Schweden

Von Auswanderern für Auswanderungswillige! Alle Fragen zu Planung und Durchführung, zu Umzug, Integration und Umgang mit den Behörden. Interessante Erlebnisse und Tipps der Expats.
Link zum Portal: http://www.schwedentor.de/auswandern-leben
Fhre Schweden: Mit Stena Line nach Skandinavien: Sassnitz-Trelleborg

Benutzeravatar
Imrhien
Alter Schwede
Alter Schwede
Beiträge: 3313
Registriert: 6. Dezember 2006 10:31
Schwedisch-Kenntnisse: fließend
Lebensmittelpunkt: Schweden

Re: als Alleinerzihende nach Schweden

Beitragvon Imrhien » 29. August 2007 09:45

Hej,

nicht zu vergessen, das Kind das Du mitnehmen möchtest. Ich will gar nicht rundheraus abraten. Dennoch ist zu bdenenken, dass Du dein Kind erst mal in Einrichtungen unterbringen musst bevor Du arbeiten kannst. Natürlich ist das möglich. Es gibt diese Einrichtungen und in aller Regel sollte das recht einfach laufen mit dem Platz und so. Ich kenne das Kind nicht, weiss daher nicht wie einfach die Ablösung werden wird. Meine Kinder sind da recht unkompliziert, sie sind es durch die Krippe gewöhnt seit sie 9 Monate alt sind. Aber trotzdem mache ich mir Sorgen um meinen Großen (3 1/2) und rechne damit, dass es zu Anfang Schwierigkeiten oder gar Protest geben wird. Er versteht plötzlich niemanden mehr und schlimmer, die verstehen ihn auch nicht. Ausser wir finden eine Einrichtung die jemanden beschäftigt der Deutsch kann... Aber ich rechne mal damit, dass ich bei beiden Kindern eine Weile in der Nähe sein muss also die Eingewöhnung länger dauert als hier in Deutschland. Vielleicht irre ich mich. Das sehe ich dann. Aber ich stelle es mir schwer vor in der Zeit dann einen Job anzunehmen. Das ist für Alleinerziehende nochmal schwerer als für andere. Wir haben immerhin einen Verdiener und ich brauche nicht vom ersten Tag an zu arbeiten. Ausserdem wurde mir schon eine kleine Teilzeitstelle in Aussicht gestellt sobald mal alles geregelt ist... Es ist also für uns relativ einfach alles.
Ich wünsche Dir viel Glück und alles Gute. Aber ich denke Du musst einfach noch besser planen und vorbereiten als wir damit alles reibungslos klappt. Das heisst nicht, dass es nicht klappen kann.

@glada: Auch ich finde, dass es manchmal etwas härter geworden ist hier und ärgert es mich auch. Aber ich finde es schade, wenn Du oder andere Euch zurück zieht. Es wird auch nicht wieder besser wenn die die was dagegen haben einfach gehen. Schliesslich fehlen dann ja genau die Beiträge die das Forum auch mal zu dem gemacht haben was es war/ist.

Liebe Grüße

Wiebke

Zschirli

Re: als Alleinerzihende nach Schweden

Beitragvon Zschirli » 29. August 2007 10:20

@Wiebke:

hab gerade deinen Beitrag gelesen und auch deine Sorgen bezueglich Kindergarten (Dagis)... kommt mir sehr bekannt vor, hatte ich auch. Mein Kurzer (4) ist auch gerade in den Kindergarten gekommen. Die kuemmern sich ruehrend, haben sich sogar eine Liste mit wichtigen deutschen Worten an die Pinnwand gehängt. Und der Kleine (starker Charakter) bringt seinen schwedischen Spielfreunden jetzt deutsch bei :lol: . Mach dir nicht so grosse Sorgen, Briobahn ist eh international :wink: . Ich kenn zwar deine Kinder (und dich) nicht - meinen gefällts durchweg, hab von keinem (Kinder und fröken) was negatives gehört. :wink:

@alle
Zum Thema "Ton im Forum" habe ich mich ja schon geäussert - auch wenn mir das als Neuling wahrscheinlich gar nicht zusteht :oops: .

generell: gute Vorbereitung und vielleicht schon vorhandene persönliche Kontakte (zu Schweden) und wenigstens beginnende Sprachkenntnisse sind schon echt von Vorteil.
Hatte gerade die Tage mit Leuten (Deutschen) zu tun, die hier Fuss fassen wollten. Waren bass erstaunt, dass ihnen hier nichts in den Schoss fällt und keiner mit offenen Armen am Empfang steht. Sind dann total enttäuscht und auch sehr wuetend wieder abgereist. Leute, erspart euch das!
Will man hier Fuss fassen, muss man schon was leisten (unsere Erfahrung) und den Leuten hier zumindest das Gefuehl geben, ihnen nuetzlich zu sein. Mit solch einem Konzept halte ich ein Auswandern / Umziehen nach Schweden fuer möglich und machbar...

So viel zu meiner Meinung
und liebe Gruesse an Wiebke und Kinder - ihr packt das schon!

Nicole

Benutzeravatar
Imrhien
Alter Schwede
Alter Schwede
Beiträge: 3313
Registriert: 6. Dezember 2006 10:31
Schwedisch-Kenntnisse: fließend
Lebensmittelpunkt: Schweden

Re: als Alleinerzihende nach Schweden

Beitragvon Imrhien » 29. August 2007 10:54

Zschirli hat geschrieben: liebe Gruesse an Wiebke und Kinder - ihr packt das schon!

Nicole


Hej Nicole,

danke. Das tut immer wieder gut wenn andere von Ihren positiven Erlebnissen erzählen. Klar, ich weiss, dass es klappen wird. Das sagen alle. Trotzdem macht man sich doch einfach Sorgen. Und jede gute Geschichte hilft da. Unsere Kinder sind recht pflegeleicht und relativ stabil und haben wenige Ablöseängste bisher. Lilli mehr als Flo. Aber sie ist ja auch erst ein Jahr alt. Wir sind sicher, dass die das packen. Nur wollen wir es ihnen so einfach und angenehm wie möglich machen. Sie sollen sich ja auch freuen über den Umzug. Bisher finden sie bzw. unser Sohn mit 3 1/2 das sehr spannend. Aber so soll es ja auch bleiben. Bin mal sehr gespannt auf die Dagis. In dem Ort in dem wir wohnen werden gibt es eine Art Nachbarschaftsvereinigung die einen Kindergarten hat, wenn wir das richtig verstehen. Da melde ich mich dann im Oktober gleich mal... oder vielleicht sollte ich vorher schon schreiben?
Aber da ist mein schwedisch noch so schlecht zum Schreiben... naja ich versuchs mal.

Liebe Grüße

Wiebke

Benutzeravatar
janaquinn
Alter Schwede
Alter Schwede
Beiträge: 2206
Registriert: 5. Oktober 2006 09:29
Schwedisch-Kenntnisse: fließend
Lebensmittelpunkt: Schweden

Re: als Alleinerzihende nach Schweden

Beitragvon janaquinn » 29. August 2007 10:58

Hej Bibo, du hast eine schwierige Situation für dein Vorhaben, alleinerziehend und dein Kind ist noch recht klein, was aber auch ein Vorteil sein kann, für die Sprachentwicklung. Ich denke, als AuPair wird es schwierig werden eine passende Stelle zu finden, allerdings gibt es 2 Deutsche Schulen in Stockholm und Göteborg, vielleicht kannst du dich auch da bewerben. Ich weiss nicht, in wiefern du in deiner beruflichen Laufbahn mit behinderten Menschen zusammengearbeitet hast, aber vielleicht wäre auch dies eine Arbeitsmöglichkeit, die Komunen suchen immer wieder persönliche Assistenten.
Es gibt natürlich Tageseinrichtungen für Kinder in Schweden, aber ich habe die persönliche Erfahrung gemacht, das es recht schwer ist, einen Platz zubekommen, wenn ein Elternteil zuhause ist. Wir warten seit 4 Monaten auf einen Platz für unsere Tochter, unser Sohn geht seit Montag in die Schule, wo er sich sehr wohl fühlt.

Es mag auch einfacher sein, direkt in Schweden Wohnung und Job zu finden, allerdings solltest du dann Kapital genug haben, um dich und dein Kind solange durchzubringen, denn als Hartz IV-Empfänger steht dir leider keine Zahlung im Ausland zu, haben die Geschichte mit meiner Schwester durchgemacht, zumindest nicht, wenn du dich ehrlich beim Arbeitsamt meldest und Bescheid gibst, das du nicht mehr in Deutschland lebst.

In deiner Situation mit Kind empfehle ich dir wirklich, alles nur mögliche von Deutschland aus zu probieren und zu organisieren, nicht das dein Traum zum Alptraum wird. Tue dir und deinem Kind den Gefallen, überleg dir den Schritt wirklich gut, schliesslich wollt ihr nicht nur 2 Strassen weiter ziehen sondern Deutschland ganz verlassen.

Viel Glück und gutes Gelingen
JANA
Gestern ist Vergangenheit. Der Morgen ist ein Geheimnis. Heute ist ein Geschenk

bjoerkebo

Re: als Alleinerzihende nach Schweden

Beitragvon bjoerkebo » 29. August 2007 10:58

@Storstadstjej

E-303 steht dir nur bei Arbeitslosengeld 1 zu.
Bei Harz 4 gibt es andere Regelungen.
Daher würde ich mich da erst dringend beim A-amt erkundigen,was für finanzielle Unterstützung man erhalten kann.

Ich finde es auch wichtig,das man versucht seine Träume zu verwirklichen und vielleicht damit sein Leben zu verbessern.
Aber man sollte die Realität nicht ausser Acht lassen,denn wenn man darauf angewiesen ist sofort Geld zu verdienen und dabei auch ein Kleinkind zu erziehen, wäre es mir persönlich wirklich wichtig sind umfassend zu informieren.
Man weiss zwar nie was einen erwartet(wo weiss man das heute noch?!)
Aber man will sich ja,wenns geht verbessern.

@Irmhin,
mach dir mal keine Sorgen um die Kinds.
Meine Tochter ist 9 und spricht nach 8 Monaten fließend schwedisch und sie bekam hier keinen Extra unterricht.
Je jünger die Kinder sind,desto leichter fällt es ihnen meist mit der neuen Sprache,wenn die Leher und Erzieher gut auf die Kids eingehen.
Denke,wenn es Probleme gibt,ist es erst die Trennungsangst,da sie zu Beginn ja noch nicht alles verstehen.


Warum hier momentan so eine komische Stimmung herrscht versteh ich nicht so wirklich.
Finde man sollte immer beide Seiten darstellen,die die Mut macht und gute Ratschläge gibt aber auch die vor Gefahren warnt und somit den Leuten gleich die Möglichkeit gibt Fehler,die man vielleicht selbst gemacht hat aus dem Weg zu gehen.


Wir haben doch alle mal klein angefangen!

Benutzeravatar
Imrhien
Alter Schwede
Alter Schwede
Beiträge: 3313
Registriert: 6. Dezember 2006 10:31
Schwedisch-Kenntnisse: fließend
Lebensmittelpunkt: Schweden

Re: als Alleinerzihende nach Schweden

Beitragvon Imrhien » 29. August 2007 11:16

bjoerkebo hat geschrieben:Wir haben doch alle mal klein angefangen!


"Alles muss klein beginnen..."

Wie wahr. Und wie lange es dauert bis aus etwas kleinem was großes wird, das wissen wir doch alle. Man muss ja nur mal seine Kinder anschauen.

Grüße

Wiebke

Storstadstjej

Re: als Alleinerzihende nach Schweden

Beitragvon Storstadstjej » 29. August 2007 11:27

Danke für die Berichtigung, ich war glücklicherweise noch nie arbeitslos, sondern maximal zwischen 2 Jobs.
Da die Agentur für Arbeit aber gerne ihre "Probleme" in's Ausland loswird, wäre vielleicht ein Infotermin zum Thema ein ganz guter Anfang.
3 Monate darf man sich in Schweden aufhalten, ohne zum Migrationsverket laufen zu müssen und 3 Monate sind m.E. recht realistisch um in Schweden "irgendeinen Job" zu finden, so man es will. 3 Monate sind auch realistisch einen "besseren" Job zu finden, wenn man Sprachvorkenntnisse und eine gute Ausbildung vorweisen kann.
Wie sich ein solches Abenteuer mit eventueller Rückreise auf das Kind auswirken würde muss man sich natürlich überlegen - das liegt in der Elternpflicht!

Grundsätzlich finde ich, dass gerade bei solchen Anfragen beides dazugehört - sowohl das Mutmachen, als auch die Warnung.

Bibo

Schweden

Beitragvon Bibo » 1. September 2007 08:52

Danke Euch allen, für die netten und auch weniger netten Antworten.
Kann die Befürchtungen schon verstehen, die gehen mir ja auch durch den Kopf,bin halt nicht mehr alleine.
Also erst einmal habe ich erst dann vor nach Schweden zu gehen, wenn ich die Sprache gut kann, es hat keinen Sinn in meinem Beruf in einem fremden Land zu arbeiten, wenn man die Sprache nicht beherrscht, außerdem hat das auch mit Respekt gegenüber einem Land zu tun.
Dann werde ich nur gehen, wenn ich Arbeit sicher in Aussicht habe. Was soll ich nem fremden Land auf der Tasche liegen?
Um meine Tochter mache ich mehr eher weniger Sorgen, sie ist sehr kontaktfreudig und wenig scheu und ich denke auch, dass sie die Sprache schneller beherrscht, als ich.
Dann: ich bin ein sehr Kontaktfreudiger Ménsch, ein hartes Leben bin ich gewohnt. Das Auswandern werde ich sehr gut vorbereiten, werde auch mal ein paar Wochen über wwoof in Schweden arbeiten, denn mit Kind müssen Dinge sehr gut überlegt sein.
Hier in Deutschland habe ich keine Perpektive und das ist Fakt.
Wie lange soll ich hier noch von Hart IV leben? Wenn meine MAus alt genug ist oder es hier endlich vernünftige Unterbringungsmöglichkeiten gibt, dann kann ich mir anhören: oh Sie sind so lange aus ihrem Beruf raus oder sie sind leider zu alt.
Tauben in den Mund fliegen? Wenn ich hier bliebe, würde ich genau das hier tun :-)
Deshalbe will ich ja weg, ich will hier nicht sitzen und warten, dass ein Wunder passiert.
Ich finde ich bin noch ein wenig zu jung dafür. Und wenn man was will, muß man auch mal was riskieren. Seit ca. 35 Jahren unzufrieden in diesem Land, mal ehrlich, wie stehen die Chancen, dass es in den nächsten 35 bessser wird?
Bitte sagt jetzt nicht, hier muß man was dafür tun, eben, dass hab ich alles schon durch.
Und Oliver, ich geb Dir recht mit dem Ton, dass hab ich schon in vielen anderen Foren erlebt, vorallem das Schubladendenken vieler ist schrecklich. Aber es gibt eben auch Menschen, denen ein wenig das feingefühl fehlt, um Dinge die sie denken richtig rüber zu bringen.
Nicht so ernst nehmen :-) Und das Gute annehmen :-)
Würd mich freuen, wenn Du Dich meldest.
Was meinst Du mit PN?
lieben Gruß an alle
Bibo

Wer etwas ändern will sucht nach Wegen, alle anderen suchen Gründe.

Bibo

Re: als Alleinerzihende nach Schweden

Beitragvon Bibo » 1. September 2007 09:06

Uuuups habe grad falsch geantwortet, also fals Ihr mich im Forum nochmlas mit dieser Antwort entdeckt, nichts dabei denken ;-)
Danke Euch allen, für die netten und auch weniger netten Antworten.
Kann die Befürchtungen schon verstehen, die gehen mir ja auch durch den Kopf,bin halt nicht mehr alleine.
Also erst einmal habe ich erst dann vor nach Schweden zu gehen, wenn ich die Sprache gut kann, es hat keinen Sinn in meinem Beruf in einem fremden Land zu arbeiten, wenn man die Sprache nicht beherrscht, außerdem hat das auch mit Respekt gegenüber einem Land zu tun.
Dann werde ich nur gehen, wenn ich Arbeit sicher in Aussicht habe. Was soll ich nem fremden Land auf der Tasche liegen?
Um meine Tochter mache ich mehr eher weniger Sorgen, sie ist sehr kontaktfreudig und wenig scheu und ich denke auch, dass sie die Sprache schneller beherrscht, als ich.
Dann: ich bin ein sehr Kontaktfreudiger Ménsch, ein hartes Leben bin ich gewohnt. Das Auswandern werde ich sehr gut vorbereiten, werde auch mal ein paar Wochen über wwoof in Schweden arbeiten, denn mit Kind müssen Dinge sehr gut überlegt sein.
Hier in Deutschland habe ich keine Perpektive und das ist Fakt.
Wie lange soll ich hier noch von Hart IV leben? Wenn meine MAus alt genug ist oder es hier endlich vernünftige Unterbringungsmöglichkeiten gibt, dann kann ich mir anhören: oh Sie sind so lange aus ihrem Beruf raus oder sie sind leider zu alt.
Tauben in den Mund fliegen? Wenn ich hier bliebe, würde ich genau das hier tun :-)
Deshalbe will ich ja weg, ich will hier nicht sitzen und warten, dass ein Wunder passiert.
Ich finde ich bin noch ein wenig zu jung dafür. Und wenn man was will, muß man auch mal was riskieren. Seit ca. 35 Jahren unzufrieden in diesem Land, mal ehrlich, wie stehen die Chancen, dass es in den nächsten 35 bessser wird?
Bitte sagt jetzt nicht, hier muß man was dafür tun, eben, dass hab ich alles schon durch.
Und Oliver, ich geb Dir recht mit dem Ton, dass hab ich schon in vielen anderen Foren erlebt, vorallem das Schubladendenken vieler ist schrecklich. Aber es gibt eben auch Menschen, denen ein wenig das feingefühl fehlt, um Dinge die sie denken richtig rüber zu bringen.
Nicht so ernst nehmen :-) Und das Gute annehmen :-)
Würd mich freuen, wenn Du Dich meldest.
Was meinst Du mit PN?
lieben Gruß an alle
Bibo

Wer etwas ändern will sucht nach Wegen, alle anderen suchen Gründe.

Bibo35
Stiller Beobachter
Beiträge: 2
Registriert: 22. August 2007 09:48

Re: als Alleinerzihende nach Schweden

Beitragvon Bibo35 » 1. September 2007 09:18

P.s
zum Glück nehme ich mit, ich mag mich nämlich ganz gerne :-))))))))))


Zurück zu „Auswandern“

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 3 Gäste