schulbetreuung

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blue

Re: schulbetreuung

Beitragvon blue » 17. Februar 2007 12:40

@Linnea ohh wie schön...auschlagebend gegen Lessenich war Frau G....bin irgendwie nicht an sie herangekommen...aber die andere Erzieherin (meine Namensvetterin) fand ich sehr tolll


drücke Euch die Damen

PN sollten wir schreiben...jetzt gehen wir erstmal zum Zooch

Helau, Alaf und Ahoi :smt031

Fischkopf
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Re: schulbetreuung

Beitragvon Fischkopf » 17. Februar 2007 17:46

Hallöchen!

Ich kann mir vorstellen, daß auf Grund der langen Wege es schwer sein wird mit anderen Kindern Kontakt aufzubauen, aber gibt es nicht auch die Möglichkeit über ortsansässige Vereine Freundschaften auserhalb der Schule oder der Kindergärten aufzubauen?

Ich bin selber Mutter von drei Kindern und finde die Schulbetreuung sehr gut. Ich würde meinen Mann gerne beim Geldverdienen unterstützen, um so der Familie einiges zu ermöglichen. Akzeptiere aber jede andere Einstellung genau so. Meine schwedische Freundin ist Mutter von zwei Kindern und muß ihre Kinder alleine Versorgen. Bisher hatte sie keine Probleme Kinder und Arbeit unter einen Hut zubekommen. Wenn ich mit ihr über das Deutsche System spreche, wundert sie sich nicht über die Zahl der deutschen Einwanderer.


Wie wars beim Zooch?


Bis dann Fischkopf

glada

Re: schulbetreuung

Beitragvon glada » 17. Februar 2007 19:11

Fischkopf hat geschrieben:Ich kann mir vorstellen, daß auf Grund der langen Wege es schwer sein wird mit anderen Kindern Kontakt aufzubauen, aber gibt es nicht auch die Möglichkeit über ortsansässige Vereine Freundschaften auserhalb der Schule oder der Kindergärten aufzubauen?

Das kommt immer darauf an, wo man wohnt. Im Malmö sieht es anders aus als in Lappland. Wir wohnen sehr ländlich und ich denke, viele Deutsche zieht es eher aufs Land. Die Schule im Ort hat die Klassestufe 0-6, insgesamt sind es ca. 55 Schüler. Der Einzugsbereich ist recht groß. Die Kinder im Fußballverein gehen in die selbe Schule. Die Auswahl ändert sich also nicht.
Mein Sohn ist in der Schwimmschule in der nächst größeren Stadt (ca. 15km). Die Eltern kommen in ihrer Arbeitskleidung, warten die halbe Stunde ungeduldig, um dann schnell wieder nach Hause zu fahren und Abendbrot zu essen. Mehr als ein freundliches "Hej" ist oft nicht.

Klar ist, dass Mütter durch die Kinderbetreuungsangebote in Schweden selbständiger leben können als in Deutschland. Diese Politik trägt aber auch dazu bei, dass die Kinder in großen Teilen ohne ihre Eltern aufwachsen und dass Kinder sich sehr stark den beruflichen Bedürfnissen der Eltern unterzuordnen haben. Darinne liegt - wie "blue" schon sagte - der Grund, warum Schweden in der Unicef Studie im Bereich "Beziehungen zu den Eltern und Gleichaltrigen" nur auf den 15. Platz kam.

Oliver

glada

Re: schulbetreuung

Beitragvon glada » 17. Februar 2007 19:16

Interessant im Zusammenhang mit der Studie: Die von einigen Teilnehmer immer wieder dargestellte schlechtere ärztliche Versorgung spiegelt sich zumindest nich bei den Kindern in ihr wider. Im Gegenteil: Schweden hat im Bereich "Gesundheit" den ersten Platz, Deutschland den elften.

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Re: schulbetreuung

Beitragvon oka-kate » 17. Februar 2007 19:21

hej,

es gibt wie überall, vor und nachteile!

für mich persönlich überwiegen aber die in schweden, wenn ich ehrlich bin!

wenn ich in deutschland in einer großen stadt lebe, habe ich eventuell die chance auf eine betreuung wenn ich arbeiten will. hier wo ich wohne gibt es das garnicht.

gruß katja
Nicht alles ist so einfach wie man denkt! Aber machbar ist alles!

glada

Re: schulbetreuung

Beitragvon glada » 17. Februar 2007 19:36

oka-kate hat geschrieben:es gibt wie überall, vor und nachteile!


Das ist wohl wahr; man sollte sich der Nachteile aber auch bewusst sein und nicht im Nachhinein unzufrieden werden.

blue

Re: schulbetreuung

Beitragvon blue » 17. Februar 2007 19:50

glada hat geschrieben:
Das ist wohl wahr; man sollte sich der Nachteile aber auch bewusst sein und nicht im Nachhinein unzufrieden werden.


nur darum geht´s....wobei sich die Frage uns nicht stellt für oder gegen Schweden sondern wie gehen ich mit gewissen NAchteilen um..

Nun das wollte ich nur von einer in Schweden lebenden Familie hören, ob die UNICEF Statistik nur Theorie oder aber traurig gelebte Praxis ist.

Ich wollte es nicht zur Sprache bringen um mit erhobenem Finger auf das Land der Elche zu zeigen. ....scheint noch nicht so wahrgenomme von Euch zu sein...aber Schweden ist eins unserer Traumländer

Es ist mir wichtig zu Wissen, da unser Umzug für dieses Jahr zu 90% feststeht
Anlehnend an diese Informationen werde ich jetzt überlegen, ob wir uns gegen ein Häuschen im dörflichen Gebiet entscheiden und der größeren Auswahl von Spielkameraden zu liebe, uns doch näher/in Stennungsund direkt ansiedeln werden.
Auch meine Frage nach dem Gesundheitswesen beruft sich nur auf Hinweise nach Auswegen, falls es dort ein Manko gibt
…nicht anders handele ich in D nur hier kenne ich mich aus historischen Gründen besser aus.

Ausserdem soll die Qualität des Gesundheitswesens ja auch nicht schlecht sein..die Frage besteht nur –so habe ich es bisher verstanden- wie komme ich in Schweden in deren Genuß.
Danke Oliver.

@Katja ich werde erst gleich mal googlen müssen was LRS ist, aber wie auch immer, was deinen Kindern dort widerfährt ist ja der Oberhammer.
Ich werde bei Intoleranz schon supernervös wenn es um freie Meinungsäußerung geht, aber Intoleranz aufgrund eines Handicaps und dann so hirnlos macht mich unglaublich wütend.
Man muss ja auch davon ausgehen, dass nicht die Kinder selbst auf solche Gedankengänge kommen. Bewundere Dich das DU es erträgst….

LG Heike

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Re: schulbetreuung

Beitragvon Skogstroll » 17. Februar 2007 20:52

glada hat geschrieben:Interessant im Zusammenhang mit der Studie: Die von einigen Teilnehmer immer wieder dargestellte schlechtere ärztliche Versorgung spiegelt sich zumindest nich bei den Kindern in ihr wider. Im Gegenteil: Schweden hat im Bereich "Gesundheit" den ersten Platz, Deutschland den elften.

Ehrlich gesagt, so ganz nachvollziehen kann ich die ganze Studie nicht. In der Summe mag sie ja stimmen, aber einige Teilbereiche sehe ich aus meiner Erfahrung anders. Medizinische Versorgung und Bildung hätte ich schlechter bewertet, soziale Kontakte dagegen besser.
Was lernen wir daraus: Traue keiner Statistik, die du nicht selbst gefälscht hast.

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Re: schulbetreuung

Beitragvon oka-kate » 17. Februar 2007 21:57

hej blue,

LRS ist eine lese-recht-schreibschwäche. die im normalen unterricht der schule nicht gefördert werden kann. und schon gleich garnicht bei 32 kindern in einer klasse. und da meine tochter schon 2 mal eingeschult worden ist ist das das beste für miene tochter wenn sie in eine spezielle schule geht. bzw könnte sie auch in eine normale klasse gehen aber nur wenn die klasse nicht größer als 15 schüler wäre.
es ist hammermässig was bei uns ab geht aber das ist bestimmt in vielen schulen so das bestimmte gruppen nicht mitkommen da zuviele schüler in einer klasse sind.

gruß katja
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Re: schulbetreuung

Beitragvon Die Vier » 17. Februar 2007 23:07

...und das ist ansteckend... :shock:
Schon klar woher solche dummen Bemerkungen kommen,jedenfalls nicht im Ursprung von den Kindern ! Da kann man mal wieder sehen,was du... Menschen anrichten können.
Wenn es entsprechende Förderungen frühzeitig gibt,würden sich so manche Leute wundern,was so in den kleinen Köpfen drinsteckt,nicht selten ein kleines Genie...
Schade ist vor allem,dass den Kindern der Spass am Lernen verdorben wird und das nachhaltig.
Da kenne ich im engsten Familienkreis auch eine ähnliche Geschichte,mit "Glanzleistung"angewandter "Pädagogik"(und das nennt sich dann Pädagoge!).

Gruss
Die Vier-Susanne
Kinder die geliebt werden,werden Erwachsene die lieben


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