Hallo,
ich bin ja nun bereits etwas älter als Ihr jungen Hüpfer und kann deshalb aus meiner Erfahrung Euch erzählen, dass es in Deutschland ein Kunstakt ist, Berufstätigkeit, Familie und damit eingeschlossen Kinderbetreuung unter einen Hut zu bekommen.
Wir hatten schon das Glück, dass ich mich arbeitsmäßig etwas einrichten konnte, nachdem unsere Kinder geboren sind und ich nur noch 6 Stunden am Tag arbeiten brauchte. Ich hatte freie Hand, mal mehr oder weniger Stunden zu arbeiten nach Arbeitsanfall. Meine Mutter wohnte bei uns im Haus in einer kleinen Einliegerwohnung und betreute die Kinder während unserer Abwesenheit. Und trotzdem wäre mir soviel daran gelegen gewesen, die Kinder immer gut betreut zu wissen - auch mit Mittagessen, denn als meine Mutter plötzlich schwer krank wurde, da standen wir erheblich auf dem Schlauch.
Familien haben es sicherlich nie leicht, wenn beide arbeiten, aber ich bin der festen Überzeugung, dass es in Schweden alles viel leichter zu bewältigen ist als in Deutschland und das zeigen ja auch jetzt die Zahlen.
In Deutschland kommt man sich wirklich vor, als wenn man etwas verbrochen hat, wenn man 1 oder 2 Kinder hat, ab 3 Kindern ist es dann ja noch schwerer, das alles zu bewältigen.
Ich finde, wenn Kindergarten und Schule wie in Schweden geregelt und gehandhabt wird, dann ist das schon eine ganz gehörige Lebensqualität, die man dadurch hat.
Wir haben die größten Probleme im Leben durch Schule erleiden müssen und wir sind weiß Gott nicht zimperlich und packen an und können auch sehr viel Frust ertragen.
Meine Kenntnis über die Kinderfreundlichkeit in Schweden und die oben genannten Handhabungen in Schweden mit Dagis und Schule bestätigen sich durch diese Nachricht und ich gratuliere allen Müttern, die das Glück haben, ihre Kinder in Schweden großziehen zu dürfen.
Liebe Grüße
Aelve
