Schweden

Von Auswanderern für Auswanderungswillige! Alle Fragen zu Planung und Durchführung, zu Umzug, Integration und Umgang mit den Behörden. Interessante Erlebnisse und Tipps der Expats.
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Bibo35
Stiller Beobachter
Beiträge: 2
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Als Alleinerziehende nach Schweden

Beitragvon Bibo35 » 22. August 2007 10:03

Hallo Ihr Lieben.
Leider habe ich in Deutschland als Alleinerziehende keine Perspektive mehr. (meine Tochter ist vier Jahre). Ich lebe schon seit 2,5 Jahren von Hartz IV und finde einfach keine Arbeit (bin Dipl. Sozialpäd.)
Leider habe ich hier keine Freunde und niemanden in der Familie, der mich unterstützt. Möchte meiner Kleinen einfach ein besseres Leben bieten. Die Kinderbetreuung ist in Schweden einfach besser geregelt und ich habe halt die Hoffnung, dass ich da schneller Arbeit finden werde.
Keine Angst, ich gehe nicht blauäuigig an die Sacher heran, werde mich dementsprechen vorbereiten und vorallem die Sprache lernen. Habe nur grundsätzlich mal eine Frage an Euch:
Kann man auch in meinem Alter (bin 35) mit Tochter als au pair arbeiten?Wenn ja, wie komme ich an geeignete Stellen?
Weiß jemand, wie die Chancen stehen in Schweden Arbeit als Erzieherin oder Soz.päd zu bekommen?Welche Möglichkeiten gibt es sonst, für einen befristeten Zeitraum in Schweden zu leben und zu arbeiten, bis man eine Festanstellung und auch eine Wohnung gefunden hat?
Ich denke es ist einfacher direkt vor Ort nach Stellen zu suchen und auch nach Wohnungen, als hier aus Deutschland.
Vielen lieben Dank Euch allen :-)
Vielleicht gibt es ja jemanden, der/die auch auswandern möchte und Lust hat, sich mit mir zusammen zu tun.

Storstadstjej

Re: als Alleinerzihende nach Schweden

Beitragvon Storstadstjej » 22. August 2007 10:10

Als Au Pair eher nicht - du worst vom AuPairgehalt keine Wohnung bezahlen können, Au Pairs wohnen auch in der Regel bei der Familie - da wird es keinen Platz für Dich + Tochter geben. Du kannst aber durchaus als Kindermädchen arbeiten. Oder eben als Dagmamma - dann kommen dei Kids z.B. zu Dir.

nobse

Re: als Alleinerzihende nach Schweden

Beitragvon nobse » 28. August 2007 21:25

Nun gut,eine Antwort von mir ist ja schon gelöscht worden,aber denkst du , dir fliegen als "AlleinerZIHende ",Dip.Soz.Pädag. die gebratenen Tauben in den Mund?
Das Leben in Schweden knochenhart! Viele verträumen sich in ihren Urlaubserinnerungen und wundern sich ,wenn sie dann auf den Hintern landen.Und ich rate dir ab, von deinem Vorhaben.

bjoerkebo

Re: als Alleinerzihende nach Schweden

Beitragvon bjoerkebo » 29. August 2007 06:55

Hej!

Natürlich hat nobse nicht ganz Unrecht.
Es gibt viele,die glauben hier fliegt einem die Arbeit zu.Dem ist aber nicht so.

Aber an deiner Stelle würde ich mal mit denem Berater vom Arbeitsamt sprechen,welche Möglichkeiten du hast.(Sprachkurse,etc.).Vielleicht ist auch ein Euresberater bei dir in der Nähe.

Bei der ganzen Sache darfst du nur nicht vergessen,dich und die Probleme nimmst du überall mit,auch nach Schweden.

Also,überstürze nichts,denn du hast die Verantwortung für ein Kind und daher ist gute Planung wichtig.

Gruss aus Schweden,
Miriam

glada

Re: als Alleinerzihende nach Schweden

Beitragvon glada » 29. August 2007 07:01

Bibo, wenn du eine Frage hast, was man in Schweden als Sozialpädagoge oder Erzieher beruflich machen kann, schick mir eine PN. Ich werde dir gerne antworten, mache das aber ungerne öffentlich, weil ich mich im Augenblick im Forum überhaupt nicht zuhause fühle, der Ton passt mir einfach nicht.

Ich weiß nicht, was in einige von euch gefahren ist. Was sollen diese Anfeindungen? Ich lese in der obigen Anfrage in keiner Zeile, dass erwartet wird, dass gebratene Tauben in den Mund flögen.

Auf der anderen Seite ist es immer wieder spannend zu sehen, wie neue Mitglieder die Stimmung im Forum in eine völlig andere Richtung treiben können. Da greifen selbst Schreiber, die bisher im auf einen freundliche Ton geachtet haben, Leute an, weil deren Planung in ihren Augen naiv ist.

Oliver

nobse

Re: als Alleinerzihende nach Schweden

Beitragvon nobse » 29. August 2007 07:05

Richtig Miriam!Denn weglaufen bringt nichts!
Ich beöle mich immer wieder über die Leute die auswandern wollen -noch nie in Schweden gewesen-keine Sprachkenntnisse in schwedisch und englisch,geschweige von den Dialekten-kein Geld-keine Arbeit.Ich sage ,lasse es sein bringe dein Leben hier in die Bahn und dann kannst du darüber nachdenken.

nobse

Re: als Alleinerzihende nach Schweden

Beitragvon nobse » 29. August 2007 07:14

Juni -ollie,keiner greift einen an , aber es gibt auch Dinge die gesagt werden müssen ,denn es ist nicht alles rosenrot auf dieser Welt. Es muss schon die Wahrheit gesagt werden und nicht immer alles schöngemalt.Damit hilfst du keinen.

glada

Re: als Alleinerzihende nach Schweden

Beitragvon glada » 29. August 2007 07:19

Wessen Wahrheit?

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Re: als Alleinerzihende nach Schweden

Beitragvon Skogstroll » 29. August 2007 07:54

Ich würde die ganze Diskussion mal auf eine Frage reduzieren:

Wenn ich in einem Land, in dem ich aufgewachsen bin und dessen Sprache ich spreche, nicht zurecht komme (durchaus ohne das selbst "verschuldet" zu haben!), wieso soll es in einem Land besser funktionieren, denn Sprache ich nicht spreche, dessen Sozialsystem, Arbeitsrecht, Mietrecht etc. ich nicht kenne?

Einige Detailfragen wie die Kinderbetreuung mögen in Schweden tatsächlich bessser geregelt sein. Aber ansonsten ist auch Schweden das, was so gern als "freie Marktwirtschaft" gelobt wird, zur Zeit sogar eine konservativ-liberal regierte. Da gibt es keine grundlegenden Unterschiede zu Deutschland.
Im Einzefall mag es eine gute Antwort auf o.g. Frage geben, z.B. wenn man Arzt ist.
Ohne eine wirklich überzeugende Antwort halte ich das Risiko insbesondere mit Kindern einfach für zu gross.

Skogstroll

Storstadstjej

Re: als Alleinerzihende nach Schweden

Beitragvon Storstadstjej » 29. August 2007 09:30

Hej,

glada hat nicht Unrecht, es ist eine gewisse Veränderung festzustellen - in den älteren Beiträgen wären die Warnungen davor "eifach so nach Schweden zu gehen" entweder nicht existent gewesen, oder auch nur kleinlaut nebenbei geäussert worden. Ich nehm's gerne auf meine Kappe, finde es aber nur fair nicht jedem zu sagen, ja, versuch dein Glück, es ist ganz super-gummi-dolle hier. Man sollte dabei allerdings doch die Form bewahren. Jemanden allerdings "zu schonen" ist allerdings fehl am Platz.

Die "ultimative Wahrheit" ist, dass man gut geplant nach Schweden oder auch in jedes andere Land ziehen und einfach Pech haben kann oder auch ungeplant seine Sachen packen und anschliessend am neuen Ort das Glück finden kann. Die Frage dabei ist, wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit.

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Liebe Bibo,
den einzigen Vorteil, den Du hier beruflich haben wirst, ist dass Dich kaum ein Arbeitgeber "aussortieren" wird, weil Du ein Kind hast. Der nebenhergehende Nachteil ist - er wird Dich eventuell aussortieren, weil Du a) keine Schwedin bist und/oder b) Deine Schwedischkenntnisse zu wünschen übrig lassen.
Wenn Du schon in D Schwierigkeiten hast, Freundschaften zu schliessen, glaub mir, es ist hier schwieriger - die Schweden sind zwar nett und hilfsbereit und man hat hier in Nullkommanichts unzählige Bekannte, aber tiefgehende Freundschaften schliesst man hier langsamer als in D. Es ist anscheinend für Schweden selbst ein Problem - sonst wären die Frauenzeitschriften auch nicht voll mit Tipps, wie man denn neue Freundschaften schliesst.
Wenn Du Deiner Tochter (und Dir selbst) zutraust, eine Weile in einem neuen Land zu leben und im Zweifelsfalle OHNE einen psychischen Schaden zurückzukehren und wenn Du standfest und bodenständig genug bist, um Dich und Deine Tochter eine Zeitlang mit Kellnerjobs und Putzstellen durchzubringen - schnapp Dir ein Paar E-Formulare, die Dir 3 Monate lang ALG im Ausland zusichern und versuch Dein Glück. Idealerweise so geplant, dass Deine Tochter nicht in einem Land die Schule anfangen muss um im anderen weiterzumachen. Ob Du innerhalb kürzester Zeit einen Job in Deinem Bereich findest kann Dir keiner Sagen - ich fürchte nur, es ist nicht gerade der Bereich in dem es an (fremdsprachigen) Arbeitskräften mangelt. Letztendlich hängt das Gelingen von Dir allein ab - wie bereit Du bist den einen oder anderen Job anzunehmen, wie schnell Du Dich sprachlich aber auch sozial zurechtfindest etc. Abnehmen wird Dir hier keiner etwas, und denk' daran, dass Du Dich selbst mitnimmst.


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