Schwedische Literatur

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Re: Schwedische Literatur

Beitragvon Aelve » 5. Juli 2008 22:14

Hallo,

und ich lese gerade "das vertauschte Gesicht" von Ake Edwardson, ist auch sehr spanndend.

Meine liebste Lektüre jedoch sind Reisebücher von Schweden. :lol: :smt045

Grüße Aelve
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Re: Schwedische Literatur

Beitragvon amarok » 5. Juli 2008 22:16

Sápmi hat geschrieben:Hab mir nun endlich den dritten Åsa-Larsson-Krimi zugelegt (Der schwarze Steg) und schon einen Teil gelesen. Die anderen beiden hab mir ich auch jeweils relativ kurz vor 'ner Reise nach Kiruna gegeben. :lol:

Diesmal wurde die Leiche in Abisko gefunden. Bin schon gespannt, wie's weiter geht und ob es wieder so brutal grauslig endet wie das vorherige Werk (Weiße Nacht). :shock:


Nö, also Åsa Larsson, die ist mir doch irgendwie ... . Die Geschichte mit dem kleinen Hund im Krimi "Sonnensturm" ist mir irgendwie haften geblieben. Man muss es nicht übertreiben finde ich. Neben Mankell schreibt gute Krimis Åke Edwardson, z.B. "In alle Ewigkeit" und "Zimmer Nr. 10". Aber die Klassiker und für mich neben Mankell die Besten sind die Krimis von Maj Sjöwall und Per Wahlöö. Mit den "Kommissar Beck" Filmen haben die allerdings nicht mehr viel gemeinsam. Die Filme finde ich aber trotzdem gut. besonders Gunvald Larsson.
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Re: Schwedische Literatur

Beitragvon Sápmi » 5. Juli 2008 22:28

amarok hat geschrieben:Nö, also Åsa Larsson, die ist mir doch irgendwie ... .


Ja, hattest Du ja schon mal an anderer Stelle geschrieben. :D Klar sind die Geschichten brutal, aber ich finde sie trotzdem, oder vielleicht auch gerade deshalb wirklich spannend. Ist ja nur Fiktion, so gesehen... :wink:

amarok hat geschrieben: sind die Krimis von Maj Sjöwall und Per Wahlöö. Mit den "Kommissar Beck" Filmen haben die allerdings nicht mehr viel gemeinsam. Die Filme finde ich aber trotzdem gut. besonders Gunvald Larsson.


Die Beck-Filme sind auf jeden Fall genial. Von Sjöwall/Wahlöö hab ich nur "Die Tote im Götakanal" gelesen. Stimmt, ist irgendwie was anderes.

Übrigens spielt Gunvald, also Mikael Persbrandt, wohl in der Verfilmung von "Sonnensturm" mit. Hoffentlich kriegt man das hierzulande auch mal zu sehen.
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Re: Schwedische Literatur

Beitragvon amarok » 5. Juli 2008 22:37

Sápmi hat geschrieben:Ja, hattest Du ja schon mal an anderer Stelle geschrieben. :D Klar sind die Geschichten brutal, aber ich finde sie trotzdem, oder vielleicht auch gerade deshalb wirklich spannend. Ist ja nur Fiktion, so gesehen... :wink:

Ja, stimmt. So langsam fange ich auch schon an mich zu wiederholen. Ist das bedenklich? :shock:
Sápmi hat geschrieben:Die Beck-Filme sind auf jeden Fall genial. Von Sjöwall/Wahlöö hab ich nur "Die Tote im Götakanal" gelesen. Stimmt, ist irgendwie was anderes.

Zu empfehlen wären da noch: "Der Mann auf dem Balkon", "Das Ekel von Säffle", "Der Mann, der sich in Luft auf löste" ... .
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Re: Schwedische Literatur

Beitragvon Sápmi » 5. Juli 2008 22:44

amarok hat geschrieben: So langsam fange ich auch schon an mich zu wiederholen. Ist das bedenklich? :shock:


Ich denke nicht. Das war ja in dem "Nordische Lieblings-Lektüre"-Thread, da überschneidet sich halt so manches. Ich hatte dort, glaub ich, auch schon geschrieben, was ich bisher von Sjöwall/Wahlöö gelesen habe. :wink:

Danke für die Tipps, mal sehn, ob ich die Bücher mal irgendwo billig abgreifen kann. :wink:
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Re: Schwedische Literatur

Beitragvon Sápmi » 18. Juli 2008 16:12

So, hab den letzten Åsa Larsson-Krimi nun endlich fertig gelesen. Naja, die ersten beiden gefielen mir irgendwie besser.
Aber spannend war's trotzdem. Gegen Ende gab's natürlich wieder jede Menge wüstes Gemetzel. :smt103
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Re: Schwedische Literatur

Beitragvon Izzy » 18. Juli 2008 19:28

Ich habe eure Buchtips gerade gelesen und ich mußte feststellen das es mehr schwedische Schriftsteller gibt als ich angenommen hatte.Meine Favoriten sind H.Mankell,H.Nesser und Stieg Larsson.Da ich ja beim schwedisch lernen noch Anfänger bin habe ich mir bei Mitterauer 2 Wallander Romane bestellt die in sehr einfachen schwedisch geschrieben wurde und gekürzt, aber für den Anfang reicht es mir.Ich hätte auch sehr gerne mal ein Hörbuch gekauft aber es ist mir einfach noch zu schwierig daher möchte ich euch mal fragen ob jemand einen Tip für mich hat wo ich etwas einfachere Hörbücher bekomme (bei Mitterauer nicht). vielleicht hat auch der ein oder andere einen Büchertip für mich,meinen Geschmack kennt ihr ja.

Liebe Grüße,Isabella :danke:

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Re: Schwedische Literatur

Beitragvon Imrhien » 18. Juli 2008 21:14

Skogstroll hat geschrieben:Mankell benutzt eine recht klare Sprache, praktisch ohne Slang. Deshalb ist er auch für (fortgeschrittene) Anfänger recht gut lesbar. Nesser z.B. ist schwieriger.


Als Du das geschrieben hattest, wusste ich noch nicht, dass ich bald einen Nesser lesen werde... Als es soweit war, hatte ich vergessen, dass Du es geschrieben hattest...
Nach dem Wallander (nicht lätt, ganz normal aber doch leicht) war ich entsetzt wie schwer Nesser ist. Das Wallander hatte mir echt Auftrieb gegeben. Und dann das! Ich war am Boden zerstört die ersten Seiten. Naja, man fängt sich und liest sich ein. Jetzt ist das Bucht sehr spannend, ich im hinteren Drittel und bin auf das Ende gespannt. Noch immer merke ich, dass es sprachlich deutlich anspruchsvoller ist als Mankel aber es reicht um es zu verstehen. Ich benutze ja aus Prinzip kein Wörterbuch, ausser ich verstehe wirklich gar nichts. Aber wenn ich erst mal anfange mit dem Wörterbuch zu lesen, dann machts mir schnell keinen Spaß mehr. Daher lese ich verda... langsam, ich muss manche Sätze mehrmals lesen und auf der Zunge zergehen lassen, den Wörtern nachspüren. Sicherlich entgehen mir dadurch Details, gerade Landschaftsbeschreibungen oder intimere Einblicke in die Seele der Protagonisten... Für den Ablauf der Handlung reichts und ich komme gut klar. Ausserdem denke ich, dass sich mein Wortschatz dadurch ungeheuer erhöht hat. Manchmal nicht unbedingt so, dass ich etwas wörtlich übersetzen könnte. Aber ich weiss wann und wie man es anwendet. Ich verstehe was damit gemeint ist. Das ist zumindest für mich ein spannender Zugang zu Sprache. Ich bin damit manchmal nicht ganz auf der sicheren Seite, aber damit bleibt einfach viel hängen bei mir. Ich arbeite mit der Sprache und geniesse es richtig mich durch den Text zu beissen und mit den Wörtern zu spielen.
Wenn ich den Nesser endlich durch habe, werde ich ganz schön stolz unf froh sein. Und das in dem Wissen, dass das noch nicht die anspruchsvollste Literatur war :roll:
Mal sehen was danach kommt.
Die Geschichte in der Gott utbrand ist klingt sehr gut. Die versuche ich mir mal zu besorgen. Klingt ein wenig nach Fforde, vom Humor her. Schräg meine ich.

Grüße
Wiebke

Manty

Re: Schwedische Literatur

Beitragvon Manty » 21. Juli 2008 14:39

Also die Wallander-Fans werden sich jetzt auf mich stürzen und ich werde wahrscheinlich als Literaturbanause beschimpft, aber ich muß mal was loswerden, worüber ich mich schon seit Tagen aufrege.

Ich habe gestern endlich "Den femte kvinnan" zu Ende gelesen. Ja, endlich. Gott sei Dank. Maaaan, hat mich der Mankell gequält. Ätzend! Zum Schluß mochte ich bald gar nicht mehr weiterlesen, aber einmal angefangen, wird von mir auch bis zu Ende durchgezogen.

Das erste Dreiviertel des Buches fand ich noch interessant, aber zum Ende hin wurde es mir immer mehr zu langgezogen. Wann wollte er denn endlich auf den Punkt und vor allen Dingen zum Schluß kommen? Muß man wirklich alles so bis ins kleinste Detail beschreiben? Ein Beispiel: Wenn der Wallander jemand anruft, wird beschrieben: Er wählte die Nummer, er wurde verbunden, es klingelte 2 mal, dann hob XY ab. Oh, kann man nicht einfach schreiben, er rief XY an?
:roll: Oder wenn er morgens aufsteht, selbst der Duschvorgang muß ganz genau beschrieben werden: Er stand auf, ging Duschen, das Wasser war kalt, er nahm sich ein Handtuch, er trocknete sich ab ...
Es bleibt beim Mankells Schreibstil kein Raum für eigene Phantasie, finde ich.

Das ist mir damals schon aufgefallen als ich "Pyramiden" gelesen hatte, aber da empfand ich es nicht so als extrem. Aber das war auch mein erstes Buch auf schwedisch und da überwog vielleicht auch eher die Freude darüber, daß ich endlich ein Buch auf schwedisch lesen konnte.

Tut mir leid, aber das Wallanderbuch war mir einfach zu langatmig. Die Story superinteressant, gute Geschichte, aber zu langwierig (b)geschrieben. Also mein nächstes Buch wird auf jeden Fall kein Wallander sein. Horror! :smt074

nysn

Re: Schwedische Literatur

Beitragvon nysn » 21. Juli 2008 15:19

Tut mir leid, aber das Wallanderbuch war mir einfach zu langatmig. Die Story superinteressant, gute Geschichte, aber zu langwierig (b)geschrieben. Also mein nächstes Buch wird auf jeden Fall kein Wallander sein. Horror!


Hej Manty,
hierbei stimme ich dir ganz und gar zu. Hatte damals beim Sprachkurs den ersten Wallander-Roman (Hundarna i Riga) gelesen und danach angefangen noch weitere zu lesen. So ungefähr nach dem 3. Roman hatte ich das Gefühl, dieser Mankell hat seine Bücher auf dem Computer abgespeichert (z. B. alles, was dieser Wallander so sagt) und bei jedem neuen Buch benutzt er einfach die Funktion "Kopieren und Einfügen" - nach dem ungefähr 5. Buch war ich mir sicher - er muss das so machen - denn wie sonst könnte dieser Wallander in jedem Buch immer genau das selbe sagen. Ganz abgesehen davon, dass er immer auch die gleichen Dinge tut - Pizza essen, Opernmusik hören, Duschen usw. .... IRGENDWIE ziemlich PHANTASIELOS.

Hatte dem Mankell dann noch eine Chance gegeben und seine Kinderbücher, die in Afrika spielen, gelesen und auch das Buch "Vindarnas son" - leider hat mich sein Schreibstil auch hier nicht angesprochen.

Habe auch Probleme mit dem so hochgelobten Ake Edwardsson - seine Bücher über den Kommissar Winter bestehen zu 2/3 nur aus Dialogen. Außerdem mag ich die etwas brutalen Kriminalromane der Schweden nicht besonders. Die haben einfach nicht die Klasse und Finesse einer Patricia Highsmith/Donna Leon/Magdalene Nabb - oder könnten gar dem "Comissario Montalbano" von Camillieri das Wasser reichen.

Der letztere kommt übrigens heute und die nächsten beiden Montage im schwedischen Fernsehen. SVT 1, 21.30 Uhr!

Aber das ist ja auch Geschmacks- oder persönliche Ansichtssache :D

S-nina


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