Hej,
das hängt ein wenig davon ab wohin ihr geht.
Grundsätzlich würde ich sagen, dass Dein Sohn in die normale schwedische Schule geht. Dort hat er ein Anrecht auf Unterstützung. Das heisst, einen Specialpedagog, der mit ihm schwedisch lernt. Und einen Studiehandledare, jemanden, der Deutsch kann und ihn stundenweise im Unterricht begleitet. Du musst, je nach Ort selber danach fragen, oder die bieten das gleich an. Zumindest der specialpedagog ist fast nie ein Problem, da die in den meisten Schulen eh schon sind. Aber alles andere muss die Schule noch extra "einkaufen" und kostet. Daher hängt es vom Ort und der Bereitschaft der Schule ab, wie sehr sie da behilflich sind. Manche haben super Erfahrungen, andere weniger.
Aber grundsätzlich ist es für ein Kind aus Deutschland recht gut machbar. Am Anfang dauert das natürlich alles ziemlich und wenn möglich würde ich schon vorher lernen und auch vor Ort noch einen Sprachlehrer privat suchen. Das kostet natürlich auch wieder... Aber die normalen Kurse, SFI und co, gibt es nicht für Kinder soweit ich weiss.
Ist es eine vielbewohnte Ecke, dann kannst Du Glück haben, dass es eine förberedelse klass gibt. Das heisst, dass da nur Ausländer sind, die gemeinsam Schwedisch lernen. Da werden die Kinder auch schon unterrichtet in normalen Fächern, aber der Schwerpunkt liegt erst mal bei der Sprache. Aber man muss auch wissen, dass da grösstenteils Kinder aus nichteuropäischen Ländern sind. Das ist ja nicht schlimm, heisst aber eben auch, dass sie manchmal recht harte Lebensbedingungen hinter sich haben und daher auch andere Lernfortschritte. Das könnte auch hinderlich sein.
Ich würde sagen, sucht Euch eine nette kleine Dorfschule, sprecht mit den Lehrern vor Ort und fragt den Rektor was die Schule an Hilfe bieten kann. Normalerweise geht das recht fix. Dass er fehlerfrei und vor allem total sicher sein wird, das kann länger dauern. Aber nach ein paar Monaten wird er schon einiges verstehen und selber sagen können. Und nach einem Jahr ist er höchstwahrscheinlich schon recht gut drin. Trotzdem kann es bei manchen Kindern länger dauern. Mein Sohn brauchte länger, dabei war er deutlich jünger. Noch heute sagt er, dass ihm deutsch leichter fällt. Aber der letzte Rest an Akzent verwächst sich auch noch. Gib ihm einfach alles an Unterstüztung von daheim aus was Du kannst, dann schafft er das. Wichtig ist, dass Ihr gemeinsam auch die Heulzeiten, in denen er sich alleine und unverstanden fühlt, durchsteht und er sich da geborgen fühlt. Dann schafft er das auch schon mit der Sprache

Grüsse und alles Gute
Wiebke