Schweden

Von Auswanderern für Auswanderungswillige! Alle Fragen zu Planung und Durchführung, zu Umzug, Integration und Umgang mit den Behörden. Interessante Erlebnisse und Tipps der Expats.
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oka-kate
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Re: Schweden

Beitragvon oka-kate » 1. September 2007 09:22

Hej Bibo,

PN heißt private Nachricht! Steht bei jedem Posting (außer bei Gästen) unten dran, einfach draufklicken und schon kannst Du Dich mit der Person privat unterhalten ohne das es andere mitbekommen.

LG Katja
Nicht alles ist so einfach wie man denkt! Aber machbar ist alles!

Manty

Re: Schweden

Beitragvon Manty » 1. September 2007 10:58

manchmal redet man auch von PN und meint aber die Personenummer in Schweden :P

Manty

Re: als Alleinerzihende nach Schweden

Beitragvon Manty » 1. September 2007 11:58

Hi, ich bins wieder. Mit eurer Erlaubnis werfe ich mal wieder positive Sachen ein :)
Vielleicht sollte man mal wegkommen von diesem 3 Monate Arbeitslosengeld mit ins Ausland nehmen. Es gibt doch noch eine andere Möglichkeit, die vielleicht eher was bei dir wäre. Und zwar hat man die Möglichkeit eine Schule/Kurs zu machen, die darauf abzielt, dir 1. Grundkenntnisse der schwedishen Sprache zu vermitteln und 2. dich nach Schweden in Arbeit zu vermitteln.
Der Sprachkurs findet in D statt und geht meistens 10 Wochen. In 10 Wochen lernst du natürlich nicht so schwedisch, daß du dich unterhalten kannst, aber ein Anfang ist gemacht. So und im Interesse dieser Schule liegt es, dich nach Schweden zu vermitteln, weil sie erst dann richtig Geld vom lieben deutschen Vater Staat bekommen. Damit verdienen sie m. W. mehr als nur für den Unterricht für dich in schwedischer Sprache.
Dann kannst du dir die Schule selbst suchen. Sollte man auch tun, weil auf dem "Markt" einige Schulen sind, die nur den Sprachkurs abkassieren und nichts gewesen mit Vermittlung. Erzählen zwar immer, sie vermitteln einen, aber daraus wird meistens nichts, weil sie auch gar keine richigen Verbindungen nach Schweden haben.
Ich kann hier nur das BTC in Rostock empfehlen, weil mir bekannt, die haben gute Verbindungen in skandinavische Länder und eine hohe Vermittlungsrate.
http://www.btcweb.de/
Ist die Schule nicht in deiner Nähe, brauchst du natürlich eine Unterkunft und Betreuung für dein Kind.
So und da gehts los. Das Alles (Schule, Unterkunft, Betreuung Kind, Fahrtkosten Heimatort zum Schulort etc.) wird auch vom Arbeitsamt/Hartz IV bezahlt. Einziger Haken an der Sache: Als Arbeitslosengeld I-Empfänger hast du ein Recht darauf und bekommst das ohne Probleme bezahlt und genehmigt, als Hartz-IV Empfänger wird das Ganze zu einer Kann-Bestimmung und es kommt auf deinen Bearbeiter (oder wie heißt das jetzt? Fallmanager) drauf an, ob er dir so einen Kurs mit allem drum und dran genehmigt. Rede mit deinem Fallmanager, was du für Möglichkeiten hast, was er dir genehmigt. Gut ist, wenn du ihm schon was mitbringst, was du machen möchtest. Die machen das auch meistens mit. Wie hier schon erwähnt, die Arbeitsagenturen laden ja gern ihre Probleme ins Ausland ab.
Gehe deshalb vorher zu einem Eures-Berater, was es gibt, was du machen kannst, da gibts garantiert einen Vertreter in deiner Nähe.
http://ec.europa.eu/eures/main.jsp?lang ... es&catId=3
Dann gehe auch zum Raphaels-Werk. Laß dich dort ebenfalls beraten wegen einer Auswanderung. Da kann man auch anrufen, wenn keine Beratungsstelle in deiner Nähe ist. Besser ist aber immer persönlich. Die Beratung ist auch hier wie beim Eures-Berater kostenlos.
http://www.raphaels-werk.de/site/de/index.html
Achso zu der Schule sei noch erwähnt: In Rostock führen sie vorher einen zweitägigen Test durch (ebenfalls vom AA bezahlt, auch die Fahrtkosten dorhin und Übernachtung), wo du sozusagen auf Herz und Nieren geprüft wirst, ob das wirklich was ist für dich mit der Auswanderung. Also es wird nicht jeder X-beliebige genommen.
So dann zu dir. 35 Jahre ist nicht zu alt. Ich kenne jemanden, der hat das Ganze mit 50 durchgezogen und sagt heute, mensch hätte ich das bloß man früher schon gemacht.
Dein Kind 4 Jahre. Gut, da kriegt man schon eine Menge mit. Du solltest wirklich erstmal allein her und alles "vorbereiten," damit dein Kind gleich in geordnete Verhältnisse kommt. Wird aber schwierig, weil du ja alleinerziehend bist und du sagt, du hast Niemanden. Was ist mit deinen Eltern? Kindergarten-Platz zu bekommen, ist nämlich nicht so einfach. Da gibt es Wartezeiten, bei uns hier in Halland sind es 4 Monate max. und wie hier schon diskutiert, du brauchst dafür eine Personennummer. Ohne Personnummer kein Kita-Platz. Es gibt aber auch kirchl. Kita-Plätze, wo du dein Kind ohne PN anmelden kannst, aber die haben Wartezeiten von bis zum einem Jahr.
Und von D aus Arbeit zu finden, allein mit Kind, ohne Sprachkenntisse :smt018 Das funktioniert nicht. Du wirst auch mindestens, laß mich lügen, vielleicht bis zu 3 Jahren brauchen, um die Sprache so zu beherrschen, daß du dich ein wenig unterhalten kannst, wenn du in D die Sprache lernst ohne im Land der Sprache zu leben. Auch ist es absolut schwer von D aus im Ausland Arbeit zu finden. Vor Ort hat man eher Chancen.
Also ich würde dir eine Schule wie oben beschrieben empfehlen.

Storstadstjej

Re: als Alleinerzihende nach Schweden

Beitragvon Storstadstjej » 1. September 2007 12:27

Hej Bibo,

ich wieder, Advocatus Diaboli :-).
Ganz ehrlich, so in etwa habe ich auch gedacht: erst wenn ich die Sprache gelernt habe, und einen Job sicher habe... Das Leben und auch das Umziehen in ein anderes Land geht selten wie geplant von statten. Was ich meine?
Um die Sprache vernünftig in Deutschland zu lernen braucht man eine Weile - 2 Jahre, oder vielleicht sogar 3? Schnell und effektiv? Nur Vorort. (Jaja, ich weiss es gibt auch Sprachgenies, aber es snd ausnahmen)
Bis dahin ist dein Kind im Schulalter - ideal wäre aber die Umzieherei VOR der Schule durchzuziehen.
Punkt "Job" - ich habe einen vor dem Umzug gefunden, viele ausser mir auch. Ich kann aber aus Erfahrung sprechen, dass sich die Jobsuche von D aus erstaunlich schwierig gestalten lässt - viele Firmen beantworten nicht einmal die Anfrage die aus dem Ausland gestellt worden ist. Die gesuchten Berufsgruppen mögen da eine Ausnahme darstellen, aber dazu gehörst Du leider nicht. Gut bedient ist man, wenn man sich eine schwedische Adresse organisiert - bei einer Freundin z.B. Aber auch das funktioniert nicht immer und ein AG könnte es einem eventuell auch übel nehmen, wenn Du im direkten Gespräch zugibst, dass Du gar nicht unter der angegebenen Adresse wohnst.
Und nicht zuletzt - Du sagst Du fühlst Dich seit 35 Jahren nicht wohl in D. Wie kommst Du darauf, dass Du Dich in Schweden wohlfühlen wirst. Deine Tochter und die Jobsituation ist ja erst seit 4 von den 35 Jahren so.
Es ist nicht so, dass ich Dich nicht verstehe, im Gegenteil - ich hatte ähnlichen Gedankengang vor etwa 2 Jahren. Nur muss man davon ablassen und an der einen Stelle sich den Umzug "schnellerdenken" und an der anderen langsamer. Und man muss ein wenig Abstand zum "wohlfühlspunkt" erreichen, sonst werden Deine Träume auch nach einem erfolgreichen Umzug zerbrechen.
Ich wünsche Dir trotzdem (oder gerade wegen?) viel Erfog dabei.

PN = Weiss nicht, welche Oliver gemeint hat, zwei Varianten: "Personnummer" - Steuernummer die jeder in Schweden angemeldete bekommt. Oder, im Bezug auf's Forum - "Persönliche Nachricht", die man hier schreiben kann.

Gast

Re: als Alleinerzihende nach Schweden

Beitragvon Gast » 2. September 2007 10:13

Hallo Ihr,

danke für die guten Tipps. Ja mir läuft etwas die Zeit davon. Bis die Kleine zur Schule geht, muß ich wissen wohin.
Das mit der Sprache ist echt ein Problem. Hier schwedisch zu lernen ist sehr schwierig, kein Mensch spricht soo langsam in Schweden.
Ich erlerne eine Sprache sehr schnell, wenn ich in dem Land bin, dessen Sprache ich erlernen möchte.
Deshalb versuche ich ja über wwoof an Bauernhöfe ranzukommen, um direkt vor Ort zu arbeiten und zu lernen.
Ist für mich erst einmal der bessere Weg. Nach 4-6 Monaten in Schweden, werde ich wissen, ob ich da bleiben will und dann bin ich vor Ort.
Leider habe ich enorme Probleme mit meiner Sachbearbeiterin beim Hartz IV Amt.
(Als Hartz IV Empfänger hast Du zwei Bearbeiter, einen der für das Finanzielle zuständig ist und den Fallmanager, der Dich bei der Jobsuche unterstützt). Zu meiner Fallmanagerin habe ich ein sehr gutes Verhältnis.
Mein Glück ist, das mir mein Ex Unterhalt zahlt und ich nicht viel vom Amt bekomme.
Tja das mit meinen Eltern ist ein Problem, mein Vater wohnt nicht in meiner Nähe und meine Mutter weigert sich aufzupassen.
Hier geht meine Maus seit einem Jahr zum Kindergarten.
Werde gleich in der nächsten Woche zu meiner Fallmanagerin fahren, sie hat nicht viel Ahnung und wollte sich schlau machen.
Wer von Euch hat es denn riskiert auszuwandern?
Wie waren Eure Erfahrungen? Habe am meisten Angst vorm Heimweh.
Einen schönen Sonntag wünsche ich Euch.
Bibo

Bibo

Re: als Alleinerzihende nach Schweden

Beitragvon Bibo » 2. September 2007 10:22

Ich weiß nicht, ob ich mich in Schweden wohlfühlen werde, aber ich muß es riskieren, hier tue ich es definitiv nicht. Die Chancen in Schweden stehen 50/50 %, dass ist doch schon einmal was.
Hier bleiben und zu wissen, dass ich mich unwohl fühle wäre doch dumm oder? Manchmal muß man für sein Glück ein wenig tun und leider kann ich nicht in die Zukunft schauen.

Manty

Re: als Alleinerzihende nach Schweden

Beitragvon Manty » 2. September 2007 10:50

Oh bitte, entschuldige, aber Bauernhöfe? 4 - 6 Monate mal sehen Laß die Finger von irgendwelchen Experimenten. Du bist nicht allein. Denk an deine Tochter!
Mach so eine Schule, bereite dich langfristig auf alles vor. Wenn du ein gutes Verhältnis zu deiner Fallmangerin hast, paßt das gut, weil die nämlich dafür zuständig ist, die ganzen Sachen zu genehmigen und wenn sie das tut, bekommst du auch dein Geld.
Aber bitte, bitte geh zu Eures und Raphaels-Werk und laß dich umfangreich beraten, WICHTIG :!: gerade wegen deiner kleinen Tochter! :!: :!: :!: Und wieso hast du Zeitdruck? Deine Tochter ist vier. Es sind noch zwei Jahre hin bis zur Einschulung, also überstürz nichts sinnlos. Renn allen möglichen Behörden die Bude ein, erkundige dich 1000 mal und wenn du deine Fragen 3 mal stellst. Frag vor allen Dingen auch 1000 mal, was mit deiner Tochter wird, wie du das handhaben kannst. Die Rennereien und ganze Beantragerei werden nerven, aber am Ende wirst du durchatmen können, weil du finanziell nicht ganz mittellos dastehst.
Und denk nicht jetzt schon über Heimweh nach. Bereite dich seelisch drauf vor, daß alles evt. mies läuft, daß es dir nicht in Schweden gefällt, daß nichts so ist, wie du es dir vorgestellt hast, dann wird die Enttäuschung nachher minimal ausfallen und du wirst es evt. auch schaffen.

Uwe Ernst
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Re: als Alleinerzihende nach Schweden

Beitragvon Uwe Ernst » 2. September 2007 10:55

Hallo,

wenn man privat bei einem Schweden lernt, dann geht es schneller.
In welcher Gegend wohnst du denn? Wenn es Berlin wäre, wüßte ich eine Schwedischlehrerin.

Übrigens, ganz im Norden von Schweden sollen die Chancen Arbeit zu finden größer sein, wenn man beruflich flexibel ist.

Guß uwe

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janaquinn
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Re: als Alleinerzihende nach Schweden

Beitragvon janaquinn » 2. September 2007 11:02

Hej Manty, danke, das du es geschrieben, denn ich hatte überlegt, wie ich es rüberbringen soll, ohne jemanden auf die Füsse zu treten.

@Bibo:
Ich stimme Manty zu. 4-6 Monate Trennung von deiner Tochter, die gerademal 4 Jahre alt ist? Ein solche Sache ist möglich, wenn deine Tochter, neben dir, noch eine weitere feste Bezugsperson hat, zu der sie grenzenloses Vertrauen hat. Man kann auch nicht in diese relativ kurzen Zeit feststellen, ob man sich wirklich wohlfühlt in einem anderen Land, auch die Sprache lernt man nicht so schnell. Mein Mann spricht nach 8 Monaten ein recht passables schwedisch, aber er spricht es sicherlich nicht perfekt. Meist geht doch noch recht viel über englisch, was seine Muttersprache ist.
Wir fühlen uns wohl in Schweden, aber wir haben eine schwierige Phase hinter uns, wo man auch mal in grübbeln gerät, ob es der richtige Schritt war.
Ich habe es schon mal gesagt, sage es aber nochmal: Schweden kann ein hartes Pflaster sein, vorallem wenn man die Sprache nicht spricht. Einen Job zu finden, ohne die Sprache zu können, ist schwierig, wenn nicht fast unmöglich, es sei denn du hast einen gesuchten Beruf. Dann nehmen dich die Arbeitgeber mit Handkuss, aber auch da werden sie sich für einen Bewerber entscheiden, der fliessend englisch kann oder zumindes einen schwedischen Grundschatz besitzt. Du kannst zwar einen Sprachkurs im Lande machen, aber dafür brauchst du eine Personnummer, und meist gibt es recht lange Wartelisten, zumindest in unserer Komune.
Schau dir wirklich mal die verschiedenen Links an, die Manty reingesetzt hat, vielleicht ist es was für dich.
Aber bitte keine Experimente wagen, nicht als Mama eines 4jährigen Kindes.

LG JANA
Gestern ist Vergangenheit. Der Morgen ist ein Geheimnis. Heute ist ein Geschenk

Storstadstjej

Re: als Alleinerzihende nach Schweden

Beitragvon Storstadstjej » 2. September 2007 14:28

Ein wenig OT:
Heisst das jetzt wirklich neuerdings FALLMANAGER? Möchte nicht wissen, was die Umbenennung der Sachbearbeiter in Fallmanager gekostet hat. Ich weiss nicht, soll ich lachen oder weinen? *kopfschüttel*

Zurück zum Thema:
Bibo, in Berlin gibt es eine schwedische Gesellschaft, ich nehme an, es gibt auch sowas wie einen Stammtisch oder auch Events. Das wäre eine gute Variante für Dich und zwar zweierli: Zunächst kannst Du den einen oder anderen Schweden kennenlernen und schon einmal vorschnuppern "wie die so drauf sind". Ich nehme an als Harz IV ist ein guter Schwedischkurs nicht drin und "Einzelunterricht" ist eh immer besser - such Dir über den schw. Verein einen Tandempartner bzw jemand, der dir vielleicht im Austausch für Anderes ein wenig Schwedisch beibringt.

Was die Bauernhofidee angeht - vielleicht findest Du ja eine Farm, wo auch Kinder der "Urlaubsarbeiter" mitkönnen. Das würde deine Kleine vielleicht als "nettes Abenteuer" aufnehmen. Ob Du da aber so richtig in das Leben in Schweden reinschnuppern kannst ...

Letztendlich hängt alles davon ab, wie "leidensfähig" du bist - du kannst auch gern nach Schweden kommen und hier als Raumpflegerin arbeiten, soetwas findet sich immer und geht vielfach auch ohne die Sprache zu können... Ob das aber etwas für eine Mutter eines Kindergartenkindes ist und ob es von da auch einen Karriereweg zurück gibt, das kann Dir keiner so richtig sagen.


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