Schulwechsel mit 17 ein Problem?

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Imrhien
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Re: Schulwechsel mit 17 ein Problem?

Beitragvon Imrhien » 10. April 2008 16:03

Berta hat geschrieben:Ihr solltet auf alle Fälle sicherstellen, dass eure Tochter, so sie denn mitkommt, die Möglichkeit erhält, ohne Gesichtsverlust nach Deutschland zurückzukehren - beispielsweise durch einen Einstieg als Austauschschülerin, eventuell auch bevor ihr nach Schweden geht. Es geht um ihre Zukunft - und die sollte ihr möglichst nicht verbaut werden.

Naja,
Berta.


Hej,
ich gebe Dir in fast allen Punkten recht. Es ist schwierig, wenn auch anscheinend nicht unmöglich, haben andere ja auch schon gemacht. Es muss gut vorbereitet werden und es sollte ein Notfallplan bestehen, für den Fall der Fälle. Aber ich sehe diesen Fall nicht so tragisch, dass es ein Gesichtsverlust wäre. Man versucht etwas, probiert aus, das ist nichts schlechtes. Auch nicht, wenn sich rausstellt, dass es nicht das ist was man möchte. Schaden tut ein Auslandsaufenthalt eh kaum. Man muss nur gut vorbereiten wo sie leben könnte und wie sie in Deutschland dann doch noch ihren Weg gehen könnte. Und das möglichst so, dass sie dabei nicht zu viel Zeit verliert. Denn im Gegensatz zu Schweden, wo man ja anscheinend auch mittem im Leben noch spontan eine neue, ganz andere Berufsrichtung wählen kann, ist das in Deutschland schon schwerer, wenn man zu viel Zeit "vertan" hat.
Aber grundsätzlioch spricht doch nichts dagegen das gemeinsam auszuprobieren, wenn eben die Pläne gut sind :)
Viel Erfolg auf alle Fälle.

Was mich mal noch interessieren würde... gibt es echt keine Möglichkeit bei den Schulprogrammen zurückgestuft zu werden? Das heisst, man hätte mehr Zeit? Wieso muss man in der gleichen Altersgruppe bleiben und ein Rpgramm machen, das nicht den eigenen Fähigkeiten entspricht, nur weil die Sprache nicht sitzt? Gibt es nicht die Möglichkeit mehr Förderung zu bekommen und notfalls einfach ein Jahr später den Abschluss zu machen?

Grüße
Wiebke

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Re: Schulwechsel mit 17 ein Problem?

Beitragvon Berta » 10. April 2008 16:34

Hej.

Ich glaube, Wiebke, wir sehen das noch ähnlicher, als du annimmst - denn genauso, wie du das hier beschreibst, habe ich das gemeint.
Wiebke hat geschrieben:Aber ich sehe diesen Fall nicht so tragisch, dass es ein Gesichtsverlust wäre. Man versucht etwas, probiert aus, das ist nichts schlechtes. Auch nicht, wenn sich rausstellt, dass es nicht das ist was man möchte. Schaden tut ein Auslandsaufenthalt eh kaum. Man muss nur gut vorbereiten wo sie leben könnte und wie sie in Deutschland dann doch noch ihren Weg gehen könnte. Und das möglichst so, dass sie dabei nicht zu viel Zeit verliert.
Ich meinte das auf keinen Fall so, dass eine Rückkehr prinzipiell ein Gesichtsverlust bedeutet, sondern eher andersrum: Eine Rückkehr muss im vorliegenden Fall möglich sein, ohne dass das als Gesichtsverlust erlebt wird. Und das kann, könnte ich mir eben vorstellen, einer 17-Jährigen doch auch schwer fallen, weswegen eine Familie meines Erachtens alles daran setzen muss, diese Option von vorneherein als eine mögliche darzustellen. So dass es, wenn auch bestimmt nicht eine einfache, so doch eine freie Entscheidung wird, in Schweden zu bleiben oder (erst mal bis zum Abschluss der Schule) nach Deutschland zurückzukehren. Eine Entscheidung, die nicht von (unzumutbaren) Erwartungen von irgendwelchen Seiten noch schwerer gemacht wird, als sie ohnehin schon ist.

(Im Übrigen, aber das ist ein anderes Thema, könnte ich persönlich mir niemals vorstellen, irgendwohin für immer zu gehen. Ich war mal ein Jahr in Schweden, vielleicht gehe ich wieder hin, vielleicht, um zu promovieren oder ein paar Jahre da zu arbeiten. Aber vielleicht gehe ich auch nach Mecklenburg oder nach Wien oder nach Norwegen oder nach Polen oder ich bleibe noch ein bisschen im Schwäbischen oder ich kehre für eine Weile nach Schleswig-Holstein zurück - und wenn ich Lust habe, sich das so ergibt, dann gehe ich auch wieder woanders hin. So ist das eben: wir transmigrieren so vor uns hin, zunehmend eben auch über Landesgrenzen hinweg. Und das hat überhaupt gar nichts mit Gesichtsverlust zu tun, sondern mit Normalität.)

So weit dazu,
zurück zur 17-Jährigen. Auslandserfahrungen sind immer gut; und gegen ein Ausprobieren spricht ja eigentlich gar nichts.
Gruß,
Berta.

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Re: Schulwechsel mit 17 ein Problem?

Beitragvon Imrhien » 11. April 2008 12:04

Hej Berta,
so langsam glaube ich auch, dass wir das ziemlich ähnlich wenn nicht gleich sehen :)
Ich gehöre auch zu den Menschen die immer wieder umgezogen sind. Dass es bisher "nur" Deutschland und erst einmal Schweden war, lag halt an den äusseren Umständen. Nicht an der Lust.
Es kann auch bei uns sein, dass wir in drei Jahren die Koffer wieder packen, man weiss es nicht...
Vielleicht bleiben wir auch mal? Wäre mal was Neues. Hehe.
Ich sehe es aber auch so, ein Umzug ist kein Gesichtsverlust und kein Scheitern.

Liebe Grüße
Wiebke

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Re: Schulwechsel mit 17 ein Problem?

Beitragvon Berta » 11. April 2008 17:26

Hej Wiebke,

ja:
Wiebke hat geschrieben:so langsam glaube ich auch, dass wir das ziemlich ähnlich wenn nicht gleich sehen
das kann durchaus sein... :wink:

Gruß
ausm Ländle,
Berta.


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