Schulausgaben für Werbung

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knut245
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Re: Schulausgaben für Werbung

Beitragvon knut245 » 7. Februar 2011 10:04

Pink_Panther hat geschrieben:So kann man natürlich auch argumentieren ;-) Lieber die Schuld auf Andere schieben, statt das Problem an den Wurzeln zu packen.
Ich persönlich denke, dass Schweden etwas mehr Privatisierung in Kombination mit verstärktem Konkurrenzdenken gut tuen würde .....


Na ich weiß nicht - daran geht ja der westliche Teil der Welt langsam aber sicher zugrunde. Während Schweden seine stärkste Zeit hatte, als man auf Gemeinschaft, Solidarität und maßvolle Einkommen gesetzt hat.

Es sei denn, man möchte, dass Schweden ein Land wird wie jedes andere...

Aber wir werden OT. Mit Ausgaben für Werbung sind die Schulen jedenfalls schon stärker im Verdrängungswettbewerb angekommen als zB in D. Finde ich sehr zweifelhaft. Hier bei uns gibt es auch 9 Gymnasien in einer Kleinstadt. Aber keins davon käme auf den Gedanken, Geld für Werbung auszugeben. Welches seine Stärken wo hat, das spricht sich sehr schnell herum, und der Tag der offenen Tür tut das übrige.
Hier könnte auch etwas sinnvolles stehen, zum Beispiel ein Bier.

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Re: Schulausgaben für Werbung

Beitragvon Pink_Panther » 8. Februar 2011 17:25

knut245 hat geschrieben:
Mit Ausgaben für Werbung sind die Schulen jedenfalls schon stärker im Verdrängungswettbewerb angekommen als zB in D. Finde ich sehr zweifelhaft. Hier bei uns gibt es auch 9 Gymnasien in einer Kleinstadt. Aber keins davon käme auf den Gedanken, Geld für Werbung auszugeben. Welches seine Stärken wo hat, das spricht sich sehr schnell herum, und der Tag der offenen Tür tut das übrige.


Dabei muß man aber auch beachten, dass die schwedischen Gymnasien die Funktion von Berufsschulen haben. Die Konkurrenz besteht also in erster Linie nicht zwischen Privatschulen und Kommunalschulen, sondern zwischen den einzelnen Berufszweigen. Um die leeren Bänke mit Schülern zu füllen, versuchen die Schulen natürlich alles Mögliche. Werbung, Gratis-Laptops, Attraktive Studienausflüge, etc.
Geklärt werden müßte, ob in Deutschland die Schulen überhaupt Geld für Werbung ausgeben DÜRFEN .... ich habe da so meine Zweifel :-) Ist ja eigentlich auch total unsinnig.

/Paul

P.S. Manchmal ganz lustig mit ein bisschen OT :-)

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Re: Schulausgaben für Werbung

Beitragvon Tulipa » 11. Februar 2011 10:55

Pink_Panther hat geschrieben:Genauso, als unser Ältester (typisches "godkänt"-Kind) in voller Panik sich auf die Prüfungen vorbereiten wollte


Was ist denn ein typisches godkänt-Kind?

LG
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Re: Schulausgaben für Werbung

Beitragvon Imrhien » 11. Februar 2011 16:58

Hm, ich weiss ja nicht was unser Panther da meint aber ich kann mal vermuten, dass es sich dabei um ein Kind handelt, das eben nur so viel macht wie es braucht um godkänt zu sein. Und godkänt ist väldigt einfach.
Eine Rektorin, mit der ich letzte Woche sprach, hat davon geschwärmt wie gut ihre Schule ist. Sie meinte, dass sie ein so hohes Mass an Zielerfüllung haben. Oh das ist schwer auf deutsch. Also, dass eben viele die Schule schaffen und dann auf das Gymnasium können. Sie hat verschwiegen, was ich aber beim skolverket nachschauen konnte, dass es zwar sehr viele mit godkänt schaffen, es aber kein einziger Schüler mit mvg und nur wenige mit vg gab. Also alle grade so durch, ohne besondere Leistungen. Das wäre in Deutschland wenn alle befriedigend haben oder doch nur ausreichend? Denn mit ausreichend hat man schon bestanden.

Grüsse
Wiebke

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Re: Schulausgaben für Werbung

Beitragvon Pink_Panther » 11. Februar 2011 19:33

Ja, Wiebke hat das schon ganz richtig getroffen ;-)

"Godkänt" ..... am Anfang meinte ich, das wäre gleichzusetzen mit der Note "befriedigend". Mittlerweile meine ich jedoch, dass es eher der Note ausreichend bis mangelhaft entspricht. "IG = Inte godkänt", was unserer Note ungenügende (oder einfach: eine sechs) enspricht, wird auf jedenfall bis zur 9. Klasse nur höchst selten vergeben. Die schwedische Philosophie ist ja, das Lücken individuell durch die Lehrer erkannt und dann auch geschlossen werden sollen. Soweit die Theorie ....
Mein ältester Stiefsohn hat sich - wie viele andere auch - gerade so mit der Note "godkänt" durch die Schule gemogelt. Hatte allerdings Lücken wie Scheunentore. Auf mein Drängen, etwas zu tun, bekam ich nur Unverständnis zurück. Warum? Er sei doch "godkänt" - allso alles ok. Natürlich hat sich das später gerächt, und er hat dann seine Berufsausbildung auch ohne Abschluß beendet. Die Realität holt einen doch früher oder später ein - dass "godkänt" eben alles andere als das ist, was das Wort eigentlich bedeutet. Wer etwas erreichen möchte, muß wenigstens eine Menge "VG" und auch "MVG" im Zeugnis stehen haben. Irgendwo hier im Forum unter Neuigkeiten waren ein paar interessante Beiträge, einfach mal nachlesen!

Viele Grüße,

Paul


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