Schwedische Muslime beunruhigt

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svenska-nyheter
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Schwedische Muslime beunruhigt

Beitragvon svenska-nyheter » 9. Januar 2015 08:39

Nach dem Anschlag in Paris und vor dem Hintergrund der Angriffe auch schwedische Moscheen vor Jahresende hat sich die Sorge der in Schweden lebenden Muslime verstärkt.

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(Diese Schweden-Nachricht stammt von SR International. Nachdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung von Radio Schweden.)

Speedy
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Re: Schwedische Muslime beunruhigt

Beitragvon Speedy » 9. Januar 2015 09:06

Das kann ich gut verstehen. Leider sind (Wieder) alle Muslime betroffen und es wird kein Unterschied gemacht. Aber das war ja ab 1933 schon mal so, nur damals betraf es Eine andere Religion. Die katholischen, evangelischen, juedischen und muslimischen Organisationen in Deutschland haben ein gemeinsames Statement abgegeben. In Gottes Namen darf es keine Morde geben und ob Bibel Thora oder Koran in keinem wird zu solchen Taten aufgerufen.

Gruss Erika

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Re: Schwedische Muslime beunruhigt

Beitragvon knut245 » 9. Januar 2015 11:00

Ach Gott, immer diese billigen Nazivergleiche :roll:

1933 hatten ein Bekloppter und viele bereitwillige Mittäter/-läufer den Plan, die jüdische "Rasse" auszurotten (was sich nur am Rande an der Religion festgemacht hat, weshalb den Opfern auch das Konvertieren nichts geholfen hat). Da wurde von außen auf die Juden eingeschlagen, und sie waren gegen die Übermacht wehrlos.

Heute nehmen eine Menge Bekloppte sich und ihren Islam zu wichtig und fühlen sich berechtigt, Andersgläubige zu ermorden, bzw. solche, die ihre Religion nicht nach ihren Wünschen anerkennen. Hier wird von einer Minderheit die eigene Religion in den Schmutz gezogen und die Mehrheit schaut zu; ihre offiziellen Vertreter begnügen sich mit einer schriftlichen Erklärung, in der sie ihre Empörung zum Ausdruck bringen.

Solange die große Mehrheit der gut integrierten, gern bei uns lebenden und für die Gesellschaft völlig unproblematischen Muslime nicht endlich mal ihre Stimme erhebt und gegen die Auswüchse in den eigenen Reihen vorgeht, wird sie von interessierter Seite immer wieder in einen Topf mit diesen Wirrköpfen geworfen werden.
Hier könnte auch etwas sinnvolles stehen, zum Beispiel ein Bier.

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Re: Schwedische Muslime beunruhigt

Beitragvon EuraGerhard » 9. Januar 2015 11:34

knut245 hat geschrieben:Solange die große Mehrheit der gut integrierten, gern bei uns lebenden und für die Gesellschaft völlig unproblematischen Muslime nicht endlich mal ihre Stimme erhebt und gegen die Auswüchse in den eigenen Reihen vorgeht, wird sie von interessierter Seite immer wieder in einen Topf mit diesen Wirrköpfen geworfen werden.

Das Problem ist halt: Was soll die große Mehrheit der "unproblematischen " Muslime denn machen? Sie können es schlicht nicht verhindern, wenn ein paar französische Vorstadtganoven meinen, sich zu Rächern des Islam aufblasen zu müssen und Massenmord zu begehen.

Genauso wie auch große Mehrheit der "unproblematischen" Christen in Europa nicht verhindern konnte, dass 2011 ein norwegischer Kleinganove meinte, sich zum Rächer des christlichen Abendlandes aufblasen zu müssen und Massenmord in einem noch viel größeren Ausmaß zu begehen.

Dass in allen diesen Fällen interessierte Kreise der jeweils "anderen" Seite versuchen, die Situation in ihrem Sinne politisch auszuschlachten, lässt sich leider auch nicht verhindern. Das erleben wir ja jetzt auch schon wieder, siehe die Statements aus den Richtungen Front National in Frankreich oder AfD bzw. "PEGIDA" in Deutschland.

MfG
Gerhard

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Re: Schwedische Muslime beunruhigt

Beitragvon Speedy » 9. Januar 2015 11:51

Hej Gerhard,

ich konnte es nicht so ausdruecken, aber ich stimme Dir voll zu.

Lg Erika

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Re: Schwedische Muslime beunruhigt

Beitragvon knut245 » 9. Januar 2015 11:56

EuraGerhard hat geschrieben:Das Problem ist halt: Was soll die große Mehrheit der "unproblematischen " Muslime denn machen? Sie können es schlicht nicht verhindern, wenn ein paar französische Vorstadtganoven meinen, sich zu Rächern des Islam aufblasen zu müssen und Massenmord zu begehen.


Zumindest mal ein Zeichen setzen: mal geschlossen zu einer Großdemonstration aufrufen, nicht nur bei den üblichen Anlässen in Kleingruppen mitlaufen. Das klappt doch auch (zumindst in kleinerem Rahmen), wenn gegen das isrealische Vorgehen in Palästina protestiert wird. Das sind in den Großstädten ruckzuck 10.000 Leute auf der Straße. Aber wenn es um die schwarzen Schafe in den eigenen Reihen geht, ist Funkstille. Etwas bedrucktes Papier, ein paar betroffene Gesichter der Verbandsoberen, aber sonst?

Und: in diesen eigenen Reihen besser aufpassen. Man hat leider den Eindruck, dass Hassprediger eher gedeckt als zur Verantwortung gezogen werden. Wo ist die aktive Mitarbeit dabei, die Radikalisierung durch zB Salafisten zu verhindern? Die große Mehrheit der friedlichen Muslime in D kommt an die viel besser ran als die Behörden und kann viel früher Schlimmeres verhindern, indem man Imamen auf die Finger klopft, die frustrierte Jugendliche für den IS anwerben wollen. Aber passiert das? Man hört nichts davon... Hier Aktivität zu zeigen wäre für das Zusammenleben tausend Mal dienlicher als das praktizierte Wegschauen in der Hoffnung, damit nicht in Zusammenhang gebracht zu werden.
Hier könnte auch etwas sinnvolles stehen, zum Beispiel ein Bier.

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Re: Schwedische Muslime beunruhigt

Beitragvon EuraGerhard » 9. Januar 2015 12:23

knut245 hat geschrieben:Wo ist die aktive Mitarbeit dabei, die Radikalisierung durch zB Salafisten zu verhindern? Die große Mehrheit der friedlichen Muslime in D kommt an die viel besser ran als die Behörden und kann viel früher Schlimmeres verhindern, indem man Imamen auf die Finger klopft, die frustrierte Jugendliche für den IS anwerben wollen.

Hier kommt erschwerend hinzu, dass es im Gegensatz zu den christlichen Kirchen im Islam kaum eine übergeordnete Organisation gibt. Es gibt weder einen "islamischen Papst", noch so etwas wie "islamische Bischöfe". Auch kein Äquivalent zu Landeskirchen o.ä. Es gibt zwar diverse Dachverbände, diese vertreten aber immer nur kleinere Gruppen von Muslimen.

Ansonsten, heute nachmittag findet hier in Uppsala eine Kundgebung statt. Ich werde hingehen. Mal sehen, wer sonst alles kommt.

Was man hier übrigens auch bedenken sollte: Menschenrechte wie die Meinungsfreiheit, die wir hier in Europa heutzutage als (weitgehend) selbstverständlich erachten und in bzw. wegen deren Ausübung die französischen Journalisten jetzt getötet wurden, die gehen ja keinesfalls auf die christliche Tradition zurück. Im Gegenteil, sie mussten gegen erheblichen (und nicht selten gewaltsamen) Widerstand der Kirchen über Jahrhunderte hinweg erkämpft werden! Der Islam ist rund 600 Jahre jünger als das Christentum. Und wenn man sich anschaut, was für Grausamkeiten vor 600 Jahren im Namen des Christentums begangen worden sind, dann ist das nicht weniger schlimm als das was heute passiert. Nur die Waffen sind heute moderner.

MfG
Gerhard

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Re: Schwedische Muslime beunruhigt

Beitragvon Auswanderer » 9. Januar 2015 16:45

Speedy hat geschrieben:Aber das war ja ab 1933 schon mal so, nur damals betraf es Eine andere Religion.


Der Vergleich hinkt, weil 1933 kein einziger Jude im Namen des Judentums einen Terroranschlag verübt hat. Aber die große Mehrheit der Muslimen haben mit dem Terror nichts zu tun, genauso wie die große Mehrheit der Christen in Irland mit dem Terror nichts zu tun haben.

Übrigens, man soll nicht sagen, solche Anschläge haben mit dem Islam nichts zu tun und gleichzeitig von andern Muslimen eine Distanzierung, ein Zeichen, oder was auch immer verlangen.
Alla dessa dagar som kom och gick, inte visste jag att det var livet.

---Stig Johansson


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