Schwedenkinder und Elterngeld

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Mako
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Schwedenkinder und Elterngeld

Beitragvon Mako » 8. Januar 2013 13:25

Hallo zusammen!

Mein Name ist Max und ich bin neu hier.

Nachdem ich bei verschiedenen staatlichen und nicht-staatlichen Beratungsstellen leider gescheitert bin, hoffe ich bei Euch auf jemanden mit einem ähnlichen Problem und hoffentlich einer Lösung.

Die Sache ist folgende:

Ich werde im April Vater. Meine Lebensgefährtin ist Schwedin, das Kind wird in Schweden auf die Welt kommen und auch dort aufwachsen.
Ich selber bin Deutscher, ich arbeite als freiberuflicher Journalist und Onlineredakteur. Da ich den Großteil meiner Arbeit über das Internet erledigen kann, würde ich gerne bei Mutter und Kind in Schweden sein, jedoch weiterhin für meine deutschen Auftraggeber arbeiten.

Meine Wohnung in Deutschland könnte ich behalten, wäre somit (wenn nötig) auch weiterhin in Deutschland gemeldet.

Habe ich unter diesen Umständen Anspruch auf Elterngeld/ Elternzeit?

Ich danke Euch schonmal für Eure Antworten und bin wirklich für jede noch so kleine Hilfestellung, Idee, Anregung usw. dankbar!

Viele Grüße,

Max

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Re: Schwedenkinder und Elterngeld

Beitragvon karlskrona » 12. Januar 2013 20:37

Wenn Du eine Personennummer hast (bekommst Du wahrscheinlich leicht, da Deine Lebensgefährtin Schwedin ist) und Du Dich somit in Schweden meldest, dann ja.

LG, karlskrona

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Re: Schwedenkinder und Elterngeld

Beitragvon Pink_Panther » 12. Januar 2013 20:51

Also so aus dem Bauch raus würde ich sagen: Wenn du in Deutschland gemeldet bist (= fester Wohnsitz), dann fällst du auch unter die deutschen Bestimmungen d. h. es gelten deutsche Sozialleistungen und -regeln.

/Paul

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Re: Schwedenkinder und Elterngeld

Beitragvon filainu » 13. Januar 2013 08:57

ich wuerde mich in schweden anmelden, dann gilt auch fuer dich die schwedische Regelung (und ich glaube die ist besser)
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Re: Schwedenkinder und Elterngeld

Beitragvon Pink_Panther » 13. Januar 2013 13:24

filainu hat geschrieben:ich wuerde mich in schweden anmelden, dann gilt auch fuer dich die schwedische Regelung (und ich glaube die ist besser)



Ich fürchte ganz so einfach ist es nicht. Die Berechnung des Elterngeldes geht nach dem SGI (sjukpenninggrundande inkomst), dazu muss er jedoch zuvor in Schweden gearbeitet haben. Wie lange genau, weiss ich leider nicht, ich habe dunkel etwa ein halbes Jahr im Gedächtnis (ohne jegliche Gewähr). Er könnte zwar den Minimumbetrag bekommen, das ist aber nur ein Taschengeld, von dem man eigentlich nicht leben kann.

/Paul

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Re: Schwedenkinder und Elterngeld

Beitragvon HeikeBlekinge » 13. Januar 2013 14:12

Das mit dem halben Jahr ist absolut korrekt!
Auch mit dem Mindestbetrag wenn kein zu versteuerndes Einkommen in Schweden vorliegt. Bei mir lag er vor ein paar Jahren bei 180sek/Tag, duerfte aber mittlerweile höher liegen.
Aber der Anspruch verfällt ja nicht, schliesslich kann bis zum 8. Lebensjahr Elternzeit genommen werden. Also könnte ja erst einmal die Mama ran, und der Vater kann später dran. Ich meine, es sind 40 Tage die der Vater auf jeden Fall nehmen muss - nur im Ausnahmefall kann diese Zeit an die Mutter uebertragen werden.
Elterngeldansprueche in Deutschland sind nicht gegeben, da das Kind auf jeden Fall bei der Mutter in Schweden lebt. Solche Leistungen unterliegen den Familien/Sozialleistungen des jeweiligen Wohnortes/landes des Kindes!
Was bei einem Einkommen in Deutschland beantragt werden kann, ist der Ausgleich zum schwedischen Kindergeld. Das ist nicht sehr viel, und das Procedere nicht gerade wert, ausser man ist auf jeden Cent angewiesen.

lg
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Re: Schwedenkinder und Elterngeld

Beitragvon filainu » 13. Januar 2013 17:05

Pink_Panther hat geschrieben:
Ich fürchte ganz so einfach ist es nicht. Die Berechnung des Elterngeldes geht nach dem SGI (sjukpenninggrundande inkomst), dazu muss er jedoch zuvor in Schweden gearbeitet haben. Wie lange genau, weiss ich leider nicht, ich habe dunkel etwa ein halbes Jahr im Gedächtnis (ohne jegliche Gewähr). Er könnte zwar den Minimumbetrag bekommen, das ist aber nur ein Taschengeld, von dem man eigentlich nicht leben kann.

/Paul


kann eigentlich so nicht sein.
Ich habe, kaum das wir hier eine PN hatten den bescheid ueber das Elterngeld bekommen (ohne es ueberhaupt zu beantragen). Als einkommen wurde meine Firma hier in Schweden genommen, da die aber ja auch erst gegruendet wurde als wir eingewandert sind, wurde ein vergleichbarer Wert genommen, nämlich das was man als Angestellter in der Branche verdienen wuerde.
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Re: Schwedenkinder und Elterngeld

Beitragvon Pink_Panther » 13. Januar 2013 17:25

filainu hat geschrieben:kann eigentlich so nicht sein.
Ich habe, kaum das wir hier eine PN hatten den bescheid ueber das Elterngeld bekommen (ohne es ueberhaupt zu beantragen). Als einkommen wurde meine Firma hier in Schweden genommen, da die aber ja auch erst gegruendet wurde als wir eingewandert sind, wurde ein vergleichbarer Wert genommen, nämlich das was man als Angestellter in der Branche verdienen wuerde.


Was war das denn für ein Bescheid? Ich kann mir vorstellen dass darin prinzipiell das Recht auf Elterngeld festgeschlagen wurde und die Anzahl der Tage, die Euch zustand. Soweit wäre das klar, das ist ja grundlegend.
Es gibt ja den Minimumbetrag, welcher SGI-unabhängig ist, wie Heike bereits schrieb dürfe er bei ca. 180 SEK/Tag liegen (man bestimmt selbst wieviele Tage man in Anspruch nimmt, können z.B. auch 6 Tage/Woche sein, oder auch nur einer). Dieser Betrag steht allen zu - also auch Menschen, die von Sozialhilfe leben, oder einfach noch nie in Schweden gearbeitet haben. Vielleicht gibt es aber auch Abweichungen bei Unternehmern wie Euch.


Dann gibt es aber die geläufigere Form, welche sich nach dem anzurechnenden Einkommen richtet (dem SGI) und einen Prozentsatz davon ausmacht. Dazu muß man aber erst einmal ein halbes Jahr in Schweden gearbeitet haben.

/Paul

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Re: Schwedenkinder und Elterngeld

Beitragvon Pink_Panther » 13. Januar 2013 17:40

Nachtrag: Ich habe ein wenig gegoogelt und bin auf einige Foren gestossen, die tatsächlich das bekräftigen, was Filainu geschrieben hat: Bei neugestarteden Unternehmen wird ein Einkommen geschätzt. Das ist natürlich nicht schlecht - gewöhnlich Arbeitnehmer habe es da nicht so gut.
Ich habe aber auch gelesen, dass eventuell das Einkommen aus EU-Mitgliedsstaaten angerechnet werden kann :-)

Entgültige Auskünfte kann aber nur die Försäkringskassa geben - am besten da mal nachfragen!

/Paul

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Re: Schwedenkinder und Elterngeld

Beitragvon filainu » 13. Januar 2013 17:44

Pink_Panther hat geschrieben:
Entgültige Auskünfte kann aber nur die Försäkringskassa geben - am besten da mal nachfragen!

/Paul


da stimme ich dir absolut zu.

Ja am Anfang bekamen wir nur diesen ueblichen allgemeinen bescheid aber wir haben es dann beantragt und da wurde uns eben mitgeteilt wie sich das mit dem Einkommen verhält. Natuerlich stellte man dabei auch fest, das ich meinen Anspruch schon in D abgegolten habe, die dortigen bezugszeiten werden nämlich angerechnet. Aber mein Mann bekommt noch Elterngeld hier in S (bei ihm gilt das mit dem einkommen wie bei mir, auch er hat ne neugegruendete Firma, da haben wir auch lange mit der Försäkringskassan telefoniert die hatten es nicht ganz leicht einen vergleichbaren angestelltenberuf zu finden, aber wir haben uns dann einigen können :-)
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