Schwedische Literatur

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Re: Schwedische Literatur

Beitragvon HeikeBlekinge » 29. Januar 2009 15:03

Hat hier schon jemand "Utvandrarna" von Vilhelm Moberg empfohlen ?

Das hatte ich mir u.a. für diesen Winter vorgenommen. Bin leider erst etwa auf Seite 50 der über 700 Seiten, finde es aber recht spannend.
Wir haben auch eine Zeit lang ganz in der Nähe der Ausgangsgeschichte gewohnt, da kenne ich doch einiges wieder.


Ich lese es gerade, d.h. den zweiten Teil. Auf schwedisch (ganz stolz guck :) )
Hast du alle 4 Bände in einem Band?
Wir wohnen ganz in der Nähe der Stadt, von wo aus die Charlotta auslief und das Denkmal von Karl-Oskar und Kristina steht ... ;-)

Uebrigens auch mal gut die älteren Schriftsteller zu erwähnen. So haben wir nun im Unterricht Moa Martinsson durchgenommen, von ihr sind einige Buecher zu empfehlen. Oder auch andere Geschichten von Selma Lagerlöf t.ex., nicht nur ihr nobelpreisgekröntes Werk von Nils Holgersson.

LG
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Re: Schwedische Literatur

Beitragvon Värmland » 29. Januar 2009 17:27

Ich lese es gerade, d.h. den zweiten Teil. Auf schwedisch

Anerkennung, Klasse!

Ich fand, finde die Verfilmungen von Jan Troel auf absolut höchstem Niveau. Beeindruckend: Liv Ulman und Max von Sydow! Leider kann ich sie nur in der deutschen Version verstehen.

Gruß Gernot

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Re: Schwedische Literatur

Beitragvon Sápmi » 25. Februar 2009 22:01

Sápmi hat geschrieben:Hab gerade gesehen, dass es ein neues Buch von Åsa Larsson gibt: "Bis dein Zorn sich legt"
:D
http://www.asa-larsson.de/


Hier gibt's 'ne Leseprobe von einigen Seiten:
http://www.randomhouse.de/book/edition. ... 398#tabbox

Muss ich mir wirklich bald mal zulegen. :D
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Re: Schwedische Literatur

Beitragvon Imrhien » 2. März 2009 13:52

Tulipa hat geschrieben:Hat hier schon jemand "Utvandrarna" von Vilhelm Moberg empfohlen ?


Nicht dass ich wüsste aber erzähl doch gerne mal worum es geht?
Klingt vom Titel her schon mal ganz spannend. Wobei das ja sehr schwer zu sagen ist und auch endlos langweilig werden könnte... vor allem wenn man bedenkt, dass es so viele Seiten hat :)

Bin gespannt.

Grüsse Wiebke

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Re: Schwedische Literatur

Beitragvon HeikeBlekinge » 2. März 2009 16:42

Es geht darum, das u.a. eine schwedische Familie aufgrund der Not und Umstände in Schweden im 18ten Jahrhundert nach Amerika auswandert. Die Sorgen und Nöte, die Schiffsreise, das Ankommen in Amerika werden eindrucksvoll beschrieben. Ganze 4 Bände lang, bis zum "sista brevet"
Also ich finde es sehr lesenswert und auch lehrreich - gerade was geschichtliches angeht.
Zudem ist Vilhelm Moberg einer der bekanntesten schwedischen Autoren. Ich finde für dieses Werk hätte er eigentlich einen Nobelpreis verdient, aber sein Schreibstil - oft in smålänska Mundart und später amerikanisiert - wurden im heftig angekreidet.

Von Christina und Karl-Oskar, den Hauptfiguren, gibt es in Karlshamn (der Hafen von dem sie fiktiv ablegten) ein Denkmal. Ein "Utvandrarna-Väg" dokumentiert sozusagen deren Reise: Er geht vom suedlichen Småland durch Blekinge.
Mit "Christina från Duvemåla" hat der Benny von Abba ein recht beruehmtes Musical verfasst.

Einfach mal googlen - das kommt vieeeel mehr und interessantes bei heraus.


LG
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Re: Schwedische Literatur

Beitragvon Sápmi » 19. August 2009 17:13

Uwe Ernst hat geschrieben:Stieg Larsson Verblendung ist mein derzeitiger Favorit. Ich habe lange nicht so ein spannendes Buch gelesen, die knapp 700 Seiten kann man locker in drei Tagen schaffen.


Hab ich mittlerweile auch gelesen. 3 Tage kommen hin, stimmt.
Bin eher aus Zufall darauf gestoßen: Das Buch (also eben die deutsche Übersetzung) stand in einer STF-Fjällstuga im Regal, von der ich am nächsten Tag nach Kvikkjokk zurück wanderte. Ich saß nachmittags in der Hütte, draußen regnete es und ich fing an zu lesen. Da es so spannend war, hab ich das Buch dann am nächsten Tag mitgenommen (war ja keins, das dem STF direkt gehört, sondern irgendjemand hatte es liegen lassen, ein paar andere deutsche Bücher lagen auch noch rum) und hab es dann aber 2 Tage später im STF-Vandrarhem in Karesuando sozusagen wieder "abgegeben", dort liegen bisher sowieso weniger Bücher rum. :D

Jedenfalls konnte ich das Buch auch kaum aus der Hand legen und werde mir wohl bei nächster Gelegenheit mal die anderen beiden Bücher zulegen müssen. Das Nächste ist "verda...", oder?
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Re: Schwedische Literatur

Beitragvon Rüdiger » 19. August 2009 17:52

Die Auswanderer-Roman-Reihe von Vilhelm Moberg war auch für mich ein literarischer Leckerbissen, zumal ich etwas schwedische Geschichte lernen konnte.

(Off-Topic: Hatte gerade statt "schwedische Geschichte" ein anderes Wort geschrieben: "schwedischte", also ein richtiger verkürzender Freudscher "Versprecher". Das erinnert mich daran, daß einmal eine Freundin mit stundenlanger Verspätung nach Hause kam und nur 1 Wort ´rausbrachte: "Kaputtlung"! Jeder wußte sofort Bescheid...)

Bis jetzt sind bei mir immer noch die Spionage-Romane um den schwedischen James Bond, Carl Hamilton, von Jan Guillou der Favorit. Die Titel "Niemandsland" und "Der einzige Sieg", in denen es um Atomwaffenschmuggel aus Rußland geht, haben für mich durchaus Bezüge zur Entführung des Frachtschiffes "Arctic Sea", wenn man Spekulationen um die Entführungsumstände glauben darf. Falls man die Romanreihe lesen möchte, empfiehlt sich unbedingt, sie in der Reihenfolge des Erscheinens zu lesen. Falls jemand nur diese beiden Titel lesen möchte, dann unbedingt zuerst "Niemandsland". - Bei diesen Romanen muß man sich teilweise zu Beginn durch lange Monologe und politische Zustandsbeschreibungen lesen, aber - haltet durch - dann wirds so spannend, daß man das Buch kaum aus der Hand legen möchte.

Aber wenn ich nun eure Empfehlungen zu Stieg Larsson lese, werde ich mir wohl mal einen Roman von ihm besorgen müssen. Macht es Sinn, die Bücher in einer bestimmten Reihenfolge zu lesen?

Gruß,
Rüdiger

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Re: Schwedische Literatur

Beitragvon Rwitha » 19. August 2009 19:45

Rüdiger hat geschrieben: "Kaputtlung"! Jeder wußte sofort Bescheid...)[/i]


:lol:

Rüdiger hat geschrieben: Macht es Sinn, die Bücher in einer bestimmten Reihenfolge zu lesen?


Ja, das macht Sinn, weil die Geschichten aufeinander aufbauen.
1. Verblendung
2. V e r d a m m n i s <-- mußte ich so schreiben !
3. Vergebung

Wobei sich der dritte Band m. E. ein bißchen "lahmer" liest :wink:
Darüber, wer die Welt erschaffen hat, läßt sich streiten. Sicher ist nur, wer sie vernichten wird. (George Adamson)

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Re: Schwedische Literatur

Beitragvon Rüdiger » 19. August 2009 19:49

Danke, Roswitha, werde deinen Rat befolgen!

Daß du es "gesperrt" schreiben mußtest, macht Sinn, weil so ein dämlicher Wort-Blocker in diesem Forum eingeschaltet ist...

V e r d a m m t u n d z u g e n ä h t,

grrrr und Gruß,
Rüdiger

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Re: Schwedische Literatur

Beitragvon Rwitha » 19. August 2009 19:59

Kein Problem :wink:

Ich lese grad das dritte Buch und die beiden anderen hab ich "verborgt", sonst hätte ich sie Dir zum Lesen auch leihen können (bin übrigens heut grad durch PI gefahren). :smt006
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