Schule- dauert das immer so lange?

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snickare
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Schule- dauert das immer so lange?

Beitragvon snickare » 25. September 2008 08:47

Hallo, wir sind seit letzter Woche in Schweden angekommen und am Montag hab ich meine Tochter (8) gleich fuer die Schule angemeldet.
Seit Montag fuehle ich mich aber nur total abgespeist. Immer heisst es, ich werde zurueck gerufen, aber keiner ruft an. Bis heute weiss ich nicht, in welche Schule meine Tochter gehen kann und vor allem, wann sie starten darf.
Wir wohnen sehr abgelegen und die Kinder haben keinerlei Kontakt - sie sind schon total traurig und ich bin nur noch am heulen...

Alles voller Umzugskartons, die Huette draussen voller Geruempel vom Vorbesitzer...
am liebsten wuerd ich gerade wieder alles zusammen packen und heim fahren.

Wie lange kann das denn dauern mit der Schule?
Ist das normal so langsam?

Danke!!!

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Aelve
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Re: Schule- dauert das immer so lange?

Beitragvon Aelve » 25. September 2008 08:55

Hallo,

von einer befreundeten deutschen Familie mit Kind weiß ich, dass der Sohn erstmal nur Sprachunterricht bekam. Erst nach einem Vierteljahr mit Beginn des neuen Schuljahres wurde der Junge in die örtliche Schule eingeschult. Deshalb meine Frage, können Eure Kinder schon etwas schwedisch sprechen? Ansonsten könnte ich mir denken, dass sie ebenfalls erstmal nur einen Sprachkurs durchlaufen müssen, ehe sie dann in die zuständige Schule eingewiesen werden. Falls Ihr wirklich sehr unsicher seid, dann fragt doch mal nach, ob Ihr noch etwas beitragen müßt oder wann Ihr mit einer Einschulung in Schule oder einfach nur zum Sprachkurs rechnen könnt.

Grüße Aelve
Es ist nicht genug zu wissen, man muss auch anwenden; es ist nicht genug zu wollen, man muss auch tun.
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Sabine

Re: Schule- dauert das immer so lange?

Beitragvon Sabine » 25. September 2008 09:09

Hej,
meine Tochter wurde ganz "normal" in die Schule aufgenommen.Ist auch eine sehr kleine Schule.Ging ganz problemlos.Sie bekommt ein-zweimal die Woche Extrastunden um schneller reinzukommen.
Das ging sehr schnell und unkompliziert.
Ich würde einfach zur nächstgelegenen Skola gehen und mich erkundigen.
Nicht verzweifeln!
Liebe Grüße
Sabine

hansbaer

Re: Schule- dauert das immer so lange?

Beitragvon hansbaer » 25. September 2008 09:19

Soweit ich weiß, steht fremdsprachigen Kindern eine gewisse Stundenzahl an Unterricht in der eigenen Sprache zu. Vielleicht müssen die das erstmal organisieren.

Sabine

Re: Schule- dauert das immer so lange?

Beitragvon Sabine » 25. September 2008 09:32

hansbaer hat geschrieben:Soweit ich weiß, steht fremdsprachigen Kindern eine gewisse Stundenzahl an Unterricht in der eigenen Sprache zu. Vielleicht müssen die das erstmal organisieren.

Das läßt sich gerade an kleineren Schule meistens nicht organisieren.Und gibt es auch dann oft nur,wenn genügend ausländische Kinder dort sind.
Finde ich auch nicht sehr problematisch,solange die Kinder noch kleiner sind!
Der Unterricht bei meiner Tochter findet klar,auf schwedisch statt.Aber die Lehrerin fragt nach jedem Abschnitt auf englisch nach,ob und vor allem was verstanden wurde.
Grüße
Sabine

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Re: Schule- dauert das immer so lange?

Beitragvon snickare » 25. September 2008 09:36

Bei der nächstgelegenen Schule haben sie uns abgesagt. Meine Tochter muss wahrscheinlich 33km weit mit dem Bus fahren zur Schule. Dort war ich schon und hab auch mit dem Rektor gesprochen. Der meinte ja, wir werden angerufen.

Das ist nun 5 Tage her, ich hab jeden Tag nachtelefoniert und immer die gleiche Auskunft: Wir werden angerufen, wenn sie wissen, wenn Benni beginnen kann...

Ich frag mich ob dieser ganze umzug ueberhaupt gut war. Alle Freude ist verflogen.
Ich hoffe das vergeht wieder.

Sabine

Re: Schule- dauert das immer so lange?

Beitragvon Sabine » 25. September 2008 09:40

Wo wohnt ihr denn?
Hier bei uns ist das keine Entfernung! 8)
Trotzdem:Hinfahren und persönlich nachfragen!
Wenn es nötig ist,eben noch einmal.
Streß zu Anfang ist doch aber nicht unnormal....Irgendetwas ist doch immer.
Das gibt sich.
Das wird schon :goodman:

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Re: Schule- dauert das immer so lange?

Beitragvon Aelve » 25. September 2008 09:55

Hallo Snickare,

ich glaube, dass kennen alle, die nach einem Umzug plötzlich alles nicht mehr so toll fanden. Vielleicht liegt es daran, dass die bis dahin anhaltende Anspannung von einem abfällt, man sieht, dass auch am neuen Wohnort Probleme zu bewältigen sind. Ich glaube, es ist so eine Art Katerstimmung, die nach einer gewissen Zeit, auftritt.
Ich würde mich davon nicht runterziehen lassen, sondern alles planvoll anfangen.
Schreibt Euch auf, was Ihr als nächstes erledigen wollt:
!.) Schuppen vom Vorbesitzer - Gerümpel entleeren
2.) Anmeldungen

usw. undsofort.

Dann würde ich mir aufschreiben, was alles schon erledigt ist, damit man sich darüber freuen kann. Und die Schulsache würde ich auch erstmal von der positiven Seite sehen, die Kinder können sich in Ruhe eingewöhnen, können erstmal die Gegend erkunden, evtl. kann man ja schon mal gemeinsam die nächsten Orte ansteuern. Genießt lieber die Zeit, anstatt Euch Sorgen zu machen, denn die Schulzeit ist noch lang genug.

Grüße Euch Aelve
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Re: Schule- dauert das immer so lange?

Beitragvon hansbaer » 25. September 2008 10:03

Vollkommen richtig - dass die Anfangszeit, gerade mit Kindern, stressig wird, ist unvermeidlich. Klar hat man den Traum, dass der Nachbar vor der Tür steht und selbst gemachten Kuchen mitbringt und während des ersten Fika drei Elche und zwei Rentiere vorm Fenster vorbeilaufen. In der Realität aber ist Umzug im Allgemeinen und Umzug ins Ausland im Besonderen eine nervenaufreibende Sache.
Da muss man es ruhig angehen - det ordnar sig.

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Re: Schule- dauert das immer so lange?

Beitragvon blueII » 25. September 2008 10:30

ooh Snickare wie gut ich Dich verstehe....mir ging es ganz genauso. :goodman:

Heraus aus D, wo meine Kleine ihren geregelten Tag hatte, ihre Freunde am Nachmittag und alles gut war.

Dann kommt man in S an...soviel zutun, dass man nicht weiß wo man anfangen soll.

Die lieben Kleinen rufen nach Beschäftigung und man hat ein schlechtes Gewissen auf beiden Seiten.
Einerseits verkleinert sich der Arbeitsberg nicht schnell genung, andererseits will man die Kinder nicht so doll in die 3.Reihe schieben.
Wir haben 4 Monate in unsere Notunterkunft gewohnt ohne Spielkameraden, ohne Kigaplatz...und ich mußte dauernd auf die Baustelle und die Kleine mußte mit, was ersten super gefährlich für sie war und zweitens langweilte sie sich dort auch sehr schnell.

Als wir so einigermaßen vom Haus her lebensfähig waren, habe ich alles stehen und liegen gelassen und schöne Dinge mit der Kleinen unternommen. Kleine Wanderungen im Wald mit Picknick um die NAtur besser zu erkunden, Bäume klettern, Naturzelte bauen. Mir ein "Schwimmbad" gesucht teilweise auch längere Ausflüge gemacht um Zoo oder andere Kinderattraktionen zu besuchen. So haben wir die Zeit miteinader genossen..denn jetzt ist sie bis 2 uhr in der Dagi und wir könnten solche Sachen nicht mehr unternehmen und wir haben unsere Umgebung kennen und lieben gelernt.
Das schlechte Gewissen, gegenüber der liegengebliebenen Arbeit, konnte ich besser verkraften, als meine Süße dauernd unzufrieden zu sehen...denn sie sollte den Umzug schließlich positiv empfinden und nicht negativ.

Vorausschauend würde ich schon mal andere Sachen in Angriff nehmen:
Gibt es Sportvereine, organisiert die Kirche oder Komune irgendwelche Veranstaltungen, gibt es sowas wie Pfadfinder und Co?
Vielleicht kann man dort noch - trotz laufender Saison einen Platz ergattern - und Du hast dann etwas mehr Spielraum um Deine zweite Sorge ---den Arbeitsberg zu bewältigen.

Ich wünsch Dir Kraft die schwere Anfangszeit zu überstehen aber ihr werdet es schaffen!!

LG
Heike


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