Schwedische Literatur

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Sápmi
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Schwedische Literatur

Beitragvon Sápmi » 16. Januar 2008 23:25

Hej!

Hab ein bisschen gesucht, aber keinen entsprechenden Thread gefunden.

Sicher wird hier auch viel schwedische Literatur gelesen, oder? Welche Autoren gefallen Euch am besten?

Ich mag besonders Kerstin Ekman (am besten "Geschehnisse am Wasser" und "Am schwarzen Wasser", aber auch diverse andere Romane)
sowie Åsa Larsson (schauerliche Krimis aus Kiruna :D )
Ansonsten Lars Andersson, Elisabeth Rynell und natürlich Mikael Niemi.

Was lest Ihr so?

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Re: Schwedische Literatur

Beitragvon HeikeBlekinge » 17. Januar 2008 13:52

Hej,

Kerstin Ekman lese ich auch sehr gerne.

Gerade habe ich zum ersten Mal Camilla Läckberg (Die Eisprinzessin schläft) gelesen, und kann sie nur empfehlen! Den zweiten Band (Der Prediger von Fjällbacka) muss ich mir nun schleunigst besorgen ;-)

mh
Heike

glada

Re: Schwedische Literatur

Beitragvon glada » 17. Januar 2008 14:30

Ich habe gestern den ersten Kent Mortland Roman von Peter Gissy (röd död) zuende gelesen. Ich fand das Buch sehr gut. Spannend erzählt! Die Geschichte spielt sich teilweise in der DDR in den Jahren der Wende ab und ist deshalb für einen Deutschen besonders interessant. Möchte man gerne ein bisschen in den Romanen lesen, guckt auf seine Webseite: http://www.mortland.nu/

Interessant fand ich auch, dass der Autor einige Sachen auf deutsch geschrieben hat. Ich habe mich gefragt, ob er davon ausgeht, dass alle Schweden das verstehen.

Ansonsten lese ich gerne isländische Romane von Arnaldur Indriðason (seine Erlendur Romane kann man alle empfehlen) oder von Yrsa Sigurðardóttir. Die beiden haben auch jeweils ein Buch geschrieben, in der die Geschichte mit Deutschland zu tun hat.


Das als Kurzinfo von mir :wink:

Oliver

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Re: Schwedische Literatur

Beitragvon Skogstroll » 17. Januar 2008 16:51

Zu Camilla Läckberg habe ich mal eine Kritik gehört, die ihr den Stil eines mittelprächtigen Abituraufsatzes bescheinigt. Das würde ich glatt unterschreiben. Nach meinem Geschmack sind die Figuren platt, schwarzweiss und jagen jedem Klischee hinterher. Der Held ist stark und schlau und sein Chef dumm und unfähig. Dazu kommen einige deftige logische Fehler und Ungereimtheiten.
Überhaupt sollte man die Finger von vielem lassen, was unter dem Begriff "deckardrottning" läuft. Liza Marklund finde ich womöglich noch schrecklicher als Camilla Läckberg.
Ausnahme: Åsa Larsson. Sie besticht durch viel Lokalkolorit, auch wenn sie sich manchmal noch nicht richtig entschlossen hat, wer nun ihre Hauptheldin ist.

Arnaldur Indriðason finde ich gut, auch wenn sein Held (geschieden, griesgrämig, problematische Tochter) schon etwas an Wallander erinnert.
Apropos Wallander: Mankells Krimis sind Klassiker, aber er hat natürlich viel mehr geschrieben, darunter sogar eine bissige Satire auf den Literaturbetrieb ("Tea Bag"). Mit einigen seiner neueren Werke (z.B. "Italienska skor") konnte ich nicht so viel anfangen, "Djup" allerdings ist ein tolles Drama.

Ich persönlich mag auch Håkan Nesser mit seinen bisweilen unkonventionellen Krimis, wenn auch sprachlich etwas schnoddrig. Nicht unbedingt was für Sprachanfänger.
Schon mal "Kära Agnes" gelesen? Ein Krimi in Briefform (!) mit überraschendem Schluss.

Viel Tornedals-Lokalkolorit bietet Mikael Niemi, der viel mehr geschrieben hat als nur "Populärmusik från Vittula", darunter Gruselgeschichten im Steven-King-Stil aus seiner Jugend und mit "Svålhålet" eine Satire á la Douglas Adams (Per Anhalter durch die Galaxis). Von ihm habe ich einiges über die Geschichte der Region (Tornedalens, nicht der Galaxis) gelernt.

Die Liste könnte man noch lange fortsetzen, wenn man mehr Zeit zum lesen hätte.
In diesem Sinne: Auf in die Bibliothek!

Skogstroll

glada

Re: Schwedische Literatur

Beitragvon glada » 17. Januar 2008 17:16

Mit den Walander Romanen konnte ich komischerweise nie was anfangen. Ich habe mich durch den ersten durchgequält, den zweiten habe ich nicht mal bis zur Mitte geschafft. Dagegen finde ich "danslärarens återkomst" von Mankell wirklich angezeichnet.

Drachenläufer von Khaled Hosseini - derzeit wohl einer der Bestseller in Deutschland - habe ich neulich gelesen. Ein tolles Buch! Das gibt es auch auf schwedisch (flyga drake).

Auf meiner Liste steht derzeit "den som gräver en grav" von Yrsa Sigurðardóttir und vielleicht mal den nächste Roman von Gissy.

Skogstroll hat geschrieben:Die Liste könnte man noch lange fortsetzen, wenn man mehr Zeit zum lesen hätte.


Einfach weniger schlecht produzierte Auswanderersoaps gucken... :wink:

Oliver

Smultron

Re: Schwedische Literatur

Beitragvon Smultron » 17. Januar 2008 18:52

glada hat geschrieben:Mit den Walander Romanen konnte ich komischerweise nie was anfangen. :


Ich auch nicht.
Die Bücher von Bo R. Holmberg "Schneegrab" u. "Brandwache" habe ich gern gelesen oder für Bücher von Helene Tursten, Karin Wahlberg, Bodil Mårtenson, M. Fredriksson kann ich mich begeistern.

Böckervän

Re: Schwedische Literatur

Beitragvon Böckervän » 10. Februar 2008 15:54

Hej,

Per Olov Enquist, Livläkarens besök, skulle inte saknas i dina bibliotek. En roman som skildrar en av de märkligaste och mest dramatiska episoderna in den nordiska historien. Anspråksfull, men spännande!

Hej då

En böckervän

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Sápmi
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Re: Schwedische Literatur

Beitragvon Sápmi » 10. Februar 2008 17:51

Skogstroll hat geschrieben:Viel Tornedals-Lokalkolorit bietet Mikael Niemi, der viel mehr geschrieben hat als nur "Populärmusik från Vittula",


Bestimmt, nur in deutscher Übersetzung gab's halt vorher gar nix. Über das nächste Buch (Das Loch in der Schwarte) hab ich gehört, es sei doof, hab es aber selbst noch nicht gelesen.

Nun soll's ja was Neues geben: Der Mann, der starb wie ein Lachs.

Kennt das schon jemand?

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Re: Schwedische Literatur

Beitragvon Uwe Ernst » 10. Februar 2008 18:23

Stieg Larsson Verblendung ist mein derzeitiger Favorit. Ich habe lange nicht so ein spannendes Buch gelesen, die knapp 700 Seiten kann man locker in drei Tagen schaffen. Das Buch kann ich unbedingt empfehlen.
verda... vom selben Autor soll noch besser sein.

Gruß Uwe

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Re: Schwedische Literatur

Beitragvon Dietmar » 10. Februar 2008 19:42

glada hat geschrieben:Ansonsten lese ich gerne isländische Romane von Arnaldur Indriðason

Von Indridason habe ich gerade ein paar Hörbücher durch... Nette Unterhaltung für eine Autofahrt, ohne allzuviel Tiefgang.
Interessant war natürlich besonders die Geschichte deren Vergangenheit in der DDR spielte!

Ansonsten... Marianne Fredriksson hat mir gut gefallen.

Und natürlich stöbere ich immer wieder mal in irgendwelchen Astrid Lindgren Büchern ;-)


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