Schulaufsichtsbehörde schaut Privatschulen mehr auf die Fin

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svenska-nyheter
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Schulaufsichtsbehörde schaut Privatschulen mehr auf die Fin

Beitragvon svenska-nyheter » 16. Januar 2009 10:09

Die Schulaufsichtsbehörde hat einen strengeren Umgang mit den so genannten Freischulen angekündigt. Wie die Zeitung „Svenska Dagbladet“ berichtet, gründen immer noch zu viele dieser Schulen gymnasiale Ausbildungen ohne behördliche Erlaubnis.


>>ganzer Artikel

(Mit freundlicher Genehmigung von Radio Schweden)

blueII
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Re: Schulaufsichtsbehörde schaut Privatschulen mehr auf die Fin

Beitragvon blueII » 16. Januar 2009 11:25

:roll:

wie ist das denn jetzt zu verstehen??
Erst gilt der Abschluß der privaten Schule als anerkannt und dann doch wieder nicht??
Mit welcher Begründung?

Gilt dass für alle private Intitutionen Montessorie, Waldorf ect oder bezieht sich der Artikel nur auf bestimmte Formen?
Die Gesetzgebung, die besagt dass der Schulpfenning dem Kind folgt, also auch an private Einrichtungen geht, ist doch noch gar nicht so alt??!!
Schweden unterstützt finanziell aber erkennt den Abschluß nicht an?

Ich war bisher davon ausgegangen, dass private Schulen entweder eine Zulassung haben oder auch nicht.
Die Formulierung "im nachhinein anerkannt" hört sich recht willkürlich an

Weiß jemand mehr?

LG
Heike.

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janaquinn
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Re: Schulaufsichtsbehörde schaut Privatschulen mehr auf die Fin

Beitragvon janaquinn » 16. Januar 2009 12:11

Hej Heike,
in meinen Augen könnte es 2 Gründe geben, die ausschlaggebend wären:
1. Finanzielle Gründe: Freischulen kommen den Kommunen wahrscheinlich teurer, als die kommunalen Schulen und werden somit als Konkurrenz angesehen.Dazu haben viele Freischulen einen besseren Ruf und somit einen höheren Zulauf.

2. Organisatorische Gründe: Eine Freischule kann, scheinbar, jeder Gründen, der einen bestimmten Kurs belegt hat. Es scheint keine wirklich Qualitätskontrolle zugeben bzw, keine einheitlichen Richtlinien wie der Lehrplan ausgelegt wird und somit ist der Abschluss nicht wirklich gesichert. Was mehr als ärgerlich wäre, da die Schüler Probleme bekommen können, was den Schulabschluss betrifft.

Daher sollte man sich die Schule und ihre Regeln und Richtlinien anschauen, auch darauf schauen ob sie von Skolverket wirklich anerkannt wird, sonst sollte man eher eine andere Schule suchen.

LG JANA
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Tommy2

Re: Schulaufsichtsbehörde schaut Privatschulen mehr auf die Fin

Beitragvon Tommy2 » 16. Januar 2009 12:34

Hej,

jeder kann den ANtrag stellen, eine Freischule aufzumachen. Das ist jedoch genehmigungspflichtig. Man muss ein Pädagogisches Konzept glaubhaft vorlegen, dass dem nationalen Lehrplan entspricht, und auch noch weitere Auflagen erfüllen, und das ist auch gut so. Leider haben in der letzten Zeit allzu viele Gutmenschen, Träumer und Phantasten solche Schulen ins Leben gerufen. Die Qualitätskontrolle ist in der Tat mangelhaft. Die Anzahl ausgebildeter Lehrer an den Freischulen ist deutlich geringer als in den kommunalen Schulen. Viele Freischulen haben keine ausreichenden Räume für Fachunterricht (Naturkundliche Fächer, Sport, Hauswirtschaft), was dazu führt, dass diese Fächer entweder garnicht gelehrt werden oder dass die Kinder dazu woanders hinlatschen müssen.
Freischulen sind nicht unbedingt deutlich teurer als kommunale. Die Kommune zahlt den Schulpfenning unabhängig von der Kostenlage der Privatschulen. Die stellen in der Tat eine Konkurrenz zu den kommunalen Schulen dar. Alle Schulen streiten sich z.Zt. um die weniger werdenden Schulen. Als Konkurrenzmittel werden Geschenke wie kostenlose Skireisen oder ein Laptop für jeden Schüler verwendet. Das Geld dafür muss natürlich von den Unterrichtsresourcen abgezwackt werden, eine erschreckende Entwicklung.
Da es in S keine regulierten Schulabschlüsse wie z.B. Abitur oder Mittlere Reife gibt, kann es damit auch keinen Ärger geben. Die vielen unausgebildeten Lehrer an den Freischulen haben aber schlechte Vorraussetzungen, richtige Zensuren zu geben (das Zensurengeben ist eine schwere Kunst, der in einer mitteleuropäischen Lehrerausbildung viel Zeit gewidmet wird). Daher kann sollte man sich die Freischulen wirklich genauestens anschauen, bevor man seine Sprösslinge dahin gibt.
Freischulen sind wirklich sehr hip geworden, besonders die Oberklasse glaubt, ihre Kinder dahin schicken zu müssen, weil es chic ist. Zum Teil ist der Notendurchschnitt besser, aber hier im Orte sind die Gymnasien recht enttäuscht von einer der grössten Freischulen (Grundschule), weil die Kinder mit enorm guten Noten ins Gymnasium kommen, aber nicht viel können. Scheinbar werden gute Noten auch als Konkurrenzmittel eingesetzt.


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