Ich denke, dass so etwas von Schule zu Schule recht unterschiedlich ist. Bei unseren beiden, die schon zur Schule gehen und auch in der Schule, in der ich gearbeitet habe, war der erste Schultag etwas feierlicher. Bei der einen Schule versammelten sich alle Schüler beim Fahnenmast, haben die Fahne hochgezogen und ein Lied gesungen (irgendwas kinderfreundliches

). Danach gab´s eine kurze Ansprache der Rektorin und ein Eis, bevor es in die Klassenräume ging. Die Eltern der kleineren Kinder waren hier am Anfang dabei, teilweise auch noch im Klassenzimmer, je nachdem wie man seine Kinder beurteilt

. Aber keiner war den ganzen Vormittag dabei. Die Kinder kennen sich ja untereinander meistens schon. Im Klassenzimmer wurde gespielt etc an ersten Tag, keine grossen Aktivitäten.
An der anderen Schule war es ähnlich, Eis, gemeinsame Versammlung und dann in den Klassenzimmern.
Bei beiden Schulen wurde die erste Zeit im Grunde genommen hauptsächlich daran gearbeitet, die Kinder als Gruppe zusammenzufügen, sie sollten sich kennenlernen etc.
Wir haben keine Schultüte in dem Sinne gegeben, aber haben den ersten Schulttag etwas anders gestaltet, so dass er sich abhebt vom Alltag. Die Mädels haben beide eine Geschenktüte mit Kleinkram bekommen, ungefähr wie eine Schultüte, mit Stiften, Bastelsachen, solchen Büchern in denen man Buchstaben und Zahlen üben kann etc. Was wir halt so gefunden haben. Und dann durften sie das Abendessen bestimmen, wir haben gemütlcih Kaffe getrunken am Nachmittag und sie durften vom Schultag in Ruhe erzählen.
Mir persönlich gefällt die Vorschule sehr gut. Viele Kinder sind noch zu klein eigentlich für den richtigen Schulalltag und die Vorschule ist eine gute Einstimmung auf das Schulleben. Ich habe gerade eine solche gruppe abgegeben und die waren sozial sehr schlecht, wir haben ein Jahr lang steinhart mit dem Bereich gearbeitet. Vieles andere, was ich so gedacht hatte, blieb auf der Strecke, dafür war es dann eine Gruppe mit deutlich weniger Konflikten am Ende es Schuljahres

. Hätte man die Kinder gleich in die erste Klasse gesteckt, hätte es eine Katastrophe gegeben

. Dort hat man Ziele, die man erreichem muss, in der Vorschulklasse sind es Ziele, die man anstrebt. Daher gibt es dort noch die Möglichkeit, flexibler zu arbeiten und auf die jeweilige gruppe einzugehen. Die sozial schlechten Fähigkeiten hier hätten sehr viel Probleme verursacht in der ersten Klasse und Zeit gekostet, die man im Grunde nicht in der benötigten Menge hat.
Zu Anfang besteht der Alltag aus 90% Spiel und 10% "Schule", am Ende des Schuljahres ist es umgekehrt und die Kinder sind in der lage, sich lange genug zu konzentrieren etc. Es passiert sehr viel entwicklungsmässig in dem Alterr und es hat viel Spass gemacht, dieser Entwicklung zu folgen

Gruss
Nanna