Haro hat geschrieben:
Das sind nur drei kleine Beispiele und es gibt mit Sicherheit noch viele weitere Vorteile die ein so "öffentliches System" wie in Schweden zu bieten hat, ich empfinde es jedenfalls als angenehm und habe noch keine schlechten Erfahrungen in Schweden bezüglich des des "Überwachungsstaates" gemacht.
Deinen gesamten Beitrag könnte ich fast ungeändert unterschreiben. Ich stoße mich nur, wie tommy3, am "habe nichts zu verbergen" Argument. Das ist wirklich kurzsichtig. Ich hab eine ganze Menge zu verbergen, und du auch. (Wenn du auf die Toilette gehst, schließt du die Tür?)
Es gibt jedoch Dinge, die ich nicht wichtig finde vor ALLEN zu verbergen, da eine gewisse Öffnung mir Annehmlichkeiten bringt und Missbrauchsgefahr minimiert ist (vorwiegend weil Leute gut erzogen sind). Und dazu gehört alles was du so aufgezählt hast. Danke!
tommy3 hat geschrieben:
Dass die Ambulanzen mit Computern ausgerüstet sind, ist sicher wertvoll, aber woher sollen die von einem aufgegabelten Notfall wissen, welche Krankenakte abgerufen werden soll? Es gibt in S zum Glück keine Ausweispflicht. Ausserdem, wenn der Krankenwagen, wie für einen Herzinfarkt, in der Regel zu spät kommt, dann ist der Computer auch egal.
Dass es in manchen Fällen nichts bringt, zeigt ja nicht die generelle Nutzlosigkeit. Im Notfall sind vielleicht trotzdem Leute da die die Identität kennen. Oder es liegen irgendwelche Dokumente rum, muss ja nicht gleich ein Ausweis sein. (In D gibt es übrigens auch keine Pflicht, den Ausweis mitzuführen, das ist ein weit verbreiteter Irrglaube.)
tommy3 hat geschrieben:
Hätten Hitler und Honecker statt ihrer Zettelwirtschaft die effektive schwedische Personennummerverwaltung zur Verfügung gehabt, hätten sie ihr Mörderhandwerk noch besser ausführen können.
Wäre mir neu, dass beider System weniger effektiv war.
Imrhien hat geschrieben:
Dass die im Krankenhaus oder wo auch immer beim Arzt die Daten einsehen können, habe ich auch immer gedacht. Offiziell ist es auch so. Oder sagen wir, sogar praktisch ist es so. Nur wunder ich mich daher immer wieder mal, dass die trotzdem Fehler bei mir machen und eben NICHT wissen was ich bisher eingenommen habe oder welche Dosis von einem Medikament ich brauche oder seit wann ich das nehme.
Die Beispiele die du nennst sind natürlich doof. Aber ein System ist ja nicht dadurch schlecht, dass es Leute gibt, die es falsch anwenden.