Schulranzen in Schweden!

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nysn

Re: Schulranzen in Schweden!

Beitragvon nysn » 22. April 2008 10:03

genau deswegen gehen wir auch na Schweden u.a., das Schulsystem ist einfach kinderfreundlicher.


Dazu möchte ich nur kurz die Göteborgs Posten vom 17. April 2008 / "Krönika" zitieren:

"Länge tyckte tyskarna att den svenska skolan var den bästa i världen. Det beror på att tyskarna generellt är lite småförälskade i Sverige. De gillar allt ifrån det politiska systemet till granskogarna, och hade vi haft bättre fotbollsspelare hade det kryllat av dem i Bundesligan.
Så jag antar att Tyskland är en bra barometer på hur det står till i vårt land. När tyskarna tycker att något är dåligt, då har det i regel blivit uselt.
Numera toppar alltså inte den svenska skolan tyskarnas favoritlista. En av anledningar är dåliga resultat.
Men vi som jobbar i skolan vet att problemet är långt värre."

"Lange dachten die Deutschen, die schwedische Schule wäre die beste der Welt. Dies beruht darauf, dass die Deutschen generell etwas verliebt sind in Schweden. Sie lieben alles - vom politischen System bis hin zu den Wäldern, und hätten wir bessere Fussballspieler, würde es in der Bundesliga davon nur so wimmeln.
Ich nehme an, dass Deutschland ein guter Barometer für unser Land ist. Wenn die Deutschen finden, dass etwas nicht gut ist, dann ist es in der Regel sehr schlecht geworden.
Inzwischen befindet sich die schwedische Schule nicht mehr auf der Lieblingsliste der Deutschen. Einer der Gründe hierfür sind schlechte Ergebnisse.
Wir, die wir in der Schule arbeiten, wissen, dass das Problem noch sehr viel schlimmer ist."

Man kann nur hoffen, dass das schwedische Schulsystem in den nächsten Jahren tatsächlich Verbesserungen erleben wird. Wegen der Schule nach Schweden zu gehen, halte ich zum jetztigen Zeitpunkt für naiv - und eben "smaförälskad".

Da wir das Thema im Forum ja auch schon auführlichst hatten, möchte ich das nicht nochmals weiter aufnehmen.

S-nina

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Re: Schulranzen in Schweden!

Beitragvon Aelve » 22. April 2008 10:10

Liebe Bjoerkebo,

ich arbeite bereits seit 43 Jahren, habe zuerst immer ganztags gearbeitet und als die Kinder klein waren, konnte ich auf ca. 30 Std. die Woche gehen, das war sicherlich eine große Erleichterung für uns als Familie. Heute bin ich von morgen 7.00 Uhr bis abends 18.00 von zuhause weg, da mein Fahrtweg nach Hamburg recht weit ist.
Also ich bin daran gewöhnt, dass ich alle Hausarbeiten oder Schreibarbeiten in den Abendstunden erledigen muß, dass man nie richtig Feierabend hat, wenn man eine Familie hat. Wir kochen auch oft abends noch, so dass ich nicht verwöhnt bin, was viel Freizeit betrifft. Aber was wir für einen Stress mit Schule hatten, schlägt dem Faß den Boden aus. Die Hausaufgaben waren so umfangreich und komplex, dass wir jeden Tag eine sehr lange Zeit damit beschäftigt waren. Dann wie gesagt, der Stress mit dem Ranzen jeden Tag, laufend mußte etwas besorgt werden, was die Schule forderte. Später kam Förderunterricht für unseren Sohn hinzu, dort mußte ich ihn an manchen Nachmittagen hinfahren in die 30 km entfernte Stadt. Die Schule hatte ja übersehen, dass er an einer Leserechtschreibschwäche litt, das mußten wir selbst alles auffangen und auch viel nachholen durch außerschulische Betreuung in einer Legasthenieeinrichtung. Hobbies hatten die Kinder natürlich auch, ist ja auch ok, da hatten sie dann ihren Erfolg mit Musikunterricht und beim Kirchenchor. In den Schulen wurde so gut wie nichts an nachmittäglicher Betreuung oder Arbeitsgemeinschaften geboten, das mußten wir alles aus eigener Tasche finanzieren, was ja noch das geringste Übel an der Sache war. Aber, dass die Kinder ein Mittagessen in der Schule hätten einnehmen können, das wünschte ich mir vergeblich. Als ich später wieder längere Zeit arbeiten mußte, waren die Kinder nachmittags auf sich selber gestellt mit Essen zubereiten und Hausaufgaben und allem und nach Feierabend ging dann die ganze Geschichte mit Hausaufgaben besprechen und ergänzen, Abendessen kochen usw. los, da blieb alltags für gemeinsame Unternehmungen auch nicht mehr viel Zeit übrig.
Bei uns haben ganz entschieden die Probleme, die dann wegen der Legasthenie unseres Sohnes auftauchten, die Lebensqualität enorm vermindert. Aus heutiger Sicht waren die Schuljahre ab der 3. Klasse unserer Kinder die schwersten Jahre für uns, gerade die Jahre, die man glaubt, mit den Kindern genießen zu können.

Grüße Aelve
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Re: Schulranzen in Schweden!

Beitragvon bjoerkebo » 22. April 2008 10:19

Ich sehe jetzt nach einem Jahr Schweden auch,das unterm Strich die Schule für "unsere" Tochter hier besser ist.
Aber,......trotz allem können solche Probleme auch hier auftauchen,sie mögen dann vielleicht etwas anders aussehen.
Man kann nicht sagen das schwedische System ist besser oder schlechter.Es ist einfach anders.Und jeder muss wohl selbst herausfinden was das beste ist.

Was mich hier z.B. stört,das die Kinder teilweise keinen Respekt haben,somit täte dem einen oder anderen ein wenig mehr Strenge ganz gut.Das erlebe ich jeden Tag im Kindergarten.Die Kinder tanzen den Eltern auf dem Kopf rum,weil die Erziehung nämlich schön auf die Daggisfröken übergeben wird.
Und das kann es in meinen Augen auch nicht sein.

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Re: Schulranzen in Schweden!

Beitragvon janaquinn » 22. April 2008 10:25

Hihi, ich bin letztens ganz bitterböse angeschaut worden, als ich Taima in der Öffentlichkeit ausgeschimpft habe...einer ihrer üblichen Zickenanfälle wegen einer Kleinigkeit. Habe es aber schon von einigen Bekannten gehört, dass die Schweden, naja sagen wir mal, recht lasch in der Erziehung sein sollen. Natürlich nicht alle, aber es soll da schon Experten geben.
Ich habe zumindest kein Problem damit, einem Trotzanfall in der Öffentlichkeit Einhalt zu gebieten, schliesslich will ich nicht irgendwann ein verzogenes Gör zuhause haben, dass mir auf der Nase rumspringt. Achja, bevor Missverständnisse auftreten, ich erziehe mit Worten und Strafen, die im übertragenen Sinne weh tun, aber nicht mit der Hand.

LG JANA
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Re: Schulranzen in Schweden!

Beitragvon Imrhien » 22. April 2008 10:32

bjoerkebo hat geschrieben:Was mich hier z.B. stört,das die Kinder teilweise keinen Respekt haben,somit täte dem einen oder anderen ein wenig mehr Strenge ganz gut.Das erlebe ich jeden Tag im Kindergarten.Die Kinder tanzen den Eltern auf dem Kopf rum,weil die Erziehung nämlich schön auf die Daggisfröken übergeben wird.
Und das kann es in meinen Augen auch nicht sein.



Du hast sicher recht, dass das in Schweden so ist. Aber ich wage mal zu behaupten, dass das in beiden Ländern so ist. Durch die vielen Richtungsänderungen in der Pädagogik sind viele einfach verunsichert. Was darf ich denn noch? Schlagen darf ich mein Kind nicht (zum Glück und mit recht), so streng wie meine Eltern will ich auf keinen Fall sein. Aber es fehlt einfach an Vorbildern an Modellen die man kopieren kann. Deshalb haben viele solche Probleme. Sie haben keine Strategien im Umgang mit Kindern teilweise auch mit dem Partner oder sich selbst. Manche sind auch schlicht einfach zu faul oder zu überfordert. Es gibt immer Ausnahmen, Menschen die wollen, wüssten wie, aber andere Probleme haben...
Aber ich glaube, das Kernproblem ist in beiden Ländern gleich. Ich arbeitete in Deutschland mit Familien mit diesden Problemen und Du arbeitest nun in Schweden mit den Kindern. Scheint mir, dass es ähnlich ist, von der Problematik. Ich verstehe jedenfalls sehr gut was Du damit meinst, dass die Arbeit an Euch hängen bleibt. Das ist nämlich auch noch so eine Nebenwirkung dieser Zeitepoche. Es ist nichts anderes als wenn Menschen erwarten, dass ein anderer ihre AUswanderung plant, organisiert und am besten noch begleitet. Viele wissen nicht mehr, manche wollen nicht mehr wissen, wie man sein Leben selbst in die Hand nimmt. Und man wird ja auch geradzu zur Faulheit erzogen...

Grüße
Wiebke

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Re: Schulranzen in Schweden!

Beitragvon janaquinn » 22. April 2008 10:42

Ich denke einfach, dass viele Eltern, in D. und S., der Meinung sind, dass die Kinder in Kindergarten und Schule genug Erziehung bekommen. Ich gebe meine Tochter gerne in den Kindergarten, sie ist wunderbar aufgehoben, lernt von den anderen Kindern Teilen und Sozialverhalten, kann einfach Kind sein, außerdem ist es eine Entlastung die Zicken-Taima mal einige Stunden nicht daheim zu haben :oops: :oops: .
ABER für die Erziehung sind mein Mann und ich zuständig. Es ist schwierig den gesunden Mittelweg zwischen Erziehen und Verziehen zu finden. Würde ich mich an meiner Kindheit orientieren, hätten die Kinder nicht viel zu lachen, würde ich den einfachen Weg wählen und alles dem Kiga überlassen, hätte ich nicht viel zu lachen.
Gerade Taima versucht bereits jetzt meinen Mann und mich gegeneinander auszuspielen, gerade bei meinem Mann hat sie recht gute Karten, weil er ein schlechtes Gewissen hat, weil er z.Z. viel Arbeit hat.
Also bin ich der "böse Cop" :evil: :evil: :evil: .
Und offen gesagt, ich halte GARNICHTS von Anti-Autoritärer Erziehung, Kinder brauchen Grenzen und die muss man ihnen setzen.

Meine Meinung zum Thema Erziehung....womit wir meilenweit vonm Thema "Schulranzen" abgekommen sind.

LG JANA
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Re: Schulranzen in Schweden!

Beitragvon bjoerkebo » 22. April 2008 10:50

Unsere Tochter bekommt auch jeden Tag aufs neue ihre Grenzen zugewiesen,mit Worten und Gesprächen.
Auch wenn ich schon Knoten in der Zunge habe.
Nun fängt auch langsam die vorpupertäre Phase an,so das der Ton zickiger wird.
Aber wir versuchen ihr klar zu machen,das wir sie mit Respekt behandel und wir es auch von ihr erwarten,das sie und mit Respelt behandelt.

Irmhin,
ich behaupte mal ganz fest,hier ist es bei einigen wirklich Faulheit und Bequemlichkeit.
Ein Beispiel:
Es kann für mich nicht angehen,das ein 6 jähriger nicht in der Lange ist sich den Hintern abzuwischen.
Aber für manche ist es halt mit Arbeit verbunden sich mal eben zwei Minuten Zeit zu nehmen und ihnen das zu zeigen, man darf nicht vergessen,die kommen bald in die Schule und da kann es sein das sie keiner hört,wenn sie schreinen,das sie fertig sind.
Sorry,das sind Dinge die gehen für mich gar nicht.Und da war auch schon das ein oder andere Kind sauer auf mich,das sie es selbst machen mußten.

@Jana,ein großes einfachens Wort kennen viele in ihrem Wortschatz net mehr und das heißt "KONSEQUENZ"
Und das Wort ist mit Arbeit verbunden.Immer und immer wieder.Und das ist vielen halt zuviel.
Die Quittung kommt aber oft früher oder später.


Zum Thema Schulranzen:
Gut das wir den nicht brauchen.Wohnen direkt neben der Schule,wenn was fehlt gehen wir und holen es.Alles andere bleibt in der Schule!
Zuletzt geändert von bjoerkebo am 22. April 2008 10:53, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Schulranzen in Schweden!

Beitragvon Aelve » 22. April 2008 10:52

Hallo Ihr Lieben,

da gebe ich Euch Recht, es ist wirklich wichtig, dass die Kinder Respekt haben und auch lernen, dass sie älteren Menschen sowie Lehrern usw. Respekt entgegen bringen müssen.
Wir hatten in der Hinsicht mit unseren beiden Kindern überhaupt keine Schwierigkeiten, da beide stets lieb waren, uns gegenüber auch heute noch großen Respekt zeigen und das völlig ohne Schläge oder größere Strafen, Hausarrest war bei uns völlig tabu. Sie waren einfach ruhig und ausgeglichen. Auch unser Sohn und Tochter haben sich immer bestens verstanden, auch heute noch. Weil wir fast nie mit ihnen schimpfen mußten, liefen also diese Sachen bei uns sehr gut. Es gibt eben solche Menschen und solche, unsere waren von Natur ruhiger und artiger und hatten auch immer Respekt vor älteren Leuten sowie vor Lehrkräften. Unser Sohn wird auch heute noch immer gelobt, weil er so gut mit Menschen umgehen kann und ihn alle nett finden. Da er Veranstaltungskaufmann lernt in einer Mitgliedsvereinigung von Theater- und Konzertfreunden hat er sehr viel mit den Mitgliedern zu tun, da kommt seine ruhige, nette und ausgeglichene Art sehr gut an.
Aus dem Grunde tat es mir doppelt weh, dass unser Sohn in der Schulzeit von den Lehrkräften so schlecht behandelt wurde, denn seine ruhige und liebe Art wurde ihm oft als Dummheit ausgelegt, Kinder die in den Unterricht reinschrien, waren den Lehrern scheinbar lieber. Auf einem Privatgymnasium, wo er ab den Alter von ca. 14 Jahren dann hinging änderte sich dann alles, da die Lehrer erkannten, dass auch ruhige und bescheidene Kinder nicht dumm sein müssen. Auf dem Privatgymnasium ging es insgesamt strenger zu, das begrüßten unsere Kinder, da es in der Klasse mehr Diziplin gab.

Grüße Aelve
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Re: Schulranzen in Schweden!

Beitragvon bjoerkebo » 22. April 2008 10:57

Ein ganz großes Problem ist einfach,das die Kinder heute zuvielen Reizen ausgesetzt sind.
sie sind überreizt und sehen eigendlich den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr.Und bei vielen äußert sich das mit Konzentrationsschwäche,Agression usw.
Die Ruhigen gehen dabei unter,das war aber immer schon so.Gehörte auch immer zu denen,die leicht überssehen wurden,weil ich zu ruhig war.
Aber es ist trotzdem was aus mir geworden;-)

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Re: Schulranzen in Schweden!

Beitragvon Imrhien » 22. April 2008 11:02

Hast recht, das geht nicht. Sehe ich genauso. Und ich falle auch immer mal wieder auf weil ich so streng bin. Bei uns im Ort beobachte ich auch immer wieder, dass Eltern (natürlich nicht alle) ihre Kinder nicht "im Griff" haben. Meine sind ebenso frech und hören auch mal schlecht. Klar. Aber ich rufe dann halt auch mal lauter. Ein Beispiel: Es gibt hier eine Familie und wenn da ein Kind bei einer Veranstaltung etwas macht was es nicht darf, dann hört man nur ein gaaaaanz leises (nehmen wir einfach mal einen NAmen den jeder Schwede kennt) Eeeeeemil. Fast schon geflüstert: Eeeemil. Ich lass dann eher ein EEEEEEEEEMIL von mir hören. Klar, damit fällt man auf. Aber es gibt Situationen da ist es mir zu gefährlich zu flüstern. Da ist es wichtig, dass meine Kinder mich hören.
Hier im Ort muss ich sagen, dass es aber die Ausnahmen sind, die so extrem lasch mit der Erziehung sind. Ich fühle mich jetzt da nicht irgendwie besonders komisch. Die Meisten sind schon ähnlich.

Um nochmal zu dem Schulranzen zurückzufinden. Ich finde es wäre auch in Deutschland möglich. Soooo teuer sind Schränke nicht. Es gibt Bundesländer die auch jetzt schon die Bücher finanzieren, da wäre es möglich auch noch die Schränke zu stellen. Es müssen ja nicht die teuersten Teile sein. In meiner Schule gab es das bis zur Oberstufe. Ich hab da 1986 angefangen, wenn ich mich recht erinnere. Wir hatten in jedem Klassensaal Schränke, für jeden Schüler ein Fach mit Schlüssel. Die mussten wir so alle paar Monate mal aufräumen und den Lehrern zeigen, weil der ein oder andere auch schon mal Essen drin vergass... :shock:
Wenn das Saarland das damals schon machen konnte, dann kann das nicht soooo teuer gewesen sein. Ach ja, das war damals eine Neugegründete Gesamtschule, damals noch ein prestigeobjekt der SPD. Vielleicht lags daran. Man wollte neue Wege gehen. Manches hat dabei nicht geklappt, vieles aber schon. Ich hatte jedenfalls ab der 5. keinen schweren Ranzen mehr. Erst in der Oberstufe wieder aber da ist man ja auch selbst verantwortlich und kann entscheiden was man mitbringt und was nicht (bei uns). Und man ist meist schon etwas größer :)

Grüße
Wiebke


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