schulbetreuung

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blue

Re: schulbetreuung

Beitragvon blue » 16. Februar 2007 20:08

tja Katja
wo ich auch wieder bei meiner Ursprungsfrage bin

wie fördere ich soziale Kontakte (in unserem Fall auch schwedisch lernen)und vielleicht auch Selbststängikeit ohne Kiga

Ich erhoffe mir durch die Alternativ-Kiga´s nicht nur mehr meiner Überzeugung entsprechende Pädagogik sondern auch mehr Flexibilität.

Heike

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Re: schulbetreuung

Beitragvon oka-kate » 16. Februar 2007 20:13

hej,

:lol:

gruß katja

südschweden
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Re: schulbetreuung

Beitragvon Imrhien » 16. Februar 2007 20:15

oka-kate hat geschrieben:hej,

sorry war nicht so gemeint. :goodman:

gruß katja


Von mir auch nicht. Ich kenne es nur hier auf dem Land immer wieder mal schräg angeschaut zu werden weil der Kleine so früh unter ist und ich noch nicht arbeite. Und so geht es eben vielen "Rabenmüttern". Wobei viele nicht wissen, dass Raben besonders gute Eltern sind mit viel Sinn für Soziales.
Also, alles wieder gut?

Liebe Grüße Imrhien

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Re: schulbetreuung

Beitragvon janaquinn » 16. Februar 2007 20:27

Hej,
@blue: habe da einen Link für dich, ist zwar aus Stockholm, aber man kann sich mal informieren:
http://www.innerstadenswaldorfskola.se/

Zur Kinderbetreuung nun meine Meinung:
Meine Geschwister und ich sind alle, ab dem 1. Lebensjahr, ich mit 6 Monaten, in die Krippe gegangen, danach in den Kindergarten und in den Hort. Wir hatten alle, durch die Bank weg, ein sehr sehe enges und liebevolles Verhältniss zu unserer Mutter. Meine beiden Neffen sind ebenfalls beide in die Kinderbetreuung gegangen sobald sie ein Jahr alt waren und beide haben ebenfalls ein enges Verhältniss zu ihren Müttern, meinen Schwestern.
Ich denke nicht, das man die Entfremdung zwischen Eltern und Kindern in der Kinderbetreuung suchen darf. Denn dann, müßte in D. alles Eitel-Sonnenschein sein, wenn man bedenkt wie wenige Kindergartenplätze oder Hortplätze es gibt. Und vorallem, wie teuer sie sind. Ich zahle jeden Monat für den Platz meines Sohnes 38,-Elternbeitrag, 40,- Essengeld und 230,- direkt an die Stadt, ergibt eine monatliche Summe von 308,-€. Dazu kommen monatlich nochmal ca. 30,-€ für Windeln und Feuchttücher, die ich mitgeben muss, und weitere extra Kosten, unterm Strich liege ich bei ca. 400,-€ und das jeden Monat. Dafür ist der Kiga alle Nase lang geschlossen, geht Freitag´s nur mit 12.30 Uhr und ich habe sehr viel Ärger mit denen, so das ich froh bin, dieses Kapitel bald abschliessen zu können.

Vielleicht habe ich einfach ein unverkrampftes Verhältniss zu den Kindergärten, denn ich bin der Meinung, das es für Kinder extrem wichtig ist, möglichst früh soziale Kontakte zu anderen Kindern zuschliessen.
Und wenn das soziale Gefüge in der Familie in Ordnung ist, dann kommt es auch nicht zu einer Entfremdung des Kindes zu seinen Eltern, sondern vielmehr ist es eine Bereicherung für alle.
UND: Ich habe mich auf den Druck von Aussen eingelassen, sondern immer das getan, was für meine Kinder das beste war. Und in meinen Augen ist das Spiel und das Aufwachsen mit anderen Kindern, extrem wichtig.
Aber vielleicht bin ich auch zu sehr von meiner Kindheit in der DDR geprägt und sehe alles ein wenig anders.
Auch, weil ich mit 23 Jahren zum ersten Mal Mama wurde und so viele Sachen vielleicht unverkrampfter sehe.
Ich weiss es nicht, aber dies ist meine Meinung dazu.
JANA
Gestern ist Vergangenheit. Der Morgen ist ein Geheimnis. Heute ist ein Geschenk

blue

Re: schulbetreuung

Beitragvon blue » 16. Februar 2007 20:28

@ Katja, das Land ist groß und somit auch Südschweden...wisst ihr es noch nicht genau ?

@Imrhien wohl war :!: :!: ...diesbezüglich mache ich mir auch Sorgen, wie die Schweden mit diesem Thema umgehen...

Heike

blue

Re: schulbetreuung

Beitragvon blue » 16. Februar 2007 20:50

Hej Jana,

ich weißm ihr kennt aus DDR Zeiten die Früh und Langzeitbetreuung und bestimmt sind aus allen Kindern normale soziale Erwachsene geworden

Aber Jana, jede Mutter hat ein eigenes Gefühl was für sein Kind gut ist und wie es aufwachsen soll und bestenfalls kann die Mutter/Familie es auch umsetzen

sei das die Frage
- ob und wie lang gestillt wird
- ob mit 1 auf´s Töpfchen oder später
- Schnuller ja oder nein

und neuerdings kann man sich ja schon die Form der Geburt aussuchen.

Was ich damit meine...wenn ich glaube dies oder das ist richtig für mein Kind stelle ich keinesfalls andere Erziehungs- oder sollte ich besser sagen Lebensmodelle in Frage.


So bin ich durch lesen von entsprechender Literatur zur meiner ureigenen Auffassung gekommen, dass eine tägliche Trennung über mehrere Stunden unter circa 3 Jahre nicht so toll ist ( oder formuliert eigentlich sind die Würmchen in diesem Alter noch nicht zu einer stetigen emotionalen Trennung von Ihrer Mutter fähig).
Ab 3 finde ich es wichtig mehrere Stunden eine Kiga zu besuchen aus diversen Günden (soziale Kontakte, Sprachentwicklung, Selbstständigkeit und, und....). Aber bevor ich nicht an meinem Kind festelle, dass die Energie für mehr als einen 1/2 Tag Kiga reicht, werde ich es nicht ändern.

Was Nachbarn sagen oder die Gesellschaft mir vorschreibt ist nicht mein Problem.


Ich fahre mein Kind täglich 20 Km zum nächsten Waldorfkindergarten, weil ich von der Pädagogik überzeugt bin, jetzt rate mal was die Bewohner -vor allem die Mütter- eines Eifeler 400 Seelenortes davon hält.

Wie gesagt verschiedene Lebenmodelle ..........

Heike

blue

Re: schulbetreuung

Beitragvon blue » 16. Februar 2007 20:56

PS Jana wo her hast Du den Link oder hast Du ihn schon mal ausprobiert? er geht irgendwie ins Nirgendwo.. trotzdem Danke

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Re: schulbetreuung

Beitragvon janaquinn » 16. Februar 2007 21:23

Hej Heike,als ich den Link damals bekommen habe, hat er funktioniert, komisch :? !
Was die Lebensmodelle betrifft, weiß ich was du meinst und akzeptiere dies auch. Warum auch nicht, wäre ja schlimm, wenn wir alle gleich ticken würden!
Ich will, ebenso wie du, nur das beste für meine Kinder, und ich bemerkt, das sowohl Taima als auch Yannic sehr positiv auf andere Kinder reagieren und das gerade Taima gerade in das Alter kommt, mit anderen Kindern zusammen zukommen.
Da ich in Schweden auch wieder arbeiten möchte, wenn auch erstmal nur TZ, werden beide in die Kinderbetreuung gehen, Taima in der ersten Zeit nur einige Stunden, aber jeden Tag, sobald sie sich eingewöhnt hat und ich die Möglichkeit habe, VOllzeit zu arbeiten, wird sie den ganzen Tag dort sein, ebenso ihr Bruder, doch der wird wahrscheinlich schon in die Vorschule kommen.
Unsere Familie hat für sich dieses Modell als sehr gut erkannt, hätten wir irgendwann bei Yannic erkannt, das er von dr Ganztagsbetreuung überfordert ist, hätten wir zurückgeschraubt. Doch es war nicht der Fall.
Bitte versteh mich nicht falsch, ich bin die letzte, die ihre beruflichen Pläne auf dem Rücken ihrer Kinder austrägt, sie sind mir das wichtigste auf der Welt. Sollte ich bei Taima, denn nur bei ihr habe ich noch die Möglichkeit einzugreifen, irgendwann erkennen, das sie sich zurückgesetzt und vernachlässigt fühlt, würde ich sofort etwas ändern und zurückstecken.
Aber ich muss einfach probieren, wie sie sich fühlt und dabei entwickelt. Denn leider habe ich, was die entwicklung eines gesunden Kindes betrifft, keine Erfahrung, es ist für mich Neu-land, umso fiter bin ich aber bei der Entwicklung und dem Erkennen von Problemen bei einem behinderten Kind. Ich habe 2 Extreme zuhause, einen quirligen, aber innerlich gelassenen Autistischen 6Jährigen und einen kerngesunden Wirbelwind von 15 Monaten, die gerade die Welt entdeckt und am liebsten unsere Katzen durch die Wohnung jagt und dabei quietscht vor freude.
So verschieden als auf den ersten Blick unsere Lebensmodelle sind, so haben wir doch eines gemeinsam:
Die Neugier und das Unverständniss einer Gesellschaft, die es nicht versteht, das wir nur das beste für unsere Kinder wollen.
In diesem Sinne
JANA
achja, Taima soll in Stockholm auch in einen Walddorfkindergarten gehen. :wink:
anderer Link:
http://www.waldorf.se
http://www.freunde-waldorf.de/index.php?id=502
Gestern ist Vergangenheit. Der Morgen ist ein Geheimnis. Heute ist ein Geschenk

blue

Re: schulbetreuung

Beitragvon blue » 16. Februar 2007 23:36

weißt Du Jana dieses Thema Ganztags ja oder nein, ab welchem ALter, Grundsatzfragen der Erziehung, das sollte eigentlich keine Diskussion zwischen uns oder grundsätzlich zwischen Müttern sein. Jedem seinen Weg.

Ich meine nur das die sozialpolitische Struktur Schwedens vom Staat so geformt ist, das den Müttern scheinbar nichts anderes übrigbleibt, die Kiga nicht als soziales Kontaktfeld für die Kinder zu nutzen sondern von allen abverlangt wird
- allein schon durch die Gesetzesregelung der Witwenrente(wir basteln noch dran dies zu umgehen) -
die Kinder so lang als möglich (stundenmäßig) in eine Betreuung zu geben.

Das das nicht jede Schwedin/Schwede freiwillig tut behaupte ich jetzt einfach.

Denn /siehe Oliver´s Kommentar / gibt es gesellschaftliche Zwänge die zu merkwürdigen VErhaltensspitzen führen, dass aus - behaupte ich wieder - scheinbar schlechtem Gewissen der Eltern herrührt, seine Kinder früh und lange abgeben zu müssen!

Und nochmals die UNICEF Umfrage hat einen spitzen 2.Platz :smt038 für Kinder in Schweden ergeben ...sie wären auf Platz 1 wenn nicht die Auswertung der sozialen Bindung Platz 15 ergeben hätte....


schön das Du schon einen Kigaplatz hast .... da es Waldorf ist kennst du ja die Ansätze der zweifelnden Denkweise über zu langen und vorallem zu frühen Fremdbetreuung :wink:

hast Du lange darauf warten müssen? Kannst Du ein wenig flexibler mit den Stunden jonglieren als im Regelkindergarten

LG Heike

linnea
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Re: schulbetreuung

Beitragvon linnea » 17. Februar 2007 06:39

@blue

fährst du nach Lessenich?


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