Schweden, Krankenschwester, behindertes Kind

Von Auswanderern für Auswanderungswillige! Alle Fragen zu Planung und Durchführung, zu Umzug, Integration und Umgang mit den Behörden. Interessante Erlebnisse und Tipps der Expats.
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Mondland

Schweden, Krankenschwester, behindertes Kind

Beitragvon Mondland » 4. Februar 2009 10:21

Hallo allerseits,
mein Mann und ich sind beide Krankenpflegekräfte.
Wir interessieren uns dafür nach Schweden zu gehen...
Hat da jemand Erfahrung, wie das mit behindertem Kind geht???
Wäre echt cool, wenn ich echte Erfahrungen bekäme.
Das könnte uns auch bei der Entscheidung, ob wir das angehen wollen helfen.
Liebe Grüße
Nicolette

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Re: Schweden, Krankenschwester, behindertes Kind

Beitragvon Infosammler » 4. Februar 2009 10:36

Hej hej,
Erfahrungen mit der Auswanderung nach Schweden mit einem behinderten Kind hat Janaquinn hier aus dem Forum. Hier ist eine Seite wo du schon mal viel lesen kannst.
http://www.schwedentor.de/auswandern-le ... ehinderung
Viele Fragen können hier bestimm beantwortet werden. Mehr kann ich dir leider nicht helfen.

Gruß Claudia
Var inte för optimistisk, ljuset i slutet av tunnel kan vara ett tåg. Franz Kaffka

hansbaer

Re: Schweden, Krankenschwester, behindertes Kind

Beitragvon hansbaer » 4. Februar 2009 11:36

Jana ist im Moment leider im Urlaub - etwas wirst du dich also gedulden müssen.

Welche Berufe übt ihr denn genau aus? Der Beruf muss nämlich offiziell anerkannt werden, und das ist je nach genauem Beruf recht leicht oder enorm schwer.

Im Übrigen würde ich mich nicht allzusehr von der ZDF-Dokumentation verleiten lassen. Es ist nicht alles Gold, was glänzt.

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Re: Schweden, Krankenschwester, behindertes Kind

Beitragvon Mondland » 4. Februar 2009 12:47

Hallo!
Mein Mann ist Fachkrankenpfleger für Intensiv und Anästhesie. Ich bin Krankenschwester mit Intensiv und Anästhesieerfahrung.
Es ist mir bewußt, dass nicht alles Gold ist, was glänzt.
Ich trage mich schon länger mit der Option Deutschland verlassen...
Mein Mann hat bedenken, weil er 1. Angst hat, dass es Probleme gibt, wegen der Sprache
2. er Probleme sieht in der Versorgung unseres behinderten Kindes.
und 3. er Angst hat, dass es zu Hause nicht mehr klappt, wenn man mit seiner Emigration Pech hatte.

Die empfohlene seite werde ich mir gleich mal ansehen.
Danke!!
Nicolette

hansbaer

Re: Schweden, Krankenschwester, behindertes Kind

Beitragvon hansbaer » 4. Februar 2009 13:05

Soweit ich es beurteilen kann, dürfte das mit der Anerkennung eurer Berufe hinhauen. Das letzte Wort hat freilich das Socialstyrelsen, das für solche Dinge zuständig ist.

Jana hat immer sehr positiv darüber gesprochen, was die Betreuung ihres Kindes angeht. Der schwedische Staat bezahlt sogenannte persönliche Assistenten, die die Betreuung zuhause übernehmen. Man kann sogar Assistent bei seinem eigenen Kind werden - reich wird man davon nicht, aber so sind die finanziellen Einbußen nicht groß. Zudem gibt es Einrichtungen wie Kurzzeitheime zur tagesweisen Unterbringung. Jana weiß da aber sicher noch mehr als ich.

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Re: Schweden, Krankenschwester, behindertes Kind

Beitragvon Lucia007 » 4. Februar 2009 13:22

Ich kann Dir nach unseren Erfahrungen nur sagen, daß es sehr nach Region abhängig ist, ob ihr eine Stelle bekommt oder nicht. Auch trotz Legitimation aus Stockholm sind manche Regionen nicht bereit, die andere Ausbildung aus Deutschland zu akzeptieren. Als Fachkrankenpfleger wird das wohl weniger ein Problem, eher für Dich. Ihr müßt einfach mal schauen.

lg

Lucia

hansbaer

Re: Schweden, Krankenschwester, behindertes Kind

Beitragvon hansbaer » 4. Februar 2009 13:28

Lucia007 hat geschrieben:Auch trotz Legitimation aus Stockholm sind manche Regionen nicht bereit, die andere Ausbildung aus Deutschland zu akzeptieren.


Naja, man muss hier schon unterscheiden. Die Legitimation ist für das ganze Land voll gültig, d.h. niemand darf sich sjuksköterska nennen, wenn er/sie nicht die Legitimation vom Socialstyrelsen hat. Ohne diese Legitimation ist eine Anstellung auf einer Position mit enstprechenden Anforderungen ausgeschlossen.
Dass man jenseits dessen trotzdem nicht angestellt wird, ist dann Sache des Arbeitgebers. Theoretisch könnte man sich da sogar einklagen, wenn man es darauf anlegen würde.

rekukurz

Re: Schweden, Krankenschwester, behindertes Kind

Beitragvon rekukurz » 4. Februar 2009 14:22

Hallo!

Ihr müsst Euch an die Barnhabilitering wenden, dort wird das Kind untersucht und das Ergebnis an die försäkringskassa gereicht, es wird der LSS-Status anerkannt und dann seid Ihr im System. So lief es jedenfalls bei uns.
Es gibt eine Menge Erleichterungen und Sonderregelungen, national und dann noch regional. Vieles obliegt der Kommune; einer bekommt eine Leistung, der andere im Nachbardorf (da über der Grenze) möglicherweise nicht.
Im Prinzip sind die Hilfen gut, sehr gut. Aber Ihr müsst Euch überlegen, wie gravierend die Behinderung Eures Kindes ist und ob das funktionieren wird ohne soziales Netzwerk. Ihr bekommt viel, aber nicht ohne Grenzen. Ihr habt dann keine Grosseltern oder Freunde, die eben mal einspringen. Das ist vielleicht ein paar Monate kein Problem, kann irgendwann dreht man vielleicht durch. Wie gesagt, kommt auf die Behinderung, die Lebenssituation an, zum Beispiel Dienstpläne. Denn man wird natürlich nicht auf Euch besondere Rücksichten nehmen (Wochendende, Nacht, Feiertage).

Gruss,
rekukurz

(habe mich als kukurz angemeldet, klappt aber nicht)

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Re: Schweden, Krankenschwester, behindertes Kind

Beitragvon Aelve » 4. Februar 2009 16:03

Hallo Nicolette,

da Schweden mit Behinderungen generell und mit Kindern überhaupt viel besser umgeht als in Deutschland, kann ich mir denken, dass es für Euch erstrebenswert ist, eine Auswanderung nach Schweden zu planen. Und beruflich liegt Ihr ja mit Euren Berufen schon mal ganz gut, nun gilt es, die Anerkennung Eurer Ausbildung zu erreichen. Dann Schritt für Schritt vorangehen, Deinen Mann überzeugen (Männer sind oft etwas zögerlicher als wir Frauen bei diesen Dingen) und überall wo es geht, Informationen einholen.

Viel Glück und fragt ruhig weiter, was für Euch wichtig ist zu erfahren.

LG Aelve :smt006
Es ist nicht genug zu wissen, man muss auch anwenden; es ist nicht genug zu wollen, man muss auch tun.
( Goethe)
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