Nach einer WoMo-Tour 2002 (die eingescannten Papierbilder möchte ich Euch nicht zumuten) bis nach Falun und zum Siljan und einer "Durchreise" 2006 (zum Nordkapp) wollten wir 2008 mal einige Gegenden Schwedens anchecken - wo möchten wir intensiver rumschnüffeln, wandern, faulenzen - und vielleicht auch einmal eines dieser Fabeltiere sehen, Elch genannt.
Nicht mehr ganz jung haben wir
für uns die Reise mit Kombi und Zelt, als Schlechtwettervariante gibts ja überall Hütten, als optimalste und flexibelste entdeckt

Als Fischkäufer (=Nichtangler) müssen wir diese Problematik leider vernachlässigen.

Geplant war eine umfangreiche Tour, die wir auch so umgesetzt haben:

Von Trelleborg gings an der Ostseeküste nordwärts. Auf Bredängs Camping in Stockholm erlebten wir zwei Enttäuschungen:
Zum einen, dass hier midsommar nichts los ist und zum anderen, das sich meine Frau den Fuss vertrat (was sich nach dem Urlaub als Knöchelbruch herausstellte).
Ein nettes Paar aus Hamburg nahm uns im VW-Bus mit in die Innenstadt, so dass wir eine Tour nicht wie geplant mit der U-Bahn fahren mußten.
Der Rathausturm war für mich "Pflicht" - ich bin alle 365 Stufen und die diversen Gänge gelaufen.

Der Ausblick entschädigte für mehr als eine Stunde Anstehen

Noch spielte auch das Wetter mit, wir konnten gegenüber dem Rathaus unseren "Brunch" machen.

Auch in Sundsvall spielte das Wetter noch mit - wir konnten auf Fläsians Camping das Zelt aufbauen

Der Norden empfing uns dann mit Wolken, Regen und an der 45 stand das Wasser bis an die Straße ran.

Doch erstmal enttäuschte das völlig unspektakuläre "Ende der Ostsee" in Töre

Weiter gings, bei Regen, durch Kiruna mit dem Ziel Abisko, wo wir uns eigentlich "die Füße vertreten" wollten, d.h. übernachten und wandern. Der CP gesperrt - es war einfach zu nass - und alle Zimmer ausgebucht. Und eine 8-Personen-Hütte für 140 Euronen pro Nacht für uns zwei - sorry. Abisko, wir kommen ein andermal.
Wir sind flexibel - südlich Kiruna gabs eine Hütte für 45 € pro Nacht.

Dann gings südlich - Lappesuando (Kalixälv) - 2006 noch ein Traumfoto geschossen - strömender Regen.
Das gute Wetter nicht aber die "Wegelagerer" blieben uns in allen Farben treu

Nächstes Ziel war Stora Sjöfallet mit dem NP. Wandern war stark eingeschränkt (s.o.) aber Gucken war möglich.
Und die beliebten schwedischen Straßenbaustellen

Heißt das nun 70 km Baustelle?
Denn 70 km/h kann es ja wohl nicht heißen bei Schotter mit einer Körnung bis zu 70mm!?
Camping war nicht , also Zimmer. Und unser erstes Dagesrätter - lecker, mehr als genug und mit 93 SEK auch angemessen.
Wir kommen wieder!
Der Regen hörte auf, es wurde langsam wärmer (7 - 15° am 27.06.).
Und es kamen die Ort mit den Aussichten, von denen man sich eigentlich nicht trennen wollte

Nun gabs auch wieder die Mittagsrast mit "Terrine" und anschließenden Cappucchino.

Schlagt mich - aber die Rastplätze (bis auf einen - s.u.) in Norwegen finde ich schöner gelegen.
Es kam der nächste Platz, wo wir nicht das letzte Mal waren - Årrenjarka Fjällby. Für`s Zelten war uns zuviel Schotter auf dem Platz, also sollte es eine Hütte sein.
Nach dem "Quartiermachen" folgte ein Trip zum "Ende der Straßen-Welt" - Kvikkjokk

Und bei einem Spaziergang danach - es muss ein Wolf in der Landschaft gewesen sein, auf dessen Ruf die Hunde der 5 oder 6 Anwesen mit ihrem Jaulen reagierten!?
Es ging weiter südlich, Jokkmokk war das Ziel. Der Campingplatz am Ortsrand Richtung südost ist okay. Leider konnten wir das 2009 von den dortigen Hütten nicht sagen.

Grüße an Gabi & Walter aus dem Kanton Zürich - es war ein schöner Abend mit Kräuter & Rotwein (mit Schraubverschluß!!!!!)

Das Sami-Museum in Jokkmokk empfanden wir als informativer als das in Karasjok - da wird mehr "erleben" geboten.
Das wars mit "Nordschweden" - nun gings schnell südwärts.
Die Passage des Polarkreises ist in Finnland und Norwegen touristisch mehr erschlossen als in Schweden, landschaftlich für uns am reizvollsten ist`s an der E6 in Norwegen. Deswegen sind wir hier südlich Jokkmokk schnell weitergefahren

Gern übernachten wir in Lits Camping, nördlich von Östersund an der 45 (mittlerweile 3 x).
Vorher gings durch ein Dorf (wir haben uns dummerweise den Namen nirgendwo notiert), wo unsere Freunde von der Fraktion der Rentiere links und rechts der Straße lagen

Dann waren wir wieder an unserem Lieblingsplatz in Schweden, dem Südufer des Siljan. 2002 haben wir Plintsberg

für uns entdeckt und dort mit dem Womo für eine Nacht gestanden.
2006 haben wir dann unterhalb den CP Tällberg gefunden. Bitte, fahrt nicht alle hin aber für uns bisher der schönste CP in Schweden. Nicht zu teuer, reizvoll gelegen am Siljan, nicht zu groß, relativ ruhig...
Wir haben andere CP rund um den Siljan angecheckt - und sind wieder in Tällberg gelandet.
Ausflugsziele gibts mehr als genug in der Gegend - Bärenpark (wurde uns abgeraten), Rättviks Kyrka, Dalhalla (
http://de.wikipedia.org/wiki/Dalhalla), Mora, Leksand (für uns das leckerste Knäcke aus Schweden)....

Auch am Siljan kann man leider nicht ewig bleiben, also gings weiter südwärts, am Vättern vorbei, über Värnamo, bei nur noch Sonne und steigenden Temperaturen.

Tschüss Schweden bis nächstes Jahr - 2009.