Schweden und Norwegen...

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belanna
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Schweden und Norwegen...

Beitragvon belanna » 25. Januar 2008 21:47

...sind beides beliebte Auswanderländer. Was unterscheidet sie eigentlich voneinander (außer die geographische Lage und ein bisschen die Sprache)? Welches sind die Vor-und Nachteile hier und dort? Gibt es fundamentale Befürworter des einen und Verneiner des anderen Landes?
Das würde mich aus schnöder Neugier mal interessieren!
Schönen Abend noch
:smt024 Bel
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Zschirli

Re: Schweden und Norwegen...

Beitragvon Zschirli » 25. Januar 2008 21:53

Hej Belanna,

des Interesses wegen: Norwegen war uns zu teuer und landschaftlich nicht ganz so reizvoll (was sicher und ganz bestimmt eine Frage des persönlichen Geschmacks ist).
Schweden hat uns einfach vom ersten Eindruck her besser gefallen - und wir haben hier zuerst nette Leute kennengelernt. Was sicher immer viel ausmacht.

schneereiche Gruesse aus dem Norden dieses wundervollen Landes,
Nicole

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Laubfrosch/Lövgroda
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Re: Schweden und Norwegen...

Beitragvon Laubfrosch/Lövgroda » 25. Januar 2008 21:55

Ohne hier jetzt eine auch im geringsten erschöpfende Antwort geben zu können, würde ich als Besucher beider Länder mal ganz extrem die Topographie anführen.

Während Norge die riesigen Berge und Fjorde und im Vergleich dazu eher unbedeutende Seen ist es in Sverige genau umgekehrt.

Ausserdem habe ich mich als Deutscher in und bei den Schweden immer etwas wohler gefühlt, was aber auch eine Einzelfallbeobachtung sein kann.
Hejdå

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Smultron

Re: Schweden und Norwegen...

Beitragvon Smultron » 25. Januar 2008 23:15

Norge ist nicht in der Europäischen Union. Wirtschaftlich geht es den Norwegern sehr gut wegen des Öl-/Gasvorkommens. Bestimmen selbst über ihren Reichtum. Ich glaube es sind auch noch immer strengere Auflagen zu erfüllen z.B. Haus/Land zu erwerben. Aber so war es auch noch 1990 in Schweden. Da mußte man beim Hauskauf als Ausländer eine einheimische bekannte Reverenzperson benennen, die etwas über den Käufer aussagen konnte. Gefragt wurde, welchen Bezug wir zu S hatten. Nachweisen wie oft wir in Schweden waren (zum Glück alle Fahrtickets aufgehoben). Polizeiliches Führungszeugnis. Dann haben wir 1/2 Jahr auf die Genehmigung gewartet, bis der entscheidene Moment kam, ja wir sind ab .... FH-Besitzer. Und heute .......
Helga

nobse

Re: Schweden und Norwegen...

Beitragvon nobse » 26. Januar 2008 04:08

Es kommen dort viel Aspekte in Betracht, so dass man sie gar nicht alle abhandeln kann.Allen Ausführungen meiner Vorredner schließe ich mich an.
Eines darf man bei der Entscheidung ob Schweden oder Norwegen jedenfalls nicht machen, und zwar diese Länder durch die "rosarote Urlauberbrille " zu betrachten. Und da sind sind wir schon beim Blickwinkel. Mir ist als Dauergast die Verklärung verloren gegangen .welche zweifelsohne da war. Man sieht es jetzt aus einem anderen Blickwinkel. Durch die wirtschaftliche Brille gesehen ,ist Norwegen schon im Vorteil ,wegen ihrer Öl und Gasvorkommen,wogegen die Schweden mit ihren Erz- und Kupfervorkommen nicht mehr konkurieren können.
Beide Länder wurden im letzten Jahrzehnt stark durch den Tourismus geprägt. Musstest du noch vor 10 Jahren eine Gaststätte suchen ,findest du längst der Touristasse jetzt jedoch schon jede Menge,Sogar der Döner hat den Einzug geschafft .
Es war damals auch noch eine kleine Abenteuerfahrt im Hohen Norden, da die Strassen noch nicht so ausgebaut waren . Wenn man die E-45 hochfährt findet man noch jede Menge Relikte der alte 45 ,wobei man sich fragt, wie da zwei LKW aneinander vorbei gekommen sind .Ich habe bei meiner ersten Reise manchmal Blut und Wasser geschwitzt, wenn ein LKW entgegen kam . Da half manchmal nur der Spruch," der will ja auch vorbei!" Heut jedoch ist sie an vielen Stellen überdimensional ausgebaut , da träumen die hiesigen Autobahnbauer von. Einen echten "Samishop" findest du auch nur noch selten. An der A4 in Norwegen wird auch viel gebaut ,jedoch fehlt dort aber der Platz.Auf der einen Seite der Fjord ,auf der anderen Seite der Berg.
Die gegensätzliche Landschaft hat auch Auswirkungen auf unser Wohlbefinden.Norwegen mit seinen Fjorden und den bizarren Felsmassiven ,trifft uns andres wie die ruhige ,weiteinsichtige schwedische Landschaft.
Hier einen Rat abzugeben wäre vermessen,es muß jeder selbst erkunden.
Zu überdenken ist auch ein Umzug in den Hohen Norden ,sind wir doch die lange Polarnacht nicht gewöhnt. Leute mit Depressionserscheinungen sollte daran erst gar nicht denken.Der Süden ist schon stark "Festlandgeprägt",dem zufolge auch die Bevölkerungsdichte und die Arbeitslosigkeit ist auch sehr hoch,nur klagen eben die Skandinavier nicht so wie wir Deutschen, beherrschen doch noch viele dort die Kunst der Selbstversorgung.
Politisch gesehen ,sind es zwar in derAussenpolitik zwei ruhige Länder ,aber sie mischen in sehr vielen Dingen im Verborgenen mit, so ähnlich dem Charakter der Schweiz.
In Schwedenkomt es nicht zum tragen ,aber in Norwegen könnten Probleme mit der Herkunft auftreten. Man braucht schon eine feine Antenne um es zu merken ,da die Skandinavier sehr gastfreundlich sind,aber im Raum Narvik merkt man es bei vielen älteren Leuten die den Krieg mitgemacht haben.
Ein ganz trauriges Kapitel beider Länder sind die Sami , deren Grundbesitz nicht aufgeteilt war , wie bei allen Naturvölkern und die regelrecht annektiert worden sind.Sie fühlen sich mit den Schweden und Norwegern überhaupt nicht verwandt und wenn man in ihre Gesichter sieht ,wird einem klar ,das sie sich mit den Volk der Inuit und die längst des sibirischen Polarkreis wohnenden Völkern ,eher verwandt fühlen.
Eines noch. Reiseprospekte sollte man als Entscheidungshilfe für die Wahl der neuen Heimat nicht zur Hilfe nehmen.
Ich wünsche aber jedem, der es versucht Auszuwandern, viel Glück und Erfolg,sowie eine Menge Fingerspitzengefühl sich dem Kulturkreis anzupassen.

Gast

Re: Schweden und Norwegen...

Beitragvon Gast » 26. Januar 2008 15:46

nobse hat geschrieben:In Schwedenkomt es nicht zum tragen ,aber in Norwegen könnten Probleme mit der Herkunft auftreten. Man braucht schon eine feine Antenne um es zu merken ,da die Skandinavier sehr gastfreundlich sind,aber im Raum Narvik merkt man es bei vielen älteren Leuten die den Krieg mitgemacht haben.


Ich habe das bewusst nicht erwähnt, weil ich nicht wusste ob meine diesbezügliche Erfahrung, dass hier neben den schlechten Erinnerungen auch einiges einfach gar nicht oder nicht sauber verarbeitet ist nicht ein Einzelfall der Gegend um Kvinesdal war. Aber auch im TV gab es da etwas absonderliche Dinge. Hielt sich aber zum Glück im täglichen (Dienst-Urlaubs)-leben in Grenzen.

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Re: Schweden und Norwegen...

Beitragvon Laubfrosch/Lövgroda » 26. Januar 2008 15:50

Anonymous hat geschrieben:
nobse hat geschrieben:In Schwedenkomt es nicht zum tragen ,aber in Norwegen könnten Probleme mit der Herkunft auftreten. Man braucht schon eine feine Antenne um es zu merken ,da die Skandinavier sehr gastfreundlich sind,aber im Raum Narvik merkt man es bei vielen älteren Leuten die den Krieg mitgemacht haben.


Ich habe das bewusst nicht erwähnt, weil ich nicht wusste ob meine diesbezügliche Erfahrung, dass hier neben den schlechten Erinnerungen auch einiges einfach gar nicht oder nicht sauber verarbeitet ist nicht ein Einzelfall der Gegend um Kvinesdal war. Aber auch im TV gab es da etwas absonderliche Dinge. Hielt sich aber zum Glück im täglichen (Dienst-Urlaubs)-leben in Grenzen.


Das war ich, hatte nicht gemerkt, dass ich nicht eingeloggt war, ging sonst immer automatisch. Na ja jetzt gehts wieder.
Hejdå

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nobse

Re: Schweden und Norwegen...

Beitragvon nobse » 26. Januar 2008 18:08

Diesem Thema wird leider immer ausgewichen,was ich als total falsch empfinde.Bei der Aufarbeitung der Rolle Deutschlands im 2.Weltkrieg bezogen auf Skandinavien ,erscheinen nämlich viel eDinge in einem anderen Licht .Positive und negative. Mir persönlich wurde von einem alten Norweger wörtlich gesagt : "kein Norweger will einen Deutschen als Freund,wir sind aber gastfreundlich ". Klar geht es ja letzten Endes doch um das Geld, was ins Land gebracht wurde. Widerum erklärte mir ein 82 jähriger Lehrer im Vorjahr, wieder wörtlich: "alle Deutschen haben sich äußerst korrekt verhalten ,bis die Russen kamen."
Es ist ein scharfer Grat a,uf dem man sich da bewegt ,aber ich lasse mir es lieber von Leuten erzählen ,die diese Epoche miterlebt haben.Es ist sehr interessant .
Ich möchte ausdrücklich betonen ,dass ich auch die tausenden Toten sehe ,die beim Bau der E6 und den militärischen Stellungen zu beklagen sind.Und mal ehrlich. wer denkt schon beim Befahren der E6 ,dass er über Menschenknochen fährt...
Große Probleme mit Norwegern aber hatten wir noch nie.Wir hatten oft Begegnungen in freier Natur mit norwegischen Womofahrern . Wir stellen uns dann gleich vor ,schon der Hunde wegen und es kommt gleich zum Gespräch,wobei eine der ersten Fragen immer die ist ,wie sie zu Deutschen stehen. Da stand einmal eine Mitsechzigjährige prompt von ihrem Campingstuhl auf und sang aus Leibesbrust die Norwegische Nationalhymne. Nun interpretiere mir das mal.

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belanna
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Re: Schweden und Norwegen...

Beitragvon belanna » 26. Januar 2008 20:47

Da steckt man halt nicht drinne... das hätte sich mal ne Deutsche trauen sollen...So allmählich sollten aber alle, Norweger, Deutsche, Schweden, Russen und so weiter (in den 2. Weltkrieg war nun mal die halbe Welt verwickelt, irgendwoher muss der Name ja kommen) die Vergangenheit ruhen lassen. Wenn sich noch einer über Völkermord und Menschenrechtsverletzungen aufregen möchte, soll er sich ins Jahr 2008 und in afrikanische Bürgerkriegsgebiete begeben- DA gefriert einem das Blut in den Adern...
Also, wie ich den Antworten entnehme, ist vieles reine Ansichtssache. Ich war neugierig, weil ich mich mal durch ein Norwegen-Freunde-Forum geklickt habe. Ich hatte den Eindruck, dass man dort sehr fundamental zur Sache geht und wollte wissen, was Schweden -Freunde denken.
Danke schön jedenfalls.
Bel
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nobse

Re: Schweden und Norwegen...

Beitragvon nobse » 26. Januar 2008 23:02

Belanna: entschuldige bitte ,dass ich ein wenig abgeschweift bin. Ja es wird schonirgendwie werden , aber das dauert Generationen. Beispiele wo es seit Jahrhunderten so geht gibt es ja genug.
Aber da würden wir schon wieder von Thema abkommen.


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