schwedische Künstler

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schwedische Künstler

Beitragvon amarok » 29. Oktober 2008 17:36

Angeregt durch Sápmis Beitrag zu Ingmar Bergman, wäre es doch lohnend mit einem Kurzporträt oder auch nur mit kurzen Infos schwedische Künstler vorzustellen, die international bekannt wurden. Ich finde es jedenfalls immer wieder erstaunlich, wie viele Künstler Schwedens so erfolgreich geworden sind, obwohl das Land ja nur etwas mehr als 9 Millionen Einwohner hat.
Sicher haben viele User dabei so ihre Favoriten und können auch zu diesen etwas zusammentragen und hier veröffentlichen.

amarok
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Re: schwedische Künstler

Beitragvon amarok » 29. Oktober 2008 18:03

Per Wahlöö und Maj Sjöwall

Viele kennen die bekannte schwedische Tatort-Serie "Kommissar Beck". Zahlreiche dieser Filme basieren auf den Kriminalromanen von Per Wahlöö und Maj Sjöwall.
Als Student habe ich einige Romane mit den bekannten Figuren "Martin Beck" und "Gunvald Larson" gelesen. Sjöwall und Wahlöö waren meine ersten schwedischen Autoren. "Die Tote im Götakanal" oder auch der "Mann auf dem Balkon" haben mich sehr gefesselt.
Maj Sjöwall wurde am 25. September 1935 in Stockholm geboren. Sie arbeitete nach dem Studium als Journalistin und Übersetzerin.
Per Wahlöö wurde am 5. August 1926 in Lund geboren und verstarb leider schon am 23. Juni 1975. Er arbeitet zu nächst als Polizeireporter und ging in den 50-iger Jahren nach Spanien. Dort wurde er später vom Franco-Regime ausgewiesen und kehrte nach einigen Weltreisen nach Schweden zurück.
1962 heirateten Sjöwall und Wahlöö und verfassten im Genre des Kriminalromans zahlreiche gesellschaftskritische Romanzyklen.
Beide sind bzw. waren bekennende Marxisten.

Hier einige Romane von beiden jeweils mit Kurzbeschreibung:
http://www.schwedenkrimi.de/per_buchliste.htm
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Hans

Re: schwedische Künstler

Beitragvon Hans » 29. Oktober 2008 19:51

Bengt Lindstrom



Bengt Lindström, född 3 september 1925 i Storsjö, Härjedalen (Jämtlands län), död 29 januari 2008 i Sundsvall, var en svensk konstnär. Han var gift med Michèle Lindström, gallerist från Paris. Två barn från äktenskapet med Marie-Louise Lindström.

Lindström flyttade till Härnösand 1935 där han tog studenten innan han 1944 flyttade till Stockholm där först gick några veckor på Konstfackskolan men snart övergick till Isaac Grünewalds målarskola. Därefter studerade han i Köpenhamn och Chicago. Sedan 1948 bodde och verkade han i Paris där han studerade vid André Lhotes och Fernand Légers målarskolor. Somrarna tillbringde han i Sverige och han hade en ateljé utanför Sundsvall. Bengt Lindström var sedan början på 2004 permanent bosatt i Sundsvall.

1954 hade han sin första separatutställning i Sverige. Det internationella genombrottet kom efter en utställning i Paris 1958.

Lindström hade en rik produktion och arbetade på ett nästan verkstadsliknande sätt som 1600-taletsmålare. Han gjorde även många offentliga utsmyckningar som väggmålningar och utomhusskulpturer. En känd utomhusskulptur är det stora Y:et vid Midlanda i Timrå kommun. Det största enskilda verket är dock fasad- och silomålningen på Åbyverket i Örebro (se bild) Hans stil är lättigenkännlig, med stora färgsjok i grälla färger ofta föreställande förvridna ansikten.

Ein Mann in meinem Geschmack

Grüsst
H :smt006 ans
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Re: schwedische Künstler

Beitragvon Sápmi » 29. Oktober 2008 22:17

Mikael Persbrandt
(* 25. September 1963 in Jakobsberg), schwedischer Schauspieler. :D
Bekannt wurde er in Deutschland vor allem durch die Darstellung des Polizisten Gunvald Larsson, den er in der Krimireihe Kommissar Beck – Die neuen Fälle in den Jahren 1997 und 1998, 2001 sowie 2005 und 2006 verkörperte. In Schweden ist er auch aus vielen Aufführungen am Königlichen Dramatischen Theater als Theaterschauspieler bekannt.

Zuletzt spielte er eine der Hauptrollen in dem norwegischen/samischen Film „Kautokeino-opprøret“ (Guovdageainnu-stuimmit)::
http://www.persbrandt.de/kautokeino.htm

Fan-Site: http://www.mikaelpersbrandt.de/
"Keiner, der nur einen Sommer Lapplands Sonne trank, kann anderswo glücklich sein."
(aus A.O. Schwede: Lars Levi Laestadius - Der Lappenprophet)

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Re: schwedische Künstler

Beitragvon amarok » 29. Oktober 2008 22:24

Danke Sápmi und Hans!
@ Hans
Ich will ehrlich sein, Bengt Lindstrom war für mich bisher unbekannt und so habe ich schon mal was dazu gelernt.
@ Sápmi
Mikael Persbrandt alias Gunvald Larson, ist in der Rolle eine tolle Besetzung.
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Re: schwedische Künstler

Beitragvon amarok » 29. Oktober 2008 22:45

Harpo

Jan Harpo Torsten Svensson, wurde am 5. April 1950 in Bandhagen geboren. Der Name "Harpo" ist eine Ehrerbietung an sein Vorbild Harpo Marx. Marx war Komiker und gehörte zu den Marx Brothers.
1976 wurde Harpo mit dem Song "Moviestar", auch Sommerhit des Jahres, weltberühmt. Weitere Hits waren u.a. Motorcycle Mama und Horoscope. Harpo schrieb seine Hits selbst. Sein Markenzeichen, er tritt barfuß auf. Als Teenager war ich von Harpos Songs sowie seinen Auftritten in Bluejeans und barfuß sehr angetan. Er ist seit 30 Jahren verheiratet und lebt auf einem Bauernhof in Schweden. Dort züchtet er Rennpferde. Bei einem Trabrenntraining 1980 erlitt er einen schweren Unfall mit einem ausbrechenden Pferd. Dabei zog er sich schwere Gesichtsverletzungen zu. Er verlor ein Auge und unterzog sich daraufhin mehrfach kosmetischen Operationen.

http://www.harpo-svensson.de/
http://www.harpo.info/
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Re: schwedische Künstler

Beitragvon Fanny » 29. Oktober 2008 22:56

Helena Bergström (* 5. Februar 1964 in Kortedala (Göteborg), Västra Götalands län) ist eine schwedische Schauspielerin.

Helena ist die Tochter des Regisseurs Hans Bergström und der Schauspielerin Kerstin Widgren. Sie ist verheiratet mit dem englischen Regisseur Colin Nutley, mit dem sie zwei Kinder hat und zuletzt die meisten ihrer Filme drehte.

Die Schauspielkarriere von Helena Bergström, die als Kind lieber mit Tieren arbeiten wollte, begann 1982, als sie in der Fernsehserie „Time Out“ mitwirkte. Ein Jahr später spielte sie in der satirischen Comedyserie „Vidöppet“. Helena Bergström besuchte bis 1988 die Theaterhochschule Scenskola in Stockholm und arbeitete anschließend zunächst am Königlichen Dramatischen Theater (Dramaten) und am Stockholmer Stadttheater.

Größere Bekanntheit errang Helena Bergström in Schweden erstmals 1989 durch ihre Rollen in den Filmen „1939“ und „Kvinnorna på taket“ (Frauen auf dem Dach) [1]. Auf einem Plakat zu letztgenanntem Film entdeckte sie auch Colin Nutley, der sie für die weibliche Hauptrolle in dem Film „Blackjack“ (1990) engagierte. 1992 spielte Helena Bergström an der Seite von Rikard Wolff die Rolle der Fanny in dem Film „Änglagård“ („Fannys Farm“). Für diese Rolle wählten sie die Leser der schwedischen Tageszeitung Expressen zur Filmpersönlichkeit des Jahres 1992.

Für ihre Hauptrollen in den Filmen „Sista Dansen“ und „Pariserhjulet“[2] wurde Helena Bergström 1993 mit dem Guldbagge des Schwedischen Filminstitutes ausgezeichnet.

Im Theater spielte Helena Bergström unter anderem Rollen in Luigi Pirandellos „Sechs Personen suchen einen Autor“, in „Piaf“ und in William Shakespeares „Hamlet“.
Das Glück ist das einzige, das sich verdoppelt, wenn man es teilt. (Albert Schweizer)

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Re: schwedische Künstler

Beitragvon amarok » 29. Oktober 2008 23:07

Danke Fanny. Helena Bergström kenne ich als Staatsanwältin aus dem Film "Die Jäger" mit Rolf Lassgård.

amarok

P.S. die Quellen von übernommenen Texten sollten m.E. angegeben werden :wink:
Der Wald lebt, er kann atmen und sprechen und erzählt die Sage von der Urmutter allen Lebens. (jakutisch)

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Re: schwedische Künstler

Beitragvon Sápmi » 30. Oktober 2008 20:59

Kerstin Ekman
(* 27. August 1933 in Risinge), eine der angesehensten Schriftstellerinnen Schwedens.
Kerstin Ekman studierte an der Universität Uppsala. Danach arbeitete sie einige Jahre beim Film und als Lehrerin an einer Volkshochschule. 1959 trat sie mit dem Kriminalroman Trettio meter mord (30 Meter Mord) an die Öffentlichkeit. Weitere Kriminalromane folgten, aber Ende der 1960er Jahre begann sie sich mehr und mehr von dem Genre zu entfernen, und mit dem Dokumentarroman Menedarna (die Meineide) 1970 und der Schilderung der Wildnis Mörker och blåbärsris (dt. Mittsommerdunkel) 1972 gelang ihr der literarische Durchbruch, der in der Vallmsta-Tetralogie, bestehend aus Häxringarana 1974 (dt. Hexenringe), Springkällan 1976 (dt. Die Springquelle), Änglahuset 1979 (dt. Das Engelhaus) und En stad av ljus 1983 (dt. Stadt aus Licht), gipfelte. Die Tetralogie ist eine Schilderung der (industriellen) Entwicklung einer mittelschwedischen Kleinstadt (nach dem Vorbild Katrineholms) während eines Jahrhunderts, wie sie sich für Frauen ausnahm. Eine Reihe von beeindruckenden und ergreifenden Frauenschicksalen steht im Mittelpunkt.
1978 wurde Kerstin Ekman in die Schwedische Akademie gewählt. Aus Anlass der sog. Rushdie-Affäre 1989, in der sie der Schwedischen Akademie vorwarf, zu lahm zu reagieren, verließ sie, wie auch Lars Gyllensten, die Arbeit der Akademie. Ekman sieht sich dezidiert nicht mehr als Mitglied dieser Versammlung; von der Akademie dagegen wird sie nach wie vor als solches betrachtet, da es laut den Regeln der Akademie unmöglich sei, eine Mitgliedschaft zu kündigen.
Ende der 70er Jahre zog Kerstin Ekman mit ihrem Mann, der eine Dozentur an der Hochschule Sundsvall-Härnosand bekommen hatte, nach Norrland. Die nordische Landschaft, die Menschen in Norrland, aber auch die Veränderungen aufgrund der Modernisierung der Gesellschaft wurden zu einem wichtigen Thema. Händelser vid vatten 1993 (dt. Geschehnisse am Wasser) und die 2003 vollendete Trilogie Vargskinnet (Der Wolfspelz), bestehend aus den Romanen Guds barmhärtighet (dt. Am schwarzen Wasser), Sista rompan (dt. Die letzten Flöße) und Skraplotter (dt. Zeit aus Glas), spielen in einem Gebirgsdorf in Jämtland und schildern die Entwicklung der kleinen Siedlung im 20. Jahrhundert - auch hier wieder vor allem durch die Schicksale von Frauen aus drei Generationen.
Kerstin Ekman bekam auch zahlreiche Auszeichnungen, u.a. den großen Romanpreis von Litteraturfrämjandet 1978, den Selma-Lagerlöf-Literaturpreis 1988 sowie zweimal den Augustpreis, 1993 und 2003, als bisher einziger Schriftsteller. 1993 wurde sie mit dem Schwedischen Krimipreis für Händelser vid vatten ausgezeichnet und erhielt 1994 den renommierten Literaturpreis des Nordischen Rates und 1995 den Finnischen Krimipreis für das gleiche Werk.

(Quelle: wikipedia)

Ich hab bisher 6 Bücher von ihr gelesen. Am besten gefielen mir „Geschehnisse am Wasser“ und „Am schwarzen Wasser“. Das neue Werk „Der Wald“ steht auch schon auf der Einkaufsliste.
"Keiner, der nur einen Sommer Lapplands Sonne trank, kann anderswo glücklich sein."

(aus A.O. Schwede: Lars Levi Laestadius - Der Lappenprophet)

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Re: schwedische Künstler

Beitragvon amarok » 30. Oktober 2008 21:17

Sápmi hat geschrieben:... und „Am schwarzen Wasser“. ...

Steht auch bei uns im Bücherregal. Es hat aber bisher nur der weibliche Familienteil gelesen. Übrigens sind wir auf Kerstin Ekman durch einen "Roman-Rest", der auf einer unserer Wanderungen in einem Windchutz lag, gekommen.
Der Wald lebt, er kann atmen und sprechen und erzählt die Sage von der Urmutter allen Lebens. (jakutisch)


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