördliche Ermessenentscheidung eine sog. Beibehaltungsgenehmigung nach § 25 Abs. 2 StAG erteilt werden, die ihnen in bestimmten Fällen das Fortbestehen der deutschen Staatsangehörigkeit ermöglicht.

Wer aus einem dieser Gründe Mehrstaater geworden ist, gibt diese Mehrstaatigkeit in der Regel an die eigenen Kinder weiter. In diesen Fällen wird die Mehrstaatigkeit nach deutschem Recht auf Dauer hingenommen, d.h. es besteht keine Optionspflicht, sich bei Erreichen der Volljährigkeit für eine Staatsangehörigkeit zu entscheiden. Man kann als Mehrstaater jedoch auf die deutsche Staatsangehörigkeit verzichten (§ 26 StAG).

Wie viele deutsche Mehrstaater es gibt, ist nicht bekannt, weil sie in Deutschland ausschließlich als Deutsche behandelt werden und sich gegenüber den Behörden nicht auf ihre weitere Staatsangehörigkeit berufen können. Mehrstaatigkeit ist jedenfalls auch heute schon keine Seltenheit mehr; besondere Probleme sind durch Mehrstaatigkeit nicht entstanden.


Demnach sollte es rechtlich kein Problem sein eine doppelte Staatsbürgerschaft in Schweden und Deutschland zu haben.
Meine Deutsche sollte durch meine Geburt und 20 Lebensjahren ja gesichert sein ... Bei der Schwedischen ist die Frage ob mein eines Jahr wo ich in Schweden gewohnt habe ausreichend ist oder ob ich noch einen Antrag ausfüllen / abschicken muss? Bzw. muss ich überhaupt etwas machen oder reicht es einfach meinen Pass zu verlängern?

Viele Grüße,
Daniel

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Re: Schwedische Staatsangehörigkeit behalten

Beitragvon dlange » 15. Mai 2008 14:47

Okej hier noch eine Kleinigkeit die ich gerade gefunden habe:
Was ist mit der Optionsregelung oder auch Optionspflicht gemeint?
§ 29 StAG

Wer die deutsche Staatsangehörigkeit nach dem Geburtsortsprinzip(§ 4 Abs. 3 StAG) oder durch Einbürgerung nach § 40 b StAG* erhalten hat, muss mit Beginn der Volljährigkeit und spätestens bis zur Vollendung des 23. Lebensjahres erklären, ob er die deutsche oder die andere Staatsangehörigkeit behalten will (sog. Optionspflicht).

* Über einen zum 31. Dezember 2000 befristeten besonderen Einbürgerungsanspruch wurden damals noch nicht zehnjährige Kinder in die Regelungen einbezogen.

Wird eine Erklärung zu Gunsten der anderen Staatsangehörigkeit abgegeben, so geht die deutsche Staatsangehörigkeit damit verloren. Gleiches gilt automatisch, wenn bis zur Vollendung des 23. Lebensjahres keine Erklärung abgegeben wird.

Wer seine deutsche Staatsangehörigkeit behalten will, muss dies rechtzeitig erklären. Zugleich geht damit die Verpflichtung einher, die andere Staatsangehörigkeit aufzugeben. Ein Nachweis darüber muss bis zum vollendeten 23. Lebensjahr vorliegen. Andernfalls geht die deutsche Staatsangehörigkeit ebenfalls automatisch verloren.

Wenn absehbar ist, dass die andere Staatsangehörigkeit nicht oder nicht rechtzeitig aufgegeben werden kann oder ein solches Verfahren als nicht zumutbar erscheint, dann besteht die Möglichkeit, bis zur Vollendung des 21. Lebensjahres eine Beibehaltungsgenehmigung zu beantragen. Eine solche Genehmigung kann auch beantragt werden, wenn im Falle einer Anspruchseinbürgerung Mehrstaatigkeit hinzunehmen wäre.


Das sollte bei mir ja aber nicht zutreffen, da ich ja nicht nur in Deutschland gebohren bin, sondern auch mein Vater Deutscher ist? Somit bin ich von der "Optionspflicht" ausgeschlossen, wenn ich das richtig verstanden habe?

Vielleicht auch für einige von euch interessant: Meine Mutter ist Schwedin und konnte sich bei ihrer Heirat mit meinem Vater entscheiden ob sie Deutsche werden möchte oder Schwedin bleibt. Sie hat sich damals dazu entschieden Schwedin zu bleiben, da sie ihre schwedische Staatsangehörigkeit andernfalls verloren hätte. Allerdings scheint sich auch da etwas geändert zu haben:
Kann ich auch eingebürgert werden, ohne die bisherige Staatsangehörigkeit aufgeben zu müssen?
§ 12 StAG

Grundsätzlich nein! Eine Zielrichtung im deutschen Staatsangehörigkeitsrecht ist es, das Entstehen von Mehrstaatigkeit bei der Einbürgerung nach Möglichkeit zu vermeiden. Für besondere Härtefälle gibt es jedoch auch Ausnahmeregelungen. Konkret gilt dies
für politisch Verfolgte und anerkannte Flüchtlinge, bei denen auf Entlassungsbemühungen generell verzichtet wird,
bei unzumutbaren Bedingungen für die Entlassung aus der ausländischen Staatsangehörigkeit; dazu gehören unzumutbar hohe Entlassungsgebühren oder Fälle, in denen der ausländische Staat entwürdigende Entlassungsmodalitäten praktiziert;
für ältere Personen, wenn die Entlassung aus der ausländischen Staatsangehörigkeit auf unverhältnismäßige Schwierigkeiten stößt und die Versagung der Einbürgerung eine besondere Härte darstellen würde und
bei mit der Entlassung verbundenen erheblichen Nachteilen insbesondere wirtschaftlicher oder vermögensrechtlicher Art.

Darüber hinaus gelten für Unionsbürger und Staatsangehörige der Schweiz generelle Ausnahmeregelungen (§ 12 Abs. 2 StAG).

Gibt es für EU-Bürger eine spezielle Regelung?

Im Hinblick auf das Ziel der fortschreitenden europäischen Integration hat der Gesetzgeber eine spezielle Regelung getroffen: Bei der Einbürgerung von Staatsangehörigen eines Mitgliedstaates der Europäischen Union wird generell nicht mehr zur Einbürgerungsvoraussetzung gemacht, dass zuvor dessen Staatsangehörigkeit aufgegeben wird (§ 12 Abs. 2 StAG). Mit dem Wegfall des früheren Gegenseitigkeitserfordernisses* hängt die Frage, ob mit der deutschen Einbürgerung die Staatsangehörigkeit des anderen Mitgliedstaates fortbesteht, allein davon ab, ob dessen Recht dies zulässt. Derzeit ist dies nur noch bei wenigen Mitgliedstaaten nicht der Fall. Betroffene erhalten Auskünfte bei den jeweiligen Botschaften der EU-Staaten.

Staatsangehörige der Schweiz sind nun in diese Regelung einbezogen*, so dass sie generell unter Fortbestehen des Schweizer Bürgerrechts eingebürgert werden.

Von der Möglichkeit des § 12 Abs. 3 StAG, über völkerrechtliche Verträge weitere generelle Ausnahmen zu regeln, hat Deutschland noch keinen Gebrauch gemacht.

*Änderung ab 28.08.2007 infolge des „Gesetzes zur Umsetzung aufenthalts- und asylrechtlicher Richtlinien der Europäischen Union“ vom 19.08.2007.

Der wichtige Absatz:
Bei der Einbürgerung von Staatsangehörigen eines Mitgliedstaates der Europäischen Union wird generell nicht mehr zur Einbürgerungsvoraussetzung gemacht, dass zuvor dessen Staatsangehörigkeit aufgegeben wird (§ 12 Abs. 2 StAG). Mit dem Wegfall des früheren Gegenseitigkeitserfordernisses* hängt die Frage, ob mit der deutschen Einbürgerung die Staatsangehörigkeit des anderen Mitgliedstaates fortbesteht, allein davon ab, ob dessen Recht dies zulässt.


Dieser besagt nun ja, dass meine Mutter reintheoretisch nun auch die Schwedische und Deutsche Staatsangehörigkeit besitzen könnte (heißt auf Bundesebene wählen könnte, das ist ja im Moment der einzige Nachteil den sie hat ;))

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Re: Schwedische Staatsangehörigkeit behalten

Beitragvon tjejen » 15. Mai 2008 16:40

in diesem Thread wurde u.a. die doppelte Staatsbürgerschaft diskutiert:
schwedische-staatsburgerschaft-annehmen-oder-nicht,10329.html?hilit=staatsb%C3%BCrgerschaft

und zur Beibehaltung der dt. folgender Link (vom obigen Link entnommen)
http://www.bva.bund.de/cln_047/nn_38393 ... rung2.html

Daniel: ruf direkt beim Migrationsverket an und frage! Auf so eine halbwissende :partyman: Diskussion hier im Forum kannst du dich ja später leider nicht berufen. Über das Ergebnis sind wir sicherlich alle gespannt.
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Re: Schwedische Staatsangehörigkeit behalten

Beitragvon Nanna » 15. Mai 2008 17:49

@dlange
Ich lege den Text so aus, dass es reicht, dass Du hier im LAnd gewohnt hast. In Dänemark ist der Gesetzestext übrigens genauso, falls es Dich interessiert :D
Meine Schwester, die nie dort gewohnt hatte vor ihrem 21:stens Lebensjahr musste Verlängerung beantragen ud ich hatte als Kind 4 Jahre dort gewohnt und brauchte das nicht. Die skandinavischen Länder sind sich ja sonst auch recht ähnlich, von daher wird es für Dich sicherlich auch kein Problem sein. Und wie gesagt, wenn Du hier gewohnt hast/wohnst, wird es gar kein Problem werden.

Gruss
Nanna

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Re: Schwedische Staatsangehörigkeit behalten

Beitragvon dlange » 15. Mai 2008 18:05

@Nanna danke für die Info, das klingt ja so als sollte es eigentlich keine Probleme geben
@tjejen ich werde morgen oder am Montag mal beim Migrationsverket anrufen und fragen wie das aussieht. Halte euch dann auf dem laufenden.

Viele Grüße,
Daniel


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