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 Betreff des Beitrags: Re: Schweden = sozialistisch-totalitärer Überwachungsstaat?
BeitragVerfasst: 1. September 2010 13:38 
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dalarna hat geschrieben:
ûbrigens: Es passt meines Erachtens in das schwedische Bild. Der Staat sagt etwas und alle rennen. Wenn der Staat sagt, dass etwas gut ist, dann glauben sie es. Wenn er sagt, dass etwas gefährlich ist, dann glauben sie es. Eigene Meinungsbildung findet weniger statt als man es manchesmal erhoffen und erwarten sollte. Siehe Schweinepest. Es gibt kein so gut geimpftes Land Europas wie Schweden. Propaganda wirkt sag ich da nur.


Ja. Nur eines macht mich gelassen: Es hat am Ende doch alles super funktioniert. Während in anderen Ländern noch groß gezweifelt und rumdiskutiert wurde, wurde hier gemacht. In diesem Fall mag das unnötig gewesen sein, ohne Frage. Und dass die Bevölkerung wenig hinterfragt etc. sehe ich auch so. Nur: Im Ernstfall, also wenn da mal wirklich eine ernsthafte Epedemie kommt, da weiß ich nun: Hier in Schweden ist alles so fix eingespielt, da muss ich mir keine Sorgen machen dass ich keine Impfung bekomme. Zu der Zeit der Impfungen mögen das einige Leute anders gesehen haben (insbesondere die, die 2h im Regen in der Schlange standen und dann erstmal abgewiesen wurden weil erstmal nur Risikogruppen geimpft wurden). Jedoch hat das im großen und ganzen doch effizient und reibungslos funktioniert.

Im Ernstfall gibt es in anderen Ländern aufgrund der nicht eingespielten Abläufe und der öffentlichen Debatten, die durch religiös-prinzipielle Impfgegner IMMER geschürt werden werden, dann vielleicht schon die ersten Wellen von Todesopfern und/oder Schwerkranken. Hier mache ich mir da nun keine so großen Sorgen mehr. Ich sehe die "Schweinepest" Geschichte mehr als nationale Übungsaktion. Effektiver kann man das gar nicht trainieren.


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 Betreff des Beitrags: Re: Schweden = sozialistisch-totalitärer Überwachungsstaat?
BeitragVerfasst: 1. September 2010 13:50 
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Beiträge: 66
dalarna hat geschrieben:
Wer zudem noch Kinder hat, sollte dahingehend noch entsprechende Recherchen anstellen.
z.B.:

http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-14019042.html


Ja super. 1983. Kalter Krieg, Westen schreibt was über bösen Sozialismus. Tolle objektive Quelle. Genauso brauchbar wie US-amerikanische Publikationen aus etwa der selben Zeit über Krankenversicherung. Alles Kommunisten, die an sowas auch nur denken. Und Terroristen. Und überhaupt, böse und so.


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 Betreff des Beitrags: Re: Schweden = sozialistisch-totalitärer Überwachungsstaat?
BeitragVerfasst: 1. September 2010 16:45 
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Registriert: 1. September 2010 01:15
Beiträge: 227
Wohnort: Jämtland
Nico hat geschrieben:
Ja super. 1983. Kalter Krieg, Westen schreibt was über bösen Sozialismus. Tolle objektive Quelle. Genauso brauchbar wie US-amerikanische Publikationen aus etwa der selben Zeit über Krankenversicherung. Alles Kommunisten, die an sowas auch nur denken. Und Terroristen. Und überhaupt, böse und so.


Und was möchtest du nun sagen? Dass jegliche Kritik am Sozialismus/Kommunismus un-objektiv und unberechtigt ist? Und als nächster Schlußsatz: Alle Kritik an Schweden ist unberechtigt?

Die Schweden selbst sagen ja, dass die schwedischen Kommunisten noch eine "Lik i garderoben" also eine Leiche in der Garderobe haben.
Die enge Beziehung zu Moskau, viele politische Äusserungen, welche einem die Haare zu Berge stehen lassen, usw. Bis heute haben die sich noch nicht davon distanziert.

Um noch weiter zu provozieren, nenne ich ein paar Gemeinsamkeiten mit typischen kommunistischen Ländern,
wie man sie zum Beispiel innerhalb des Warschauer Paktes sah:

- totale Rolle des Staates und dessen Organe, eingeschränkte Möglichkeiten sich gegen den Staat z.B. gerichtlich zu behaupten, ebenso das Fehlen von Organen, welche dies ermöglichen sollen und den Staatsapparat an sich überwachen.
- Statistiken werden fleissig frisiert und beschönigt, die Massenmedien werden nicht müde zu verkünden, auf welchen Gebieten man besser ist als die Nachbarländern, bzw. dass man in gewissen Sachen am Besten ist. Eigene Errungenschaften werden überproportional stark propagiert und inszeniert. Problembereiche werden tabuisiert (z.B. Einwanderung). Man ist schnell dabei, auf Misstände oder Misserfolge in anderen Ländern hinzuweisen um von den eigenen abzulenken.
- Alle sind gleich, außer wenigen, die GLEICHER sind. Siehe Besteuerung unter der linken Regierung in Schweden. Ablehnung einer Leistungsgesellschaft.
- Recht gute Grundversorgung, Fehlen einer wirklichen Unterschicht (da ja alle mehr oder weniger gleich sind). Das allerdings auf Kosten einer Mittelschicht (das heißt, solchen Menschen, die etwas leisten möchten, aber dafür auch mehr verdienen wollen)

So - klingt das bekannt, oder wollen mich jetzt einige lieber steinigen? Vielleicht trage ich ja eine rabenschwarze Brille, statt einer rosaroten? :lol:

Auf jeden Fall kann ich bestätigen, dass Kindergarten und Schule eine Art Spionauftrag vom Sozialamt haben. Man kann in Schweden ganz schnell seine Kinder loswerden.


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 Betreff des Beitrags: Re: Schweden = sozialistisch-totalitärer Überwachungsstaat?
BeitragVerfasst: 1. September 2010 17:26 
Hej,
Schweden kann sich damit rühmen, eine der ungleichsten Vermögensverteilung der Welt zu haben, laut Gini-Koeffizient kommt Schweden schon ziemlich in die Nähe von Nordkorea. D. h. einige wenige besitzen den größten Teil des Vermögens. So schafft man sich abhängige Bürger. Das Besondere in Schweden ist, dass dies fast niemand kritisiert. Dank ausgeprägter Propaganda - alle Medien berichten fast einheitlich nur Positives über das eigene Land Schweden (Rankings über Rankings - Sverige är världsbäst). Auf die Misstände in anderen Ländern wird dagegen großzügigst hingewiesen.
Das ist auch mein Eindruck, den ich nach vielen Jahren hier gewonnen habe.
:smt006


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 Betreff des Beitrags: Re: Schweden = sozialistisch-totalitärer Überwachungsstaat?
BeitragVerfasst: 1. September 2010 18:01 
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Pink_Panther hat geschrieben:
So - klingt das bekannt, oder wollen mich jetzt einige lieber steinigen? Vielleicht trage ich ja eine rabenschwarze Brille, statt einer rosaroten? :lol:

Auf jeden Fall kann ich bestätigen, dass Kindergarten und Schule eine Art Spionauftrag vom Sozialamt haben. Man kann in Schweden ganz schnell seine Kinder loswerden.



Hej, rabenschwarz :) Vermutlich. Aber ein bisserl was anderes als rosarot kann bei dem Unternehmen Auswandern nicht schaden. Nur, ganz zu dunkel sollte man es auch nicht gleich zu Anfangn sehen, sonst machts ja gar keinen Spass mehr :wink:
Oder?

Was den Spionageauftrag angeht, ich weiss nicht in welchem Bezug Du das jetzt meinst, aber ich denke, das hängt auch stark vom län und vom Personal ab. Aber ich habe da auch schon erlebt (zum Glück nicht in unserem Ortsteil und somit nicht bei meinen Kindern), dass Kinder ausgefragt wurden ob die Mama denn heute daheim sei oder nicht. Da ging es um eine Frau, die Schicht hatte und das Auto mehrmals vor der Türe stand, bzw. eben nicht. Laut Meinung des Personals sollte die Frau tagsüber schlafen, denn nur dazu hatte sie den Platz erhalten. Sie arbeitete ja Nachts und hatte eine SOndergenehmigung, weil sie ja tagsüber eigentlihc da war... Also nur so lange sie schlief, durfte das Kind in den Kindergarten. War das AUto nun weg, obwohl sie ja eigentlich schlafen sollte... oj oj, sie war doch wohl nicht shoppen???? Da fragten die echt mehrmals das Kind aus, das natürlich keinen Plan hatte was Mama macht oder nicht. Und manchmal eben auch sagte, dass sie arbeitete oder schlief auch wenns nicht stimmte. Das gab wohl Ärger, die Mutter hat sich dann ziemlich beschwert, weiss aber nicht was draus geworden ist.
Ich habe das zwar noch nicht so erlebt, aber ich wurde auch schon angesprochen wenn mein Auto daheim vor der Tür war, obwohl ich doch arbeite?? Dass ich viele Dinge von daheim aus arbeite, Kurse vorbereiten, Schwedischkurs und auch teils für meinen Bürojob, das wussten die nicht. Verstehen auch viele immer noch nicht, dass ich so flexible Arbeitszeiten habe. Kann eigentlich kommen und gehen wie ich will, mein Chef will nur sehen, dass das Ergebnis stimmt. Wenn ich wochenlang nicht ins Büro komme aber immer schön brav arbeite und mails beantworte, wäre ihm das auch recht. Sieht aber natürlich für Nachbarn und Erzieherinnen so aus als würde ich nicht arbeiten und mein Kind geht trotzdem in die Betreuung und zwar mehr als die anders erlaubten 15 Stunden. Zum Glück scheinen sie mir bisher alle zu glauben, sonst sollen sie meinen Chef anrufen :) Und die Schule bei der ich den Fernkurs belegt habe.

Zum letzten Teil Deines Beitrags, auf welche Zeit stützt Du das? Meinst Du dass das immer noch heute so ist? Ich hatte das eher so verstanden, dass sich diese Beispiele, dass man das Kind verliert, auf die Vergangenheit beziehen. Habe aus näherer Zeit keine Beispiele gehört und ich habe jetzt auch nicht das Gefühl, dass alle arg geängstigt sind. Insgesamt vielleicht etwas weniger konsequent und vorsichtiger mit den Äusserungen dem Kind gegenüber... aber das kann ja auch kulturbedingt sein. Ich bin jedenfalls nicht viel anders als sonst auch ;) Kann also heissen, dass ich auch mal lauter schimpfe wenn was nicht ok ist. Oder deutlich Grenzen aufzeige und Konsequenzen androhe, die dann auch durchgesetzt werden, auch bei lautem Gebrüll der Kinder (kein Fernsehn oder so was in der Art, als Beispiel).
Das klingt dann durchaus mal übler wenn die Kinder laut brüllen weil sie kein godis bekommen oder nicht noch ein neues Spielzeug oder eben doch ins Bett müssen, auch wenn sie denken, dass es noch nicht genug war.

Grüsse
Wiebke


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 Betreff des Beitrags: Re: Schweden = sozialistisch-totalitärer Überwachungsstaat?
BeitragVerfasst: 5. September 2010 10:18 
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Registriert: 1. September 2010 01:15
Beiträge: 227
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Das mit dem Spionageauftrag war etwas unglücklich formuliert von mir.
Tatsache war, dass die jüngste Tochter meiner Frau (das war im Jahre 2000) im einem Kindergarten in Dalsland war, und es mehrere Male wöchentlich vorkam, dass sich alle Kinder im Kreis setzen mußten, und jedes Kind berichten sollte, was es so daheim getan hat, und wie es so war, zuhause. Das hat mich natürlich gleich mal argwöhnisch gemacht und ist mir sauer aufgestossen. Mein Eindruck ist, dass Kinder in Schweden prinzipiell dem Staat gehören. Und da reicht es schon, wenn man sie mal am Ohr zieht oder am Nacken packt und etwas schüttelt, und schon hat man das Sozialamt am Hals, wenn der Nachbar das sieht, oder es sonst irgendwie rauskommt.

Ein anderes Beispiel (etwas off-topic). 16-jährige Stieftochter spuckt spuckt Stiefvater ins Gesicht, weil sie im Kaufhaus etwas nicht bekommt. Vater ohrfeigt und wird wegen Körperverletzung verurteilt. Fall steht gross in den Zeitungen.

Der Kindergarten in dem unsere Jüngste nun geht, ist übrigens absolute Klasse!


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 Betreff des Beitrags: Re: Schweden = sozialistisch-totalitärer Überwachungsstaat?
BeitragVerfasst: 9. September 2010 13:52 
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Registriert: 26. Juni 2010 13:53
Beiträge: 72
Wohnort: 96049 Bamberg
So, und nun hat der sozialistisch-autoritäre Überwachungsstaat gerade den Ritterschlag des Weltwirtschaftsforums erhalten, indem er hinsichtlich der Wettbewerbsfähigkeit weltweit auf Platz 2 liegt, hinter der Schweiz. Deutschland ist übrigens fünfter, gleich hinter den USA.

Ich weiß nicht, ob man sich darüber freuen sollte. Das Weltwirtschaftsforum ist ja einer der Institutionen, die am tiefsten vor dem ungezügelten Marktgeschehen niederknien und das freie Wirtschaften zum Dogma erhoben haben. Auf dieser Liste zweiter zu sein, scheint diejenigen zu bestätigen, die sich darüber Sorgen machen, wie weit Schweden den Weg zur Ellenbogengesellschaft schon gegangen ist. Es zeigt aber auch, dass sich mit einer (hier oft bestaunten) Entspanntheit bei der täglichen Arbeit trotzdem international beachtete Erfolge erzielen lassen. Deutschland mit seinem Stress und den selbstverständlichen Überstunden schneidet da schlechter ab. Vor allem anscheinend wegen des "überzogenen Arbeitnehmerschutzes".

Quelle: www.tagesschau.de/wirtschaft/wettbewerb102.html

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 Betreff des Beitrags: Re: Schweden = sozialistisch-totalitärer Überwachungsstaat?
BeitragVerfasst: 10. September 2010 22:21 
Stiller Beobachter

Registriert: 29. Juli 2010 21:36
Beiträge: 2
Ich denke die Schweden sind einfach Pragmatischer und sehen die Vorteile, während wir Deutschen immer erst alles schlecht reden.

Wir beschweren uns über Behördengänge usw. sind aber andererseits nicht bereit all unsere Daten in einer Datenbank zu haben. Wo man in Schweden einfach die Personennummer angeben kann entsteht bei uns wieder ein extra Aufwand. Wo in Deutschland erst einmal Wochen und Monate über Finanzierungen reden wird das dort halt durchgezogen. Zudem ist es natürlich viel einfach zu betrügen, wenn es keine Zentrale Verwaltung gibt und nicht überall meine Personennummer drauf steht.
Bei den Schulen/Kindergarten das gleich, da werden irgendwelche Spezialfälle usw. raus geholt, aber dann sieht man nicht wie in Deutschland Kinder durch Verwahrlosung sterben ... da frage ich mich echt was schlimmer ist. Zudem ist es dort deutlich einfacher für beide Elternteile zu arbeiten. Gut das mit dem Kündigungsschutz stimmt natürlich wegen Jugendarbeitslosigkeit, jedoch frage ich mich halt auch ist es besser einen 50 jährigen Familienvater auf die Straße zu setzen, aber dafür einen jungen eingestellt zu haben. Beim aktuellen Thema Integration wieder das gleiche, es gibt dort sehr viel Ausländer die gut schwedisch sprechen und diese Probleme von uns gibt es eigentlich nicht (klar sind die auch kleiner und haben weniger ... aber dennoch). Zudem denke ich wird das eben mit Schule usw. besser umgesetzt und diese Leute wo man bei uns als "nicht vermittelbar" abstempeln kann sind dort viel seltener. Und bei uns müssen jetzt im Nachhinein Milliarden in Integration gesteckt werden für die man hätte Top Kindergärten bauen können.
Und ka wer das mit dem Einkommen gesagt hat, aber was ich im Internet sehe ich das eher ausgeglichen.

Ich persönlich sehe schon auch die Gefahren in Schweden, aber oft frage ich mich wirklich ob in Deutschland die Zeit stehen geblieben ist. Was mit der Computertechnik/Internet/Netzwerk möglich wäre, aber in Deutschland kaum zur Anwendung kommt ist Wahnsinn. Habe mir in Schweden neulich den Pass geholt und da stand dann sowas http://i207.photobucket.com/albums/bb16 ... G_7599.jpg für Deutschland wohl undenkbar. Zudem eben dieses omg mein Fingerabdruck, wo der Chaos Computerclub damals gezeigt hat wie einfach da jeder ran kommen kann ...


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 Betreff des Beitrags: Re: Schweden = sozialistisch-totalitärer Überwachungsstaat?
BeitragVerfasst: 12. September 2010 16:29 
Alter Schwede
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Hej,
in vielen Punkten magst Du recht haben. In Schweden sind manche Dinge einfacher. Richtiger sind sie daher noch nicht immer. Was die Verwahrlosung der Kinder angeht, leider gibt es das hier auch. Auch hier sterben Kinder oder werden geschlagen. Zumindest findet man Meldungen dazu auch in den Zeitungen. Da fragt man sich dann, wieso das nicht aufgefallen ist, wo die doch so viel in Betreuung sind.. Solche Dinge gibt es, so schrecklich das ist, überall.
Gerade in den Fälle wo die Verwahrlosung eine Gefahr ist, also bsp. nicht gekocht wird daheim, sondern ein Schokoriegel als Mittagessen ausreicht, da ist die Verkürzung der Kindergartenzeit auf 15 Stunden (damit das Essen gespart wird), nicht sinnvoll. Denn da ist nicht mehr gewährleistet, dass die Kinder wenigstens eine richtige Mahlzeit am Tag haben. Verhungern konnten die Kinder hier früher tatsächlihc nicht und die, die Mittagessen bekommen, haben es natürlich auch gut. Halbwegs ausgewogen und vor allem regelmässig. Leider spart Schweden gerade da ein zur Zeit. Es trifft dann vor allem die, die das eh nicht können und die es bräuchten.

Grüße
Wiebke


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 Betreff des Beitrags: Re: Schweden = sozialistisch-totalitärer Überwachungsstaat?
BeitragVerfasst: 13. September 2010 11:06 
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Registriert: 21. April 2010 09:28
Beiträge: 66
Nico hat geschrieben:
Ja super. 1983. Kalter Krieg, Westen schreibt was über bösen Sozialismus. Tolle objektive Quelle. Genauso brauchbar wie US-amerikanische Publikationen aus etwa der selben Zeit über Krankenversicherung. Alles Kommunisten, die an sowas auch nur denken. Und Terroristen. Und überhaupt, böse und so.

Pink_Panther hat geschrieben:
Und was möchtest du nun sagen? Dass jegliche Kritik am Sozialismus/Kommunismus un-objektiv und unberechtigt ist? Und als nächster Schlußsatz: Alle Kritik an Schweden ist unberechtigt?

Nein. Nur die zitierte Quelle war nicht gerade günstig für informierte Kritik.

Pink_Panther hat geschrieben:
Um noch weiter zu provozieren, nenne ich ein paar Gemeinsamkeiten mit typischen kommunistischen Ländern,
wie man sie zum Beispiel innerhalb des Warschauer Paktes sah:
[...]
- Recht gute Grundversorgung, Fehlen einer wirklichen Unterschicht (da ja alle mehr oder weniger gleich sind). [...]

Wie schlimm. Auf die Barrikaden!


Gini hat geschrieben:
Hej,
Schweden kann sich damit rühmen, eine der ungleichsten Vermögensverteilung der Welt zu haben, laut Gini-Koeffizient kommt Schweden schon ziemlich in die Nähe von Nordkorea.

Schlecht geträumt? Find mir mal ein Land mit einem niedrigeren Gini-Koeffizienten als Schweden in

https://www.cia.gov/library/publication ... /2172.html

Das ist genau das Gegenteil von "ungleichste Vermögensverteilung".

Pink_Panther hat geschrieben:
Ein anderes Beispiel (etwas off-topic). 16-jährige Stieftochter spuckt spuckt Stiefvater ins Gesicht, weil sie im Kaufhaus etwas nicht bekommt. Vater ohrfeigt und wird wegen Körperverletzung verurteilt. Fall steht gross in den Zeitungen.

Schweden ist eben nicht mehr im Mittelalter, wo eine "einfache Watsch'n" als normal angesehen wurde. Vielleicht überdenkst du einfach mal deine Einstellung zu körperlicher Gewalt.


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